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20.11.2017, 20:28 Uhr | tinibi
Hallo ihr Lieben, ich habe mich ein bisschen durchs Forum gelesen und finde es schon mal ermutigend, dass ich nicht die einzige bin, die Probleme mit ihrem Nachwuchs hat :)
Das macht ja schon einmal Mut

Mein Sohn ist inzwischen 17 Jahre alt. Sein Vater hat uns für eine neue Frau verlassen als mein Sohn 1 Jahr alt war.
Ich habe mich immer um ein gutes Verhältnis zu meinem Exmann bemüht - was wir auch hatten, solange ich mich bemüht habe.
Allerdings ist mir mein Exmann vor ca. 2 Jahren zu Beginn der Pubertät immer wieder extrem in den Rücken gefallen, hat meine Konsequenzen untergraben und meinen Lebensgefährten bei meinem Sohn schlecht gemacht.
Das Ende war, dass ich als "spießig" hingestellt wurde und mein Lebensgefährte als "Depp" der ja eh nichts zu sagen hätte - ist ja schließlich nicht sein Sohn.
Und so packte mein Sohn nach einem heftigen Streit, bei dem er mich auch gestoßen hat seinen Rucksack und ging zu seinem Vater.
Ich war damals am Ende, aber die Verschnaufpause tat mir ehrlich gesagt gut. Und er war ja schließlich bei seinem Vater und nicht bei irgendjemand Fremden.
Ich sagte damals auch, dass ich nicht mehr weiter wüsste, diesem ständigen Streit nicht mehr gewachsen war und dass es besser sei, er würde bei seinem Vater bleiben.
Hilfe beim Jugendamt und Caritas haben mich auch nicht weiter gebracht - ich konnte einfach nicht mehr.

Von seinem Vater wurde mein Sohn immer wieder belohnt (oder bestochen?) seit er bei Ihm lebt.
Er bekam einen Roller, der 80 km/h statt 30 fuhr (ich bin ausgeflippt, er wurde damit aber auch erwischt).
Er bekam ein Moped (das ich zahlen durfte), das er schon ohne Führerschein fahren durfte und das auch in keiner Weise der STVZO entspricht.
Er bekam einen alten Golf zum richten, für 200 € (das Ding steht bis heute im Garten und gammelt vor sich hin).
Mein Sohn hat geklaut und wurde erwischt, hat gegen die STVo verstoßen und wurde erwischt, er nimmt Drogen und dealt auch damit.
Heute hat er seine Lehrstelle verloren.

Jetzt will mein Exmann ihn rauswerfen und möchte, dass ich ihn wieder zu mir nehme.

Ich lebe inzwischen bei meinem Lebensgefährten in seiner 2-Zimmer Wohnung, arbeite selbständig in Vollzeit (oder noch mehr?).
Mein Sohn nimmt mich eigentlich gar nicht mehr für voll. Entweder er spielt mir was vor... dann ist angeblich alles in bester Ordnung.
Oder (so wie seit gestern) er redet mit mir in einem Tonfall, dass ich nach dem Telefonat in Tränen ausbreche.
Ein heute gewünschtes Gespräch habe ich nicht zugelassen, weil ich mich dem einfach nicht gewachsen fühle.
Mein Partner hatte meinem Sohn eine Nachricht geschrieben, dass er gerne mal mit ihm reden würde, dem hat mein Sohn erst zugestimmt.
Vorhin am Telefon hat er mich angepflaumt, "das geht ja wohl gar nicht, was soll das, er soll das lassen - was hätte er denn mit meinem Partner zu tun?".

Ich bin im Moment ziemlich verzweifelt.
Einerseits ist es mein Sohn, andererseits hat er sich alles "verbockt" und benimmt sich wie ein Ar*** (verzeiht mir den Ausdruck).
Er ist überhaupt nicht einsichtig, er und sein Vater stellen Forderungen, denen ich mich nicht gewachsen fühle.

