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26.12.2017, 19:55 Uhr | AnnaLuise
Hallo, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.....

Kurz zu unserer Familiengeschichte. Mein geschiedener Mann und ich haben vier gemeinsame Kinder zwischen 12 und 19 Jahren. Wir sind seit 2011 getrennt, die große Tochter wollte bei der räumlichen Trennung beim Vater wohnen bleiben. Die Trennung ging von mir aus, das hat mein Exmann und auch unser Umfeld sehr übel genommen.
Dies hat sich auf die Große übertragen. Seither bekomme ich von ihr immer wieder Sticheleien und Seitenhiebe von ihr, andersherum ist sie aber dann wieder liebevoll, in vielen Situationen sucht sie meinen Rat. Dies hat mich in der Zeit auch immer aufgebaut, denn als sie 17 Jahre alt war und "die Pille danach" brauchte, hat sie mich sofort ins Vertrauen gezogen.
Mein Exmann und ich haben schon seit Jahren eine gute Kommunikation, sind zur Erziehungsberatung gegangen. Dort wurden wir gestärkt, man hat uns gesagt wie gut sie es finden, dass Geschiedene so gemeinsam für ihre Kinder da sind und dass unsere Tochter mit Geduld und Liebe diese Phase überwindet.
Meine Tochter war auch mit 17 Jahren bei einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Dies bekam ihr meiner Meinung sehr gut. Sie hatte eine schlechte Phase in der Schule, hat die 10. Klasse auf Antrag wiederholt. Nun hat sie sich schulisch wieder gefangen und macht im Sommer ihr Abitur.
Ich bin wieder verheiratet, mein Mann hat zwei Kinder, die bei uns leben. Meine große 19-jährige lebt beim Vater, mein 16-jähriger Sohn momentan auch und die beiden jüngeren Mädchen leben ebenfalls bei uns.
Auch mein Exmann lebt in neuer Beziehung, die Partnerin hat einen 13-jährigen Sohn.
Mir ist klar, dass die Situation für die Kinder nicht immer einfach ist, jedoch kommen bis auf die 19-jährige alle gut damit zurecht. Mein Sohn hat dann und wann Probleme mit dem Sohn der Partnerin seines Vaters sowie mit dem Sohn meines Mannes, der eine Bindungsstörung hat.

Meine 19-jährige Tochter hat nun in den vergangenen Jahren mehrfach Streit bei Familienfeiern angefangen. Sowohl mit der Mutter ihres Vaters, mit meiner Mutter oder mit mir. Sie will bei grundsätzlich bei Geburtstagen alles bestimmen, zum Beispiel wenn es um das auspacken der Geschenke geht (auch bei Geburtstagen ihrer Geschwister). Letztes Jahr Heiligabend wollte sie unbedingt wieder, dass wir um die Geschenke würfeln, sie keift dann alle an und sie will alles bestimmen. Wir nehmen das immer so hin, wenn jemand etwas sagt, gibt es Streit. Meine Mutter ist auch sehr anstrengend,sie reagiert dermaßen genervt, dass auch da der Ärger oft vorprogrammiert ist. Sie hat mich beim Kaffee trinken derart provoziert und beleidigt, dass ich ihr dann kontra gegeben habe, sie hat es regelrecht darauf angelegt, keiner weiß warum. Meine Kinder sind dann gegen Abend zum Vater, ich hab mir das so zu Herzen genommen, dass ich um 19.30 mit Migräne im Bett lag.

In diesem Jahr habe ich vor Weihnachten mit ihr geredet, wie wir das planen können, damit wir es in die Kirche schaffen und sie abends zum Vater können, ohne dass wir Zeitdruck haben. Dass ich gerne eine Feier ohne Streit möchte. Daher haben wir mittags ein kleines Brunch vorbereitet, den Gottesdienst um 14.30 Uhr besucht und anschließend Bescherung gemacht, damit sie gegen 17 Uhr zum Vater fahren können. Ich habe kurz vor Abfahrt ein Gespräch mit meinem Sohn alleine geführt, der etwas geknickt war. Er hatte sich Geld gewünscht für ein neues Handy, hatte auch eine Kleinigkeit zum Auspacken bekommen, war aber irgendwie enttäuscht... Wir haben darüber geredet, er hatte gehofft ein Handy zu bekommen und ich meinte ich kann schlecht ein Handy für ihn aussuchen und dass der Satz pro Kind auch nicht für ein vernünftiges Handy, wie er es sich wünscht, nicht reicht. Außerdem habe er sich ausdrücklich Geld gewünscht.
Meine Tochter kam unbemerkt dazu und meinte, wenn er so redet, nimmt sie ihn nicht mit zum Vater *Geschockt* .
Ich habe sie darauf hingewiesen, dass es eine Sache zwischen mir und ihrem Bruder wäre und sie nichts angeht. Sie hat ihn beschimpft. Er hat sich dann verbal gewehrt (meinte sie solle sich erschießen), daraufhin ist sie auf ihn los und hat ihn geschlagen. Ich bin echt fassungslos. Er ist viel größer als sie und ehrlich gesagt hat es mich gewundert, dass er sich nicht gewehrt hat. Hinterher habe ich ihm gesagt, dass ich es toll finde, dass er sie nicht auch geschlagen hat, dass es nicht noch schlimmer ist. Sie ist dann mit ihren Schwestern los, ich habe meinen Sohn zum Exmann gebracht und ihn darüber unterrichtet.
Er meinte, ich solle ruhig mal an Weihnachten in Urlaub fahren, das geht ja gar nicht. Aber ich kann nicht fünf andere Kinder enttäuschen, weil ein (erwachsenes) Kind es einfach nicht schafft keinen Streit anzufangen.

