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08.10.2017, 22:42 Uhr | Daniela-73
Hallo,

mich würde interessieren, welche Kosten für die Smartphone Nutzung bei anderen Jugendlichen wirklich anfallen? Meine Tochter (17) ist der Meinung, das es unbedingt eine All-In Flat sein muß, die je nach Anbieter etwa 20 - 25 Euro (Prepaid) kostet und so etwas jeder hätte. Es ist in letzter Zeit ein ständiges Genörgel, weil immer mehr ihrer Bekannten mit den neuesten Geräten herumlaufen, die sie sogar durch teure Laufzeitverträge (bis 50 Euro monatlich) subventioniert bekommen. Ich sehe aber nicht ein, warum dafür so viel Geld ausgegeben werden muß, Hauptsache es erfüllt seinen Zweck, oder?

Würde mal gerne andere Meinungen dazu hören.

Daniela
13.10.2017, 00:39 Uhr | Daniela-73
Hallo

Da habe ich ja viele Meinungen bekommen, daher zuerst ein Danke an alle, die dazu etwas geschrieben haben.
Jeder Beitrag war wertvoll und ich habe mir über vieles mal Gedanken gemacht, nämlich darüber, was sie eigentlich von dem Geld bezahlt und was davon übrig bleibt. Was spart sie davon, spart sie überhaupt und solche Dinge gingen mir durch den Kopf?
Werden hochwertige Geschenke eigentlich geschätzt, oder mehr als selbstverständlich eingestrichen? Ich rede hier nicht von der Flat oder einem Handy, sondern von anderen Dingen, wie Auto oder Führerschein, Studium. Wir hatten ihr im letzten Jahr den Führerschein bezahlt, ja gut, haben auch alle, wie ich selber mitbekomme, wenn ich die Fahrschulwagen in der Siedlung sehe, die ihre Kundschaft abholen. Den Jugendlichen wird auch eingeredet, das ein Handy nur 1,- Euro kostet und ein Auto nur 99,- Euro (pro Monat), es gibt für alles eine Finanzierung und Kredite. Sie haben aber überhaupt keine Ahnung davon, wie sich das zusammensetzt, das es sich um Leasingraten oder teure Laufzeitverträge handelt. Kredite mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen und solche Dinge.

Ich denke, das bei uns vieles falsch läuft, aber irgendwie fehlt es mir an der Kraft, die Weiche umzustellen. Eigentlich dachte ich, das was Pauliprinzessin schrieb, also 150 Euro, wovon sie dann alles bezahlen muß, ist gut. Ist auch gut, aber dann erwachte die Hekikoptermutter in mir und ich machte mir Gedanken darüber, das sie dann am Schulessen spart (Wertmarkenkauf) oder anstatt mit dem Bus zu fahren, lieber läuft und sich so einer Gefahr aussetzt. Momentan hat sie eine Schülerkarte, die bezahlen wir auch noch extra. Wie lange sie das mit dem Pferd noch macht, ist auch ungewiss, da sagt sie selber, das sie nicht mehr als 25 Euro dazu bezahlen will, da hat es wohl auch schon Diskussionen gegeben, wo es um eine andere Umverteilung der Kosten ging. Ich tendiere dazu, wenn sie in die Ausbildung geht, nichts mehr dazu zu geben und erst mals schauen, wie sie damit wirtschaftet.
12.10.2017, 07:58 Uhr | marinadiezweite
Hallo Daniela, Pauliprinzessin beschreibt, was sicher viele Eltern machen. Dass sich Kinder ab einem bestimmten Alter das Geld selbst einteilen müssen. Jedoch kein endloses Budget erhalten. Meine Tochter wollte das gern probieren, sich selbst um die Kleidung zu kümmern. Sie bekam dann eine Zeitlang mehr Geld, musste aber Schuhe Kleidung, alles kaufen. Das ist schon ganz schön schwer. Denn wenn das Geld am Monatsanfang für ein teures Paar Schuhe ausgegeben war, konnte nichts weiteres mehr gekauft werden. Sie merkte dadurch relativ schnell, dass nicht jeden Monat mehrere Kleidungsstücke machbar sind.
Pferd, das ist sicher okey. Aber je mehr die Eltern raustun, desto weniger ist den Jugendlichen klar, dass es wichtige Sachen für sie gibt, aber das Geld einfach nicht für alle Wünsche reichen kann. Oder auch gewollt nicht für alle Wünsche reichen soll.
11.10.2017, 22:02 Uhr | Pauliprinzessin
75 Euro plus Pferd, für Klamotten noch was drauf...
Was ist vereinbart, muss denn von den 75 Euro bezahlt werden?
Unser Sohn bekam in dem Alter 15 0 Euro. Davon musste er alles für sich bezahlen. Also Handy, Fitnesstudio, Friseur, Kleidung , eigenes Shampoo, Duschgel etc...Die meisten Wege erledigte er mit dem Rad ansonsten hieß es für ihn von dem Geld auch Busfahrkarte bezahlen. Nur so konnte er einigermaßen begreifen das Geld nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und man sich Wünsche und Bedürfnisse ansparen muss.
Ergo- wer neuestes Handy und all in Tarif will muss auf etwas anderes dann verzichten. Müssen wie Eltern auch. Lebt man den Kindern allerdings etwas anderes vor werdenvauch unsere Kinder Ansprüche haben.
Was sagte eine Tochter als sie zum Studium auszog und es kein Bafög gab: Mama jammert, nun muss sie auf eine Designerhandtasche pro Monat verzichten. Kind bekam exakt das was jedem Studenten zusteht
11.10.2017, 08:35 Uhr | marinadiezweite
Hallo Daniela, ich finde die Erwartungshaltungen der Jugendlichen gar nicht so schlimm. Man kann versuchen, sie ihnen nicht auszureden. Aber auch nicht alle Erwartungen erfüllen. Es ist ja okay, was sie erträumen. Ob Andere das wirklich haben, vermag man meist gar nicht zu erkennen. Ich glaube fast, dass alle Jugendlichen ihre Eltern mit dem Trick überreden, dass die anderen ja haben.
Nun, ich finde, man muss weder alles erfüllen noch alles begründen. Momentan bist du ja noch der Vertragsinhaber, bis sie volljährig ist. Also kannst du bestimmen. Wenn ihr was einfaches nicht gefällt, hat sie halt Pech. Sogar bei Abzahlungshandys gibt es von bis.
Man darf nämlich auch nicht vergessen, dass diese Verträge mit Handy zwei Jahre laufen. Meist aber schon nach einem Jahr wieder neue Handys rauskommen. So also die Wunschfalle nicht aufhört.
Ich hab das so gemacht, dass meine Kinder ihre Kosten vom Taschengeld bestreiten mussten. Da hab ich dann 10 Euro extra dazugegeben. Taschengeld waren so 40 Euro. Da wir teure Bus/Bhnfahrkarten kaufen mussten bis zur 12. Klasse, haben sie das auch relativ gut verstanden, dass nicht alles möglich ist.
Vorschusslorbeeren gab es nicht. Wenn deine Tochter nächstes Jahr verdient, okey, dann kann sie nächstes Jahr sich selbst ein Handy kaufen, oder es abzahlen. Jetzt aber geht das halt noch nicht.
10.10.2017, 19:46 Uhr | cutie
Also meine Tochter hatte immer eine Prepaidkarte wo der Tarif 10 Euro kostet, freiminuten und ordentlich Datenvolumen und das reicht ihr aus.
09.10.2017, 21:33 Uhr | BabyOne
Hallo,

