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25.12.2017, 23:48 Uhr | Waldsonne
Hallo,

mein Sohn 4 Jahre, erzählte mir vor einigen Tag das eine seiner Freundinnen 6 Jahre in der Kita an seinem Penis geleckt hat und ihn aufgefordert hat auch an ihrer Scheide zu lecken.Ich bin aus allen Wolken gefallen . Gespräch in der Kita geführt, dort sagte man mir sie würden mit dem Kind sprechen . Damit gab ich mich allerdings nicht zufrieden und verlangte zumindest ein Elterngespräch .
Ich erzählte dem Vater vom besagten Mädchen davon , Eltern sind getrennt, tauschten Sprachnachrichten aus . Er war auch fassungslos aber es schien ihm nicht neu. Erzählte mir das seine Tochter sowas schonmal angemerkt hätte es bei ihrer Mutter gesehen zu haben wie sie es bei den anderen Männern macht. Er hat mir Sprachnachrichten geschickt wo sich das Kind nochmal dazu äußert wie sie überhaupt auf so eine Idee kommt . Sie hätte es bei ihrer Mutter gesehen , ihre Mutter hat sie auch gesehen wie sie im Zimmer steht aber nicht raus geschickt.
Auch die Situation nicht erklärt. Nix. Die Mutter trinkt wohl auch ganz gern mal und hat dann öfters irgendwelche Internetbekanntschaften zuhause.
Heute erzählte mir mein Sohn, immer noch 4 Jahre alt das seine Freundin immer sagt sie würde sex mit ihm haben wollen. Das kann doch nicht normal sein.

Wie soll ich mich verhalten ? Wo beraten lassen?
Vom Kindergarten kann ich nicht allzu viel Hilfe erwarten, ich glaube für die ist das jetzt erledigt.
Für mich hat sowas aber nix mehr mit kindlicher Entdeckungstour zu tun.
01.01.2018, 17:24 Uhr | BabyOne
Hallo Waldsonne,

letztlich kann hier keiner mehr dazu sagen, weil wir die Realität nicht kennen. Wenn Du Dir solche Sorgen machst, bleibt wohl nur, nochmals das Gespräch mit dem Vater (oder der Mutter!) zu suchen und notfalls dem Jugendamt zu melden, dass Du Dir Sorgen um dieses Kind machst. Ich möchte aber dennoch vor Übertreibungen warnen - wenn man sich die nüchternen Fakten ansieht, die Du geschildert hast, kann es sein, dass es um einen einmaligen Vorfall ging. Dass Kinder die Erwachsenen beim Sex "erwischen" kommt auch in intakten Familien vor. Es kann auch sein, dass die Erwachsenen das Kind nicht bemerkt haben. Dass die Mutter wechselnde Bekanntschaften hat, muss für das Kind nicht unbedingt ein großes Problem sein (jedenfalls keines, das ein staatliches Eingreifen rechtfertigt), und nur weil diese Bekanntschaften an Sex mit der Mutter interessiert sind, bedeutet das noch lange nicht, dass einer davon ein Kinderschänder sein könnte. Und die Sache mit dem Polizeieinsatz kann genauso eine einmalige Sache gewesen sein.

Normalerweise müsste man davon ausgehen, dass der Vater abgesehen von der Mutter derjenige ist, dem das Wohl des Kindes besonders am Herzen liegt und der am besten beurteilen kann, ob ein Eingreifen notwendig oder sinnvoll ist oder nicht. Du hast daher genau richtig reagiert, als Du ihn darauf angesprochen hast. Bei allem, was darüber hinaus geht, besteht aber die Gefahr, ein paar Grenzen zu überschreiten. Ehrlich gesagt - und ohne Dir nahetreten zu wollen - habe ich beim Lesen ein klein wenig das Gefühl, dass Dein Zorn nicht allein damit zu tun hat, dass das Mädchen möglicherweise in schlechten Umständen lebst, sondern mindestens ebenso sehr daher kommt, dass Dein Sohn und dadurch auch Du mit diesem Thema konfrontiert werdet. Es klingt ein wenig nach "wenn sie Probleme hat soll sie woanders therapiert werden, aber nicht im Kindergarten darüber sprechen". Das ist zwar gefühlsmäßig nachvollziehbar, aber es wäre ein eher egoistisches Motiv für eine Anzeige beim Jugendamt.