Den zweiten Weihnachtstag haben wir nun heute ohne sie verbracht, meine Schwester war hier und meine Mutter. Kein Ärger, nichts. Mein Mann und ich haben viel darüber geredet, für mich wäre die Konsequenz, dass sie Weihnachten nicht mehr kommt, oder allein, wenn alle anderen nicht da sind.
Ich weiß nicht mehr weiter und mir graut schon vor weiteren Familienfesten. Meine andere Tochter wird im April konfirmiert, bei der Konfirmation meines Sohnes hat sie sich betrunken und unmöglich benommen, wenigstens keinen Streit angefangen.
Meine Frage ist, wie wir in Zukunft alle zusammen feiern können, ohne sie auszuschließen. Dass sie hier den "Bestimmter" macht, lassen wir uns nicht mehr gefallen.
Glück findest du nicht, wenn du es suchst, sondern wenn du es zulässt, dass es dich findet!
 
27.12.2017, 19:06 Uhr | bke-Frida-Steffen
Hallo AnnaLuise,
Herzlich willkommen im Forum der bke online Beratung.
Mein Name ist Frida Steffen und ich schreibe gerne etwas zu ihrem thread.
Sie beschreiben ihre familiäre Situation als ganz schön vielfältig. Durch die Scheidung und die neuen Partnerschaften gibt es einige Kinder und jedes will natürlich sein Recht auf Beachtung einfordern.
Die Situation ihrer Tochter klingt ein bisschen danach dass sie vielleicht gedacht hat an manchen Punkten mehr Verantwortung übernehmen zu müssen als ihr vielleicht gut tut. Mal ist dies sicher ganz hilfreich für alle aber manchmal hört es eben auch wenn sie nur bestimmen will.
Es ist ein schwieriger Balanceakt zwischen der Anerkennung aber auch nicht mehr Verantwortung zu übertragen als gut ist.
Sie spüren nun den Druck auf die anstehende Konfirmation. Haben Sorge, dass sie sich wieder in den Vordergrund drängt und die Feier schwierig wird.
Da sie bereits 19 ist kann man mit ihr vielleicht besprechen ob sie einen Teil für die Feier übernimmt, den sie gestalten kann. Andere Bereiche übernehmen andere Familienmitglieder.
So hat sie die Aufmerksamkeit an einer Stelle, ohne dass ihr jemand reinredet, muss aber nicht immer aufpassen, dass sie zum Zuge kommt.

Sie könnten jeden fragen was er bereit ist zu tun und dann die Aufgaben übertragen. Klare Regeln, klare Absprache und sie sind der Chef.
Klare Regel ist dann auch die Konsequenz wenn jemand sieh nicht daran hält.

Vielleicht erlebt ihre Tochter das dann auch entlasten, weil sie ihren Platz hat.

Dass es zu Streitpunkten kommt kann man aber natürlich nicht immer im Vorfeld ausschließen. Wichtig ist, dass sie sich um das Konfirmationskind kümmern, denn es ist ihr/sein großer Tag und Eltern sollten für den entsprechenden Rahmen sorgen.

Sie sind die, die die Regeln bestimmt und es ist wichtig die Verunsicherungen nicht aufzugreifen.
Holen sie sich Unterstützung von anderen auf der Konfirmation die sie unterstützen können wenn es nicht so läuft wie geplant. Sie werden vom Konfirmationskind gebraucht.

Es ist natürlich schwer allen irgendwie gerecht zu werden und natürlich sind sie durch die bisherigen Erfahrungen verunsichert.
Sprechen sie mit ihrem Ehmann oder auch neuen Partner wer sie wie auf einer solchen Feier unterstützen kann, damit sie entlastet sind.

Gerade Familienfeiern bieten immer wieder den Rahmen für solche Schwierigkeiten und ganz sicher können noch en paar weitere Eltern hier berichten wie sie z.B. Weihnachten gehandelt haben.

Ich wünsche ihnen hier weitere kreative Ideen.

