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07.09.2017, 15:45 Uhr | Maygloeckchen
Wie werde ich mit meinen Gefühlen fertig? Traurigkeit, wenn ich missachtet, gemieden und provoziert werde. Wut, erst über die Art meines Sohnes(14), dann über mich, da ich anscheinend versagt habe. Verzweiflung, da ich nicht weiß, wie ich es besser, anders, richtig machen kann.
Fassungslosigkeit, wenn er nicht auf mich hört. Ich fühle mich machtlos.
Was tue ich wenn ich immer nur höre, lass mich in Ruhe?
Was tue ich, wenn ich ihm sage, "mach dein Handy aus und lege es weg" nach 22.00Uhr und er es nicht macht?
Mir fehlt eine Gebrauchsanweisung.
LG May
 
13.09.2017, 08:13 Uhr | marinadiezweite
Hallo Maiaglöckchen, sicherlich gibst du irgendwann die Verantwortung ab. Aber ich glaube, das ist noch lange hin, zumindest was die Handys am Abend betrifft. Mir scheint, da steckt noch mehr Potential dahinter. Denn du schreibst, ihr habt das gemeinsam vereinbart. Schon deshalb braucht es zumindest abends keine Diskussionen geben. Da gelten die gleichen Regeln wie für Erwachsene, dass man Vereinbarungen nicht kurz vor dem Schlafengehen oder täglich neu diskutiert. Sondern in einer ruhigen Minute.
Für dich selbst sollte auch klar sein, ist es, dass du sonst nicht beruhigt schlafen kannst? Oder ist es wegen morgens rauskommen. Jedenfalls bleibst du bei Kindern in dem Alter trotzdem der Bestimmer. Mach diese Diskussion erstmal unabhängig von morgens. Wenn es um Gedanken und Rücksichtnahme geht, solltest du das den Jungen auch sagen. Es klingt vielleicht sehr bestimmend, aber in diesem Alter gibst du noch den Leitfaden für viele Dinge. Und da kann eine Regel heißen, um 9 ist komplett Ruhe im Haus.
Ich glaube, sperren brauchst du die Handys nicht. Aber es ist kein großes Ding, diese rechtzeitig, heißt, kurz vor neun einzusammeln. Ohne dich täglich rechtfertigen zu müssen. Denn bedenke, die Pubertät fängt erst an, und das wird nicht die einzige Auseinandersetzung bleiben.
 
12.09.2017, 09:16 Uhr | Maygloeckchen
Diese Kämpfe sind wirklich belastend, gerade kurz vor dem Schlafen...
Deine Reglungen finde ich gut, wie muss ich mir das vorstellen, wie kann ich ein Handy beim Anbieter sperren lassen? Wir sind bei Vodafone.

Wlan würde ich auch gerne begrenzen, aber das soll wohl nicht gehen...wir haben eine Box von der Telekom, die kann ich nur an oder ausstellen.

Ich kann einfach nicht schlafen, wenn ich mir nicht sicher bin, das die Kinder irgendwann Schluss machen. Ich habe das Gefühl, das es in meiner Verantwortung liegt, das die Kinder Nachts schlafen und nicht bis in die Puppen rumgeistern. Ich weiß, ich muss die Verantwortung irgendwann abgeben, aber da sie es noch nicht alleine können, denke ich muss ich dafür sorgen.?
LG May
 
11.09.2017, 18:37 Uhr | figuralis
Hmm, wenn ihr gemeinsam diese Zeit vereinbart habt, dann würde ich da in einem ruhigen Moment noch mal nachhaken, ob diese Vereinbarung für Deinen Sohn auch noch passt und nachvollziehbar ist. Aus seiner Sicht: Wenn er morgens früh rauskommt, warum muss er darauf Rücksicht nehmen, dass Du unruhig bist, nur weil er abends noch das Handy hat?