Und zuletzt... wie soll ich ihn zu mir nehmen? In einer Zwei-Zimmer-Wohnung und wo er doch meinen Partner nicht akzeptiert und mich nur belügt oder angeht?

Ich weiß nicht mehr weiter und freue mich auf eure Kommentare.

Liebe Grüße, tinibi
 
15.01.2018, 20:01 Uhr | BabyOne
Hallo tinibi,

Dein Sohn ist einfach noch sehr unreif. Wenn Du Dir das bewusst machst, wird Dich sein Verhalten nicht so sehr verletzen. Bei einem Fünfjährigen wird man (hoffentlich) nicht allzu sehr gekränkt sein, wenn der einem ein "Du bist die doofste Mama der Welt" entgegen schleudert weil man ihm kein Eis gekauft hat, und bei einem 17jährigen muss man wohl damit rechnen, dass er einem erzählt, er hätte eine viel engere Bindung zum Vater als zu Dir, nachdem Du ihn nicht auf Kommando wieder zurück genommen hast. Äußerlich sieht er vielleicht wie ein junger Mann aus, aber innendrin ist er halt noch lange nicht erwachsen.

Außerdem - noch ein Grund, warum Du kein schlechtes Gewissen haben solltest - brauchen Jungs in dem Alter einfach den Vater mehr als die Mutter. Wenn er in der Vergangenheit immer bei Dir war, hast Du mehr als Dein Soll erfüllt, und der Vater ist jetzt einfach mal "dran" auch noch seinen Part dazu zu tun. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum Dein Sohn sich jetzt dem Vater sehr verbunden fühlt - er spürt vielleicht instinktiv, dass ihm da noch etwas fehlt, was er aufholen will.

Das heisst aber nicht, dass da keine Verbindung mehr zu Dir da ist. Die ist nur im Moment nicht so sichtbar. Wenn er mal ein wenig reifer und vernünftiger ist, und Du bis dahin den Kontakt nicht hast abreißen lassen, dann wird er bestimmt wieder ganz anders auf Dich zugehen.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
 
06.01.2018, 20:49 Uhr | tinibi
Ja, ich bin sehr froh, dass mein Partner mir so zur Seite steht. Auch wenn ich manchmal nicht unbedingt hören mag was er mir sagt, so sieht er viele Dinge doch wohl mit etwas mehr Abstand. Eben, dass alle versuchen mir ein schlechtes Gewissen zu machen und mich versuchen auszunutzen und ich muss gestehen, ich würde oft in die "Opferrolle" fallen, wenn er mich nicht halten würde.

Ich versuche ja, mich zu distanzieren und manchmal denke ich, es wäre das beste, mich zurück zu ziehen, aber es ist ja "mein Kind"... und würde ich nicht die Initiative ergreifen, dann würde ich meinen Sohn im Moment gar nicht sehen oder hören. Er meldet sich eigentlich nur, wenn er etwas möchte.
Zum Beispiel hat er heute Nacht um 3 Uhr angerufen, weil er nicht wusste, wie er von einer Party heimkommen sollte.
Eigentlich wolle ER sich diese Woche melden um mal zum Essen vorbei zu kommen - NICHTS!
Wenn ich ihm schreibe, so antwortet er erst Stunden oder Tage später.

Ich denke, das mit der therapeutischen Unterstützung ist gar nicht so eine schlechte Idee. Sonst machen mich meine Schuldgefühle echt kaputt! Manche Nacht kann ich gar nicht richtig schlafen und könnte nur noch heulen.
Ich habe mich damit noch nicht beschäftigt - an wen oder was wendet man sich da?

Ich glaube nicht, dass er die Schuld an seinem EIGENEN Verhalten sieht. Die Frau meines Ex hatte wirklich ein paar gute Lösungsansätze und sieht das ganze (wie mein Partner) mit mehr Abstand. Mein Sohn fand es jedoch total klasse dass "Papa immer zu mir hält, und sich sogar gegen seine Frau stellt" (im Gegensatz zu mir).

