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Eltern, Jugend, Jugendliche, Pubertät, Sorgen, Probleme, Stress, Sexualität, Ritzen, selbstverletzendes Verhalten (SVV), Missbrauch, Mobbing, Schule, Beratung

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19.06.2019, 11:07 Uhr | Thomas79
Guten Morgen!

Ich habe einen 14-Jährigen, der akut ganz tief in der Pubertät steckt. Wir geraten immer wieder aneinander, er sucht die Auseinandersetzung mit mir, provoziert sie sehr oft.
Ich komme nur noch schlecht an ihn heran. Er will mit mir nichts mehr unternehmen, nur seine Freunde sind noch wichtig, nicht mehr mit mir reden wenn er sich davon nichts für sich erhofft. Oft bringt er mich an den Rand meiner Beherrschung.

Wie kann man(n) die Vater/Sohn-Beziehung in der Pubertät als Elternteil so gestalten, dass es harmonischer abläuft? Wenn sich das Kind dagegen sperrt und guten Kontakt verweigert und ablehnt?

Ich freue mich über hilfreiche Ratschläge.

Beste Grüße
Thomas79
11.10.2019, 06:45 Uhr | Katzenmosaik
Hey Thomas,

ich denke eher, dass es bei der Konferenz eher darum geht, wie es in Zukunft mit dem Schulbesuch weitergeht, da er ja schwänzt.

Der Klassenlehrer hat mir aber auch von einer Sache erzählt mit nem Mädchen, dass mein Sohn angeblich unsittlich angegrapscht haben soll. Aber wie ich denke und auch der Lehrer dann dachte, sind die Jungs einfach in einem Alter, wo die Sexualität ansich immer mehr eine grosse Rolle spielt. Ohne jetzt wirklich mutwillig was anzustellen.

Wann ist denn die Konferenz überhaupt?
L G
10.10.2019, 21:08 Uhr | Thomas79
Guten Abend Herr Bäcker!

Das Zu-ihm-stehen habe ich verstanden *smiling*. Ich habe bereits mit ihm darüber gesprochen heute Nachmittag. Mit dem rechten Umgang meinte ich mehr, wie ich mich dazu äußere und verhalte. Ich will auch nicht auftreten als Mein-Sohn-macht-das-nicht-Papa. Aber ich glaube ihm eigentlich, dass er daran nicht beteiligt war und kann nichts darstellen, nur weil ich den Lehrern nicht in den Rücken fallen will. Ich befürchte, dass es sonst zu so zwei Fronten kommen kann bei der Konferenz. Er und ich auf der Anklagebank und die geballte Lehrerschaft dagegen. Aber ich mache mir vielleicht zu viele Gedanken.

Beste Grüße
Thomas
Zuletzt editiert am: 10.10.2019, 21:11 Uhr, von: Thomas79
10.10.2019, 21:01 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomas,

da hilft nur: Mit dem Sohn sprechen und klären, was da los ist. Ohne Verurteilung, sollte doch was dran sein. Und falls nicht: Zu ihm stehen. Falls doch: Zu ihn stehen. Und dann schauen, wie er eine Wiedergutmachung machen kann.

Viele Grüße schickt

bke-Stephan-Bäcker
10.10.2019, 19:48 Uhr | Thomas79
Guten Abend!

Von der Konferenz kann ich noch nicht berichten. Aber ich hatte heute ein Vorgespräch mit der Klassenleitung. Es war nicht so erfreulich. Er hat mir vieles nicht erzählt. Ob das alles so stimmt, weiß ich noch nicht. Eine Geschichte, die im Zusammenhang mit den Mädchen und der Sportumkleidekabine steht kann ich mir so wie sie mir geschildert wurde nicht vorstellen, weil Sohnemann daran eigentlich nicht beteiligt sein konnte zeitlich und räumlich meiner Meinung nach und nach dem was er mir heute erzählt hat und auch glaubhaft machen konnte offensichtlich. Wenn das dort auf den Tisch kommt, weiß ich noch keinen rechten Umgang damit. Und die Stimmung zwischen mir und ihm ist natürlich heute auch wieder sehr angespannt.

