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Eltern, Jugend, Jugendliche, Pubertät, Sorgen, Probleme, Stress, Sexualität, Ritzen, selbstverletzendes Verhalten (SVV), Missbrauch, Mobbing, Schule, Beratung
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08.07.2017, 03:58 Uhr | AnniNanni
Guten Morgen alle zusammen,

ich bin ganz neu hier und noch bisschen unbeholfen...
Jedoch versuche ich auf diesem Wege Menschen zu treffen die eventuell die gleichen Sorgen und Probleme haben wie wir...

ich fange einfach mal an...

Wir haben eine 12j alte Tochter die in die 8te Klasse nach den Sommerferien kommt.
2016 ging Sie aus der Grundschule in die Oberschule...und von da an fingen unsere Sorgen alle an...

Viele werden jetzt sagen...Ach jaaaa...Die Oberschule...Ich sage das ja auch :) Ich bin selbst erst 32 Jahre alt und es ist gar
nicht mal so lange her das ich selbst noch die Schulbank gedrückt habe :D

So...aber nun zu meiner Tochter...
Wir finden zu Ihr mittlerweile keinen Draht mehr...
Unsere Tochter ist seit dem sie auf der Oberschule ist unmöglich...

- Sie hört nicht
- Sie schreit
- Sie beleidigt
- Sie schmeisst mit Gegenständen
- Sie ritzt sich die Arme und Beine auf
- Sie Simuliert (damit Sie nicht zur Schule muss)

Wir haben mittlerweile schon mehrere Gespräche in der Schule gehabt.
Bis Sie dann irgendwann zugegeben hat das Sie sich in der Klasse nicht wohl fühlt.

Mein Mann und Ich haben Himmel und HÖlle in Bewegung gesetzt das Sie in eine neue Klasse kommt.
Jedoch ist das erst nach den Sommerferien möglich...Alles kein Problem...

Jedoch geht das Theater zuhause weiter.
Unsere Tochter beleidigt uns...Sie beschimpft uns...
Wohl bemerkt meistens immer nur dann wenn Sie was machen soll (sei es lernen, Zimmer aufräumen ect...)

Das Hauptproblem ist bei uns jedoch das Handy.
Es fallen Worte Ihrerseits wie ... Mein Handy ist mir wichtiger als meine ganze Familie zusammen...
oder wenn ihr mir das Handy wegnehmt, haue ich ab ect...
Es geht soweit das wir Nachts die Tür abschliessen und die Schlüssel verstecken aus Angst das Sie Nachts wirklich mal abhaut.
Es fallen Sachen wie zb...Ich habe die dümmsten und blödesten Eltern die es gibt...und ich möchte ins Heim...
Sie dreht sich das natürlich so wie Sie das möchte.
Als wir vor kurzem bei einem widerholten Gespräch in die Schule gerufen wurden, hiess es das unsere Tochter Angst
hat nach der Schule nachhause zu kommen, weil Ich (Mama) "angeblich" sagte, dass wenn Sie Mittags aus der Schule kommt
bringe ich sie sofort ins Heim.
Dabei war davon meinerseits nie die Rede.
Ich weiss das die Oberschule viel ausmacht. Jedoch dulde ich als Mutter es nicht das mein Kind so Respektlos mit uns spricht
bzw uns beschimpft und beleidigt.
Ihre Noten sind sehr schlecht geworden. Sie lernt nicht. Es ist Ihr alles EGAL...
Um noch mal kurz auf das Thema Handy zurück zukommen,
Ich habe Angst das meine Tochter auf diesen ganzen PLattformen irgendwelche komischen Menschen kennen lernt, ich kriege manchmal mit,
wenn Sie neben mir sitzt oder ich ehrlich zugeben muss, nach dem ich Ihr handy manchmal kontrolliere, sehe ich das Sie mit vielen Leute da schreibt...
Es sind viele Leute dabei die nicht mal aus unserer Stadt kommen, sondern meistens von irgendwo her.
Ich weiss es nicht die richtige Art das Handy von Ihr zu kontrollieren, aber wenn ich das nicht tue, erfahre ich wohl nie was.
Da Sie absolut nicht mit mir spricht. Egal wegen was.
Also Sie ist auch richtig aufmüpfig und Frech - Sie versucht und will wie ne Erwachsene sein, Aber das Sie noch andere Menschen in Ihrem Umfeld hat, das kriegt sie gar nicht mit bzw das Interessiert sie nicht. Das einzige was Sie interessiert ist ihr HANDY