Meine Mutter verstehe ich schon lange nicht mehr. Ihr Enkel geht ihr über alles. Enkel hier, Enkel da... alles richtet sich nach ihm!

Ich habe mich inzwischen sehr zurück gezogen, auch aus mein Freundeskreis, da ich erkennen musste, dass meine beste Freundin ein falsches Spiel gespielt hat fühle ich mich eigentlich im Moment von Menschen im allgemeinen sehr enttäuscht.
Aber das ist ok für mich - ich fühle mich nicht einsam oder alleine. Da ich einen wundervollen Partner und die beste Schwester der Welt habe *Lachend*
Nur das Verhältnis zu meinem Sohn und das ganze drum rum macht mich echt fertig!

Ach ja... mein Sohn lebt noch immer bei seinem Vater. Er musste zur "Strafe" eine Woche zu uns. Aber nach einem Abend "durfte" er wieder heim. Er wollte nicht bei uns im Wohnzimmer sitzen und da es ansonsten nur die Küche und das Schlafzimmer gibt, saß er den ganzen Abend am Küchentisch und hat mit seinem Handy gespielt.
Aber wir saßen zu viert zusammen (Ex und Frau, ich und Partner) und konnten meinem Ex (hoffentlich) klar machen, dass ER handeln muss.
 
05.01.2018, 10:13 Uhr | -serafina-
Hallo Tinibi,
ich kann Deine Gefühle sehr gut verstehen. Dein Partner scheint Dich gut zu unterstützen und auch zu schützen, nehme ich das richtig wahr? Das finde ich sehr gut. Was Dein Ex und Deine Mutter da treiben, tja, ich fürchte, da musst Du lernen, Dich zu distanzieren. Du wirst es vermutlich auf keinem Weg ändern können. Beim Lesen denke ich natürlich, es ist nicht das Richtige für Deinen Sohn (mit 17 von der Oma jeden morgen zur Arbeit gefahren werden..??), aber vielleicht hält ihn das z.Zt. bei der Stange, die Lehre zu beenden und er schafft den Absprung dann in die Selbstständigkeit.

Was bleiben wird, ist auch jetzt bereits ersichtlich: Eine hohe Anspruchshaltung. Dein Sohn zeigt sich wenig eigenverantwortlich, dafür umso bemühter, die Verantwortung in anderen unterzubringen, bevorzugt bei Dir, da er Deine Schuldgefühle natürlich - womöglich unbewusst - sehr wohl wahrnimmt und ausnutzt.

Es ist wie es ist und es tut weh. Bis zu einem gewissen Grad musst Du die Situation, denke ich, aushalten. Mit Hilfe Deines Parntners, mit dem, was Du in Dir selbst trägst, womöglich gönnst Du Dir therapeutische Unterstützung, um Dich ein bisschen von den Schuldgefühlen zu befreien?

Dass Dein Sohn Dich so ablehnend behandelt, liegt sicher einerseits darin begründet, dass Du ihm seine Wünsche und Forderungen nicht einfach so erfüllst. Es scheint ihn zu kränken, gleichwohl sieht er nicht, dass es Konsequenzen hat, wenn man andere schlecht behandelt. Wenn er Dich nicht voll nimmt und trotzdem bei Dir wohnen will, denkt er, Du müsstest Dich ihm zuliebe selbstschädigend verhalten. Das musst Du aber nicht. Du warst ihm doch eine gute Mutter, auch sehr aufopfernd (wieso auch immer das positiv konnotiert ist). Ebenso versteht er nicht, dass die Frau Deines Ex auf ihn REagiert - dass der Grund für ihre Ablehnung womöglich in seinem schlechten Benehmen liegt? Das muss er lernen, am Leben.

