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19.06.2019, 11:07 Uhr | Thomas79
Guten Morgen!

Ich habe einen 14-Jährigen, der akut ganz tief in der Pubertät steckt. Wir geraten immer wieder aneinander, er sucht die Auseinandersetzung mit mir, provoziert sie sehr oft.
Ich komme nur noch schlecht an ihn heran. Er will mit mir nichts mehr unternehmen, nur seine Freunde sind noch wichtig, nicht mehr mit mir reden wenn er sich davon nichts für sich erhofft. Oft bringt er mich an den Rand meiner Beherrschung.

Wie kann man(n) die Vater/Sohn-Beziehung in der Pubertät als Elternteil so gestalten, dass es harmonischer abläuft? Wenn sich das Kind dagegen sperrt und guten Kontakt verweigert und ablehnt?

Ich freue mich über hilfreiche Ratschläge.

Beste Grüße
Thomas79
15.08.2019, 16:23 Uhr | Katzenmosaik
Hallo Thomas,

den Vorschlag mit dem Zuammensitzen klingt gut, aber sollte dein Sohn es nicht wollen, dann lass es. Du weisst ja, so wenig Druck wie möglich. Wir müssen in dieser Zeit jetzt einfach gelassen sein so gut es eben geht. Ich drücke dir die Daumen, dass dein Sohn dem Gespräch einwilligt!
L G
15.08.2019, 15:26 Uhr | Thomas79
Guten Tag liebe Marina und liebe Katzenmosaik!

Ich danke euch sehr für eure mitfühlenden Beiträge. 

Es stimmt, die Kommunikation zwischen meiner Ex und mir beschränkt sich häufig auf solche konkreten Anlässe. Ich habe sie am Telefon auch nach den anderen Kindern gefragt, aber sie war sogar bei konkreten, wiederholten Nachfragen sehr kurz angebunden und kam sofort wieder auf den Messengerstreit mit Sohn zurück. Ich möchte und kann den Kontakt zu ihr aber auch nicht einschlafen lassen und wollte sie nicht abwürgen, obwohl ich eigentlich auch denke, sie könne das mit ihm alleine klären. Aber wenn sie mich schon einmal anruft, möchte ich nicht derjenige sein, der die Kommunikation abblockt. 

Sohn ist wenig daheim zur Zeit und versucht mir aus dem Weg zu gehen. Ich möchte heute Abend versuchen, das Gespräch in ruhiger Atmosphäre mit ihm zu suchen, so wie es Herr Bäcker vorschlug, und habe ihn via Messenger darum gebeten, später zu einer bestimmten Uhrzeit zuhause und dazu bereit zu sein. Bisher warte ich noch auf seine Antwort. 

Mal sehen, ob es so funktioniert. Ich freue mich über eure hilfreichen Anregungen dazu und gedrückte Daumen!

Es grüßt euch herzlich
Thomas
14.08.2019, 20:46 Uhr | Katzenmosaik
Hallo Thomas,

danke nochmal für deine Rückmeldung an mich.

Ich hoffe für dich, dass du die schwierige Zeit mit deinem Sohn überstehst und dazu wünsch ich dir ganz viel Kraft. Ich denke, dass die Mutter, die dir die andren beiden Kinder vorenthält, wohl auch nicht kooperativ ist, wie mein Exmann und da denke ich, dass du und ich leider mit den Einstellungen unserer Expartner nicht weiterkommen.

Aber wir können an uns glauben und versuchen, das bestmögliche zu tun, um unsere Kinder später im Leben einiges mitgeben zu können.

