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02.08.2019, 09:18 Uhr | Kuckuck87
Hallo zusammen,

der Kleine (3) war letzte Woche Donnerstag zum schnuppern 3 Stunden im Kiga (städtische Einrichtung) in der auch die Große (5 bald 6) ist.. Freitag war er schon gleich ein ganzen Tag da weil es keine Probleme gab und der Kiga meinte wir probieren es einfach, sollten uns telefonisch aber bereit halten (fand ich persönlich nach einem Tag zu früh, aber ich will hier keine Kompetenzen hinterfragen)
.
Diese Woche fangen nun die Probleme an.

Montag und Dienstag hatte er eine volle Windel (jetzt bitte keine Sauberkeits Diskussion jedes Kind hat sein Tempo) und ließ sie dort von keinem machen. Meine Frau wurde angerufen sie solle doch bitte kommen. Vor Ort ließ er nichts an sich heran und hat geschrieen wie am Spieß. Erst als die beiden zu Hause waren konnte die Windel gemacht werden. Als Mittags die Große geholt wurde war für ihn als wenn nichts passiert wäre.
Vorgestern Abend hat er sich abends laufend die Ohren zugehalten. wir sind davon ausgegangen, dass er Ohrenschmerzen hat (mein Kind spricht nicht, sind deswegen bei Logopäden usw. Und können daher nur vermuten). Wir haben ihn deswegen einen Tag zu Hause gelassen.
Gestern rief nun wieder der Kiga an es solle jemand kommen. Diesmal nicht wegen einer vollen Windel sondern weil es dem Kind zu laut sei. Als meine Frau hingekommen ist und in den Personalraum des kiga ist, hat das Kind plötzlich wieder lammfromm gespielt. Nach dem Frühstück war wie wenn nichts gewesen ist.
Man muss dazu sagen, dass die Geräuschkulisse im kiga wirklich immens ist derzeit. Gestern waren 4 Krippenkinder da. Es gibt 2 Gruppenräume je 2 erzieher und 25 Kinder.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw tipps? Bzw wie lang war bei euch die Eingewöhnung?
Ich mein ich sehe das alles erstmal gelassen und stempel es als "normal" ab.
Dass ein Kind, welches 3 jahre zu Hause war und nun eine Horde Kinder um sich herum hat hier eine reizüberflutung hat ist mir klar.

Nur bringt mich die Sache doch zum Nachdenken...
Heute sitzt meine Frau wieder im Kiga. Sie hat das Gefühl den Erziehern ist das mit meinem Kind zu viel. Sie wurde vorhin gefragt, ob er auch nur 2 Tage die Woche kommen könne. Das Problem sei dass er nicht sagen kann was er will (vor dem Start hies es aus dem Kiga heraus noch das sei kein Problem) und er würde sich nicht halten lassen (zum kuscheln o.ä).
Meine Frau meinte dass sie aktuell auch 3 mal die Woche mit ihm kommen könne. Das sei eine große Erleichterung meinten die Erzieherinnen...
Ich mein, dass der Job Stress pur ist verstehe ich zu 1000 % und ich wollte ihn nicht machen.. Aber irgenwie macht mir alles Sorgen und finde ist nicht Sinn eines Kiga zweimal wöchentlich als "Hobby" des Kindes dort zu sein...
Meine Frau ist nun den dritten Tag im Kiga und bekommt das Gefühl nicht los, dass das Personal einfach nur keine Arbeit mit den Kindern haben will. Wenn kleine Kinder schreien sind sie genervt und sitzen morgens erstmal ne Stunde am Tisch und trinken Kaffee und die Kinder spielen alleine. Das sei das moderne Konzept. Bis um 9 Uhr hat jedes Kind gemacht was er will und um 9 Uhr ist nun eine Gruppe in den Morgenkreis gegangen um danach raus zu gehen wo jeder Kind mehr oder weniger wieder auf sich gestellt ist. Die andere Gruppe geht noch nicht in den Morgenkreis weis erstmal die Urlaubsplanung der Erzieher gemacht werden muss.
Wenn ich mich an meine Kindergartezeit erinnere gabe es mehrere Gruppen und jede Gruppe war so ein wenig für sich. Wenn es hies es wird gebastelt, haben alle gebastelt, wenn es hies wird gehen turnen, sind wir alle turnen gewesen....

Ich hoffe hier kann jemand mir Gedankenanstöße, Tipps o.ä geben. Vielleicht ist ja auch alles normal und das mit der Großen alles so problemlos lief war eine Ausnahme. Aber trotzdem besorgt mich grade alles...
Kuckuck
18.08.2019, 13:49 Uhr | Kuckuck87
Wisst ihr...
Ich glaube mein Hauptproblem weshalb ich hier im Forum auch Rat suche sind im Endeffekt die Tatsache das meine Frau und ich komplett unterschiedliche Meinung sind was die ganze Thematik angeht....