Vielleicht hat Dein Sohn auch keine andere Wahl, als sich so "böse" von Dir abzulösen, weil er Dich eigentlich so sehr liebt und die Ablösung im Guten nicht schafft. Ihr hattet sicher eine sehr enge Bindung aneinander, deshalb ist das Ende der Kindheit vlt. für Euch beide auch sehr schmerzlich. Deshalb denke ich, Du hast Deinen Job erstmal gemacht, er braucht jetzt männliche Identifikationsmöglichkeiten. Was Deine Mutter da treibt, kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber wie gesagt, versuch, es auszuhalten. Sorge für Dich und begegne Menschen, die Dich wertschätzen.

Sei ruhig ein bisschen "egoistisch", es drehen sich schon genug Leute um Deinen Sohn. Wo wohnt er denn jetzt? Doch wieder beim Vater? Was wurde aus der Idee mit der Wohngruppe?
Serafina
 
05.01.2018, 02:01 Uhr | tinibi
Hallo,

auch wenn es jetzt schon eine ganze Weile her ist...ich komme einfach nicht klar *Weinend*

Zeitweise habe ich ein fürchterlich schlechtes Gewissen:
- wie kann ich als Mutter sagen "ja, es wäre besser, wenn Du bei Deinem Vater bleibst (kann es einer Mutter wirklich so schlecht gehen, dass sie ihr Kind wegschickt)
- wie kann ich in einer 2 Zimmer Wohnung leben, die es meinem Sohn unmöglich macht, zurück zu kommen?
Mein schlechtes Gewissen treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen.

Andererseits hat sich mein Sohn von mir inzwischen total abgekapselt. Er meldet sich wieder nur noch dann, wenn er etwas braucht.
Meine Mutter (sie lebt im Nachbarort meines Sohnes) kümmert sich quasi um alles und mischt sich in alles ein. Dafür weiß sie aber auch über alles Bescheid.
Wegen den Drogen durfte mein Sohn nicht mehr mit seinem Moped zu seiner neuen Lehrstelle fahren. Also hat sie das übernommen - jeden morgen!
Er braucht eine neue Jacke - sie kauft eine.
Essen mit der Familie - er sitzt neben ihr.

Mein Sohn ist mir so fremd geworden. Ich verstehe, dass er mit 17 1/2 nun selbständig wird und seine eigenen Wege geht.... ABER... es tut weh!
Selbst wenn wir dann telefonieren (er geht oft nicht ran wenn ich anrufe) weiß ich manchmal nicht mehr was ich reden soll, er antwortet meist nur sehr einsilbig, von sich aus erzählt er nichts.

Ich habe das Gefühl versagt zu haben, mache aber gleichzeitig meinen Ex und meine Mutter irgendwie dafür verantwortlich, mir mein Kind genommen zu haben *Errötet* .
Das mein Sohn zu mir sagte, dass er zu seinem Vater ein besseres Verhältnis hat als er zu mir JE HATTE und er der einzigste Mensch ist, der alles von ihm weiß habe ich mich fürchterlich gefühlt.

Ich habe versucht 15 Jahre alles für mein Kind zu geben! Ich war alleinerziehend, oft einsam und alleine. Das Geld war oft knapp (Unterhalt habe ich keinen bekommen) und ich habe mich selbständig gemacht (war für die zeiteinteilung und den Geldbeutel besser).

Mein Mann hat uns für eine andere Frau verlassen (ohne so ein schlechtes Gewissen wie ich es jetzt habe) und jetzt muss ich mir von ihm anhören, ich hätte meinen Sohn wegen meinem Partner "weg geschickt".



Ich hoffe, ich könnt meinem Wirrwar folgen *Erschöpft* Ich habe das Gefühl, an all dem zu zerbrechen.
 
05.12.2017, 15:39 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo tinibi,

es scheint, als seien Sie erneut sehr verunsichert.

