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21.10.2017, 17:16 Uhr | roedelmaus
Unser 15 jähriger Sohn macht uns große Sorgen. Er geht auf ein Gymnasium und ist in eine unglückliche Clique geraten. Er ist sehr, sehr willensstark und nützt jede Unsicherheit sofort aus.

Grund unserer Beziehungsschieflage ist, dass wir herausbekommen haben, dass er seitdem er 13 1/2 Jahre ist immer wieder kifft, raucht und trinkt. An der Schule nimmt er (noch) regelmäßig teil, doch haben wir im Moment wieder das Gefühl, das alles eskaliert. Wenn er diese Substanzen zu sich nimmt, merken wir verschiedene Verhaltensänderungen. Auch haben wir schon Reste von dem Zeug gefunden.

Er redet sich aber immer wieder heraus.... Vor zwei Wochenenden kam er betrunken um 22.00 Uhr nach Hause, nachdem wir verboten haben, dass er überhaupt weggeht, nachdem wir ihm gesagt haben, dass es wir nicht wünschen, dass er bis 22.00 Uhr draußen bleibt mit seinen Freunden (weil er das schon 3 Tage lang gemacht hat und angegeben hat, dass er nicht zum Training kann, weil er sich krank fühlt).

Er belügt uns bzw. erzählt Halbwahrheiten, um alle seine Vorstellungen zu realisieren, die jedoch nicht mit dem Jugendschutzgesetz konform sind, weil er sich für älter hält und seine Freunde angeblich alles dürfen, was er nicht darf. Bei uns führt das dazu, ihm zu misstrauen und zu kontrollieren, denn er führt ein Leben, dass er mit dem zur Verfügung stehenden Geld nicht führen kann. Wir legen unser Geld schon in einen Tresor, nachdem er eine EC Karte klaute und sie im Internet zur Anmeldung bei SEX Portalen benutzt hat.Er hat auch schon mehrere Male Geld geklaut. Leider haben die Eltern der beiden Freunde eine andere Einstellung. Die eine Mutter lässt ihn bei sich zu Hause rauchen, damit sie als Kumpeltyp dasteht. Die anderen Eltern haben gerade andere Sorgen und verdrängen alle Probleme, so dass eine gegenseitige Unterstützung nicht möglich ist.

Gestern ist er nicht zur SchulAG gegangen und ist lieber mit seinen Freunden einen Burger essen gegangen, ich selber denke, dass er die Verpflichtung eingegangen ist und das kein Grund ist, dem Chor fernzubleiben, weil sein Lieblingsfreund in den Urlaub fährt.


Wir haben uns bereits versucht mit ihm zusammen eine Beratung bei der Familienberatungsstelle wahrzunehmen, dies hat er nach dem ersten Termin verweigert, auch den Besuch eines Psychologen verweigert er. Freiwillig sucht er die Drogenberatung auf - aber das hat eher Wohlfühlcharakter. Alle Beratungsstellen, die wir dann alleine aufsuchten, betonen immer wieder, dass wir mit ihm im Gespräch bleiben sollen.

Wir fühlen uns aber allein gelassen, sehr ohnmächtig, da er keine der Familienregeln einhält und uns wie ein Stück "Sch.." behandelt. Er ist überhaupt nicht zu Konzessionen bereit.


Wir haben ihm ein Angebot gemacht, er könnte für 1/4 Jahr ins Ausland gehen, nachdem er geäußert hat, dass er , bei uns unglücklich wäre. Wenn er 18 Jahre ist, sofort ausziehen wird und nur noch das machen wird, was er möchte. Mit 16 Jahren dürfte er Alkohol trinken, was er dann auch extensiv machen würde. In den Ferien war er zwei Wochen in einem Abenteutercamp, was ihm total gut getan hat und er kam verwandelt wieder.
Leider hielt das nur so lange an, bis seine Freunde zurückkehrten. ..... Dahinter steckt wahrscheinlich die Angst, sich woanders mehr unterordnen zu müssen als zu Hause, weil wir beim ihm keine Konsequenz als Handy weg und Taschengeldreduktion (der darf sich das Geld aber selber verdienen), durchsetzen können.

Wir wissen nicht mehr weiter, denn wir haben das Gefühl, dass uns unser Kind entgleitet und gegen die Wand fährt. Im Grunde werden wir unseren Elternpflichten nicht gerecht.


