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08.03.2024, 16:34 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Liebe Eltern,

kennen Sie unseren Blog-Beitrag zur Pubertät? Ich finde den ja richtig gut:

https://blog.bke-beratung.de/pubertaet-vorsicht-baustelle-antworten-auf-elternfragen/


Und das Beste ist: Sie können sich auch hier im Forum darüber austauschen. Oder eine Rückmeldung geben. Oder eigene Gedanken dazu posten. Oder ...

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
19.04.2024, 17:52 Uhr | bke-Ina-Schweizer
Guten Tag Mikkey,


sicherlich ist für Jugendliche €563.- viel Geld und die Aussicht tagein tagaus zu chillen, zu gamen und sozusagen sein Leben finanziert zu bekommen mag auf den ersten Blick für Jugendliche interessant wirken. Allerdings möchte ich einige Punkte zu bedenken geben:

- Schule ist nicht das Maß aller Dinge. Manche Jugendliche blühen (leistungsmäßig) regelrecht auf, wenn sie in einer Ausbildung die Erfahrung machen, dass sie Wissen anwenden können, bzw. in einem Gebiet aktiv werden, sich einbringen können, das sie interessiert. Manchmal sind es Kollegen, manchmal der/die Ausbilder/in, oder einfach das Fachgebiet, das Jugendliche plötzlich motiviert, Leistung zu erbringen, die vorher so nicht denkbar war.

- Das Jugendliche Gehirn befindet sich in einem Ausnahmezustand. Viele Nervenverbindungen werden umgebaut. Viele Funktionen wie z.B. Emotionskontrolle, Planung von Verhalten, Aufschub von Belohnung etc. sind mittelfristig erschwert. Das Belohnungssystem im Gehirn lechzt nach Dopamin, die Risikofreude steigt an. Eine verspätete Ausschüttung von Melatonin (um bis zu 2 Stunden) führt dazu, dass die Jugendlichen abends nicht ins Bett und morgens nicht raus kommen. Gegen Ende des "Umbaus" (meist gegen Ende Teenagerjahre, bei Jungs tendenziell etwas später als bei Mädchen) platzt oftmals dann der berühmte Knoten, Jugendlichen fällt Selbstdisziplin und -motivation dann (wieder) leichter.

- Jugendliche (wie alle Kinder) orientieren sich an Vorbildern, bzw. registrieren was ihnen vorgelebt wird. Wenn Sie Ihrem Sohn vorleben, dass Arbeit auch etwas sein kann, was bereichernd sein kann (natürlich nicht immer), dass es erfüllend und sinnstiftend sein kann, einer Tätigkeit nachzugehen, Herausforderungen zu meistern etc. kann er das vielleicht im Moment nicht umsetzen, aber es wird ihn prägen.

Ich hoffe, dass der eine oder andere Gedanke dazu beitrage kann, Ihre Sorgen etwas zu erleichtern.

Viele Grüße,
bke-Ina-Schweizer
18.04.2024, 21:40 Uhr | Mikkey
Diese Bürgergelddebatte kann man sicher so und so sehen. Die Jugendlichen sehen oder hören nur 563€ im Monat zuzüglich der Miete. Das ist eine Menge wenn man nur Taschengeld hatte bisher. Und keine Ahnung hat wie teuer das Leben ist. In Verbindung mit den ganzen Tag Freizeit ist es auch viel, meine Meinung nach. Schlafen und zocken kostet nicht viel. Im Kopf von vielen Pubertären klingt das nach einem guten Leben.
Frustriert bin ich erst wenn es so kommt. Ich nenne es mal besorgt Herr Bauer.
Meine Leistungserwartungen sind an die Kinder so dass sie aus ihrem Leben was machen. Sie haben viele Chancen. Wir ermöglichen Ihnen alles was irgendwie geht, sie wachsen behütet auf, sie sind nicht krank oder geistig eingeschränkt. Ich weiß nicht was dagegen sprechen sollte einen guten Schulabschluss zu machen. Ja auch das Abitur gut zu schaffen. Danach ein Studium oder eine Ausbildung, mit der sie ihre Existenz sichern und die von einer eigenen Familie. Ehrgeizig sein, sich anstrengen, das erwarte ich schon von meinen Kindern. Im Vergleich mit den meisten Kindern auf dieser Welt haben sie den sorgenfreien Himmel auf Erden. Sie müssen nicht mehr leisten als ihre Schule und Ausbildung gut zu machen. Das erwarte ich von meinen Kindern.
05.04.2024, 09:34 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Guten Morgen,

bin gerade beim (immer wieder interessanten Stöbern) nochmal auf diesen Thread gestoßen. Mikkey und zum Schluss Marinadiezweite haben hier interessante Gedanken gepostet. Ist das Thema denn erledigt oder gibt es noch Gedanken, Ideen oder Anregungen, die gepostet werden wollen *smiling*? Wenn ja, dann her damit, die Thematik ist ja quasi ein Dauerbrenner *whistle* ...