Vor kurzem habe Ich Ihr Zimmer einmal gründlich auf den Kopf gestellt und gleichzeitig aufgeräumt...
Und fand dabei insgesamt 8 Klassenarbeiten, keine besser als ne 5...und 2 Klassenarbeiten waren mit einer 6 und diese zwei Klassenarbeiten wurden von meiner Tochter mit meiner Unterschrift gefälscht...
Als ich Sie daraufhin angesprochen habe, bekam ich nur zuhören, was kramst du in meinen Sachen und wer gibt dir das Recht mein Zimmer zu betreten.....!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mogens beim Aufstehen gehts weiter...
vor einigen Tagen durfte ich mir als Mutter anhören, von wegen, wer bist Du denn das Du mich zwingst Morgens aufzustehen...

Also ich muss ehrlich sagen, dass ich so Schockiert drüber war das ich kein Ton mehr raus bekommen habe !!!

Mein Mann versuchte schon mehrmals ihr zu erklären, dass Wir Ihre Eltern sind und keine Freunde aus IHrer Schule...
aber wir haben das Gefühl als ob wir gegen eine Wand laufen...

Eines Abends haben meine Tochter und ich so dolle gestritten das die Nachbarn die Polizei riefen weil die dachten
ich mache mit meinem Kind sonst was...
weil sie der meinung war das fenster aufzumachen und so laut um Hilfe zu brüllen das die Nachbarn aufmersam wurden.

Ich habe schon überlegt mir Hilfe vom Jugendamt zu holen. Ich weiss auch das die mir Helfen würden, jedoch möchte ich nicht so weit gehen.
Die Lehrer in der Schule (auch damals schon in der Grundschule) sagen alle, dass Sie nix auszusetzen haben an meiner Tochter,
da Sie sich in der Schule sehr vorbildlich verhält. (unabhängig von den Noten)
Sie hört, Sie macht und tut...Worüber mein Mann und ich auf der einen Seite sehr erleichtert waren als wir das hörten, jedoch uns nicht erklären können wieso Sie zuhause so abdreht.
Ich meine Sie hat alles was ein Kind braucht.
Sie wird weder geschlagen, noch muss Sie hungern, Sie bekommt Taschengeld, darf raus mit Freunden ect...

also es gab bisher fast NIX wo wir NEIN gesagt hätten oder haben.

Ich bin an einem Punkt angekommen das ich sage ich kann nicht mehr und ich habe keine Kraft mehr.
Weil EGAL was wir machen...es ist ALLES FALSCH !!! (In Ihren Augen)
BItte versteht mich nicht falsch...ICH LIEBE UNSERE TOCHTER ÜBER ALLES !!!! Sie ist mein ganzer Stolz !!! Aber ich weiss mir einfach nicht mehr zu helfen, schon gar nicht wenn Aussagen von Ihr kommen, Sie will weg von uns, Wo anders gehts ihr garantiert besser :(
Mittlerweile bin ich so, dass wenn Sie mir so etwas wieder an den Kopf knallt, dass ich dann sage, OK bitte geh doch, du weisst wo die Tür ist, es tut mir leid, aber ich kann einfach nicht mehr.
Sie ist ohne Witz eine kleine Terroristin...
Sie macht immer komplett das Gegenteil worum man Sie bittet (sei es einfach nur den Müll rausbringen)


Ich würde mich sehr über eine Antwort von Euch freuen, falls jemand die gleichen oder ähnlichen Sorgen hat.

vielen lieben dank schon mal

alles Liebe A.
Zuletzt editiert am: 08.07.2017, 04:48 Uhr, von: AnniNanni
-
 
10.07.2017, 10:59 Uhr | bke-Frida-Steffen
Guten Tag AnniNanni,
herzlich willkommen hier im Forum der bke online Beratungsstelle.
Mein Name ist Bke Frida Steffen und begleite Ihre Anfrage hier im Forum.