Fühl dich umarmt von mir, einfach weil es gut tut. L G Katzenmosaik
L G
14.08.2019, 07:32 Uhr | marinadiezweite
Hallo Thomas79, ich finde es fast ein bisschen witzig, dass die Mutter deines Sohnes kaum oder keinen Kontakt pflegt. Dann aber wegen einer Nachricht, die über sie von deinem Sohn geschrieben worden ist, sich bei dir meldet. Entweder meint sie, du musst ihn besser erziehen. Oder sie sieht keine andere Möglichkeit, an ihn direkt heranzukommen.
Solche Konflikte halte ich zwar für relativ normal bei getrennten Eltern. Sie sollten aber elegant geklärt werden. Und zwar kann man ruhig sagen, deine Mutter hat mich angerufen. Es ist das und das vorgefallen. Und ich persönlich finde das nicht gut, dass du deine Mutter beschimpfst. So sinngemäss könnte das ausgehen. Dann würde ich darauf hinweisen, dass mich das wohl was angeht. Denn ich persönlich möchte nicht, dass meine Kinder sich in Medien oder in anderen Bereichen negativ über ihre liebe Mama, ihren lieben Papa äußern.
Das ist aber auch die Chance auf Antwort zu warten. Denn du musst nicht unbedingt reagieren, wenn deine Ex was vorträgt. Das kann sie selbst mit ihrem Sohn klären.
Da wäre ich auch froh, wenn ich nicht immer in solche Dinge mit einbezogen werde.
Ich finde das aber auch einen guten Punkt um mal zu sagen, du, das geht mich doch was an. Denn damit erinnere ich die Kinder, Jugendlichen daran, dass ich eine Erziehungsaufgabe habe, die bei 14-jährigen nicht abgeschlossen ist. Die vielleicht bei 18-jährigen endet, wenn es gut läuft. Damit hat man als Elternteil es wenigstens versucht, ihnen einige wichtige Regeln des Zusammenseins beizubringen.
Na, diese Äußerung, lieber schlaf ich unter einer Brücke. Ich denke, junge Leute lassen sich nicht immer gern was sagen. Manche mehr manche weniger. Da geht es manchmal gar nicht darum, ob das zu streng gewesen ist. Regeln müssen auch eingehalten werden, wenn der Papa sie zu bestimmend ausgesprochen hat. Aber je nachdem, wie ein Jugendlicher gestrickt ist, versucht er, mit Drohungen und einen auf total sauer sein diese infrage zu stellen. Das ist eben das Los der Eltern, dass ihre Kinder schon mal richtig sauer auf sie sind.
Ich glaub, da muss man durch. Ich glaub nicht, dass unter der Brücke schlafen schön ist, es kann ganz schön kalt werden. Aber da schadet er sich nur selbst.
11.08.2019, 18:09 Uhr | Thomas79
Guten Abend!

Besten Dank erneut für die hilfreichen Antworten. 

Wir sind leider heute wieder in der Eskalationsspirale gefangen gewesen. Das ging soweit, dass Sohnemann sich 'verabschiedet' hat und gemäß seiner Ankündigung irgendwo anders übernachten will, wenn es sein muss unter der Brücke. 

Lieber Herr Bäcker, danke für den Rat und die Formulierungsvorschläge. Auch wenn es nicht um konkrete Wortwahl gehen mag, so verdeutlicht es doch gut, was Sie meinen. Der Spagat zwischen klaren Worten und Beteiligung an dem eskalierenden Konflikt scheint mir noch nicht zu gelingen. Mir scheint auch, dass meine eigene Unsicherheit darüber, was ich zulassen und wo ich mich einmischen soll, von ihm sehr stark wahrgenommen und ausgenutzt wird und zur Verschärfung des Konflikts beiträgt. 

Ich wünsche mir sehr ein besseres Verhältnis zur Mutter. Allein dem Kontakt zu meinen anderen beiden Kindern zuliebe. Ich bin aber überfragt wenn es darum geht, wie wir das hinbekommen sollen. Ich boykottiere nichts, das macht sie und zu einem vernünftigen Gespräch und gemeinsamen Elternhandeln ist sie nicht bereit. Es endet immer im Streit mit vielen Vorwürfen. Wie bekommt man das besser hin?

Liebe Louise, dann gab es eventuell wirklich ein Missverständnis. Ich fürchte dennoch, dass er diese Konfrontation im Moment als Drohung missverstehen würde. Einfach weil er es so verstehen möchte, weil es ihm nützt.

Beste Grüße 
Thomas
Zuletzt editiert am: 11.08.2019, 18:10 Uhr, von: Thomas79
11.08.2019, 17:00 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomas,

das ist im Moment wirklich nicht leicht. Sie und die Mutter können sich nicht wirklich absprechen (hätten Sie das eigentlich gerne anders?) und Ihr Sohn macht - scheinbar - was er will. Er möchte, dass Sie sich raushalten. Ich glaube, das Schlimmste was Sie machen könnten wäre tatsächlich, ihn komplett zu ignorieren.