Inzwischen hatten Sie den Termin bei der Jugend-Suchtberatung. Wie haben Sie sich jetzt entschieden? Ich hoffe, dass dieses Gespräch hilfreich und klärend für Sie war.

Herzliche Grüße

bke-Claire-Diallo
 
27.11.2017, 19:31 Uhr | tinibi
Hallo ihr Lieben,

wir haben uns am Freitag getroffen. Mein Partner, Sohn, Exmann und ich.
Der Verlauf dieses Gespräches hat mir gezeigt, dass meine Entscheidung (eigentlich) richtig ist.
Mein Sohn meinte, er hätte soooo ein tolles Verhältnis zu seinem Vater - so wäre es nicht einmal mit mir gewesen - zu keiner Zeit. Auch wurde mir vorgeworfen, dass ich lügen würde (mein Sohn hat gegenüber meinem Exmann die Wahrheit wohl etwas "gedehnt", was jetzt mir angelastet wird)

Ich habe mich gefühlt, als wäre ich total außen vor und ich war so froh, dass mein Partner mit dabei war und mir zur Seite stand.
Schlussendlich ist es wohl so, dass mein Sohn eigentlich gerne bei seinem Vater bleiben würde und sich die beiden auch sehr nahe stehen. Aber die neue Frau meines Ex sagt "entweder geht das Kind, oder ich".
Mein Sohn und sie kommen überhaupt nicht miteinander aus. Er lässt sich von ihr nichts sagen und sie ignoriert ihn dafür.
Mein Exmann hat nun Angst, wenn sie geht, dass er das (finanzierte) Haus verliert, weil er alleine die Raten nicht zahlen kann *Geschockt*

Ich finde die Beweggründe seeeeehr fragwürdig.....
Morgen haben wir (Ex, Sohn und ich) einen Termin bei der Jugend-Suchtberatung.
Wenn die Dame dort wirklich sagt, es wäre das Beste, dass mein Sohn zu mir und meinem Partner kommt, dann ok. Dann kommt er zu uns.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das sagen wird. Ich war schon bei ihr und sie meinte zu mir, dass es ja nur eine Verlagerung des Problems wäre und die Ursache (Drogen und Probleme) nicht beseitigt wären. Im Gegenteil, es wäre wie eine Belohnung für meinen Sohn.
Mein Ex hat allerdings auch mit ihr telefoniert und entweder was anderes verstanden oder verstehen wollen.
Also bin ich gespannt auf morgen.

Mich nimmt die Situation immer noch sehr mit.
Auch verstehe ich nicht, warum Man(n) sich nicht Hilfe holen kann..!? *Verärgert*
Ich habe mit dem Jugendamt telefoniert um mir Hilfe zu holen, ich war bei der Suchtberatung und mein Partner und ich haben im Dezember einen Termin bei der Caritas zur (Familien-) terapie. Obwohl mein Sohn nicht bei uns ist, ist es uns sehr wichtig richtig zu handeln - bzw. nicht durch falsches Handeln alles noch schlimmer zu machen.

Ich bin so ratlos, so außen vor und man versucht mich unterzubuttern indem man mir unterstellt ICH wolle ja nicht *Traurig*
 