Freundliche Grüße
Bike Frida Steffen
 
27.12.2017, 11:17 Uhr | AnnaLuise
Danke für Eure Antworten!
Mit „Satz“ meine ich die festgelegte Summe für ein Geschenk zu Weihnachten oder zum Geburtstag.
Wir haben es alles vorher so besprochen. Mein Sohn war am 2. Weihnachtstag schon wieder total happy, weil er von Tanten und Omas noch mehr Geld bekommen hat, nun kann er sich ein richtig gutes Smartphone kaufen. Ich habe mit ihm an Heiligabend ein sachliches Gespräch geführt aber auch gespürt, dass er momentan unzufrieden ist. Ich habe es ihm vernünftig erklärt. Geschwisterkonflikt gibt es zwischen den beiden, das haben wir oft genug thematisiert. Mein Exmann und ich oder gemeinsam.
Dass bei meiner Großen etwas anderes dahinter steckt, habe ich mir auch schon gedacht und auch darauf angesprochen. Sie will nach diesen Feiern, wo es Streit gab, nicht mehr darüber reden.
Sie nimmt mit die Trennung noch immer übel, denke ich.
Sie war am Heiligabend mit dem Auto ihres Vaters da,
es war so besprochen, dass sie mit ihren Geschwistern anschließend zum Vater fährt.
Wir haben uns vorgenommen, dass wir sie bei einem Streit verabschieden, der Streit fing an, als sie sowieso los wollten.

Das würfeln an sich finden wir auch ganz gut, nur nervt es alle, weil sie ständig alles bestimmen will. Für das nächste mal überlegen wir ein anderes Spiel dafür und wir bestimmen die Regeln selbst.
Glück findest du nicht, wenn du es suchst, sondern wenn du es zulässt, dass es dich findet!
 
27.12.2017, 08:55 Uhr | marinadiezweite
Hallo AnnaLuise, eure Situation ist definitiv nicht einfach. Aber ich meine, dass vor allem dein Mann und du was dazu tun solltet, dass es ab sofort besser läuft. Weihnachten ist sowieso ein emotionales Fest. Da kommen viele Verletzungen und Emotionen deutlich hoch. Überlegt mal, ob bei euer Tochter was ganz anderes dahinter steckt. Es hat gar nicht alles immer mit Geld oder gerechten Geschenken zu tun.
Diskussionen mit deinem Sohn solltest du natürlich so führen, dass diese vorab geklärt werden. Man plant sonst so schön und die Kinder machen einem einen Strich durch die Rechnung. Nur wegen einer blöden Jappelei wegen Geld Handy und Geld. Auch er kann das schon lernen und beherrschen, dass man nicht am Heiligabend zankt, weil er meint, das Geschenk war nicht richtig.

Wenn mal die Gelegenheit ist, überlegt mal alle zusammen, was eine gute Geschenkidee wäre. Da kann auch durchaus die Große dabei sein. Ich finde, man kann und muss Kindern nicht alles genau erklären, wenn man einfach nicht genug Geld hat. Was immer du mit Satz meinst, vielleicht den Unterhaltssatz. Wir haben zum Beispiel mal abgemacht, dass die Kinder etwa einen Wert von vierzig Euro erhalten. Egal, wie alt das Kind ist. Kein 'älter oder fasterwachsenbonus'. Aus Handysachen halte ich mich komplett heraus.
Diese Situation zwischen deinem Sohn und der Tochter offenbart auch Geschwisterkonflikte. Diese sollte man einfach zeitlich verlagern und dann aber auch thematisieren. Dann darf jeder mal einen Vorschlag machen. Du musst ja nicht die Vorschläge alle annehmen. Um Geschenke würfeln, übrigens, ja ist ja nicht verkehrt. Aber wenn das nicht alle wollen, dann wird das eben nicht gemacht.
Ich kenne Eltern, die waren nachher so wütend, dass sie gesagt haben, okay, dann kriegt niemand was, dafür gehen wir nach Weihnachten essen und gut ist.
Dass deine Mutter Weihachten rumzickt, dass deine älteste Tochter rumzickt und ihr dazu nichts sagt, um des lieben FRiedens willen, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aber man sollte beiden keine Plattform für ihr Gezanke geben. Am besten ist es, nicht inhaltlich zu argumentieren. Den meist weiß man gar nicht genau, was dahinter steckt hinter dieser Mauelei. Hauptperson sein und so weiter. Ich finde es gut, einfach diese Streitereien zu begrenzen. Zu verschieben. Keine Harmonie um jeden Preis. Ich glaube, es ist gut, als Eltern soviel wie möglich selbst auszusuchen, Essen, und so. Aber auch Freiheiten lassen. Wer nicht mitwill, der braucht nicht in die Kirche. Oder so in der Art.
Zuletzt editiert am: 27.12.2017, 08:56 Uhr, von: marinadiezweite
 
26.12.2017, 20:24 Uhr | Louise-19
Hallo, AnnaLuise,
das könnt ihr nicht. Die Tochter ist mit 19 Jahren erwachsen und volljährig, und ihr könnt sie nicht dahin manipulieren, nicht zu streiten, wenn sie das will.
Was ihr tun könnt, sie alleine kommen und gehen lassen.
Also, wenn sie zb mit dem Fahrrad oder dem Zug oder zu Fuß alleine zu der Feier kommt, und dann so lange bleibt, bis sie Streit anfängt, und ihr sie dann einfach zur Tür bringt und verabschiedet.
Oder jemand von Euch hält sich bereit, sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt nach Hause zu fahren.

Vielleicht ist es auch von ihrer Seite garnicht böse gemeint, sondern der Trubel wird ihr einfach irgendwann zu viel.
Viele Grüße,
Louise
 
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