Die zwei Antworten, die Sie bereits bekommen haben, greifen viele Aspekte auf, die auch Ihnen angeboten hätte.
Sie schreiben, dass Sie am Ende ihrer Kräfte sind und einfach nicht mehr wissen wie sie mit ihrer Tochter umgehen sollen.
Pubertät bedeutet für die Jugendlichen die Abgrenzung von den eigenen Eltern. Manchmal fühlen sie sich erwachsen, wollen so gesehen werden und so auch handeln, auch wenn sie die Konsequenzen nicht übersehen können in einigen Fällen.
Oftmals ist es schwierig den Kontakt zu solchen "Revolutzern" zu halten. Man erfährt als Eltern trotz permanent Ablehnung und Grenzen der Kommunikation zu den eigenen Kindern.
In dieser Zeit ist es ganz besonders wichtig Kontakt zu halten, auch wenn es manchmal schwer fällt.
Gibt es Momente in denen sie zusammen ein Eis essen gehen können oder überhaupt etwas miteinander unternehmen ohne, dass über die Probleme gesprochen wird?
Was haben sie früher gerne zusammen gemacht?
Vielleicht ein Spiel zusammen gespielt?

Das klingt vielleicht banal und dem Problem nicht angemessen, doch im Moment überwiegen die negativen Erfahrungen miteinander, weshalb beide Seiten extrem voneinander genervt sind.
Wichtig wäre es auch positive Erfahrungen im Miteinander zu sammeln.

Für beide Seiten könnten solche Erfahrungen etwas entspannend sein.

Grenzen ist ein wichtiges Thema, denn Kinder brauchen Grenzen und damit einen Rahmen in dem sie sich bewegen können. Sie müssen diese Grenzen keineswegs gut finden und dürfen auch dagegen rebellieren, aber letztendlich müssen diese respektiert werden, so schwer es auch fällt.

Zu allem Stress schreiben sie, dass sich ihre Tochter an Armen und Beinen ritzt.
Jugendliche nutzen relativ häufig diese Möglichkeit der Selbstverletzung um zum einen innerliche Druck los zu werden und auf der anderen Seite eine Möglichkeit zu haben sich selbst zu spüren.
Sicherlich Möglichkeiten, aber ganz sich keine geeigneten.
Deutlich wird dabei aber, dass ihre Tochter unter großem Druck steht und nicht weiß wohin mit ihren Gefühlen.
Wäre sie möglicherweise bereit gemeinsam mit ihnen in eine reale Erziehungsberatungsstelle zu gehen?
Dort könnte jeder sehe Sicht der Dinge darstellen und gemeinsam könnte man mögliche Absprache treffen oder gemeinsame neue Wege erarbeiten.

Sie sprachen bereits selbst vom Jugendamt. Auch das wäre eine Möglichkeit gemeinsam eine Unterstützung zu bekommen.

Viele Jugendliche drohen damit wegzulaufen oder ins Heim gehen zu wollen. Das macht deutlich wie verzweifelt und hilflos sie sich fühlen, denn eigentlich wollen sie genau das Gegenteil, nämlich hören und fühlen, dass man sie liebt und natürlich nicht möchte, dass sie woanders leben.

Es ist eine schwierige Zeit in der beide Seiten viel Kraft und aufeinander zu gehen brauchen, manchmal eben auch mit Hilfe von außen.

Es war richtig und mutig sich an uns zu wenden und nach Erfahrungen anderer Eltern zu fragen.
Ich wünsche Ihnen hier noch weitere Erfahrungen anderer Eltern.

Es gibt her bei uns auch die Möglichkeit einer email Beratung. Dort werden sie alleine von einer Beraterin oder Berater unterstützt.

Freundliche Grüße
Bke Frida Steffen
 
08.07.2017, 08:34 Uhr | figuralis
Uff, das hört sich sehr sehr anstrengend an! Du schreibst, dass ihr bei eurer Tochter bisher fast nie ein NEIN entgegengesetzt habt und sie such zu " einer kleinen Terroristin" entwickelt hat. Vielleicht ist genau das der Punkt: Sie braucht Grenzen, und dabei müsst ihr überlegen, wo die Prioritäten sind und wo Eure Pflichten als Eltern dahin gehen, dass ihre Freiheit eben nicht grenzenlos ist.