Was ich mir aber nicht bieten lassen würde, sind abendliche Kämpfchen - das kenne ich zur Genüge und weiß, wie belastend das für alle ist. Eine Zeitlang gab es bei uns die Regel, dass es handyfreie Zeit am Tag gibt, einfach um andere Dinge tun zu können. Hat mein Sohn sich nicht daran gehalten, habe ich das Handy über den Anbieter für 24 Stunden komplett gesperrt. Das war einige Male nötig, aber nicht so oft, wie ich es befürchtet hatte. Bei uns ist zB auch die WLAN-Zeit begrenzt, und das akzeptiert er auch, nicht immer gern, aber es geht.

VG
Figuralis
 
11.09.2017, 16:46 Uhr | Maygloeckchen
Einfach nur so mache ich eigentlich gar nichts. Ich stehe morgens manchmal sehr früh auf, weil ich früh arbeiten gehe, dann muss auch dementsprechend früh ins Bett. Wenn ich also schlafe, möchte ich nicht das meine Jungs noch ohne Ende Raumgeistern. Ich finde 22.00Uhr eine recht tolerante Zeit für 12 und 14jährige, die am nächsten Tag ausgeschlafen in die Schule sollen. Selber finde ich dann keine Ruhe, wenn ich weiß, das die Kinder noch am Handy sind.

Es ist wechselhaft, manchmal sehen sie es ein, das die Nachtruhe um 22.00Uhr ist, manchmal nicht.
Wir haben gemeinsam diese Zeit vereinbart.
LG May
 
09.09.2017, 18:20 Uhr | Louise-19
Hallo, Maygloeckchen,

kannst Du mal in einer ruhigen Minute mit Deinem Sohn reden, und ihn fragen, was er meint,
um wieviel Uhr er ins Bett muß, damit er morgens früh ausgeschlafen ist?

So daß er zumindest schonmal versteht, warum Du willst, daß er schläft,
selbst wenn er es dann trotzdem nicht will.

Oder ist der Grund, daß er mit dem Handy laute Musik hört,
so daß DU nicht schlafen kannst?
Oder gibt es einen anderen Grund, und es ist nicht
"rein aus Prinzip"? Das würde ich an seiner Stelle dann auch nicht einsehen...

Viele Grüße,
Louise
 
09.09.2017, 16:22 Uhr | Maygloeckchen
Hallo,
erstmal vielen Dank für die Antworten.
Es ist wirklich nicht einfach. Vielleicht ist auch alles bisher zu glatt gegangen, das ich so hilflos da stehe und nicht weiter weis. Oder es ist vorher schon einiges schief gelaufen und ich habe es nicht gemerkt?
Den Rat zu agieren finde ich gut. Ich werde es versuchen.
Ehrlich gesagt ist mir 22.00Uhr auch zu spät. Da bin ich oft schon müde und werde dann auch ungeduldig, wenn ich morgens früh raus muss.
Das Handy wegnehmen ist garnicht so einfach. Ich habe es schon erlebt, das ich angegriffen wurde. Das war sehr unangenehm.
Wie macht ihr das?
LG May
 
08.09.2017, 11:18 Uhr | Sorglosigkeit
Hallo bke-Eddy-Kreuzer,
es heißt Pubertät - mit b! in der Mitte.
Das musste ich jetzt mal loswerden - und stelle den Besserwissermodus hiermit wieder ab. *Heuchlerisch*
 
