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29.03.2014, 00:15 Uhr | mangolino
Hallo,

ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen. Die Situation wird immer schwieriger, und ich weiß nicht mehr weiter.

Eine kurze Darstellung: Wir sind seit 12 Jahren zusammen, seit 10 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder. Ich bin vollzeit angestellt tätig, meine Frau ist Selbständig, kümmert sich aber zeitgleich um Kinder und Einkaufen (insoweit könnte man von einer "Teilzeit-Selbständigkeit" reden). Faktisch leben wir nur von dem, was ich verdiene, wobei mein Verdienst messbar über dem statistischen Durchschnitt liegt. Anmerken muss ich noch, dass wir beide aus sehr unterschiedlich geprägten Familien (was das Finanzielle angeht) stammen. Während in meiner Familie eher "gespart" werden musste, stammt meine Frau aus einem finanziell deutlich "potenteren" Elternhaus. Plastisch könnte man das so ausdrücken: Bei mir Klamotten von C & A und Japaner als Familienauto, bei ihr Markenklamotten und BMW...

Wir haben zu Beginn unserer Ehe eine Immobilie gekauft, was natürlich den finanziellen Spielraum eingeschränkt hat, jedoch nicht so, dass es nicht tragbar gewesen wäre. Das haben wir vorher durchgesprochen und anhand eines Haushaltsplans aufgestellt (wohlgemerkt nicht mit Fantasiezahlen, sondern orientiert an - auf Vorschlag eines Bankberaters - Durchschnittswerten aus der gemeinsamen Zeit vor dem Hauskauf). Leider zeigte sich bereits nach kurzer Zeit, dass das gar nicht funktionierte. Es wurde und wird in vielleicht 10 von 12 Monaten im Jahr mehr ausgegeben, als verdient wurde. Das Absurde ist: Trotz einiger nicht unbedeutenden Gehaltserhöhungen und einer zwischenzeitlich von mir aufgenommenen Nebentätigkeit ändert sich an der Situation nichts ! Ich hatte gehofft, dass sich durch das zusätzliche Einkommen der Negativsaldo ausgleicht - tatsächlich geändert hat sich nichts, da sich im gleichen Maße, wie sich mein Einkommen steigert, das "Einkaufsverhalten" meiner Frau geändert hat: Früher wurde regelmäßig im Discounter eingekauft, was heute so gut wie nicht mehr vorkommt (auschließlich Markenware von Premium-Supermärkten). Auch in anderen Bereichen (Urlaube, Anschaffung von Möbeln etc.) sind unsere Vorstellungen von dem, was "schön" wäre, und dem, was finanziell "möglich" ist, unterschiedlich... Immer wieder gab es deshalb Auseinandersetzungen, in denen mir schnell von meiner Frau vorgeworfen wurd, "geizig" zu sein. Meine Bedenken wurden zur Seite gewischt, geändert hat sich nichts. Ergebnis: Regelmäßig wird im Monat ein zwei, manchmal auch dreistelliger Betrag zuviel ausgegeben. Regelmäßig musste und muss ich von unserer Rücklage Geld auf das Konto überweisen, um die teure Inanspruchnahme des Dispo-Kredits zu vermeiden. Da logischerweise für Anschaffungen, Reparaturen und Urlaube kein Geld zurückgelegt werden kann, wenn jeden Monat zu viel ausgegeben wird, fallen für diese Positionen auch Kosten an, die aus der Rücklage beglichen werden müssen. Die Rücklage schmilzt zusammen - ohne eine gravierende Änderung dürfte die nächste größere Investition (z.B. Auto- oder HAusreparatur) dazu führen, dass diese aufgebraucht ist und neben dem Immobilien-Kredit weitere Kredite aufgenommen werden müssen.