Man muss immer im Kopf behalten, dass der Staat nur dann eingreifen darf und soll, wenn eine dringende (!) Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. Wenn es anders wäre, wären wahrscheinlich die meisten von uns ihre Kinder irgendwann in der Trotzphase wieder los. Wenn Du also eine Anzeige beim Jugendamt abgibst, kann es gut sein, dass als Konsequenz abgesehen von einer Befragung der Mutter und vielleicht noch einem Besuch in der Wohnung überhaupt nichts passiert, aber hinterher allen klar ist dass Du diese Anzeige abgegeben hast. Die Eltern könnten das als Einmischung in ihre Angelegenheiten und als Denunziation ansehen, und das könnte nachträglich noch für großen Ärger sorgen, der dann vielleicht auch im Kindergarten in irgendeiner Weise Auswirkungen hat. Der hier vorgeschlagene Weg, im Kindergarten anzuregen, dass das Thema weiter aufgearbeitet wird, scheint mir der sinnvollste zu sein.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
01.01.2018, 16:43 Uhr | Waldsonne
bke-Stephan-Bäcker schrieb:
Hallo Waldsonne,

willkommen im Elternforum der bke-Onlineberatung. Ich finde auch, Sie können stolz auf sich sein, dass Ihr Sohn Ihnen alles erzählt hat. Und das er bereits aufgeklärt wurde. Da haben Sie als Mutter ganz viel richtig und gut gemacht.

Sie haben schon einige gute Antworten erhalten. Wichtig für mich ist auch, dass Ihr Sohn "Nein" sagt, wenn ihm etwas nicht gefällt. Und auch, dass der Kindergarten eine Haltung hat, wie mit solchen Dingen umgegangen wird. Von einem "sexuellen Missbrauch" oder "Übergriff" würde ich hier allerdings nicht sprechen. Dass Kinder sich ausprobieren, auch was es mit den Geschlechtsteilen auf sich hat, ist in Ordnung. Der Rahmen, in dem das geschehen ist, aber evtl. nicht. Und auch die anderen Hintergrundinformationen, die sie bekommen haben, sind besorgniserregend. Aber hier ist auch - vielleicht - etwas Vorsicht geboten. Die Eltern sind getrennt. Sie kennen nur eine Seite. Sie können, und sollten auch nicht, einschätzen, in wie weit es sich hier um "schmutzige-Wäsche-waschen" geht, oder was wirklich bei den Eltern passiert. Aber es wäre gut, wenn die Kita das ernst nimmt und sich beraten lässt, wie hier vorzugehen ist. Das kann das Jugendamt, aber auch die Kindergartenfachberatung oder eine Beratungsstelle tun. Vielleicht könnten Sie ja nochmal mit der Kita sprechen und gemeinsam überlegen, was hier jetzt getan werden kann?

Gut ist, dass Ihr Kind geschützt ist. Das sie gut regiert haben. Das auch nicht wirklich etwas Schlimmes vorgefallen ist. Und dass dieser Vorfall auch wieder bei Seite gelegt werden kann. Für Ihr Kind. Die Erwachsenen, in erster Linie die Kita, hat aber noch eine Aufgabe, und die dürfen Sie weiterhin anstoßen.

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker


Leider weiß ich ganz sicher das sich solche Sachen zuhause bei der Mutter abspielen.
Bei einem Spielplatzbesuch hatte sie mir von Bekanntschaften erzählt. Auch das sie verprügelt wurde, die Polizei kommen musste und es letztendlich in die Notaufnahme ging. Das Kind war zu dem Zeitpunkt bei ihr. So oder so muss da was passieren.
Ein Kind in dem Alter welchen sich ständig die Sexspiele der Mitter anschaut , es im Kindergarten verarbeitet muss zu einem Psychologen! Und die Eltern brauchen eine Betreuung.
31.12.2017, 12:29 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Waldsonne,

willkommen im Elternforum der bke-Onlineberatung. Ich finde auch, Sie können stolz auf sich sein, dass Ihr Sohn Ihnen alles erzählt hat. Und das er bereits aufgeklärt wurde. Da haben Sie als Mutter ganz viel richtig und gut gemacht.

Sie haben schon einige gute Antworten erhalten. Wichtig für mich ist auch, dass Ihr Sohn "Nein" sagt, wenn ihm etwas nicht gefällt. Und auch, dass der Kindergarten eine Haltung hat, wie mit solchen Dingen umgegangen wird. Von einem "sexuellen Missbrauch" oder "Übergriff" würde ich hier allerdings nicht sprechen. Dass Kinder sich ausprobieren, auch was es mit den Geschlechtsteilen auf sich hat, ist in Ordnung. Der Rahmen, in dem das geschehen ist, aber evtl. nicht. Und auch die anderen Hintergrundinformationen, die sie bekommen haben, sind besorgniserregend. Aber hier ist auch - vielleicht - etwas Vorsicht geboten. Die Eltern sind getrennt. Sie kennen nur eine Seite. Sie können, und sollten auch nicht, einschätzen, in wie weit es sich hier um "schmutzige-Wäsche-waschen" geht, oder was wirklich bei den Eltern passiert. Aber es wäre gut, wenn die Kita das ernst nimmt und sich beraten lässt, wie hier vorzugehen ist. Das kann das Jugendamt, aber auch die Kindergartenfachberatung oder eine Beratungsstelle tun. Vielleicht könnten Sie ja nochmal mit der Kita sprechen und gemeinsam überlegen, was hier jetzt getan werden kann?

