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10.12.2018, 12:31 Uhr | Snape
Hallo zusammen, ich habe hier in diesem Forum schon öfter über meine 2. Tochter geschrieben und viele wertvolle Gedanken bekommen.
Eine zeit lang ging es auch besser, ab jetzt ist es wieder viel schlimmer geworden.
Meine Tochter hatte einen guten Ausbildungsplatz bei einer Behörde gefunden. (es war die einzige Zusage).
Nun wurde ihr von Seiten des AG die Ausbildung gekündigt. Sie hat wiederholt gefehlt und auch keine Krankmeldungen abgegeben.
Unsere Tochter hatte schon 2 Abmahnungen und einige Personalgespräche. Alles ohne Erfolg.
Die Situation ist für uns als Eltern schwierig. Kontaktversuche meinerseits lehnt sie ab. Sie kommt nur auf mich zu wenn sie zb ein Problem
hat (Wäsche usw.). Der einzige der ab und an eine Antwort über Whats App bekommt ist mein Mann.
Oft warten wir tagelang auf ein Lebenszeichen von ihr.
Da sie in einer großen Stadt lebt, bekommt sie ihr Kindergeld und auch extra Verpflegungsgeld.
Wir wissen nicht wie es weitergehen soll. Da wir noch mehr Kinder haben können wir nicht einfach unendlich beisteuern.
Mit einem guten Arbeitszeugnis kann sie nicht rechnen. Wer nimmt sie?
Ich habe auch Kontakt zu einer beratungsstelle für psy. Kranke aufgenommen. Die würden ihr gerne helfen, aber sie kommt nicht.
Vor kurzen habe ich sie besucht, da hat sie mich 1 Stunde lang fertiggemacht was für eine Mutter ich doch bin und was für Fehler ich gemacht
habe und zu was ich sie alles gezwungen haben.
Ein paar Tage später war sie wie ausgewechselt. Sie sieht die Schuld nur bei den anderen nie bei sich. Alle haben sich gegen sie verschworen.
Mein Mann und ich, wir sind wirklich sehr verzweifelt.
27.02.2020, 17:39 Uhr | Ruba
Ab 18 ist Kindergeld davon abhängig, ob ein Kind in Ausbildung ist. Besucht es keine Schule mehr, macht keine Ausbildung oder studiert, steht euch als Eltern kein Kindergeld mehr zu. Ihr seid auskunftspflichtig und macht euch strafbar wenn ihr weiter Kindergeld kassiert ohne anspruchsberechtigt zu sein. Normalerweise fordert die Kindergeldkasse doch regelmäßig Auskünfte über den Stand der Ausbildung an ? Ich muss halbjährlich die Semesterbescheide einreichen.
Zu Unrecht erhaltenes Geld müsst ihr zurückzahlen.
Macht eurer Tochter das klar.
25.02.2020, 19:57 Uhr | bke-Gregor-Grüntal
Hallo Snape,

ih kann Ihre Sorge wegen der nicht unerheblichen Geldforderungen gut verstehen, aber eigentlich sollte sich hier doch schnell etwas umkehren und Ihre Tochter sollte sich Sorgen machen, denn es sind Forderungen an sie!
Kein Antrag auf Hartz IV und kein Arbeitslosengeld - offenbar verlässt sie sich ganz auf die elterliche Kasse.

Ich glaube es wäre wichtig, den Druck zu erhöhen, auf dass SIElangsam ein Problem spürt und gesagt bekommt wie lange ihre Eltern das noch mitmachen und mit finanzieren.