Er selber sagt, wir sollten ihm schwarz auf weiß zeigen, was seine Rechte und Pflichten wären - und zwar mit einem Gesetzestext. Nur leider ist das alles immer sehr verschwommen formuliert. Ist jemanden von euch so etwas bekannt?

Eigentlich müssten wir uns die Hilfe beim Jugendamt einholen (was wir auch schon angedroht haben) - wir bräuchten einen Mediator - da er nicht bereit ist, diesen freiwillig aufzusuchen und zu akzeptieren, könnte das Jugendamt evt. vermitteln??????


Vielleicht habt ihr noch bessere Tipps.

Für alle Tipps dankbar!
Und dankbar fürs Mitlesen!

roedelmaus
13.02.2018, 12:50 Uhr | Louise-19
Hallo, Jannna,
vielleicht ist Dein Sohn mit der Schulform unterfordert, oder überfordert, oder er ist emotional auf einem anderen Level als seine Klassenkameraden?
Hat er Hobbies? Besucht er den Konfirmandenunterricht?
Viele Grüße,
Louise
13.02.2018, 12:27 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo Jannnna79,

als neues Mitglied begrüße ich Sie sehr herzlich in unserem Elternforum.

Sie sehen Ihre Probleme ähnlich gelagert wie roedemaus und haben sich deshalb auch in diesem Gesprächsverlauf gemeldet. Das ist auch völlig in Ordnung. Manchmal fällt ein Beitrag in einem älteren Gesprächsverlauf aber nicht auf und geht dann leider unter.
Gerne können Sie einen eigenen thread eröffnen und Ihre Situation schildern. Wir tauschen uns auf alle Fälle gerne mit Ihnen aus.

Viele Grüße für heute

bke-Claire-Diallo
13.02.2018, 11:10 Uhr | Jannnna79
Hallo, hat sich die Situation bei Ihnen inzwischen gebessert? Mein Sohn in 13 und geht immer mehr in diese Richtung. Das Zeugnis war eine Katastrophe, er boykottiert jede Mitarbeit in der Schule. Immer sind die anderen Schuld. Ich habe einen Termin zur Erziehungsberatung beim Jugendamt, aber erst in 4 Wochen...
...
28.12.2017, 15:09 Uhr | bke-Claire-Diallo
Liebe User, liebe Userin roedelmaus,

dieser thread vom 21.10.17 erscheint vollständig in der Skala weiter unten. Wir können uns derzeit nicht erklären, warum diese Anfrage, ohne den dazugehörigen Austausch, noch einmal ganz oben aufgetaucht ist. *unsure*

Dennoch ist die Antwort meiner Kollegin noch eine wichtige Ergänzung zu diesem thread.


Viele Grüße an alle *bye*

bke-Claire-Diallo
27.12.2017, 19:21 Uhr | bke-Frida-Steffen
Hallo Fledermaus,
Willkommen hier im Forum der bke online Beratung.
Entschuldigen sie, dass wir erst jetzt antworten, aber irgendwie ist ihr Beitrag hier untergegangen, was eigentlich nicht passieren sollte.
Aber manchmal steckt der Wurm drinnen.
Also noch einmal Entschuldigung.

Mein Name ist Frida Steffen und sehr gerne möchte ich etwas zu ihrem Beitrag schreiben.
Die Situation mit ihrem Sohn scheint wirklich sehr verfahren, da die Kommunikation sich als sehr schwierig gestaltet.
Er pocht auf sein vermeintliches Recht und sie machen sich als Eltern Sorgen und wissen nicht mehr wie sie ihn erreichen können.

Diese Situation kennen sicher viele Eltern pubertierender Kinder. Richtig ist sicherlich m Kontakt zu bleiben, doch fällt dies auch schwer.
Manchmal können Eltern und Kinder nicht mehr miteinander sprechen.
Dann ist es wichtig, dass jemand von außen mit schaut.

Ihre Idee mit dem Jugendamt finde ich sehr gut, denn es gibt Möglichkeiten der Unterstützung durch dieses Amt.
Nehmen sie es eher nicht als Drohung sondern als Möglichkeit der Unterstützung.

Machen sie einen Termin und informieren sie sich dort über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Hilfe.
Dann können sie immer noch entscheiden welchen Weg sie gehen möchten. Aber sicher ist ihr Gefühl richtig, dass sie jemand von außen unterstützen kann.

Ganz sicher können andere Eltern hier ihre Erfahrungen mit ihnen teilen.

Freundliche Grüße
Bike Frida Steffen

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