08.09.2017, 11:09 Uhr | marinadiezweite
Hallo maigllöckchen, Gebrauchsanweisung ist eine gute Idee. Noch besser ist es zu agieren. Mich haben meine Kinder mal in die Spur gebracht. Meine Tochter meinte belustigt, dass ich immer erstmal in Büchern und Erziehungsratgebern lese, bevor ich reagiere. Das hat mir echt zu denken gegeben. Das ist eigentlich sehr hilfreich, diesen Tipp zu kriegen. Denn man kann durchaus probieren, was am besten geht. Klare Ansagen und konkrete Reaktionen, wenn es nicht klappt. Heißt auch, kein Nachschlag von einer halben Stunde, wenn es schon 22 Uhr ist. Lieber rechtzeitig vorher fragen, ob schon Feierabend sein kann. *Lachend*
Ich persönlich finde 22 Uhr echt lange. Würde das bei Problemen sogar um eine halbe Stunde nach vorn verlegen. Damit du halt auch mal ''Feierabend'' hast. Dann aber sollte diese klare Ansage bestehen, nicht weglegen, sondern nehm es dir und lege du es weg. Sobald du das einige Male so durchgesetzt hast, geht es wohl auch dir besser.
Zuletzt editiert am: 08.09.2017, 11:11 Uhr, von: marinadiezweite
 
08.09.2017, 09:40 Uhr | bke-Eddy-Kreuzer
Sehr geehrte Userin Maygloeckchen,

willkommen im Eternforum der bke. Sie beschreiben Problem im Umgang mit Ihrem pupertierenden Sohn und fragen nach einer Gebrauchsanweiseung.
Zunächst einmal möchte auch ich Ihnen sagen, dass das Verhalten Ihres Sohnes nichts Ungewöhnliches in diesem Alter ist. Louise-19 hat es sehr gut beschrieben, wenn sie schreibt, dass es nicht Ihr Vertrauter, sondern Ihr Sohn ist und es sozusagen seine Aufgabe ist, sich abzugrenzen. Das macht den Umgang mit Ihrem Sohn natürlich nicht leichter.
Ich halte es für sehr wichtig, dass Sie von der reagierenden Haltung in die agierende Position wechseln. Beispiel: wenn Sie sagen, dass das Handy 22.00 ausgeschaltet werden soll, dann setzen Sie das auch mit allen Konsequenzen durch. Die BEziehungen der Eltern zu ihren pupertierenden Kindern unterliegen in diesem Alter einem permanenten Aushandlungsprozess, also welche Normen und REgeln gibt es? Wann und wie veränderndiese sich u.s.w.?
Viele Eltern sind enttäuscht, wenn sich die Beziehung plötzlich zu Ihren KIndern derart verändert und sie erinnern sich daran, wie schön und harmonisch es war, als die Kinder noch klein gewesen sind. In der Entwicklungsphase der Pupertät steckt eben nicht nur eine Veränderung für die Jugendlichen sondern auch ein Abschied nehmen der Eltern vom Kindsein ihrer Kinder. Eltern werden zunehmend Reibungs- und Konfliktfläche. Das ist wichtig, damit die heranwachsenden KInder ihre Idendität herausbilden können.
Ich möchte Sie gern in diesem Zusammenhang auf unser Angebot der Mailberatung hinweisen. Ebenso können Sie sich an eine Familien- und Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe wenden. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, neue Handlungsstrategien und eventuell eine veränderte Haltung bezüglich Ihrer Erziehung und Beziehung zu Ihrem Sohn zu entwickeln.
Ich bin mir aber sicher, dass Sie noch einige Rückmeldungen anderer User in unserem Forum bekommen werden.

Viele Grüße bke-Eddy-Kreuzer
 
07.09.2017, 20:20 Uhr | Louise-19
Hallo, Maygloeckchen,
mit Deinen Gefühlen wirst Du fertig, indem Du Dich nicht auf Deinen Sohn als Vertrauten verläßt.
Deine Gefühle lebst Du mit Deinem Partner, Deinen Freundinnen und Verwandten und Sportkameradinnen.

Wenn Dein pubertierender Sohn sich unangemessen verhält,
solltest Du Ärger wegen seiner Unhöflichkeit verspüren,
nicht Verzweiflung über seine Zurückweisung.

Im Gegenteil: Dich zurückzuweisen und sich von Dir abzugrenzen
ist praktisch seine Aufgabe in der Pubertät.
Viele Grüße,
Louise
 
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