Freundliche Grüße

bke-Gregor-Grüntal *bye*
25.02.2020, 14:03 Uhr | Snape
Vielen Dank für die Rückmeldungen und wertvollen Beiträge. Das mit dem Kindergeld war uns so nicht ganz bewusst. Es könnte sein das wir es zurückzahlen müssen. Seit November bekommt sie kein Arbeitslosengeld mehr. Jetzt wäre hart 4 zu beantragen. Das macht sie nicht. Gestern haben wir erfahren dass sie Krankenkassenbeiträge nachzahlen muss. Da sie die Post nicht beantwortet hat wurde der Beitrag auf ca 843 Euro angesetzt. Wir werden wohl versuchen mit der Krankenkasse zu verhandeln. Fragen Wie es weitergehen sol, werden nicht beantwortet. Im moment bin ich wegen der Geldforderung in sorge
20.02.2020, 11:06 Uhr | marinadiezweite
Hallo Snape, wann und ab wann ist denn die Ausbildung gekündigt für deine Tochter? Kindergeld erhalten die Eltern, solange ein Kind, Jugendlicher in der Ausbildung ist. Ein neuer Stand, dass deine Tochter ihn dir nicht mitgeteilt hat, führt nicht automatisch dazu, dass ihr Ärger bekommt. Oder das Kindergeld zurückzahlen müsst.
Kindergeld beantragen ja die Eltern und sie sind dafür verantwortlich, dass das alles seine Richtigkeit hat. Aber die Verantwortung für die Arbeits- und Ausbildungsnachweise hat deine Tochter. Ich glaube, wenn sie dich beschimpft, scheint sie ablenken zu wollen. Egal, ob du wirklich bei ihr was falsch gemacht hast. Darauf kann sie sich jetzt nicht ausruhen. Sie hat Pflichten, unter anderen die, sich eine Bestätigung von der Ausbildungsstelle zu holen.
Wenn man diese hat, geht man normalerweise ja zum Arbeitsamt. Falls deine Tochter das in irgendeiner Form gemacht hat, stellen diese eine Bescheinigung aus, dass deine Tochter ausbildungsplatzsuchend ist. Falls du sowas von ihr nicht erhalten hast, frag da nochmal nach. Da muss sie aber definitiv auch tätig werden.
Auch über 18 erlischt der Kindergeldanspruch nicht automatisch, es gibt da eine Menge Formulae. Leider. Aber sich da durchklamüsern kann sich nur deine Tochter und ihr Arbeitsamt. Am besten ist, du fragst sie erstmal, ob sie irgendeine Bescheinigung hat. Eh man die Kindergeldkasse aufweckt. Denn in der Tat, wenn deine Tochter gar nichts gemacht hat, dann kann es sein, dass du alles ab dem Ende der Ausbildung zurückzahlen musst.
Sie kann auch wieder familienversichert werden oder falls sie in der Tat Hartz-4 erhält, geht es darüber. Das sind aber Dinge, für die sie selbst mal fleissig tätig sein muss. Werdet da bald aktiv, sonst schickst du ihr immer das Kindergeld und musst es nachher an die Kasse zurückzahlen.
Über weitere Regelungen würde ich mich an eurer Stelle informieren. Wenn ein Jugendlicher seine Ausbildung abbricht, aber schon länger nicht mehr zu Hause wohnt, dann kann es sein, dass ihr Überhaupt nichts zahlen braucht an Unterhalt und so. Dabei geht es gar nicht darum, ob ein Ehepaar noch mehr Kinder hat und sich solchen finanziellen Eskapaden gar nicht leisten könnte. Ich glaube, solche Probleme interessieren deine Tochter auch herzlich wenig. Es geht darum, was ihr rechtlich müsst.