Wir haben ein gemeinsames Konto, führen die Haushaltsliste gemeinsam, meiner Frau ist also (objektiv) das alles bekannt. Dennoch kann sie ihr Verhalten nicht an die Realität anpassen, es kommt immer häufiger zu Streit deswegen - auch, weil ich wegen der schwindenden finanzielle Mittel auf eine Änderung des Ausgabeverhaltens dränge. Die Auseinandersetzungen verlaufen immer respektloser im Umgang miteinander. Meinen Vorschlag, dass ich doch die Einkäufe übernehmen könnte, hat sie abgelehnt (ich würde nur "Billig-Zeug" kaufen), ebenso den Vorschlag einer Eheberatung.

Mir ist klar, dass die unterschiedliche Prägung eine Ursache für diesen Streit sein dürfte. Da die Gesetze der Mathematik universell gelten und 2 - 2 = 0 für jeden Menschen so gilt, hatte ich jedoch die Hoffnung, dass meine Frau erkennt, dass man nur das Geld ausgeben kann, was monatlich hereinkommt, also seine Ausgabewünsche an die Realität anpassen muss. Leider musste ich erkennen, dass das nicht der Fall ist und sich meine Frau nicht in ihrem Kern ändern kann. Hatte jemand von Euch auch schon mal solche Erfahrungen oder Tipps, wie man seinen Partner zur Vernunft bringen kann ? Wegen der Kinder möchte ich eine Trennung vermeiden. Andererseits kann ich nicht erkennen, wie nach einer "Pleite" (d.h. Aufbrauchen der Reserven) unsere Beziehung weitergeführt werden kann ???

Vielen Dank !
16.12.2017, 19:26 Uhr | Ruba
Es macht keinen Sinn auf einen 3 Jahre alten Beitrag zu antworten
15.12.2017, 03:05 Uhr | Wolke40
Hallo Mangolino,

Ich denke, es spielt schon eine Rolle, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen habt. Deine Frau hat früher vielleicht nicht so aufs Geld achten müssen, und verhält sich jetzt deshalb ähnlich. Auf der anderen Seite kostet eine kleine Familie auch viel Geld. Nicht zu unterschätzen sind die ständigen Kleiderkäufe aufgrund von Wachstum der Kinder.

Ich glaube, es ist wichtig, nochmal klare Absprachen zu treffen. Wie schon oft vorgeschlagen, wären getrennte Konten evtl. nicht schlecht. Ein Konto für Anschaffungen generell und dann für jeden ein extra Konto.
Vielleicht wäre auch eine Beratung in Bezug auf die Selbständigkeit deiner Frau sinnvoll. Die Selbständigkeit - wie du schreibst - ist derzeit nicht rentabel und ihr steckt noch zusätzlich Geld hinein. Es gibt vielleicht andere Konzepte der Selbstständigkeit, die die Kosten klein halten.


Liebe Grüße


Wolke
27.07.2017, 04:42 Uhr | fiducia2017
01.04.2014, 11:40 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo mangolino,

als Moderatorin in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle begrüße ich Sie herzlich.

Ihr Beitrag hat zu einer lebhaften Reaktion bei einigen Leserinnen geführt. Viele Aspekte sind bereits genannt worden.

Ihr Beitrag klingt zunächst recht nüchtern und sachlich, was in Bezug auf die Betrachtung finanzieller Situationen hilfreich ist. Auf diese sachliche Art können Sie Ihrer Frau vorrechnen, dass Sie irgendwann das Haus wieder abgeben müssen. Falls das Einkaufen Ihrer Frau aus dem Ruder zu laufen droht, sollten Sie tatsächlich über ein separates Konto nachdenken, das nur Sie kontrollieren. Kaufsucht ist wie andere Süchte auch, eine problematische Sache. Hier aus der Realberatung kenne ich einige, die Haus und Hof z.B. verzockt haben...., wobei der andere Partner jeweils hilflos zugesehen hat. Jedoch wie bereits angesprochen, sind Sie vermutlich auch an Anschaffungen beteiligt. Wie konsequent gehen Sie damit um? Schuldnerberatungsstellen, die auf seriösem Boden stehen, machen eine gute Beratung. Das könnte ein weiterer Schritt sein!