Viele Grüße in die Runde und ein gutes Wochenende,
bke-Lorenz Bauer
16.03.2024, 19:53 Uhr | marinadiezweite
Hallo mikkey. Ja, du kannst einen gewissen leistungsgedanken und -Druck nicht wegdenken. Willst du auch nicht. Das ist glaube ich in Ordnung. Ich glaube, dass es bei Jugendlichen nicht so sehr um das können ubd das wollen von Leistung geht. Sondern ihnen fehlt teilweise der Blick in die Zukunft. Deine Sorgen, ob dein Sohn vielleicht mit seiner Einstellung Bürgergeldempänger wird. Die teilt er bestimmt nicht.
Ein wiederholtes Schuljahr kostet Geld, das sieht er nicht.
Logisch, jedes verlorene Schuljahr ist ein weiteres Elternunterstützungsjahr.
Was ich aber nicht so unbedingt sehe, ist so eine Art negative Vorausschau. Wer weiß, ob der Knoten nicht doch im Laufe der Ausbildung platzt.
Wobei ich finde, dass Jugendliche in der Ausbildung nicht unbedingt immer Geld kosten?! Sie bekommen Ausbildungsvergütung. Sie können und sollten lernen, damit klarzukommen.
Versprechen könnte dein Sohn auch, dass er sich um 2 und 3 bemüht. Hm, schön wäre es, wenn das dann klappen würde. Ist aber genausowenig vorhersehbar wie 5 und schlechter
16.03.2024, 19:06 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Hallo Mikkey,

leider konnte ich die Hintergründe bezüglich Schule Ihres großen Sohnes hier im Forum nicht eruieren. Erlebe Sie in dem Post schon ziemlich sauer, auch frustriert. Liege ich damit richtig? Wie gesagt, ohne die Zusammenhänge zu kennen, sind sogenannte Leistungserwartungen meines Erachtens nicht eindimensional zu sehen. Wie sehen Ihre denn aus?
Mit den Bürgergeldempfängern -vermute mal von denen schreiben Sie- gehen Sie schon recht hart ins Gericht. Kennen Sie viele, die sich damit ein wirklich entspanntes Leben machen *unsure*?
Ob die eigenen Kinder einen von uns für gut gehaltenen Ausbildungsweg einschlagen oder oder überhaupt eine machen, kann niemand vorhersagen, das steht letztendlich in den Sternen. Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Das können wir als Eltern nur fördern. Allerdings ist es nur ein ein sehr kleiner Teil, der nicht irgendwann irgendwo einen passenden Platz in der großen Ausbildungswelt für sich findet.

Wünsche Ihnen und allen Forumseltern einen schönen Abend und einen schönen Sonntag + viele Grüße,
bke-Lorenz Bauer
Zuletzt editiert am: 19.03.2024, 17:31 Uhr, von: bke-Lorenz-Bauer
15.03.2024, 20:53 Uhr | Mikkey
Hallo Hr. Bäcker, echten Druck hat er noch nie bekommen von uns. Meine Leistungserwartungen an die Kinder kann ich aber nicht wegzaubern. Die sind vorhanden und finde ich nicht überzogen. Der Große wäre alt genug, ist es aber real nicht. Spätstart und Nachholen ist immer mit Einbußen verbunden im Leben, für ihn und uns Eltern. Unterhaltspflichtig bis zum Abschluss der ersten Ausbildung. Wenn er überhaupt spät startet. Wer weiß das schon? Viele kapieren es nie und machen sich auch im Erwachsenenalter ein entspanntes Leben auf Staatskosten, weil sie einfach zu faul sind. Ab wann sind sie denn alt genug aus fachlicher Sicht? Die nächste Pubertät steht uns schließlich unmittelbar bevor. *shocked* *tischbeiss* Schönes WE, C.
09.03.2024, 22:10 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo Mikkey,

es freut mich, dass Sie den Blog auch gut geschrieben finden. Und ja, leider ist so ein Blog dann doch kein Kochrezept und nicht alle Ideen helfen - sofort.

Könnte es sein, dass Ihr Sohn alt genug ist, um die Verantwortung für die Schule selbst zu übernehmen? Da Druck und Verhandeln nicht geholfen haben, muss er vielleicht den etwas steinigeren Weg gehen und mit schlechten Leistungen klar kommen. Zum Glück ist unser Schul- und Ausbildungssystem durchlässig und ermöglicht auch Spätstartern, Chancen zu nutzen.

Was meinen Sie?

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
09.03.2024, 20:55 Uhr | Mikkey
Dieser Blog-Beitrag ist sehr gut geschrieben. Ich habe ihn vor einiger Zeit gelesen und Teile ausprobiert. Die Frageformulierungen unter der Überschrift Rebellisches Verhalten haben bei meinem Sohn in Konflikten zu noch patzigeren Antworten geführt. Eine Erprobung des vorgeschlagenen Schuldeals ist bei uns an einer Einigung über die zu garantierenden Noten gescheitert. Wenn das Kind trotz Ausschluss einer Lernbehinderung nur Vierer oder Fünfer oder nichts garantieren will ist das leider für uns nicht umsetzbar.

Treffer: 9

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