Beste Grüße
Thomas ohne 79, die brauche ich nur beim Login *hypocritically*
Zuletzt editiert am: 10.10.2019, 19:55 Uhr, von: Thomas79
07.10.2019, 10:28 Uhr | Katzenmosaik
Bitte berichte uns dann von der Konferenz. Würde mich brennend interessieren.
L G
06.10.2019, 21:44 Uhr | Thomas79
Guten Abend liebe Katzenmosaik!

Herzlichen Dank für deine aufbauenden Worte und Erfahrungen. Es erfordert wirklich einen Perspektivwechsel, positiv an eine solche Sache heranzugehen. *giggling* Und natürlich geht es bei der Konferenz hoffentlich nicht um mich, sondern um meinen Sohn und sein Verhalten. Ich bin auch sehr gespannt, was ich dort sonst noch über sein Verhalten in der Schule zu hören bekomme. Ich halte nämlich auch keine Standleitung zu seinen Lehrern, da haben dein Ex und ich was gemeinsam. Dafür fehlt mir die Zeit und über vieles wird man ja auch einfach von keiner Seite aus informiert.

Da habe ich ein wenig Sorge, dass dort noch einiges auf den Tisch kommen könnte und es mir dann vielleicht sehr schwerfallen wird, Sohn trotzdem beizustehen oder zu verteidigen, wie es Herr Bäcker riet. Auch wenn ich selbst denke, dass er in der Situation nicht auch noch Feuer von meiner Seite gebrauchen kann. Das wäre eine sehr schwierige Situation für mich, auf die ich mich aber leider vorbereiten muss, denn sie ist nicht unwahrscheinlich.

Beste Grüße
Thomas
06.10.2019, 20:38 Uhr | Katzenmosaik
Da ich weiss, dass mein Exmann schon genügend Briefe und auch Gespräche der Schule hatte, ihm das aber ja alles egal ist, wird die Schule nichts anderes auch bei dir machen und das Gespräch mit dir suchen.

Meine Schule sagt, dass mein Sohn faul ist, also nicht lernen möchte und deswegen den Unterricht wohl auch schwänzt. Da vom Vater keinerlei Halt in der Richtung kommt, wird es wohl auch nicht besser werden, aber mal sehen wies jetzt im neuen Schuljahr wird, die mein Sohn quasi geschenkt bekommen hat, damit er motivierter wird zum lernen und teilnimmt am Unterricht. Obs was bringt, sehe ich ja dann.

Dir wird also mit Sicherheit nicht der Kopf abgerissen und dir werden auch keine Vorwürfe gemacht. Denn letztendlich liegt es auch an deinem Sohn, dass er es als wichtig ansieht, die Schule zu besuchen.

Sie werden mit dir lediglich reden, wie man helfen kann. Eventuell wird dir sogar das vorgeschlagen, diese Hilfe, die ich für meinen Sohn immer schon wollte. Da ich dich mitterweile kenne weiss ich, dass dir jede Hilfe willkommen ist. Anders wie bei meinem Exmann der ja leider jede Hilfe von aussen ablehnt *sad*

Geh also positiv an die Konferenz heran. Die Schule will nur unterstützen und helfen *smiling*
Zuletzt editiert am: 06.10.2019, 21:18 Uhr, von: Katzenmosaik
L G
06.10.2019, 16:58 Uhr | Thomas79
Guten Tag liebe Katzenmosaik, lieber Herr Bäcker!