Ihre Beziehung scheint insgesamt zu kriseln und auch das sollten Sie in Ruhe mit Ihrer Frau besprechen und sie eindringlich darum bitten, über Ihre Ehe zu sprechen. Möglicherweise ist ihr das Scheitern der Ehe nicht klar oder Sie drücken sich nicht klar aus! In "Sucht"konstellationen besteht häufig eine Co-Abhängigkeit. Manchmal besteht die Notwendigkeit, ein deutliches Signal zu setzen!

Berichten Sie gerne weiter!

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
31.03.2014, 20:40 Uhr | Noora
Hallo magolino,

Was mir noch einfällt: für euren lebensstandart seit natürlich ihr beide verantwortlich. Denn die entscheidung für den hauskauf, kauf von möbeln und autos und grösseren anschaffungen, die habt ihr sicherlich gemeinsam getroffen. Und der kredit für das haus ist ja sicherlich der grösste betrag. Auch versicherungen und private altersversorgung habt ihr sicher gemeinsam abgeschlossen. Also kann man schon sagen: nicht deine frau gibt zu viel geld aus, ihr habt euch gemeinsam für einen lebenstil entschieden ( mit eigenheim, zwei autos, privater altersvorsorge, urlaub undund und) , den ihr euch mit einem gehalt nicht leisten könnt. Auch du musst da den teil deiner verantwortung sehen.

Grüsse von noora
31.03.2014, 20:30 Uhr | Noora
Hallo mangolino,

Deinem bericht entnehme ich nun, dass deine frau also gar nicht erwerbstätig sein will, denn sie soll bzw. Will vollzeit mutter sein. Bei der finanzberatung hatte ich eher an eine beratung deiner frau gedacht hinsichtlich ihrer selbständigkeit und deren rentabilität ( existenzgründungsberatung o.ä.). Dies erübrigt sich natürlich, wenn ihr euch dazu entschieden habt, dass sie vollzeit hausfrau und mutter sein soll. Eure gemeinsamen finanziellen probleme sind denke ich zu sehr mit emotionalen problemen verwoben, da ist tatsächlich eher eine paarberatung passender.

Eure situation wird mir jedoch gerade deutlicher: deine frau soll ausschliesslich hausfrau und mutter sein. Ihr wollt euch trotzdem vieles leisten. Und dabei wollt ihr keine schulden machen. Und dazu reicht dein gehalt aber nicht. Diese realität gilt es zu akzeptieren.

Was waere dir denn lieber: das deine frau dazuverdient oder dass ihr materiell auf urlaub o.ä. Verzichtet? Oder fällt hier jemand eine dritte lösung ein?

Lg noora
31.03.2014, 20:25 Uhr | Ruba
Hallo mangolino,
schön, dass Du geantwortet hast und unsere Beiträge ernst nimmst. Also verstehe ich Dich richtig: Ihr habt kein festes Haushaltsgeld sondern Deine Frau kann ausgeben, was auf dem Konto ist ? Ihr legt also nicht monatlich einen bestimmten Betrag zurück ? Das wäre vermutlich aber sinnvoll. Damit eben für Urlaube und Reparaturen Reserven da sind solltet ihr einfach einen bestimmten abgesprochenen Betrag monatlich auf ein gesondertes Konto einzahlen. Und ich würde Deine Frau dazu animieren in Zukunft öfter die EC-Karte zu Hause zu lassen und bar zu zahlen.
Vielleicht leidet sie ja selber unter der Situation, aber das Geld rinnt ihr durch die Finger. Wie gesagt: Der Umgang mit Geld liegt nicht jedem im Blut. Ich selber bin bspw. unordentlich und wenn ich einen Schrank aufräumen soll sieht der schlimmer aus als vorher :) Ich lasse mir aber gerne helfen bzw. mich anleiten und freue mich dann auch über das Ergebnis. Aber mir fehlt das System. Und vielleicht geht es Deiner Frau mit Geld ja genauso.
LG
31.03.2014, 18:25 Uhr | Marina2006
Wie sieht denn Eure emotionale Grundlage aus? Ist Deine Frau glücklich mit Dir und mit ihrer Situation? Wie viel arbeitest Du in der Woche oder am Tag? Seid Ihr eine richtige Familie oder lebt Ihr nur so nebeneinander her?