Wir waren vor dem kiga start beim Kinderarzt. Der hat Logopädie sowie den Besuch eines sozial psychiatrischen Zentrums vorgeschlagen.
Ich bin damit komplett einverstanden. Ich würde alles für mein Kind tun... Das hatte bereits vor einem Jahr der Arzt in Erwägung gezogen, wurde jedoch von meiner Frau abgeblockt mit Aussagen:
er wird schon noch sprechen. Das ist totaler Quatsch. Das sei alles Stress pur für das Kind. Ob ich ernsthaft glaube sie würde ggf für ne Behandlung dort extra 20 km durch die Gegend fahren was beispielsweise ein normaler logopäde bei uns ums eck machen könnte Usw.
Dieses mal kamen Aussagen wie das sei stress pur für das Kind. Das Kind verhalte sich nur deshalb gegenüber den Erziehern so, weil er nur negative Erfahrungen im Krankenhaus gemacht habe usw.

Meine Schwiegermutter hat nun extra mit einer Erzieherin im Bekanntenkreis Kontakt aufgenommen und die Vorkommnisse im aktuellen kiga erzählt... diese konnte nur mit dem Kopf schütteln. Das wichtigste in der kiga Zeit ist Die Zeit der Eingewöhnung. Und genau die läuft nicht, weil mein Kind offensichtlich kein "vertrauen" zu den Erziehern aufbauen kann, was wenn man die Kinder einfach machen lässt im Endeffekt kein Wunder ist...
Ich persönlich bin so gespalten mit allem sowohl auf der Erziehung als auch auf der paar Ebene...
Kuckuck
18.08.2019, 12:13 Uhr | Ruba
Hier kennt keiner Dein Kind und ich halte es für gefährlich einfach ins Blaue zu spekulieren und bspw. eine manipulative und bewusste Hilflosigkeit in das Verhalten hinein zu interpretieren. Normale Kinderärzte sind da auch nicht die richtigen Ansprechpartner. Dafür gibt es Spezialisten.
Kinder wollen nicht hilflos sein, sie wollen ihren Geschwistern nacheifern, wollen verstanden werden.
Natürlich gibt es vereinzelt Kinder, die mit 3 Jahren noch gar nicht sprechen, aber die sind dann in anderen Bereichen (zB Feinmotorik) sehr weit. Es bringt nichts darauf zu hoffen, dass irgendwann von alleine alles funktioniert. Ihr macht euch später bittere Vorwürfe.
Man muss nicht gleich in Panik verfallen wenn ein Kind ein paar Monate hinterherhinkt, aber bei 18 Monaten sollte es diagnostisch abgeklärt werden.
18.08.2019, 11:28 Uhr | marinadiezweite
Hallo Kuckuck87, ich glaube, Serafinas Gedanke ist genau richtig. Das ist aber nicht was, was man so mit Erwachsenenlogik ausser Gefecht setzen könnte. Es geht um die Kinderwelt. Ich verstehe serafina so, dass euer Sohn sich auf die Hilflosigkeit fixiert hat. Was erstmal durchaus verständlich ist. Wegen der Krankenhausaufenthalte. Dabei spielt die Tatsache, dass du und nicht deine Frau mit ihm im Krankenhaus warst, keine Rolle. Sondern mehr nur die Tatsache, dass er da verständlicherweise viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Und nun dieses spürt und erstmal lieber weint, als sich einzufinden.
Das ist eine Kleinkindgedankenwelt. Ob nun Mama oder Papa bei jeder Unmutsäußerung kommen, ist gar nicht wichtig. Hauptsache, es kommt überhaupt jemand. Euer Sohn hat sich ja auch nicht nach den Krankenhausaufenthalten so auf dich fixiert, dass du nun morgens nicht mehr zur Arbeit kannst. Sondern es scheint einfach eine Situation zu sein. In der er möglichst nicht allein sein möchte. Und auf die Art reagiert. Es gibt auch Kinder, die dann trampeln, alles kaputt machen. Die mit Worten ihren Unmut äußern. Da kann man meist eher was daraus schließen.
Nun ja, Haus abbezahlen, Tagesmutter zu teuer. Der Druck ist enorm. Ich glaub, auch sowas spürt manch ein Kind. Dass alles funkionieren soll. Letztlich wird es so sein, dass man es nicht erzwingen kann.
Letztlich müsst ihr euch entscheiden. Durchhalten mit dem täglichen Besuch. Oder ein Mittelding von drei- viermal die Woche. Es kann aber auch sein, dass der Kleine einfach diese Situtation nicht bewältigt.
IN der Tat, eine Tagesmutter ist nicht billig. Es gibt aber da Möglichkeiten, einen Zuschuss, wenn man nicht viel verdient. Schaut da mal, wie das machbar ist. Selbst, wenn es nur für eine gewisse Zeit ist. Man manövriert sich sonst in eine wenig erfolgreiche Situation.
18.08.2019, 00:42 Uhr | Ruba
Dein Sohn ist in mehreren Bereichen entwicklungsverzögert.
Für ihn wäre vermutlich eine integrative Einrichtung das Beste.
Kindergärten sind vom Erzieherschlüssel auf normal entwickelte Kinder ausgelegt, die nicht mehr gewickelt werden müssen und sich bspw. selbständig die Schuhe anziehen können.
Mit Deinem Kind sind die Erzieher überfordert.
Und eure Erwartungshaltung ist in meinen Augen überzogen.
Es ist eben nicht normal, dass ein 3jähriger gerade einmal so spricht wie andere mit 15 Monaten und dazu auch noch Defizite in anderen Bereichen aufweist.
Lasst ihn testen und gebt ihn in eine geeignete Einrichtung.
17.08.2019, 18:15 Uhr | Kuckuck87
-serafine- schrieb

...