meine Tochter ist 14 und bekommt 20 € Taschengeld im Monat, die sie frei verbrauchen kann. Sie hat ein Handy, das sie sich selbst gekauft hat. Sie bekommt von mir alle ein bis zwei Monate eine Aufladung von meist 10 € für den Prepaid-Tarif vom Discounter mit dem A vorne dran. Zuhause kann sie über WLAN ins Netz. Das reicht. Sie hat am Anfang mal unterwegs das Internet benutzt. Ich habe ihr dann gezeigt wie schnell das Guthaben danach verbraucht war und sie fand es selber unsinnig teuer. Seitdem klappt das ganz gut, sie wartet halt für Whattsapp und sowas bis sie zuhause ist. In der Schule hat sie ohnehin das Handy normalerweise nicht dabei.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
09.10.2017, 21:03 Uhr | Daniela-73
Hallo

Danke für die Antworten.
Es ist so, das sie 75 Euro Taschengeld bekommt, dazu noch 25 Euro fürs Pferd. Bei Sachen zum anziehen gebe ich was dazu, da ich solche Dinge als nützlich sehe, das mit dem Telefon jedoch nicht. Sie ist jetzt von der 10. Klasse runter in eine Berufsschule und sie will sowieso eine Ausbildung machen, also nächstes Jahr. Zumindest hat sie da auch Bewerbungen verschickt. Dann wird sie ja selber Geld verdienen und muß sehen, wie sie da klar kommt, ich würde nur gerne sehen, wenn sie da nicht solche Statussymbole, die jedes Jahr neu aufgelegt werden, anpeilt. Auf die Flat wird sie wohl nicht verzichten.

Daniela
09.10.2017, 10:05 Uhr | figuralis
Na, mein Sohn ist erst 14, und ihn hat vor einiger Zeit die Telefonitis gepackt - mit seinem bisherigen Tarif kam er nicht mehr aus, und die Abrechnung pro Minute über die Freiminuten hinaus ging ins Geld. Also habe ich mit ihm abgemacht, dass er sich an den Kosten beteiligt und die eigentlich geplante Erhöhung des Taschengeldes eben gern dafür verwenden kann. So bezahlen wir 10 Euro, er auch 10 Euro im Monat für die Handynutzung, und er gibt sich mit einem relativ simplen gebrauchten Gerät zufrieden - Geld wächst schließlich nicht an Bäumen.

Damit fahren wir eigentlich gut; bei Deiner Tochter würde ich mal schauen: Wieviel Taschengeld bekommt sie überhaupt, was wird außer der Reihe von Euch bezahlt? Und wenn sie so ein mega teures Gerät haben möchte: Mit 17 gibt es ja schon auch Möglichkeiten, sich ein bisschen was zu verdienen, finde ich.
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: figuralis
09.10.2017, 08:34 Uhr | bke-Eddy-Kreuzer
Sehr geehrte Userin Daniela-73,

willkommen im Elternforum der bke. Die berichten von dem leidigen Thema der Handynutzung Ihrer Tochter und sicher werden viele Eltern dieses Thema kennen. Der Umgang mit einem Smartphone gehört allerdings heute zum Alltag der meisten Jugendlichen und es geht eben schon lange nicht mehr nur ums telefonieren. Der Austausch und Kontakt zu Gleichaltrigen findet eben häufig übers Internet statt. Ich denke, hier haben unterschiedliche Generationen unterschiedliche Auffassungen. Nach meiner Kenntnis sind die All-In Flats relativ günstige Angebote und können durchaus genutzt werden.
Aber da sollten Sie vielleicht Ihren Telfonanbieter konsultieren.

Viele Grüße bke-Eddy-Kreuzer

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