Natürlich bringen unangemessene Konsequenzen nichts, bei unangemessenem Verhalten. Und Androhungen helfen auch nicht. Tatsächlich aber klare Worte, ohne zu schimpfen.

Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber meiner Meinung nach braucht Ihr Sohn "Beziehung" und elterliche Präsenz. Idealerweise stelle ich mir vor, dass Sie sich treffen, ihn in den Arm nehmen und ihm sagen: Du bist mein lieber Sohn. Ich kann Dich nicht komplett alleine lassen. Das wäre nicht richtig. Aber wir können versuchen zu klären, wo ich mich noch einmische und wo nicht. Und da wird es noch ab und an schief laufen. Deshalb lohnt es sich dennoch, diesen Weg zu gehen.

Es ght mir hier nicht um die Wortwahl, sondern um die Haltung: Seien Sie da für ihn. Stehen Sie für Reibung und Auseinandersetzung zur Verfügung. Für Haltung und Moral. Aber nicht für destruktiven Streit. Und es gibt Zeitpunkte, wo reden nicht geht. Dann braucht es so etwas wie: Lass und heute Abend, 19:30 weiter machen. Bis dahin gehen wir uns aus dem Weg.

Viele Grüße schickt Ihnen

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 11.08.2019, 17:02 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
11.08.2019, 16:04 Uhr | Louise-19
Hallo Thomas,
es gibt einen Unterschied zwischen "Drohen" und "Aufklären".
Ich meine auch nicht, daß seine Mutter ihn anzeigen soll, sondern daß sie es darf und jedes Recht dazu hat.
Denk mal drüber nach:
"Wenn Du ungeschützen Geschlechtsverkehr ausübst, kann und wird das zu einer Schwangerschaft führen." Drohung?
"Wenn Du nicht lernst, kann und wird das dazu führen, daß Du sitzenbleibst."
"Wenn Du betrunken fährst, kannst Du froh sein, wenn Du nur im Krankenhaus landest."

Er will, daß Du Dich aus seinem Leben raushälst ; mach ihm klar, was die Konsequenzen sind.
Und zwar so klar und einfach, daß er es auch wirklich versteht.

Er ist ein Jugendlicher, wenn er sich nicht an die Gesetze hält, landet er im Knast.
Liebe Grüße,
Louise
11.08.2019, 13:18 Uhr | Thomas79
Guten Tag liebe Katzenmosaik!

Besten Dank für deine Rückmeldung. Es stimmt, es ist ein sehr schwieriges Alter unserer Söhne und es hat erst angefangen! Das Verhalten deines Ex-Mannes, das du in deinem und meinem Thema beschreibst macht mich sehr betroffen. Ich bewundere deine Kraft, dich trotzdem immer wieder derart um deinen Sohn und einen guten Kontakt zu bemühen! Das möchte ich dir wenigstens mitteilen, denn leider fällt mir auch nichts Kluges ein, wie du die Situation lösen kannst, so wie sich dein Ex verhält. Außer dran zu bleiben und nicht aufzugeben, aber das tust du nicht und dafür ziehe ich meinen Hut vor dir!

Liebe Louise!

Eine Anzeige steht zum Glück nicht im Raum oder zur Debatte. Wäre das nicht etwas überzogen, damit zu drohen? Es ist seine Mutter und er ihr Sohn!

Liebe Eltern und ModeratorInnen!

Ich habe es probiert, mit ihm darüber zu sprechen, komme aber nicht weiter. Er ist sauer auf mich, weil ich mich einmische. Das bezieht er nicht nur auf den Krach mit seiner Mutter. Er will, dass ich ihn sein Ding machen lassen und mich aus seinem Leben heraus halte. Seine Aggression richtet sich auch wieder gegen mich. Ich kann das sehr schlecht aushalten und tolerieren, möchte mir nicht alles bieten lassen von ihm. Er brüllt mich an und akzeptiert meine Konsequenz nicht. Ich kann das nicht immer so hinnehmen und mit der Pubertät entschuldigen. Welche Konsequenzen sind aber angemessen, wenn es um sehr unangemessenes Verhalten im Konfliktfall geht? Mir fallen nur Reaktionsweisen ein, die ebenfalls unangemessen sind oder in keinem logischen Zusammenhang stehen. Time-Out akzeptiert er nicht, er macht einfach weiter. Seine hervorstechendste Eigenschaft aktuell ist, nicht locker lassen zu können, sogar wenn ich anfange ihn demonstrativ zu ignorieren.