Dass Deine Frau mit ihrer Selbstständigkeit kein bisschen verdient, ist für sie persönlich entweder eine Katastrophe - oder sie möchte gar nicht so viel Arbeit reinstecken, weil sie mit den Kindern, dem Haus, etc... soviel zu tun hat.

Geld ausgeben kann auch eine Ersatzbefriedigung sein für die Liebe, die man vermisst oder den Partner, der nie da ist. "Schröpft" sie Dich, um sich zu rächen, weil Du viel arbeitest?

Du klingst sehr rational und durchdacht. Das ist gut, wenn es um Geld geht. Nicht gut, wenn es um die Liebe geht und um die Bedürfnisse anderer.

Bitte nichts als Vorwurf verstehen, ich kenne ja weder Dich noch Deine Frau! Ich habe mein spontanes Bauchgefühl in Spitzen verpackt und diese ins Blaue geschossen - vielleicht ist die eine oder andere Idee für Dich passend?

Alles Gute
Marina


PS.: Mein Mann und ich hatten immer getrennte Konten und das wird sich auch nie ändern. Als ich noch studierte, ging auf meines Kindergeld und Unterstützung durch meine Mama und etwas Haushaltsgeld von meinem Mann. Und auf das Konto meines Mannes sein Gehalt. Seit ich arbeite ist es einfach: Gehälter jeweils auf´s richtige Konto und das Kindergeld an mich, weil ich die Kinderbetreuung bezahle.
Getrennte Konten kann ich nur empfehlen!
31.03.2014, 18:12 Uhr | mangolino
Hallo,

erstmal vielen Dank für die vielfältige Resonanz. Ich versuche, auf die angesprochenen Punkte kurz einzugehen:

1. Zum Beitrag Pauliprinzessin:
Vielleicht habe es ich nicht genau genug erklärt. Es geht nicht nur um monatlich 90- 120 Eur. Hinzu kommen die Ausgaben für den jährliche Urlaub, außergewöhnliche Anschaffungen wie Möbel etc. oder auch größere Reparaturen. Im Jahr sind das insgesamt so ca. 1500,00 - 2000,00, je nachdem, was anfällt (murphys law: Waschmaschine und Auto gehen gleichzeitg kaputt). Das wäre ja nicht schlimm, wenn das in einem Jahr mal so ist. Bei uns ist das aber die Regel.
Hauptberuflich Hausfrau und Mutter zu sein, war unser gemeinsamer Entschluss, insbesondere meine Frau legte da großen Wert darauf. Zur Absicherung meiner Frau im Alter haben wir Renten- und Lebensversicherungen.

2. Zum Beitrag Ruba:
Ganz einfach: Haushaltsgeld ist das, was nach Abzug der Kosten für die Immobilie, der Versicherungen, und weiterer Fixkosten (Telefon etc.) übrig bleibt. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass ich die Haushaltstätigkeit meiner Frau gering schätze (wir haben eine Arbeitsteilung etabliert, die, denke ich ganz gut funktioniert). Möglicherweise fasst sie die Diskussionen im Zusammenhang mit dem Geld aber so auf, wer weiß. Ich werde darauf mal im Rahmen meines nächsten Diskussionsversuchs eingehen.

3. Zum Beitrag BabyOne:
Das mit dem Emotionalen stimmt sicher. Ein Haushaltsbuch führen wir schon seit Jahren, deshalb kann man auch klar sagen, wo das "Problem" liegt und dass wir monatlich wie geschildert zu viel Geld ausgeben.