Ich denke mal, es ist besser, sich da schlau zu machen und sich genau an die Vorgaben zu halten. Vorwerfen kann deine Tochter euch viel und das ist auch nicht schön, dass sie das tut. Aber man sollte da nicht so ein schlechtes Gewissen haben, dass man sie weiterhin bis zum Sanktnimmerleinstag auf finanzielle Abhängigkeit stellt. Schließlich haben junge Leute auch Pflichten!
Weitere Massnahmen im Sinne von einer Therapie oder so, da würde ich mich aber nicht für stark machen. Das muss sie allein entscheiden und hinkriegen. Sonst fühlt sie sich schon wieder gezwungen und sie will ja eigentlich selbstständig bleiben.
19.02.2020, 21:14 Uhr | bke-Zita-Finke
Ihnen ein herzliches Hallo, Snape,
und vielen Dank für Ihre Rückmeldung darüber, wie es bei Ihnen so weiter ging ….
Zu erleben, dass die eigene Tochter manches nicht angeht (etwa: sich um einen neuen Ausbildungsplatz zu bemühen), anderes schleifen lässt (Stichwort: Krankenversicherung) …. Das ist vermutlich eine große Prüfung und Herausforderung für viele (alle ? die meisten ?) Eltern ! Abzuwägen, wann und wo biete ich Unterstützung an, wann und wo halte ich mich zurück, das ist alles andere als einfach. Und doch - Ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Ich stell mir vor, da Ihre Tochter in einer anderen Stadt lebt, bekommen Sie vieles auch gar nicht mit.
Sie schreiben ich habe gelernt loszulassen. Jeden Tag aufs neue.
Das ist bestimmt immer und immer wieder herausfordernd ! Aber es ist ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt. Für beide - für Sie als Mutter, aber auch für Ihre Tochter. Sie ist erwachsen, sie ist volljährig, sie ist nicht mehr das kleine Mädchen, das Sie beschützen müssen, um die Sie sich kümmern müssen. Der Weg ins Erwachsenenleben, er ist nicht immer geradlinig. Manchmal gibt es Umwege, Schlangenlinien …. Verantwortung für das eigene Leben, Verantwortung für private, freundschaftliche, finanzielle, berufliche Dinge zu übernehmen - das ist nicht immer einfach. Aber dennoch nötig !
Ich denke, Ihre Tochter weiß - meine Eltern haben mich lieb, sie sind in für mich da. Ihre Tochter möchte aber auch eigene Wege gehen, das schließt auch Umwege mit ein.
Und Sie als Mama - da hab ich mich für Sie gefreut, wie ich las, dass Sie versuchen, in Zeiten, in denen Sie gar nichts von Ihrer Tochter hören, nichts mitkriegen: dann versuche ich einfach zu „leben". Wunderbar ! Ja ! Das hört sich überhaupt nicht „blöde“ an - sondern danach, dass Sie sich unabhängig machen (möchten). Auch als Mama darf & soll ich das ! Unbedingt ! *wink*