Mir kam noch ein anderer Gedanke: Die Fieberkrämpfe Eures Kleinen haben Euch sicher große Sorgen bereitet und ich denke, man geht dann mit so einem Kind automatisch etwas ängstlicher und besorgter um als normalerweise (ich denke, dass das ALLEN Eltern in dieser Situation erstmal so geht). Könnte es sein, dass Euer Sohn so etwas wie eine "erlernte Hilflosigkeit" entwickelt hat aus all den schwierigen Geschehnissen und jetzt verinnerlicht hat, dass Mama immer ganz dicht bei ihm ist, solange sie sich Sorgen macht? So, dass er Autonomie eher als etwas Gefährliches und zu Vermeidendes empfindet? ...

.....Wäre es eine Möglichkeit, Euch mal in verschiedenen Kindergärten um ein Infogespräch für Euch Eltern zu bemühen?....


Zu 1
Das sehe ich eher weniger. Ich war jedes mal mit ihm stationär im Krankenhaus. Er müsste ja dann den Bezug eher zu mir haben. Zumal ich behaupten würde das eher ich als meine Frau für beide Kinder der fix Punkt bin.

Daher schließe ich das eher aus...

Zu 2
Die Problematik hier liegt darin das eigentlich alle Kindergärten bei uns mehr als voll sind. Wenn wir ihn in einen anderen kiga bei uns geben würden, würde der Wechsel wahrscheinlich erst in 08/20 stattfinden. Zudem sind nach meinen Erkenntnissen alle kiga bei uns im Umfeld ein "offener" kiga wie wir ihn derzeit bereits haben...

Für eine dauerhafte Betreuung mit einer Tagesmutter fehlen uns die finanziellen Mittel obwohl ich voll arbeite und meine Frau einmal die Woche. Aber ein Haus usw will eben auch abbezahlt werden...
Kuckuck
17.08.2019, 15:03 Uhr | -serafine-
Hallo Kuckuck,

naja, die meisten noch nicht sprechenden Dreijährigen, die der Logopäde hat, sind ja zu einem großen Teil deshalb bei ihm...

Das mit dem Impfschaden ist auch so eine Sichtweise, die man eher emotional entwickelt.

Mir kam noch ein anderer Gedanke: Die Fieberkrämpfe Eures Kleinen haben Euch sicher große Sorgen bereitet und ich denke, man geht dann mit so einem Kind automatisch etwas ängstlicher und besorgter um als normalerweise (ich denke, dass das ALLEN Eltern in dieser Situation erstmal so geht). Könnte es sein, dass Euer Sohn so etwas wie eine "erlernte Hilflosigkeit" entwickelt hat aus all den schwierigen Geschehnissen und jetzt verinnerlicht hat, dass Mama immer ganz dicht bei ihm ist, solange sie sich Sorgen macht? So, dass er Autonomie eher als etwas Gefährliches und zu Vermeidendes empfindet?

Ich kann bei den Aussagen der Erzieherinnen gut verstehen, dass Ihr damit nicht einverstanden seid. Zwischen einer 1:1 Betreuung und einer "Kinderaufbewahrung" liegen ja noch ganz viele Zwischenbereiche. Nach Deinen Schilderung scheint mir die Situation mit dem Kiga etwas zu verfahren, um dort mit dem Kleinen weiterzumachen.

Wäre es eine Möglichkeit, Euch mal in verschiedenen Kindergärten um ein Infogespräch für Euch Eltern zu bemühen? Ihr könntet Eure Situation darlegen, Eure Vorstellungen und Bedenken, Eure Erfahrungen (ohne den alten Kiga dabei schlecht zu machen) und einfach mal fragen::
Wie würden Sie mit dem Problem umgehen, käme unser Sohn zu Ihnen?
Würden Sie ihn überhaupt aufnehmen?
Glauben Sie, er braucht noch ein Jahr Zeit?
Verstehen Sie unsere Sorgen?
Wie könnte man die Eingewöhnungszeit gestalten?
etc. etc.

Denn Ihr habt ja durch die Erfahrung jetzt ein gutes Vorstellungsbild, was Ihr wollt und was nicht - jetzt braucht Ihr nur noch den passenden Kindergarten, dessen Konzept dem Euren am nächsten kommt. Und ja, vielleicht, wie gesagt, ist er noch nicht kindergartenreif und muss sich in der Hinsicht noch nachentwickeln, weil er durch die Fieberkrämpfe und Klinikaufenthalte andere Baustellen zu bearbeiten hatte.