4. Zum Beitrag Noora:
Ich habe das mit der Finanzberatung schon überlegt. Kennst du da einen Ansprechpartner (also keine Ehe- sondern FInanzberatung für Paare) ?

LG
mangolino
30.03.2014, 22:12 Uhr | Pauliprinzessin
mangolino

Du schreibst - in 10 von 12 Monaten wird ein 2 manchmal dreistelliger Betrag zu viel ausgegen.

Bedeutet: Es sind zwischen 10 und 90 Euro ????

Denn so teuren Dispokredit - für den 2stelligen Betrag musst Du dann aus der eigentlichen Rücklage ausgleichen.

Entweder hast Du dich in den Zahlen vertan oder Du bekommst schon bei mal 10 Euro minus, die man dann im nächsten Monat nicht ausgibt die Panik ....

Wenn Du solche Angst hast und ein so hohes Sicherheitsbedürfnis dann:

1. Das Girokonto zur Haushaltsführung (Lebensmittel,Kleidung für die Kinder, etc..) auf ein Girokonto- Kindergeld ist für Kleidung und Bedarf der Kinder und dann noch entsprechend Geld für Essen, Hygiene etc. für alle Personen. So 200 Euro pro Woche für Nahrung etc. sollten es in etwa schon sein . Wenn ihr viel in die Reinigung geben müsst, dann muss das berücksichtigt werden. Dieses als reines Guthabenkonto.
2. Wenn bei Dir Gehaltszahlungstag ist - bekommt deine Frau von Dir 10 % davon als Taschengeld, darüber muss sie dir keine Rechenschaft abgeben. Das ist ihr Einkommen für ihre Arbeit - Kinder versorgen, Einkäufe für alle erledigen, Haus putzen etc. . Das ist sogar einklagbar !

Klingt viel für dich ? Nö, ich bin sicher, die andere Variante : Nanny für die Kinder, Putzfrau fürs Haus und Haushälterin für Einkäufe, Kochen, Wäsche machen ist weitaus teurer.

3. Ein weiteres Konto für alles was mit Wohnen und Haus zu tun hat.

Ein Sparschwein fütterst Du mit deinem persönlichen Notgroschen.

Ein Tagesgeldkonto fütterst Du mit Geld, welches für Reparaturen/Austausch von Möbeln und Geräten gedacht ist.

Das Geschäftskonto deiner Frau wird vorerst nicht von dir aufgefüllt !

Ist das das Lebensmodell - hauptberuflich Mutter und Hausfrau -, dass was deine Frau so auch will? Vielleicht solltet ihr beiden euch mal zusammensetzen und euch überlegen, wie Du es schaffst sie soweit zu unterstützen, dass ihre Selbständigkeit auch machbar ist.

Denn Selbständigkeit setzt eines voraus : Selbst und Ständig. Das ist oftmals, wenn man die komplette Verantwortung für Haus und Kinder hat gar nicht machbar und dann müssen tragbare verlässliche Lösungen her.

Dass deine Frau auf außerhäusige Arbeit verzichten soll, bedeutet sie ist vollkommen abhängig von dir. Sie kann sich auch nichts für den Notfall aufbauen und ist auch im Alter voll auf dich angewiesen. Da die Versorgerehe aber durch Gesetzesänderungen abgeschafft worden ist, seid ihr als Familie gefragt hier Lösungen zu finden, die nicht einseitig sind!

