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14.11.2017, 13:03 Uhr | donervogel
Hallo,
ich weiß mir keinen rat mehr. Unser Sohn, 14J. besucht die 8. Klasse des Gymnasiums im Nachbarort. Er ist ein mittelmäßiger Schüler, aber ein ganz normaler Junge. Er ist im Musikverein unnde bei den Pfadfindern. Dort benimmt er sich vorbildlich und es gibt keinerlei Proboleme. Nur in der Schule will es nicht so recht klappen. Er ist oft unruhig und stört. Die Schule spach von ADHS, ein entsprechender test und Psychologische Betreuung bestätigten dies jedoch nicht! (Ich - aber wohl auch viele fachleute sagen ja sogar, dass es ADHS gar nicht gibt...)
Nun kam mal wieder ein Brief der Schule, in der seine Leistung und sein Verhalten angeprangert werden. Er bekommt Nachhilfe und ist durchaus Wissbegierig. Mit mir lernt er gerne, bin aber auch ein "strenger" Lehrer *Zwinkernd*
Er stört wie gesagt und stellt sich öfters in den Mittelpunkt.
Interessant finde ich, dass er von seinen Mitschülern zum Klassensprecher gewählt wurde und der Lehrer dies nach einiger Zeit selbstständig wieder rückgängig machte - mal davon abgesehen, dass dies nicht gerade ein demokratieverständnis bei den Schülern stützt, war das ggf auch ein Problem?
Er war stoz damit und ggf hätte er diese Rolle auch gebraucht?

Er bekommt Homeopatische Mittel zur Beruhigung und diese helfen auch. Ich weiß mir mit der Schule jedoch keinen rat mehr. ER bekommt Klassenbucheinträge für Dinge, die andere ungestraft ebenfalls tun. Er wird ständig rausgepickt. Manchmal verpetzt und von anderen Lehrern, die nichts mit der Sache zu tun hatten bestraft usw.

Schulich - naja die feine englische ist das nicht!

Aber das ist sicher nicht allein das Problem. Ich weiß mir echt keinen Rat mehr was ich für ihn tun kann, zumal er es ja in den anderen Vereinen nicht so zeigt...
Hat jemand einen Tip?
 
17.11.2017, 11:36 Uhr | donervogel
Vielen Dank, ihr macht mir Mut!

Er hat schon ein Problem damit, gerne im Mittelpunkt zu stehen und sich auch gerne in alles mit einzumischen. Es hat ihm auch oft genug Probleme und dierse Strafarbeiten eingebracht und ich hoffte, dass er ers irgendwann auch mal versteht.
Bei arbeiten hat er ggf das Problem, dass er sich auch zu gerne ablenken läßt. Er schafft von daher oft das geforderte Pensum nicht. Andererseits ermahnen ihn die Lehrer schon mal, dass er eben nicht bei der Sache ist, dabei bekommt er aber das Gesagt zumeinst dennoch irgendwie mit *Zwinkernd*
Aber dennoch ist es nicht gerade förderlich.

Das mit dem Klassensprecher hat mich sehr "gefuchst" habe aber nicht unternehmen wollen, da ich Angst habe, dass er dann erst recht "im Fokus" wäre, wenn ich mich mich darüber beschwere. In Konsequenz seines Fehverhaltens frug ich ihn auch, ob die Aberkennung der Klassensprecherfunktion in seinen Augen (da mit Ankündigung) gerechtfertigt war... So ganz dagegen war er dann auch nicht mehr.
Dennoch höre ich bei euch raus, dass das so gar nicht geht! Und damit weckt ihr schon mein Unrechtsbewußtsein. Auch die permanent schlechten Notendurchschnitte der ganzen Klasse verleiten mich zu der Annahme, dass es "Lehrkörperbedingte Defizite" gibt? Also warum seine Schulnoten anpranger, wenn der ganze Schnitt zumeinst so mies ist?

Unterm Strich bleibt aber, wenn man sich als Eltern beschwert, gehts meist nach hinten los... :(

Soll ich vorab mal eingach die Bitte äußern, mir zum bereits terminierten Gespräch mit einem Lehrer, die Protokolle usw zur Wahl raus zu suchen :) Ggf blinken dann ja schon mal die Warnleuchten bei den Lehrern...
 