Schule: Mit den Lehrern seid ihr ja im Kontakt und Eure Tochter wird die Klasse wechseln können. Ob das die Probleme löst, weiß ich nicht; denn bei Fünfen und Sechsen stellt sich ja schon die Frage: Ist da nur pubertäre Faulheit und fehlende Motivation im Spiel, oder braucht Eure Tochter da Unterstützung? Als unser Sohn in der achten Klasse in einer schwierigen Phase war und ein wirklich schlechtes Zeugnis hatte, haben wir ihm nach Rücksprache mit den Lehrern mitgegeben: Du kannst das besser; wenn Du nicht wiederholen willst, setz Dich auf die Hinterbeine, sprich mit uns, wenn Du etwas nicht hinbekommst und Hilfe brauchst.
Wegen Klassenarbeiten verschweigen: Da waren wir ziemlich klar: Steh zu Deinen Leistungen, letztlich erfahren wir eh über Kontakt mit den Lehrern davon, lass uns schauen, wie es besser laufen kann.

Handy: Das war bei uns auch ein heftiges Streitthema, das auch nach einer Auseinandersetzung und schon mal die Polizei beschert hat. Wir haben uns, nicht nur wegen dieses Themas, professionelle Hilfe gesucht, zunächst in Form von Erziehungsberatung, später auch durch das Jugendamt. Erst dann ließ sich eine Regelung erzielen, dass das Handy eben nicht an Nr. 1 stehen darf und es auch handyfreie Zeiten gibt.

Privatsphäre: Ich kann verstehen, dass ihr euch Sorgen über den fehlenden Kontakt macht, aber das Handy zu durchstöbern ist eine Verletzung der Privatsphäre. Was genau macht euch Sorgen? Unser Sohn hat auch viele Netzbekanntschaften; wichtig ist uns dabei vor allem, dass er sich an Grundregeln (nicht alles von sich preisgeben etc.) hält und vor allem das wahre Leben und echte Freunde nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch Einsperren halte ich für keine Maßnahme, die hilfreich ist - wenn Deine Tochter wirklich weg will, wird sie Mittel und Wege finden).

Pflichten: Da kann man sich natürlich verkämpfen, und einem respektlosen Ton lasse ich mir auch nicht gefallen. Das Leben in einer Familie ist ein Geben und Nehmen: Wenn mein Sohn bestimmte wenige Aufgaben verweigert, dann gibt es auch keine Gefälligkeiten meinerseits. Und ganz praktisch: Wenn er die Schmutzwäsche nicht runterbringt, dann wird sie halt nicht gewaschen, wenn er die Milch leer trinkt und nichts sagt, muss er selbst noch mal los ...

Ritzen: Das würde mir schon Sorgen machen, und ist für mich ein klares Signal, dass es Deiner Tochter so nicht gut geht - trotz aller Rotzigkeit. Und das solltet ihr Eurer Tochter auch klar sagen und, so schwer es auch ist, mit ihr ins Gespräch kommen.

Ein letzter Tipp: Gibt es irgendeine Vertrauensperson für Deine Tochter? Stärkt den Kontakt, wenn es so jemanden gibt!