Großen Dank für eure hilfreichen Rückmeldungen, Meinungen und Anteilnahme! Ich wünsche euch und Ihnen allen einen angenehmen und entspannten Sonntag.

Beste Grüße
Thomas
10.08.2019, 11:43 Uhr | Louise-19
Hallo Thomas,
ich würde ihn darüber aufklären, daß er mit 14 Jahren ein Jugendlicher und kein Kind mehr ist, und damit strafmündig.
Ich würde ihm vielleicht die entsprechenden Paragraphen über Drohung und Beleidigung raussuchen, vorlesen und erklären,
daß die selbstverständlich für alle Menschen gelten, auch für seine Mutter, und wenn sie ihn anzeigen will, sie jedes Recht dazu hat.
Viele Grüße,
Louise
09.08.2019, 15:24 Uhr | Katzenmosaik
Hey Thomas,

ich glaube, dass das ein Machtspiel ist zwischen deinem Sohn und der Mama. Wenn sie die zwei anderen Kinder dir vorenthält, ist das aber auch dran Mitschuld, dass dein Sohn die Mama negativ sieht.

Ich denke, da wirst du gar nicht viel machen können, ausser neutral zu beiden Parts bleiben, so gut es eben geht. Vielleicht werden unsere Söhne mal irgendwann von alleine damit anfangen zu reden, was sie bewegt. Ich denke, in der Pupertät ist das eben momentan eine schwierige Zeit mit vielen Tiefen, denn unsere Kinder sind leider Scheidungskinder.

Unsere Söhne sind beide 14 Jahre alt und somit suchen sie sich ihren eigenen Weg. Es tut weh, wie sie sich manchmal verhalten, aber letztendlich können wir nur versuchen, das Beste daraus zu machen.

Vielleicht kannst du ja deinem Sohn sagen, dass das was du von der Mutter erfahren hast, nicht wirklich in Ordnung war. Aber letztendlich hat dein Sohn wohl die Spannung zur Mutter herauslassen müssen. Weisst du wie ich meine? Es ist passiert und man kann es nicht mehr rückgängig machen, aber man kann versuchen, zu verstehen, was in einem kleinen Mann vor sich geht. Trennungskinder haben es leider sehr schwer. Und mir selber tut mein Sohn sehr Leid, aber ich konnte nicht mehr bei dem Vater weiterleben, ich wäre sonst noch mehr kaputt gegangen wegen seinem Benehmen und seinen Lügen und den Drang zu haben, mit Männern was zu haben.

Aber unsere Kinder sind da und wir müssen sie entwickeln lassen. Wir sind trotz allem, was auch passieren mag, immer für sie da.
L G
09.08.2019, 13:57 Uhr | Thomas79
Guten Tag Katzenmosaik!

Besten Dank für deine Antwort. Ich habe mir bei deinem Thema auch schon manchmal gedacht, dass du die andere Seite der Medaille erlebst. Aber die kenne ich auch, deshalb fühle ich sehr mit dir, zwei meiner Kinder leben auch bei der Mutter und sie versucht den Kontakt zu boykottieren seit der Trennung. Deshalb bin ich auf sie auch nicht so gut zu sprechen.

Mir stellt sich die Frage, wie ich darauf reagieren soll. Muss ich mich einmischen? Ich bin in gewisser Weise doch verantwortlich für ihn und seine Taten, weil er bei mir lebt. Andererseits könnte sie es vielleicht auch mit ihm klären. Die Ausschnitte aus dem Messenger, die sie mir vorgelesen hat, waren aber wirklich nicht ohne. Aber ich kenne nicht den gesamten Chatverlauf, weil Sohnemann ihn mir nicht zeigen möchte.

Beste Grüße
Thomas
09.08.2019, 13:35 Uhr | Katzenmosaik
Hallo Thomas,

ich wollte mich mal bei dir in deinem Thema auch kurz melden.

Die Beleidigung an seine Mama ist glaub ich der Pupertät geschuldet. Er ist durcheinander mit seiner Welt. Ich weiss zwar nicht, was ihn dazu bewegt hat, nicht bei seiner Mama wohnen zu wollen, aber so seh ich es momentan.