Das wären so meine Ideen.
30.03.2014, 16:51 Uhr | Ruba
Hallo mangolino,
bei solchen Beiträgen wie den Deinigen wünschte ich mir auch die andere Seite zu hören. Natürlich kannst Du hier keine konkreten Zahlen nennen und das macht die Sache schwierig. Wir wissen daher nicht, ob das Haushaltsgeld knapp oder großzügig bemessen ist und wie es prozentual im Verhältnis zu euren "Rücklagen" steht. Wie alt sind denn eure Kinder ? Wie lange besteht schon die Selbständigkeit Deiner Frau und wie gut sind die Chancen, dass diese demnächst einmal profitabel ist ?
Ich finde es höchst problematisch in so einem Fall Ratschläge zu geben weil die Schilderung einfach zu einseitig ist und wir die Sicht Deiner Frau nicht kennen.
Zumindest ist ein unterschiedlicher Umgang mit Geld in einer Ehe höchst problematisch. Und ich habe in Deinem Beitrag auch das Gefühl, dass Du die Haus- und Erziehungsarbeit Deiner Frau ziemlich gering schätzt.
Dass Deine Frau ihr Kaufverhalten Deinem Einkommen anpasst ist ja nicht ganz unverständlich. Höheres Einkommen soll ja auch höhere Lebensqualität bedeuten.
Wie wäre es denn die Rücklagen einfach separat fest anzulegen, so dass Deine Frau sie nicht einfach monatlich mit verbraten kann ? Und statt EC-Karte auf Bargeld umzusteigen, das hilft vielen auch besser die Kontrolle zu behalten.
Nicht jeder Mensch kann von Natur aus gut mit Geld umgehen, das ist ähnlich wie mit dem Ordnungssinn - einige Menschen haben es, andere brauchen mehr Hilfe.
LG
30.03.2014, 09:33 Uhr | marinadiezweite
Hallo mangolino, zunächst einmal finde ich es gar nicht so wichtig, wie man aufgewachsen ist mit dem Geld. Denn ich denke, dass man später seine Einstellung ändern kann. Und dass man als erwachsener Mensch auch in der Lage ist, sich Realitäten anzupassen.
Mir drängt sich etwas der Eindruck auf, dass deine Frau gern an Statussymbolen und Äußerlichkeiten festhält.Was eigentlich eine völlige Verkennung euer finanziellen Situation ist. Und dass sie umso leichtsinniger wird, je mehr du dazubutterst.
Auf jeden Fall ist es wichtig, die Arbeit des Partners zu würdigen, selbst wenn diese nicht wirklich viel einbringt. Aber es ist auch wichtig, dass ihr wieder zwei selbstständige unabhängige Menschen werdet. Wenn deine Frau ihre Idee verwirklichen will, wenn sie dafür wegen der Kinder nicht mehr Zeit investieren will oder kann, dann ist das ja ihre und eure Entscheidung. Aber wenn sie in der Arbeitszeit nicht mal einen Minijoblohn erzielt, stelle ich die Effektivität schon in Frage.
Nun ist euer Tenor vorwurfsvoll, logo. Du hast schon einen Nebenjob, du butterst aus deiner Arbeit was zu. Sinnvoller wäre es, sich noch ein Mal zusammenzusetzen, genau zu klären, wieiviel deine Frau für den Haushalt braucht. Kleidung und so könntet ihr gemeinsam kaufen und entscheiden. Für das Haushaltsgeld an sich solltest du ihr aber Freiraum lassen. Sie fühlt sich vielleicht zu Recht kontrolliert. Das Haushaltsgeld kann ja das gleiche wie vorher bleiben. Aber sie kann es lernen, allein damit zu wirtschaften. Wenn es dann alle ist, ist es alle. Und basta. Sobald du nichts mehr nachschiebst und dich da raushälst, kann sie auch lernen, besser mit dem Geld auszukommen.
Auto, wenn sie meint, dass es BMW sein muss, da solltest du unbedingt rigoros sein. Entweder reicht ihr Taschengeld dafür oder sie muss da was verändern. Nach dem Gespräch sollte Geld kein Thema mehr sein. Am besten ist es, du hälst dich genau an die Vorgaben. Es wird nichts nachgeschossen, die Konten werden getrennt. Deinen Nebenjob würde ich auch ganz schnell wieder aufgeben, sonst zeigst du ihr, dass du dich zwar ärgerst, aber immer noch zu Mehrarbeit fähig bist.
So lernt ihr vielleicht sogar nach und nach, euch wieder zu respektieren. Denn deine Nebenjobs sind nicht selbstverständlich.
Das ganze funktioniert halt nur, wenn du auch Ernst machst mit dem Stichwort: Geld ist alle. Vor allem sollten solche Bemerkungen, dass du geizig bist, eigentlich von dir überhört werden. Wenn man das Konto überzogen hat und immer sagen wir zwischen 90 und 320 Euro dazubuttert, muß das nicht sein.
Zuletzt editiert am: 30.03.2014, 09:35 Uhr, von: marinadiezweite
29.03.2014, 21:34 Uhr | BabyOne
Noch eine Ergänzung: wenn kein Geld für Urlaube zurückgelegt werden kann, dann "müsst" ihr keineswegs Geld aus der Rücklage dafür nehmen. Ihr könntet auch schlicht einen Urlaub zuhause verbringen. Das gleiche Spiel mit dem Auto - kann man es sich nicht leisten, könnte man es ja mal abschaffen.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
29.03.2014, 21:30 Uhr | BabyOne
Hallo Mangolino,