VG
Figuralis
Zuletzt editiert am: 08.07.2017, 08:40 Uhr, von: figuralis
 
08.07.2017, 07:56 Uhr | marinadiezweite
Hallo AnniNanni, du schreibst mitten in der Nacht. Daraus schließe ich, dass eure Sorgen und Nöte mit der Tochter sehr sehr groß sind. Ihr alle drei braucht wirklich Hilfe und Tipps. Du schreibst, Hilfe vom Jugendamt. Aber soweit willst du dann doch nicht gehen. Ich persönlich finde diese Idee besser als die ''hilflose'' Drohung mit dem Heim. Ihr als Eltern wisst nicht weiter. Da erscheint ein Heim eine gute Lösung. Ihr seht selbst, dass das wohl sehr bedrohlich für eure Tochter wirkt. Überlegt euch solche Äußerungen und sagt das lieber nicht mehr. Sprecht auch die Tochter nochmal drauf an, dass das nicht ernst gemeint ist. Dass ihr aber ratlos seid.
Hier kann man euch beiden als Eltern nur ein paar Tipps geben oder vielleicht eine andere Sichtweise.
Du schreibst, ach ja, die Oberschule, klar. Dabei, ich persönlich hab noch nicht viel negatives darüber gehört. Unsere Oberschule im Ort ist gut, und die vorherige Hauptschule war auch gut und gut betreut. Es nützt aber auch nichts, etwas abzustempeln, wo man durch muss. Wie ihr seht, Klassenwechsel ist nicht das Problem. Was ihr vielleicht gar nicht seht, ist, dass eure Tochter ein Problem mit dem Lernen hat. Und da braucht sie Hilfe. In welcher Form, das solltet ihr zusammen mit einem Klassenlehrer herausfinden. Kleine Kritik von mir, wieso wisst ihr die Noten nicht, wart ihr noch nie beim Elternsprechtag? Wie reagiert ihr normalerweise bei schlechten Noten?
Eigentlich ist es ganz einfach. Sie gibt der Schule die Schuld und ihr seht die Schuld auch in der Schule. So kann man die eigenen Schwächen gut übertünchen. Und leider verstecken. Sie schaut selbst noch nicht richtig der Wahrheit ins Gesicht. Und das merkt ihr auch daran, dass sie morgens beim Aufstehen pampig zu dir ist.
Logo, sowas braucht man sich als Mutter nicht gefallen lassen. Das ist in der Tat respektlos. Aber es verbirgt die eigentliche Problematik. Versuch mal anders mit den morgentlichen Diskussionen umzugehen. Sie lernt ja nicht für euch sondern eigentlich für sich.
Das sollte gleich nach den Ferien anders werden. Wobei mich eh wundert, dass sie nicht sitzengeblieben ist.
Schenk ihr einen Wecker und dann lernt sie, allein aufzustehen und vielleicht nur einmal geweckt zu werden.
Setzt da an, wo sie gerade ist. Pubertät, andere Interessen als die Schule. Klaro, wer mag das schon. Aber es ist halt so, Pubertät verändert vieles.
Ich meine, dass ihr euch erstmal beim Jugendamt Ratschläge holen solltet.
Finde, dass ihr als Eltern einen neuen Stil braucht. Die Kontrolle, die ihr momentan ausführt, ist schon sehr belastend. Wobei ich zwar eure Ängste verstehe, aber man kann ein junges Mädchen auch nicht vor allem feindlichen schützen.
Handy wegnehmen, hm, es durchwühlen, Zimmer durchwühlen, das ist keine gute Idee.
Klar, sie sagt, das Handy ist ihr das wichtigste im Leben. Sowas gefällt einem nicht. Ich glaub aber auch, dass ich mein Kind gar nicht mal fragen würde, was ihm das wichtigste ist. In zwei drei Jahren sind dann die Freunde das wichtigste, und in der Tat ist die Familie irgendwann nicht mehr der Hauptpunkt.
Ich hoffe, ihr könnt ansatzweise mit den Tipps was anfangen. Am wichtigsten erscheint mir, dass ihr wieder Vertrauen zu eurer Tochter bekommt und sie zu euch. Dass sie mit schlechten Noten und dummen Fragen und mit allem zu euch kommen darf, ohne, dass ihr sie straft und ablehnt. Oder euch aufregt.
Das mit dem Stolz auf deine Tochter und der Liebe, ich glaube dass sie das gerade nicht spürt. Denn sie erlebt ja nur Ablehnung und Kritik.
Ein kleiner Tipp noch mit dem Müll rausbringen. Macht da keinen Machtkampf von. Kein Kind liebt Müll rausbringen. Vielleicht gibst du ihr mal eine andere Aufgabe, die sie gern macht. Und was immer zieht, ist gemeinsam was zu erledigen, als da wären Essen vorbereiten, Geschirrspüler ausräumen oder so.
Zuletzt editiert am: 08.07.2017, 08:04 Uhr, von: marinadiezweite
 
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