Ich würde jetzt auch nicht den Diagnose-Marathon starten oder zu sehr um das Thema kreisen, aber sehr aufmerksam bleiben im Zusammensein. Ich stelle es mir auch schwierig vor, ihn zu verstehen - wie bei dem Bsp. mit dem Ohren zuhalten *woot*
serafin
17.08.2019, 10:42 Uhr | marinadiezweite
Hallo Kuckuck87, ich sehe bei euch zwei Probleme. Das erste ist innerhalb des Kindergartenbesuchs. Das zweite zwischen dir und deiner Frau in Bezug auf den Entwicklungsstand und die Massnahmen für euer Kind. Eine etwas kleinere Rolle spielt noch die etwas ältere Tochter. Diese würde ich, solange sie keine Schwierigkeiten hat und macht, in diesem Kindergarten lassen. Denn das sind einfach zwei verschiedene Paar Schuhe. Auch sollte man an einem Tag, an dem sie um die Ecke kommt und sich gar selbst gestört fühlt, da nicht so großartig Schlüsse draus ziehen. Ich möchte mal festhalten. Ein Kind, dass eine STunde lang weint, sich nicht wickeln lässt. Das ist für alle ein Dilemma. Mag aber sein, dass es Aufmerksamkeit wollte. Dass es einfach solange geweint hat, bis die Mama dann doch wieder kommt. Was ja bisher gut funktioniert hat. Und was gleich wieder polarisiert.
Ich behaupte mal, es gibt Kleinkinder, die solange weinen, bis alle Beteiligten sich für unfähig halten, mit dem Kind umzugehen. Dann muss immer Mama kommen.
Ich bewerte auch mal, dass deine Frau so viele Stunden dort war. Das halte ich nicht für gut. Als Beobachterin, ob die Erzieherinnen mit meinem Kind spielen, ist ein Elternteil ein schlechter Begleiter. Ziel bei so einer Massnahme ist eigentlich, dass man sich nach einer Weile herauszieht. Die Maßnahmen dürfen nicht über die Erzieherinnengehen, bitte bastelt doch mal mit dem Kleinen. Sondern nur wenn kein Elternteil mehr im Hintergrund steht, wird zumindest ein Teil besser funktionieren.
Man unterschätzt da auch die Kinder untereinander. Es ist ja nicht nur die Erzieheraufgabe. Auch Kinder untereinander nehmen Kontakt auf. Was aber nur geht, wenn man sie auch mal allein machen lässt oder mal in schöne Gruppenspiele einbindet.
Grundsätzlich würde ich aber, da das dort irgendwie kein Vertrauensverhältnis ist, das Kind nun herausnehmen. Das die Erzieherinnen sagen, sie bewahren nur auf, für was anderes haben sie keine Zeit, das ist keine schöne AUssage. Aus der Ferne kann man das allerdings schlecht beurteilen. AUch die Frage, Ausflüge, manche machen ja kleine Ausflüge mit Wägelchen in die nahe Umgebung, einmal durch den Ort. Aber ein Kindergarten, der ein großes Spielgelände hat, macht diese Ausflüge nicht so unbedingt.
Ich würde da einen anderen Kindergarten empfehlen, diesen auf Veranstaltungen und Jahrespläne hinterfragen.
Aber auch auf eure Erwartungen. WEnn deine Frau arbeiten gehen will, dann hat das Priorität vor einer tollen Kindertagesstättenorganisation. Denn man kann ja am Wochenende gemeinsam Dinge unternehmen. Nicht alle Kinder mit drei Jahren sind schon bereit, sich auf soviel Veränderung und große Kinderanzahl einzulassen. Da stelle man sich ein Desaster vor bei einem Ausflug.
Einig werden müsst ihr euch, ob euer Kind nun ''normal'' sprechen kann oder nicht. Es scheint viele Meinungen zu geben. Ich gebe dir Recht, viele Untersuchungen und viele Behandlungen sind nicht unbedingt gut. Aber eine Aussage, viele Kinder mit drei sprechen sehr wenig, ist auch lahm. Es gibt unabhängige Tests, die besagen, wieviele Wörter ein Kind kennen sollte. Dafür gibt es sehr einfache Tests, die nicht belasten. Die aber den Istzustand feststellen. Einfach zu sagen, es spricht halt nicht viel, und das tun andere Kinder auch nicht. Das ist keine ausführliche Aussage. Man verpasst sonst schnell den richtigen Zeitpunkt. Ein Kind in dem Alter lernt viel und man sollte s ich vergewissern, ob das so ist. Es gibt ausserdem die Möglichkeit, das Kind zu fördern, indem man als Eltern das Sprechen fördert. Heißt zum Beispiel, nicht bei jedem Weinen reagieren sondern auch dem Kind eine Chance zu geben, dieses in Worte auszudrücken.
Ich selbst hab mit der fünfjährigen Tochter einer Arbeitskollegin ''kommuniziert''. Das Mädchen konnte nur jeweils zwei Wörter sprechen. ''Haben'' und ''da''. Aufgrund dieser Äußerungen bekam sie alles, was sie wollte. Aber man musste erstmal herausfinden, was es sein sollte. Der Kuchen, der Schnuller, das Getränk... ? Ich meine, da kann man schon mal geschickt sein, um weitere Wörter herauszufordern. Ohne dabei bösartig zu sein. Man hilft einem Kind nicht, wenn man dieses Nichtsprechen nur als normal bezeichnet. Da es die Kommunikation mit anderen Kindern total erschwert.
16.08.2019, 20:16 Uhr | Kuckuck87
-serafine- schrieb:
.... Habt Ihr eigentlich eine Idee, warum er nicht reden will? Das ist ja sehr unüblich, normalerweise plappern die in dem Alter ja ohne Punkt und ohne Komma...