15.11.2017, 10:10 Uhr | marinadiezweite
Hallo donervogel, ich hab auch gleich daran gedacht, dass ja nicht alles problemlos läuft. Dein Sohn gibt sich Mühe und ist wissbegierig. Eckt aber in der Schule an. Da sind einige Dinge, die nicht okey sind, Klassensprecherabwahl durch den Lehrer, Strafen für Dinge, wo andere keine Strafe für erhalten, andere Lehrer hängen sich mit rein. ... . Das alles sollte nicht sein. Nun ist aber auch die Frage, wo der Anteil deines Sohnes ist. Wir Eltern bekommen ja nicht alles mit von der Schule. Ungerecht scheint das Thema, aber du warst nicht dabei. Ich denke, dass du deinen Sohn erstmal bestärken solltest, selbst nachzuhaken. Auch mehr zu reflektieren. In der Schule kann er selbst überlegen, was er verändern könnte.
Dass dein Sohn mit 14 schon ein wenig mehr Verantwortung für sich übernimmt in der Schule, halte ich für sehr wichtig. Denn es ist einfach so, dass man, ohne es zu wollen, über mittelmässige Schüler so Gedanken hat: Mensch, ganz schön faul oder so, aber große Klappe und immer am Diskutieren. Diskutieren ist gut, es ist jedoch nicht alles. Man sollte sich auch manches annehmen, wenn eine Ermahnung kommt.
Es geht nämlich nicht immer nur um die anderen, die besser behandelt werden, es geht auch darum, dass man mal nicht das letzte Wort als Schüler hat.
Die Strafen finde ich unabhängig davon nicht okey. Wenn du selbst in der Schule und bei den Lehrern nachfragst, solltest du ein offenes Ohr haben für deren Worte. Du kannst es nicht ändern, wie dein Sohn sich in der Schule verhält. Das kann nur er.
 
14.11.2017, 19:52 Uhr | AnjaLe
Hallo dovervogel,

es gibt eigentlich nur 2 Lösungen.

1. Schulwechsel, in dem Fall hätten die erreicht, was sie wollen, nämlich einen unbequemen Schüler loszuwerden

2. Hat es Gespräche mit dem Schulleiter gegeben? Die Wahl eines Klasensprechers ist durchaus ein demokratischer Prozess, der aus dem Schulgesetz hervorgeht. Ein einzelner Lehrer kann dies gar nicht rückgängig machen, nur über einen Beschluss eines Gremiums. wie z.B. Schülerrat, Elternrat ect. Darüber muß es schriftliche Protokolle geben. Habt ihr die gesehen?

Da würde ich mal ansetzen.

LG
Anja
 
14.11.2017, 16:20 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo donnervogel,

herzlich willkommen in unserem Elternforum und vielen Dank für Ihren Beitrag.

Zunächst einmal drei dicke Smileys *Lächelnd* *Lächelnd* *Lächelnd* (Um im Schuljargon zu bleiben *Zwinkernd* )
Ihr Sohn scheint für vieles aufgeschlossen und geselliger Junge zu sein. Er hat Hobbies, bei denen er mit Menschen zu tun hat und scheint auch in der Klasse angesehen zu sein, sonst wäre er ja nicht zum Klassensprecher gewählt worden. Auch lese ich aus Ihren Zeilen heraus, dass Sie einen guten Draht zu Ihrem Sohn haben.

Nur in der Schule gibt es immer wieder Ärger. Unterricht stören, im Mittelpunkt stehen wollen, das hat er doch gar nicht nötig, könnte man nach erster oberflächlicher Betrachtung sagen. Dennoch scheint er diese Aufmerksamkeit irgendwie zu brauchen. Kann es sein, dass er unzufrieden ist mit seinen Leistungen, dass er spürt, dass auch Sie unzufrieden damit sind, weil Sie hier mehr von ihm erwarten?

Ich kann mir vorstellen, dass die Schule ein großes Thema bei Ihnen in der Familie ist. Verständlich auch, dass es Sie ärgert, wenn immer wieder Briefe aus der Schule bei Ihnen ankommen, dass es dann auch immer wieder zu Diskussionen mit Ihrem Sohn kommt. Wenn dem so ist, dann würde ich versuchen zu vermeiden, dass sich Ihr Leben zu Hause zum großen Teil um die Schule dreht. Bieten Sie aber Ihrem Sohn immer wieder das Gespräch an. Wie geht es ihm überhaupt in der Schule, geht er dort gerne hin, was belastet ihn, fühlt er sich wohl mit seinen Mitschülern? Ziel sollte sein, dass er sich nicht mehr in den Mittelpunkt stellen und auch nicht stören muss, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Dabei ist der Wunsch nach Aufmerksamkeit völlig legitim. Ein Ziel von Sozialisation bedeutet zu lernen, Aufmerksamkeit im positiven Sinne zu erhalten.

Hatten Sie mit dem Klassenlehrer gesprochen, nachdem dieser Ihren Sohn von seinem Klassensprecheramt enthoben hatte? Ich denke nämlich auch, dass es eine Chance für ihn hätte sein können, in dieses Amt hineinzuwachsen, zu lernen Verantwortung zu übernehmen.
Es klingt so, als dass Sie sich Sorgen machen, dass Ihr Sohn in der Schule in eine Art „Sündenbockrolle“ gedrängt wird. Es kann in der Tat sein, dass Kinder, die bereits auffällig geworden sind, unter besonderer „Beobachtung“ stehen und dann entdeckt man auch zwangsläufig immer weitere „Vergehen“. Manchmal ist das den „Beobachtern“ gar nicht so bewusst. Auch diesen Punkt würde ich in Ruhe mit dem Klassensprecher bereden und ihm meine Sorge mitteilen.

Jetzt wünsche ich Ihnen noch einen hilfreichen Austausch mit anderen Eltern und grüße Sie für heute sehr herzlich

bke-Claire-Diallo
 
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