23.11.2017, 08:03 Uhr | marinadiezweite
Hallo tinibi, mit deinem Sohn ist viel vorgefallen. Auch dein Ex scheint sich sehr gegen dich und deinen Lebensgefährten gestellt zu haben. Irgendwie scheint es auch nicht gelungen zu sein, dass dein Sohn sich eine eigene Meinung bildet zu dir und deinem Partner.
Inzwischen ist er aber glaub ich alt genug, dass er alles differenzierter sehen könnte. Und sich nicht mehr beeinflussen lässt. Scheint auch, als hätte er ein Bild aufgebaut, was falsch ist. Da er ja seinen Vater sehr früh ''verloren'', ihn vielleicht zu sehr idealisiert hat. Nun mit 17 scheint er endlich zu wissen, was er will. Und was er nicht will.
Ich glaube, ihr solltet mit ihm nicht allzuviel diskutieren. Er hat euch beide nie verstanden. Nun habt ihr endlich euer Leben ohne ihn eingerichtet. Das sollte auch so bleiben. In einem Jahr ist er eh volljährig. Wenn er dann seine eigenen Wege gehen möchte, müsstet ihr wieder alles umstossen.
Auch sollte er nicht immer der Boss sein. Er ist gegangen. Da wechselt man nicht, wie es einem gerade passt, ab und zu die Wohnungen oder die Eltern. Sprecht doch noch mal mit ihm, ob er es noch eine gewisse Zeit aushält beim Vater und mit 18 dann in eine eigene kleine Wohnung ziehen kann. Er kann dann ja auch jederzeit willkommen sein bei dir und deinem Partner für paar Stunden. Dass du ein Fahrzeug mitbezahlst, obwohl dein Ex das für deinen Sohn haben wollte, verstehe ich nicht so ganz. Das muss man ja nicht mitbezahlen. Das sind auch so Punkte, wo man sich mal klar abgrenzen sollte. Der alte Golf, das ist nun wiederum Sache von den beiden Männern. Hoffentlich steht er nicht bei dir im Garten, sonst schnell weg damit. Drogendealer und Dieb, das ist auch so ein Punkt. Momentan kann der Vater sehen, dass er den Jungen in den Griff bekommt. Ich denke mal, da solltest du standhaft bleiben.
Dein Partner will sich offensichtlich mit deinem Sohn aussprechen. Warum sagt dein Sohn das zu dir? Trete da offensiver an. Dein Sohn mag unsicher sein, Angst haben vor diesem Gespräch. Aber letztlich ist es ein Gespräch zwischen ihm und deinem Lebensgefährten. Da ist es glaub ich gut, wenn du dich da gegenüber deinem Sohn distanziert zeigst. Es ist die Entscheidung beider Männer, wenn und ob sie reden wollen. Da braucht dein Sohn dich eigentlich nicht anbimmeln. Sonst seid ihr bald wieder in Feindesstimmung.
Zuletzt editiert am: 23.11.2017, 08:06 Uhr, von: marinadiezweite
 
21.11.2017, 20:57 Uhr | tinibi
Vielen lieben Dank für diese tollen Beiträge... es tut so gut, dass das jemand versteht. Denn sonst werde ich immer als Buhmann hingestellt.

Ich hatte meinem Exmann bereits gesagt, dass er sich ans Jugendamt wenden soll und hielt auch schon nach einer Alkoholvergiftung die Möglichkeit einer Jugend-Suchtberatung als geeingnet. Beides wurde allerdings von Vater und Sohn abgelehnt.
In meiner Verzweiflung habe ich heute mit beiden Kontakt aufgenommen und Termine vereinbart.

Es gibt tatsächlich die Möglichkeit einer betreuten Jugend-WG vom Jugendamt. Ab Dezember wäre ein Platz frei und die würden sogar dafür Sorgen, dass er seine Ausbildung (woanders) weiter machen kann. Allerdings würde es dort Regeln geben, die er einzuhalten hat!
Und er könnte auch nach seinem 18 Geburtstag dort bleiben, obwohl er dann ja eigentlich schon volljährig ist.
Er kann sich so eine WG vorher einmal anschauen, denn schließlich muss auch er zustimmen.

Morgen treffe ich mich mit Vater und Sohn und werde mal schauen, was sie dazu sagen.

Aber ich werde mir auch bei der Jugend-Suchtberatung Hilfe holen, dort habe ich am Donnerstag für mich einen Termin.
Ich glaube einfach, dass auch ich Hilfe brauche *Unsicher*
 
21.11.2017, 15:44 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo tinibi,

auch für Sie ein herzliches Willkommen in unserem Elternforum und vielen Dank für Ihren Beitrag.