Viele herzliche Grüße
bke-Zita-Finke
18.02.2020, 20:54 Uhr | Ruba
Hallo Snape,
warum bekommt ihr noch Kindergeld für eure Tochter? Dafür ist doch Voraussetzung, dass sie studiert oder in der Ausbildung ist. Sie ist doch über 18,
Wie soll es denn mit ihr weitergehen?
Sei mir nicht böse, aber ich kann Deine Einstellung nicht nachvollziehen.
Natürlich läuft es mit Kindern nicht immer wunschgemäß, aber soooo erwachsen scheint sie ja nicht zu sein. Sie liegt seit einem Jahr auf der faulen Hsut, bekommt von euch das Kindergeld. Wer zahlt ihre Miete etc.?
Wenn Du Pech hast, müsst ihr das Kindergeld übrigens zurückzahlen.
18.02.2020, 09:03 Uhr | Snape
Hallo Frau Winters,

nach einer langen Zeit möchte ich gerne Rückmeldung geben wie es bei uns so weiterging.
Die Situation selbst hat sich nicht verändert. Meine Tochter meldet sich nur sporadisch. Um einen Ausbildungsplatz hat sie sich auch nicht gekümmert.
Ich denke das wird auch nichts mehr. Wenn meine Tochter bei mir ist, dann sucht sie meine Nähe umarmt mich auch. Das ist sehr schön.
Jetzt ist sie auch ab und zu in einem Club an der Garderobe. Hartz 4 hat sie nicht beantragt, da sie sonst arbeiten müsste.
Sie bekommt Wohngeld. Eigentlich schade, da wir gehofft hatten mit Hartz 4 wäre sie gezwungen etwas zu unternehmen.
Unsere Tochter bekommt nach wie vor ihr Kindergeld, sonst nix. Jetzt ist sie auch nicht mehr Krankenversichert. Sie kümmert sich auch um nichts.
Für mich ist das sehr schwer zu tragen. Aber ich habe gelernt loszulassen. Jeden Tag aufs neue. Ich liebe sie sehr und sie so zu sehen schmerzt ungemein.
Oft träume ich von ihr und dann sehe sich sie als mein kleines Mädchen das ich beschützen muss und um das ich mich kümmern muss.
Aber sie ist kein kleines Mädchen mehr sondern eine erwachsene Frau.
Wenn ich andere Eltern treffe, deren Kinder auch mit meiner Tochter in der Schule waren und dann höre das sie arbeiten oder studieren, dann falle ich oft in ein
tiefes Loch. Wo habe ich versagt? Warum kann das bei mir nicht so sein?
Aber das ist halt mein Problem. Ich freue mich wenn sie sich mal meldet, aber wenn diese Zeiten komme das ich gar nichts höre oder nicht weis was ist, dann versuche ich
einfach zu "leben". Das hört sich jetzt blöde an. Ich meine damit weiterzumachen und nicht immer in Depressionen, Trauer oder Schuldgefühle zu verfallen.
Liebe Grüße
10.12.2018, 15:36 Uhr | bke-Lana-Winthers
Hallo einmal in die Runde,

danke erstmal an dieser Stelle liebe Snape für ihr Vertrauen und es tut gut zu lesen, dass Sie über das Forum und dem Austausch hier, profitieren konnten!

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, lebt Ihre Tochter nicht mehr bei Ihnen im gemeinsamen Haushalt, sondern ihre eigene Wohnung und sogar in einer anderen Stadt? Lebt sie in der Wohnung alleine oder ist es eine Art WG?
Als Eltern kann ich Sie sehr gut verstehen, denn die Verzweiflung und die Sorge um Ihre eigene Tochter ist wieder da. Sie wissen nicht was ihr die Zukunft bringt und jetzt erst recht, wo sie ihr Ausbildungsplatz "verspielt" hat.

Für mich hört es sich so an, als ob ihr der Ernst ihrer Lage noch nicht ganz bewusst ist und, dass sie eventuell Fehler gemacht hat, kann sie sich NOCH nicht eingestehen. Sie als Mutter, erlebe ich als sehr bemüht, egal, was auch der Richtung für spitze Pfeile kommen. Sie machen sich nach wie vor Kopf, wie die Situation zu retten ist und bitten ihr Hilfen an. Aber leider vergeblich. Ihre Tochter weiß es nicht zu schätzen und erkennt ihr Problem nicht. So gesehen, sie hat gar kein Problem. Es sind ja die Anderen, die immer schuld sind. Ihre Lage scheint ihr noch gemütlich zu sein, sonst würde sie sich selbst in die Bewegung setzten, um etwas zu verändern. Ich vermute mal, dass so wie sie jetzt lebt, sie mehr oder weniger zufrieden stimmt. Sie hat Geld (von Ihnen, auch wenn es nicht viel ist), vermutlich wird ihre Wohnung bezahlt, sie weiß ganz genau, dass die Eltern bei Problemen (Wäsche) jederzeit helfen werden, usw.
Nach meinem Eindruck hat sich ihre Tochter gut eingerichtet, ohne etwas Großartiges dafür tun zu müssen. Sie nimmt sich sogar die Zeit Ihnen Vorwürfe zu machen.

Ich weiß, dass mein Schreiben grade keine Lösung beinhaltet und Sie dürfen mich gerne korrigieren, wenn ich zu "scharf" war, aber vielleicht ist es an der Zeit mit Ihrem Mann gemeinsam nochmal zu reflektieren, wie Ihr euch als Eltern bisher verhalten habt und, was Ihr auf keinem Fall mehr wollt (auch vom Verhalten mehr) und vor allem, wie Ihr es machen wollt. Vielleicht paar Gedanken anstellen, was Ihr noch bereit seid zu tragen und, was gar nicht mehr geht.

Ermutigende Grüße zu neuen Perspektiven wünscht Ihnen
bke-Lana-Winthers

Treffer: 9

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