Gut ist, dass Ihr Kind geschützt ist. Das sie gut regiert haben. Das auch nicht wirklich etwas Schlimmes vorgefallen ist. Und dass dieser Vorfall auch wieder bei Seite gelegt werden kann. Für Ihr Kind. Die Erwachsenen, in erster Linie die Kita, hat aber noch eine Aufgabe, und die dürfen Sie weiterhin anstoßen.

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 31.12.2017, 12:31 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
30.12.2017, 21:11 Uhr | Waldsonne
Der Vater des Mädchens wird nix unternehmen . Ihm ist das mehr oder weniger egal. Man könnte es ja sowieso nicht ändern.
Anhand dieser Aussage von ihm fühle ich mich schuldig irgendwas unternehmen zu müssen.
Er ist mit seinem Leben auch total überfordert .

Mein Sohn ist aufgeklärt worden. Ich war mächtig stolz das er es mir erzählt hat.

Meiner Meinung nach gehört das ganze nicht mehr zum kindlichen entdecken. Ich kann mich noch recht gut an meine Kindeegartenzeit erinnern. Sowas gabs dort nie.

Ich kann das doch nicht einfach so stehen lassen wenn das Mädchen erzählt das ihre Mutter ständig trinkt und sie dann solche sexuellen Sachen bei ihrer Mutter sieht, die Mutter das Kind auch sieht aber nix unternimmt sondern das Kind dann allein wieder den Raum verlässt.
Wie oft soll sowas noch passieren ? Bis eine der Bekanntschaften der Mutter das Kinderzimmer aufsucht und die Alte irgendwo betrunken in der Ecke liegt ?!
28.12.2017, 13:16 Uhr | BabyOne
Hallo Waldsonne,

dass das Mädchen solche Details von Sexualpraktiken kennt, ist nicht wirklich altersgerecht. Dass Kinder sich in dem Alter für ihren Körper und für Sex interessieren, hingegen schon. Das sind die berühmt-berüchtigten Doktorspiele. Das ist vermutlich auch der Grund, warum im Kindergarten nicht so heftig reagiert wird wie Du das gerne hättest. Die haben sicher schon öfter mit sowas zu tun gehabt. Auch bei meiner Tochter gab es damals einen Jungen, über den sich einige Eltern beschwert hatten, weil er in dieser Richtung ein deutliches Interesse hatte.

Wichtig ist vor allem, dass Du Deinem Sohn vermittelst, dass er nicht mitmachen muss wenn er nicht will, und dass er auch klar sagen soll wenn das Mädchen ihn mit seinen "Spielangeboten" nervt.

In Bezug auf das Mädchen will ich mal hoffen, dass da keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Das sollte aber der Vater besser beurteilen können, der ja nun informiert ist und mit der Mutter oder notfalls mit dem Jugendamt oder einem Anwalt darüber reden kann, wenn er meint dass das Kind bei der Mutter nicht gut aufgehoben ist. Dass das Mädchen spielerisch verarbeiten will, was es zuhause gesehen oder gehört hat, ist ja an sich völlig normal.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
28.12.2017, 09:23 Uhr | marinadiezweite
Hallo Waldsonne, ich denke, ich würde auf jeden Fall deinen Sohn aufklären. Darüber, dass man das sowieso nicht in der Öffentlichkeit macht. Dass man vor allem nichts macht, was man nicht möchte. Ich denke, die beiden Kinder sind völlig ahnungslos, was das ganze so als Hintergrund hat. Sie haben beide wohl nur was aufgeschnappt. Und geben das so wieder. Ich überlege, ob man den Kindergarten in die Pflicht nehmen kann. Denn sie können wohl auch nicht mehr tun als du. Aber es ist zumindest zu bitten, ja zu fordern, dass solche Spiele, Doktorspiele oder wie man das nennt, in der KITA komplett unterbunden werden. Egal, wie die Erzieherinnen das erklären, aber das ist kein ''normales Kindverhalten''

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