Nein wir haben keine Idee...meine Frau sagt das sei ein impfschaden und ist zu einer richtigen impfgegnerin mutiert...
Er hatte 4 fieberkränpfe innerhalb von 5 Monaten in seinem zweiten Lebensjahr wo wir jedes mal stationär waren. Dort wurden auch eeg gemacht die unauffällig waren.
Er hatte früher eine auffällige Kopfform die sich verwachsen hat.
Laut Kinderarzt sieht er keinen stress. Logopädie u kiga wurden einen Antrieb geben...
Telefonisch wurde mir vom Logopäden mitgeteilt das er den Stress das Kind müsse sprechen gar nicht versteht. Er habe ganz viele Kinder die 3 Jahre alt sind und nicht sprechen...
Wir wurden auch an ein sozial psychiatrisches Zentrum überwiesen um auf Ursachen Forschung zu gehen... meine Frau sieht das aber eher als stress für das Kind und ist weniger dafür. Er werde noch sprechen.. ich persönlich finde lieber einmal Zuviel als einmal zu wenig etwas untersucht... aber mit der Meinung stehe ich bei der Familie alleine da...
Kuckuck
16.08.2019, 20:08 Uhr | Kuckuck87
bke-Gregor-Grüntal schrieb:
Hallo Kuckuck,

Ihr Beitrag macht mich offen gestanden etwas ratlos. Jetzt war ihr Sohn eine Woche täglich 3 Stunden im Kiga und alles hat geklappt. Heute lief es nach einigen Stunden nicht ganz rund und Sie bzw. Ihre Frau wollen die Kinder aus dem Kindergarten nehmen. Begründung: Die kümmern sich dort um andere Kinder mehr als um unseres und Gespräche sind den Erziehern wichtiger als die Arbeit mit Kindern

bke-Gregor-Grüntal *bye*


Hallo Hert Grüntal,

Die letzten 3 Wochen war meine Frau jeden Tag mehrere Stunden mit im kiga und konnte dort das Vorgehen beobachten. In der Zeit hat alles geklappt. Meine Frau hat aber auch fast ALLE Tätigkeiten übernommen. Kein Erzieher hat mal meinem Kind etwas eingeschenkt Schuhe angezogen o.ä das hat alles meine Frau gemacht. Meine Frau hatte das Gefühl das Personal ist froh das sie dort ist und schaut...
Nach 3 Wochen hat mein Sohn kein wirkliches Vertrauen in eine der Erzieherinnen aufbauen können.
Bis 9 Uhr ist freies spielen. Um 8 gibt es morgenkreis und anschließend Frühstück und danach können die Kinder wieder drin oder draußen spielen was sie möchten...
Aus meiner kiga Zeit erinnere ich mich noch das gebastelt wurde gemalt wurde mal ein Ausflug gemacht wurde usw...
Meine große ist nun 2 Jahre im selben kiga. Hier ohne Probleme. Aber so was wie ein Ausflug wurde einmal gemacht. Ansonsten kommt aus dem kiga die Aussage sei es personell nicht möglich...

Als heute die Aussage einer Erzieherin kam von wegen alle anderen Kinder fühlten sich gestört weil mein Kind seit 20 Minuten weint/schreit weil er sich nicht die Windel lassen wolle und das ja nicht sein könne war meine Frau auf 180.
Ich persönlich sehe die Angelegenheit gelassener. Es gehört dazu. Meine Frau findet so eine Aussage von einer Erzieherin ein Unding.
Mir wurde selbst vor 2 Wochen als ich einen Tag dort war von der kiga Leitung in der Küche beim Abtrocknen gesagt : die Kinder werden hier nur beaufsichtigt und nicht betreut. Dafür sei gar kein Personal vorhanden um sich ausgiebig mit den Kindern zu beschäftigen. Das könne man gar nicht leisten seit der kiga auf ganztags umgestellt wurde...

Wir erwarten absolut keine 1 zu 1 Betreuung oder ähnliches. Aber einfach mal die Tatsache das man sich mit meinem Kind MAL beschäftigt und nicht einfach spielen lässt was es will und das in der Regel alleine ohne das jemand mal mit ihm Kontakt sucht...
Kuckuck
16.08.2019, 16:49 Uhr | -serafine-
Hallo Kuckuck87,

hoffe, Ihr lasst Euch dadurch das WOE nicht vermiesen *cool* .
Vlt. müsst Ihr beide, Du und Deine Frau, irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner kommen - hopp oder topp - evtl. würde das Eurem Kleinen auch Orientierung geben. Ich versteh Euer beider Haltung. Deine, das Kind aus der häuslichen Geschütztheit herauszuholen, damit es sich entwickelt, die Deiner Frau, dass der Kleine womöglich noch nicht kindergartenreif ist.