Vielen Dank für die Komplimente, Katzenmosaik, und auch Ihre anerkennenden Worte, Herr Bäcker, da werde ich gleich ganz rot *blushed* . Ich sehe aber wirklich keine Notwendigkeit dafür, obwohl ich sehr gut verstehen kann, dass du, liebe Katzenmosaik, dir natürlich wünschst, dass sich dein Ex mehr oder besser um euren Sohn kümmert. Ich glaube allerdings, dass ich im Bezug darauf keine Ausnahme sein darf, sondern er es heutzutage selbstverständlich sein sollte. Obwohl das vielleicht auch gar nicht so passt, denn wenigstens hat er sich auch bei dir bereit erklärt, ihn bei sich wohnen zu lassen, dazu wären viele Väter in meinem Umfeld auch nicht bereit oder würden sich zuständig fühlen. Das ändert aber natürlich nichts daran, dass er sich nicht so um euren Sohn kümmert, wie du dir das und ich es dir ebenfalls sehr wünsche. Meine Frage und der Text, den ich da gerade verfasse, geht also mehr in die Richtung: Warum bekommen Männer automatisch so verhältnismäßig viel Anerkennung dafür, wenn sie sich in die Kindererziehung einbringen, und bei den abertausenden alleinerziehenden Müttern ist das alles ganz selbstverständlich? Wer sagt denen, dass das toll und bewundernswert ist? Gesellschaftlich betrachtet sollte sich da in meinen Augen ein Wandel vollziehen, schließlich sind Väter genauso Elternteil und in der Verantwortung wie die Damenwelt.

Zu Sohnemann und seinen Schulproblemen habe ich es bereits gestern mit mehr Gelassenheit versucht, nicht so energisch und vorwurfsvoll, aber bin für seinen Geschmack offensichtlich noch nicht locker genug gewesen. Ich hatte noch nie so eine Klassenkonferenz bei den Kindern, das ist meine Premiere und ich habe ein wenig Bedenken, dort auch selbst ins Kreuzfeuer zu geraten. Ich glaube, es werden alle LehrerInnen anwesend oder zumindest eingeladen sein, die ihn unterrichten. Per Gesetz bin ich soweit ich weiß dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass er regelmäßig am Unterricht teilnimmt. Leider sagt mir der Gesetzgeber aber nicht, wie das gehen soll, mit Vollzeitjob und selbst nicht ohne. Wenn er Stunden abklemmt, was habe ich für eine Kontrolle? Ich kann mir doch nicht im Hausaufgabenheft von jedem Lehrer abzeichnen lassen, dass er anwesend war? *wuuuaaahhhh* Es soll auch nicht der Eindruck in der Schule entstehen, dass ich ihn nicht im Griff habe oder er machen kann was er will. Aber eventuell mache ich mir wirklich zu viele Gedanken darum. Ich hoffe sehr, die packen dort nicht sofort ihre Holzhammer aus, weder für Sohnemann noch für mich.

Den Gedanken mit der Wiedergutmachung finde ich sehr interessant und spannend, lieber Herr Bäcker. Aber wie macht man Schwänzen 'wieder gut'? Da habe ich auch spontan keine Idee. Schulhof fegen? *giggling*

Beste Grüße
Balu der Bär

Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit... *whistle*
06.10.2019, 16:36 Uhr | Katzenmosaik
Hey Thomas,

du machst das schon mit der Konferenz. Du bist für deinen Sohn da, das ist schon soviel wert. Ich finde es einfach toll von dir, dass du dir auch soviele Gedanken machst. Ein guter Vater *smiling*
Ich wünschte, ich könnte das von meinen Exmann sagen. Leider kann ich es nicht.

Mit derSozialarbeiterin der Schule habe ich auch Kontakt. Jetzt hat mein Sohn einen neuen Klassenlehrer, den ich demnächst mal anrufe werde und nachfragen werde, ob mein Sohn die Schule besucht. Mein Exmann erzählt mir ja davon nichts.

Viel Kraft weiterhin *smiling*
L G
06.10.2019, 15:13 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomaas,

mit Gelassenheit an den Termin zu gehen ist ein guter Gedanke, hier können Sie von Ihrem Sohn lernen *smiling*. Allerdings ist mir klar, dass das aus Elternperspektive viel schwieriger ist. Ich vermute sehr, dass auch Ihr Sohn sich Sorgen wegen der Konferenz macht. Vielleicht lässt er sich aber nicht die ganze Zeit davon beeindrucken. Und wird es auch nicht zuzgeben.