Als ich vor drei Wochen die Hilfe für meinen Sohn beantragt habe, weil Lehrer und Sozialarbeiter das auch so sehen, dass mein Sohn Unterstützung braucht, bekam ich von meinem Sohn, als der Vater mich zusammengeschissen hat deswegen, auch eine WA, warum ich jetzt die tolle Mutter spielen will. War für mich auch ein Schlag ins Gesicht.

Aber mein Sohn ist ja auch in der Pupertät und es kann sein, dass er alles scheisse findet, sogar mich. Auch wenn ich immer den Kontakt zu ihm gehalten habe und sehr oft beim Anwalt war oder vor Gericht musste, weil sein Vater mir die Verbindung zum Sohn wegnehmen wollte.

Wie gesagt, ich weiss nicht, was bei euch, bzw das Problem mit der Mama ist, aber ich denke es hängt auch viel mit der Pupertät deines Sohnes zusammen.

Schwierige Zeiten eben. Momentan lass ich meinen Sohn in Ruhe, kontaktiere ihn nicht. Er hat auch seit Montag meine WA-Nachrichten nicht gelesen.Also lass ich es vorerst ganz, will mich aber übernächste Woche mal melden, ob er Lust hat, zum Essen zu kommen.

Viel Kraft weiterhin
L G
09.08.2019, 12:25 Uhr | Thomas79
Guten Tag!

Seine Mutter hat mich gestern angerufen und einen großen Aufstand veranstaltet. Unser Sohn hätte sie schwer beleidigt und bedroht im Messenger. Ich habe ihn danach gefragt, aber er sagt zu mir nur ich soll mich heraus halten, es ginge mich nichts an und wollte mir auch die Nachrichten nicht zeigen.
Wie seht ihr und sehen Sie das? Ich bin hin und her gerissen. Mein Mitleid mit ihr hält sich in Grenzen, aber gut und richtig ist es selbstverständlich auch nicht.

Beste Grüße
Thomas
01.08.2019, 17:50 Uhr | Thomas79
Guten Tag!

Liebe Louise, weibliche Bezugspersonen gibt es natürlich in seinem Leben. Aber die Mutterrolle nehmen sie nicht im Ansatz ein oder wären vom Umfang und Intensität der Beziehung her ein adäquater Ersatz.

Woran erkenne ich denn, ob ihm das wirklich fehlt oder er auch ohne zufrieden ist?

Lieber Herr Bäcker, besten Dank für Ihre erneute Antwort auf meine Frage! Ich habe nicht das Gefühl, ihn körperlich besonders zu bedrängen oder zu vereinnahmen, aber es scheint aktuell alles zu viel zu sein. Als ich ihm im Urlaub durch die Haare gewuschelt habe, ist er fast ausgerastet. Ich weiß nicht, ob ich noch hier wäre, wenn ich versucht hätte, ihn in diesem Moment stattdessen in den Arm zu nehmen *wuuuaaahhhh* . Trotzdem dran und hartnäckig bleiben?

Liebe dagmita, ich möchte dir gerne noch schreiben, dass ich einige der von dir beschriebenen Eigenheiten der Generation '14 Jahre und halbstark' gut kenne. Dass er das so offen vor dir tut, sich damit brüstet, damit scheint er dich auch gerne provozieren zu wollen, oder liege ich falsch? Möchte er deine Aufmerksamkeit, dass du dir Sorgen machst wegen des Kiffens und der Gewalt seiner Freunde? Louises Idee, deinen älteren Sohn einzubeziehen, finde ich super!

Beste Grüße
Thomas
28.07.2019, 21:52 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomas,

ich schreibe Ihnen nochmal kurz: Ja, es ist normal, dass pubertierende Jungs manchmal Körperkontakt zu den Eltern scheuen. Sie dürfen ihn dennoch ab und an in den Arm nehmen, "männlich" auf den Rücken hauen und vorsichtig testen, was er noch zulassen möchte.

Ok, ein wenig Bildschirm, aber auch viel Aktivität. Hört sich nach einem schönen Urlaub an und mich freut besonders für Sie beide, dass es "unerwartet harmonisch" war. Das bestärkt mich in der Ansicht: Sie (und vermutlich auch die Mutter) haben gute Dinge angelegt, die jetzt in der Pubertät verschüttet sind, aber wieder kommen.

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker

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