Ich habe meinen Sohn mit 2 3/4 aus dem Kiga herausgenommen, weil er 2 Monate lang geweint hat im Kindergarten und so Trennungsängste hatte, dass ich daheim keinen Schritt mehr oder ihn machen konnte. Ich habe ihn aber in dem Jahr viel mit anderen Kindern zusammengebracht, er besuchte auch einen Englischkurs für Kleinkinder *smiling* und ich ging mit ihm ins Kinderturnen (hatte allerdings ein Au Pair). Er kam dann mit vier in einen anderen Kindergarten und er war nicht gerne dort, aber er hat die 2 Jahre bis zur Schule durchgehalten. In der Schule war die Trennung dann kein Thema mehr.

Ich frage mich aber, wer das größere Problem mit dem Kindergarten hat. Euer Sohn oder Deine Frau? Könnt Ihr vertrauensvoll miteinander reden, welche Ängste sie umtreiben? Womöglich steckt ihr noch viel Altes in den Knochen und sie kann den Kleinen nicht loslassen, was Ihr aber gar nicht so bewusst ist?

Auf keinen Fall würde ich die Große aus dem Kiga nehmen, es gefällt ihr dort doch, oder nicht?

Grundsätzlich denke ich schon, dass es für einen Dreijährigen sehr schwer ist, sich im Kiga einzugewöhnen, wenn er noch Windeln braucht, noch nicht sprechen kann und das Gefühl hat, seine Mutter steht nicht hinter der Sache. Habt Ihr eigentlich eine Idee, warum er nicht reden will? Das ist ja sehr unüblich, normalerweise plappern die in dem Alter ja ohne Punkt und ohne Komma...
serafin
16.08.2019, 16:31 Uhr | bke-Gregor-Grüntal
Hallo Kuckuck,

Ihr Beitrag macht mich offen gestanden etwas ratlos. Jetzt war ihr Sohn eine Woche täglich 3 Stunden im Kiga und alles hat geklappt. Heute lief es nach einigen Stunden nicht ganz rund und Sie bzw. Ihre Frau wollen die Kinder aus dem Kindergarten nehmen. Begründung: Die kümmern sich dort um andere Kinder mehr als um unseres und Gespräche sind den Erziehern wichtiger als die Arbeit mit den Kindern.

Grundsätzlich gibt es im Kiga 2 Möglichkeiten: Sie vertrauen dem Personal dort, lassen los und kooperieren in Forum von Rückmeldungen, Wünschen und Anregungen oder sie können nicht vertrauen, können deshalb nicht loslassen und dann können Sie ihre Kinder nicht dort lassen. Beides spüren Kinder natürlich sehr genau!

Im letzten Falle ist es natürlich unsicher, ob es im nächsten Kindergarten mit der Eingewöhnung und dem Vertrauen besser klappt.

Ich meine hier sind schnelle Entscheidungen wenig sinnvoll und sie sollten schlechten Erfahrungen gegen die zahlreichen guten gegeneinander abwägen.

Viele Grüße

bke-Gregor-Grüntal *bye*
Zuletzt editiert am: 16.08.2019, 16:39 Uhr, von: bke-Gregor-Grüntal
16.08.2019, 12:52 Uhr | Kuckuck87
Hallo zusammen,

nun melde ich mich heute nachdem die Woche vorbei ist und wir heute wieder einen "Vorfall" hatten.
Bis gestern war meine Frau täglich mit 3 Stunden im Kiga bis beide wieder nach Hause sind.
Heute morgen habe ich ihn in den Kiga gebracht zusammen mit der Großen und habe beide dort gelassen.
Das war auch alles kein Thema und ging ohne Probleme. Vorhin um halb 12 rief der Kiga an er liese sich keine Windel machen es solle doch jemand kommen.
Meine Frau war innerhalb von 2 Minuten auch dort gewesen. Dort wurde ihr gesagt mein Kind seit 11 Uhr schreien würde und sich die anderen Kinder durch sein Geschrei belästigt fühlen würden. In dem Moment kam natürlich die Große um die Ecke und meinte ja das Geschrei würde alle beim spielen stören. Meine Frau war kurz sprachlos.

Als meine Frau nun nach Hause kam sind erstmal alle Dämme bei ihr gebrochen. Sie erwägt nun das Kind aus dem Kiga zu nehmen. Die Große am besten gleich mit. Sie war nun 3 Wochen tageweise dort. Sie meint das Kind wird einfach links liegen gelassen. Mit den andern Kindern wird gemalt und gebastelt usw. SIe hat einfach das Gefühl den Erziehern ist es zu viel sich mit ihm zu beschäftigen, der nicht spricht. So kann natürlich auch kein Vertrauen aufgebaut werden was das Thema windel wechseln erleichtern würde... Mit Kollegen zu schwätzen ist wichtiger als nach Kindern zu schauen. In den 3 Wochen wo sie jetzt mit im Kiga war wurde 2 mal 10 Minuten direkt mit meinem Kind gespielt. Ansonsten wurde das Kind sich selbst überlassen (außer natürlich Morgenkreis).