Sie arbeiten daran dass Ihr Sohn nicht schwänzt. Sie sprechen mit ihm, geben Anregungen, haben eine Haltung, sind für ihn da. Und sie holen sich Hilfe hier bei der Onlineberatung, setzen Dinge um, hinterfragen sich. Das ist alles andere als Nichts-tun (und wie schön, dass sie etwas gemeinsam unternommen haben, das freut mich wirklich für Sie beide!).

Rechtfertigen müssen Sie sich nicht. Sie können fragen: Was erwartet die Schule von mir? Was kann mein Sohn tun, um es wieder gut zu machen? Was kann die Schule tun, um das meinem Sohn zu erleichtern?

Ich schicke Ihnen eine große Portion Gelassenheit und wünsche einen schönen Sonntag,

bke-Stephan-Bäcker
06.10.2019, 12:45 Uhr | Thomas79
Guten Tag!

Besten Dank für die hilfreichen Antworten und den Tipp mit der Schulsozialarbeit, lieber Herr Bäcker. Das werde ich nächste Woche probieren, Kontakt aufzunehmen. An die habe ich gar nicht gedacht.

Schule schwänzen und keinen Abschluss klingt in meinen Ohren nicht als eine Alternative, auf die ich ihn zusteuern lassen möchte, liebe Katzenmosaik *wuuuaaahhhh*. So weit kann ich ihm keine Freiheit lassen, denn für eine solche 'Entscheidung‘ ist er in meinen Augen zu jung und kann die Tragweite dessen nicht abschätzen.

Ich habe gestern etwas mit ihm unternommen und es war streckenweise schön. Das Thema Schule und Klassenkonferenz habe ich auch angeschnitten. Er tut mir gegenüber sehr entspannt, sagt z. B. da passiere nichts Wildes und dass ich mich 'locker machen‘ solle. Ich würde mir zu viele Gedanken machen. In meinen Augen macht er sich aber zu wenige. Ein klassischer Konflikt, an dem wir nicht weiter kommen. Ich habe es aber dann auch nicht weiter versucht oder vertieft, um uns nicht beiden den Tag und die gemeinsame Zeit zu versauen.

Wie nimmt man denn dann zu sowas Stellung? Muss ich mich dort rechtfertigen, warum ich nicht dafür sorgen kann, dass er am Unterricht teilnimmt? Ist das in diesem Alter überhaupt noch meine Pflicht und Aufgabe und wie sollte ich das sicher stellen?

Was heißt 'führen' in diesem Kontext und diesem Alter Ihrer Meinung nach, Herr Bäcker? Und warum setzt es sein 'Einverständnis' voraus?

Ich glaube ich bin wirklich nervöser und angespannter wegen des Termins als er selbst.

Beste Grüße
Thomas
04.10.2019, 20:45 Uhr | Katzenmosaik
Hey Thomas,

ja, das mit dem Schule schwänzen berichteten mir die Klassenlehrer auch, nur dass es dem Vater wohl egal war und mit meinem Sohn nicht darüber wirklich geredet hat und er ja auch die Hilfe für meinen Sohn von sich aus ablehnt.

Da ich dich aber mittlerweile ein bisschen kenne weiss ich, dass es dir nicht egal ist und du mit deinem Sohn über die Situation sicherlich sprechen möchtest. Ob dein Sohn dann auch zuhört oder sich helfen lassen will, ist wieder eine andere Sache.

Wäre mein Sohn bei mir hätte ich versucht, darüber zu reden und eventuell Lösungen zu finden. Aber letztendlich müssen unsere Söhne selber auch herausfinden, was besser ist, Schule schwänzen und keinen Abschluss zu haben, oder eben hingehen und ein bisschen lernen, für das spätere Leben. Das würde ich verdeutlichen.

Aber jetzt in der Pupertät testen sie sich auch mit Sicherheit aus und da hilft nur, wie Herr Bäcker sagt, zum Sohn stehen und versuchen, einfach da zu sein.