Nein, Sie sind nicht die Einzige, die Probleme mit dem Kind hat. Schön, dass Sie sich hier schon mal einen Überblick hier im Forum verschafft haben.

Sie schildern sehr anschaulich Ihre Geschichte und Familiensituation. Ich kann mir vorstellen, dass dies alles nicht einfach für Sie war. Inzwischen haben Sie Ihr Leben mit Ihrem Lebensgefährten eingerichtet. Ihr Sohn ist in letzter Zeit an einige Grenzen gestoßen und damit ist wohl auch sein Vater überfordert. Sein Vorschlag also, der Sohn soll wieder zu Ihnen ziehen.

Einmal abgesehen davon, dass dies rechtlich nicht so einfach ist, habe ich beim Lesen das Gefühl, dass Sie sich „eigentlich“ bereits entschlossen haben. Dabei führen Sie auch Gründe auf: die Wohnung ist viel zu klein für drei Personen, das Verhältnis vom Sohn zu Ihnen ist nicht gut, Sie fühlen sich von ihm nicht ernst genommen, dazu kommt noch, dass auch die Beziehung zu Ihrem Partner sehr schlecht ist. Das sind nachvollziehbare Argumente. Was hindert Sie also daran, dies dem Vater und auch dem Sohn so mitzuteilen? Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie den Sohn nicht wieder bei sich aufnehmen möchten, dann brauchen Sie auch nicht zu diskutieren, sondern teilen Ihren Entschluss so mit.

So wie Sie die Situation schildern, wäre doch ein erneutes Zusammenleben unter diesen Bedingungen bereits zum Scheitern verurteilt. Dies bedeutet nicht, dass Sie nicht weiter Kontakt zu Ihrem Sohn halten und weiter mit ihm im Gespräch bleiben. Das geht vielleicht mit einem räumlichen Abstand noch besser.

Wenn Ihr Sohn nicht mehr beim Vater bleiben kann, dann hat Louise auch noch eine Alternative aufgezeigt. Vielleicht gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten. Da Ihr Sohn seinen Wohnsitz beim Vater hat, sollte sich dieser in erster Linie z.B. beim Jugendamt kundig machen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu einer Lösung kommen, mit der alle Beteiligten leben können.

Noch einen guten Austausch und herzliche Grüße für heute
bke-Claire-Diallo
 
21.11.2017, 11:30 Uhr | Louise-19
Hallo, tinibi,
ich würde den Sohn nicht aufnehmen.
Stattdessen sehe ich 3 Möglichkeiten:
1-Falls Du sicher bist, daß Du nicht weich wirst,
könntest Du schauen, ob er bei Dir in der Nähe in ein betreutes Wohnen gehen kann,
und Dich dann regelmäßig besucht, oder Du ihn.
2-Du könntest ein betreutes Wohnen in der Nähe seines Vaters/an seinem jetzigen Wohnort vorschlagen,
und ggf helfen, das zu organisieren, und der Sohn könnte Dich an den Wochenenden besuchen, soweit möglich.
3- Du könntest es einfach ablehnen, und alles andere ihm und seinem Vater überlassen.
Mit folgenden Begründungen:
-Du wolltest das, löffel es selbst aus (zu Sohn UND Vater)
-In einem Jahr bist du 18, ich werde sicher nicht für ein Jahr umziehen.
-Die Beziehung zwischen Sohn und Lebensgefährten ist völllig zerrüttet,
ein Zusammenleben ist nicht zumutbar.
Oder auch ohne Begründung, dann bietest Du weniger Angriffsfläche,
und man versucht nicht, Dich noch umzustimmen.

Laß Dich nicht weichklopfen,
Gruß,
Louise
Zuletzt editiert am: 21.11.2017, 11:31 Uhr, von: Louise-19
 
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