Nun hier ist daheim natürlich gute Stimmung... Meine Frau will das Kind bis es 4 ist aus der Betreuung tun. Ich bin dafür allenfalls eine andee Betreuung zu eroieren, da er einfach den Kontakt und geregelten Ablauf braucht....
oh man was ein Wochenende wird wohl vor der tür stehen....
Kuckuck
12.08.2019, 19:30 Uhr | Pauliprinzessin
Kuckuck87 schrieb:

Man muss dazu sagen, dass die Geräuschkulisse im kiga wirklich immens ist derzeit. Gestern waren 4 Krippenkinder da. Es gibt 2 Gruppenräume je 2 erzieher und 25 Kinder.


bekommt das Gefühl nicht los, dass das Personal einfach nur keine Arbeit mit den Kindern haben will. Wenn kleine Kinder schreien sind sie genervt und sitzen morgens erstmal ne Stunde am Tisch und trinken Kaffee und die Kinder spielen alleine. Das sei das moderne Konzept. Bis um 9 Uhr hat jedes Kind gemacht was er will und um 9 Uhr ist nun eine Gruppe in den Morgenkreis gegangen um danach raus zu gehen wo jeder Kind mehr oder weniger wieder auf sich gestellt ist. Die andere Gruppe geht noch nicht in den Morgenkreis weis erstmal die Urlaubsplanung der Erzieher gemacht werden muss.
Wenn ich mich an meine Kindergartezeit erinnere gabe es mehrere Gruppen und jede Gruppe war so ein wenig für sich. Wenn es hies es wird gebastelt, haben alle gebastelt, wenn es hies wird gehen turnen, sind wir alle turnen gewesen....

.

Ja, früher war es vielleicht anders. Aber es hat sich so einiges geändert. Die Änderung von "es gibt einen Plan" auf " jeder kann frei spielen und machen wozu er Lust hat" wurde bereits ca 1993 eingeführt, je nach Kiga natürlich Zeitversetzt. Unsere Beschwerden seinerzeit wurden kategorisch abgebügelt- schließlich hat nicht jedes Kind zur gleichen Zeit Appetit, die Kinder sollen frei sein und sich entwickeln nach ihren eigenen Vorstellungen usw. Das Ergebnis war schon damals: In einer Gruppe herumschreiender und tobender Kinder haben einige Kinder lieber auf das Frühstück verzichtet und gemalt und ähnliches hat dann meine Tochter sofort nachdem ich sie aus dem Kiga zum Mittag abgeholt hatte. Die Erzieherinnen hatte wohl keine Zeit für ein einziges Kind die Tuschssachen hinzustellen.
Eine Gruppenstärke von 25 Kindern mit einer Ezieherin und einer Helferin ist vollkommen normaler Wahnsinn- und die haben auch noch Pausenzeiten einzuhalten, für jedes Kind Beobachtungsbögen, Lerngeschichten,Sprachprotokolle zu erledigen, müssen Vorbereitungsstunden absolvieren und vieles mehr. Was erwartest Du dann noch außer, so viel wie möglich Kiddies aufs Gelände und machen lassen?
Dann haben wir jetzt auch noch das Problem, dass die Kiddies nicht mehr so fit sind wie früher und das Gesetz- erst sauber und drei Jahre alt gebrochen wird! Wie bitte soll man denn zu zweit derartig viele Kinder zusammenhalten und dann auch noch wickeln, Po abputzenn, Hosen wieder rauf und runter ziehen, Schuhe zubinden? Nicht umsonst sind in Krippen die Wickel und Fütterkinder mit deutlich mehr Erzieherinnen und diese befähigen die Knirpse dann bis zum Kigaübertritt exakt zu Windelfrei, ich finde meinen Mund um den Löffel reinzustecken und so einiges mehr.

Dass euer Kurzer etwas zu behütet wurde hast du ja schon selbst bemerkt. Eigentlich verwunderlich, wenn er doch noch Geschwister hat die Älter sind.
Wenn die Windel keine organische Ursache hat, dann seht zu, dass ihr dem Miniterroristen diese so schnell wie möglich entreißt. Das werden ein paar harte und anstrengende Tage und dann ist das Thema durch., Danach könnt ihr das mit dem Kiga langsam angehen lassen. Dass man euch gewährt erstmal nur Tageweise und ggf kürzer reinzuschnuppern ist ja schon mal gut. Eigentlich läuft auch Eingewöhnung so und nicht alle neuen Kinder kommen an einem Tag sondern nach und nach. Allerdings ohne Mama, es sei denn sie hat vor Erzieherin zu werden und nutzt die Zeit für ein bezahltes Praktikum.
Wir haben noch lange Kontakt zu der Erzieherin unseres Sohnes gehabt. Sie war auch am stöhnen, teilweise waren zum Beginn des Kigajahres 12 und mehr Kinder teilweise unter drei einzugewöhnen, weil die Großen alle auf einmal aus der Gruppe raus sind.Vorschule die das abfederte gibt es ja schon lange nicht mehr. Das altersgemischte System funktioniert nämlich leider nicht nach statistischen Rechenvorgaben snndern nur wenn alle Rädchen auch bleiben und die Eltern sich bitte nicht alle auf einmal verschwören und gleichzeitig jede Menge Kinder auf die Welt bringen. Bringt man dann noch unter dreijährige in die Gruppen mit rein wirds irgendwann brenzlig. Diese Kiddies müssen dann nämlich entweder zu früh eingeschult werden ober verbleiben vier Jahre in ihrer Gruppe. Das sprengt das System was angedacht war- erst der Kleine, dann der schon erfahrene und im letzten Jahr der Große. Der Große ist Pate für die neuen Kleinen.
Das Dilemma wird sich dann in der Grundschule noch ausbreiten. Da ist dann nur noch einer für 25 und mehr Kinder zuständig.Entweder hälst Du als Kind die Klappe und machst ruhig was man dir aufgibt oder Du gehst unter und man sucht nach Ursachen für dein problematisches 'Verhalten, was nicht an dir sondern an den Umständen liegt.
11.08.2019, 17:36 Uhr | BabyOne
Hallo Kuckuck,