Dir ganz viel Kraft in der schwierigen Zeit!
L G
04.10.2019, 15:43 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomas,

ich bin froh, dass ich Sie mit dem Perspektivwechsel nicht verschreckt habe. Es geht ja auch nicht darum, Schule schwänzen gut zu finden, sondern Ihrem Sohn zu helfen, zu merken, wo er hin will. Und ihn dabei zu begleiten und ihn auch zu führen, wenn er das möchte.

Was die schulischen Sanktionen angeht, ist das von Bundesland zu Bundesland und manchmal auch von Schule zu Schule unterschiedlich. Sie könnten im Vorfeld fragen, vielleicht auch die Schulsozialarbeit, sollte es die an Ihrer Schule geben.

Es kann alles sein, von einer kleinen Sanktion bis zur Androhung eines Schulausschusses. Aber machen Sie sich nicht verrückt, er ist noch schulpflichtig und es wird einen Weg geben. Vielleicht gibt es ja auch Unterstützer in der Schule. Auch hier könnte Ihr Sohn helfen: Was schätzt er denn, wer von den LehrerInnen sind auf seiner Seite?

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
04.10.2019, 14:57 Uhr | Thomas79
Guten Tag lieber Herr Bäcker!

Besten Dank für die interessanten Gedanken und den Perspektivwechsel! Tatsächlich überwog bei mir bislang der Ärger, der Frust darüber und die Frage, was das jetzt wieder soll. Warum er wieder einen obendrauf setzen muss. Warum er nicht wenigstens in der Schule einigermaßen in der Spur läuft. Wie ich mir für den Termin frei nehmen kann, ohne dass auf der Arbeit das Chaos ausbricht. Sowas, blöde Elterngedanken. Er muss kein Musterschüler sein, das erwarte ich nicht. Aber hingehen muss er doch wenigstens. Ich habe aber denke ich verstanden, was Sie mir dazu zurückgemeldet haben. Ich verstehe es als Aufforderung, mehr Gelassenheit zu wagen und werde mich darin versuchen.

Gibt es Erfahrungen dazu, was in so einem Fall von der Schule aus passiert? Worauf ich mich vorbereiten muss bei der Konferenz? Was meinen Sohn erwartet? Er tut im Moment noch sehr 'gechillt‘. Aber das ist vielleicht Fassade?

Beste Grüße
Thomas
04.10.2019, 14:23 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Thomas,

ich wünsche Ihnen wirklich sehr, dass die pubertären Auswüchse irgendwann geringer werden. Jetzt haben Sie aber die Gelegenheit, mal wieder, zu Ihrem Sohn zu stehen. Sie müssen nicht gut finden, dass er geschwänzt hat. Die Schule wird das sanktionieren, das reicht dann auch - meiner Meinung nach - an Strafen. Vielleicht wäre ein Gespräch gut: Was planst Du, damit Du in der nächsten Zeit weniger Stress in der Schule hast? Kann ich Dir dabei helfen? Und bei der Klassenkonferenz: Stehen Sie zu ihm. Er hat Mist gebaut und soll dafür gerade stehen. Sie dürfen aber bei ihm sein und ihn trösten, wenn es heftig wird. Und vielleicht auch berichten, was gut an Ihrem Sohn ist. Es kann auch helfen, mit Ihrem Sohn, vor der Klassenkonferenz zu besprechen: Was kannst Du anbieten, damit die LehrerInnen merken: "Ich habe vor einige Dinge zu ändern!"? Das müsste er dann aber auch durchziehen.

Vielleicht hilft Ihnen der ein oder andere Gedanke. Und: Ich hoffe ich nerve damit nicht zu sehr: Es ist immer noch wichtig, mit Ihrem großen Jungen auch positive Erlebnisse und Unternehmungen zu finden, auch wenn er das vielleicht nicht immer verdient hat. Er darf merken: Sein Verhalten ist nicht ok. Er selbst aber schon. Und das Merken braucht vorher ein Tun.

Viele Grüße schickt Ihnen

bke-Stephan-Bäcker

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