so wie es scheint gibt es ja eine Entwicklung in die richtige Richtung. Das mit dem Wickeln kann tatsächlich daran liegen, dass dem Kleinen das peinlich ist, da haben schon dreijährige Kinder ein Gefühl dafür. Wie hier auch schon gesagt wurde, kann das ja auch ein Anstoß werden dem Vorbild der anderen Kinder zu folgen und einfach mal aufs Klo zu gehen. Mit dem Sprechen kann es genauso sein wenn er merkt, dass man ihn sonst nicht versteht.

Ich gebe Dir recht, dass ein relative Isolation zuhause nicht gut ist. Dass das Kind im ersten Moment von der Gruppensituation völlig überfordert ist, ist nachvollziehbar, aber da scheint es ja schon Verbesserungen zu geben. Wenn es doch dazu kommen sollte dass ihr ihn wieder aus dem Kiga nehmt, dann wäre es wichtig, dass er wenigstens über irgendwelche Spielgruppen oder Kinderturnen o.ä. Erfahrungen mit anderen Kindern machen kann, sonst wird der nächste Anlauf genauso schwierig.

Ich würde jetzt aber einfach mal dran bleiben und abwarten wie es sich entwickelt. Ich würde auch den Erzieherinnen nicht unterstellen uninteressiert zu sein - dass die Kinder nicht dauernd 1-zu-1 betreut werden ist in dem Alter normal, ein Kiga ist ja keine Krippe und in den drei Jahren vor der Einschulung geht es ja darum, selbstständiger zu werden. Es mag sein dass der Vorschlag mit den reduzierten Betreuungstagen den Hintergrund hatte, dass euer Kind vielleicht mit weniger Kiga-Tagen für den Anfang besser zurecht kommen könnte, wenn der Einstieg so schwierig war.

Also nur Mut, auch wenn die ersten Tage nicht wie gewünscht waren. Eine Eingewöhnung bei einem Kind ohne Krippenerfahrung kann schon ein paar Wochen dauern.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
11.08.2019, 10:02 Uhr | marinadiezweite
Hallo Kuckuck 87, mir ist schon klar, dass es euch nicht zuviel ist, in den Kindergarten zu fahren. Das Kind dort oder zu Hause zu wickeln. Mir schien nur, dass ihr mit solcher Form von Problemen nicht gerechnet habt. Oder etwas erstaunt seid, dass die Erzieherinnen diese Dinge nicht geregelt bekommen. Nun, selbst, wenn vieles normal erscheint. Man weiß nie, wie ein Kind reagiert. In der Eingewöhnung gibt es sicher viele Überraschungen. Es ist halt alles neu.
Man kann nach und nach sehen, wie man damit umgeht.
Aber da ja nicht angedacht ist, dass deine Frau nun erstmal noch weiter zu Hause bleibt. Gehen nur zwei Optionen, entweder die Eingewöhnung klappt. Angedacht ist ja täglich Betreuung halbtags. Oder sich dann , wenn es gar nicht zu passen scheint, eine andere Tagesstätte auszuprobieren.
Die Kommunikation kann man verstehen als Unwillen der Erzieherinnen, aber auch als Einschätzung. Ich würde das daher nochmal klären mit einem klaren Ziel vor Augen.
Es kann sein, dass sie damit sagen wollten, dass sie das vielleicht nicht hinkriegen mit dem Kind und seinen Möglichkeiten, Grenzen. ES kann aber auch sein, dass sie finden, es reicht für Kinder in dem Alter, an zwei drei Vormittagen in den Kindergarten zu gehen. Ich würde das unbedingt klären. Denn wenn für euch keine andere Option besteht. Dann ist das Ziel, dass die Eingewöhnung und Anpassung für täglich passen muss. Was auch heißt, irgendwann kann deine Frau nicht mehr kommen wegen Wickeln. Dann muss man damit sich arrangieren, dass ein Kind aus irgendeinem Grund dabei unwillig ist, aber man das trotzdem ohne Hilfe der Eltern durchzieht.

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