ich sehe das Problem nicht unbedingt in der unterschiedlichen Einstellung zum Geld, denn egal wo man aufgewachsen ist, man musste doch innerhalb seines Rahmens mit Geld auskommen. Mal ist der Rahmen weiter und mal enger, aber grundsätzlich ist die Situation ja doch die gleiche.

Ich vermute, ihr habt ein Kommunikationsproblem. Ich vermute weiter, Deine Frau fühlt sich von Dir nicht genügend respektiert - denn erstens wirfst Du ihr ja vor dass sie nichts zum Unterhalt der Familie beiträgt (auch wenn das objektiv stimmen mag) und zweitens wirfst Du ihr vor dass sie nicht mit Geld umgehen kann (und auch das mag stimmen). Ihre Reaktion darauf ist ja nicht sachlich, sondern anscheinend emotional. Wenn man sich nicht geachtet fühlt, wird Geld schnell zu einem Machtsymbol, und der Umgang damit wird irrational. Vielleicht ist es auch eher die Angst sich eingestehen zu müssen, dass sie in ihrem Beruf eben einfach erfolglos ist und dass sie sonst nichts richtig kann, oder das Gefühl, beruflich von Dir abgehängt worden zu sein wegen der Betreuung der Kinder.

Ich würde also sagen, die Antwort darauf kann nicht nur rein sachlich sein, sondern Du musst sehen, wie Du mit Deiner Frau wieder in Kontakt kommst, ganz unabhängig von der Geldfrage. Gibt es andere Probleme zwischen euch, gibt es Dinge die Du tun kannst, damit sie sich von Dir nicht angegriffen oder herabgesetzt fühlt?

In Bezug auf das Geld wäre es sinnvoll, einmal einige Monate lang ein Haushaltsbuch zu führen, damit man sieht wo das Geld hingeht. Da sie aber die Einkäufe macht, müsste sie dabei auf jeden Fall kooperieren. Vielleicht kannst Du da etwas mit ihr aushandeln in dem Sinn "Ich halte meinen Mund und kritisiere Dich nicht meht. Du kaufst ein wie Du es für richtig hälst, und nach drei Monaten werten wir das Haushaltsbuch aus und sehen mal was Sache ist."

Deiner Frau das Konto zu sperren wäre eine Art Kriegserklärung, von daher würde ich das lieber nicht gleich als erstes machen.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
29.03.2014, 15:01 Uhr | Noora
Hallo mangolino,

Zusammenfassend würde ich es so handhaben:

1. strenge trennung von eurem privatkonto und ihrem geschäftskonto. Dein gehalt ist nicht dazu da, eine eventuell nicht tragende geschäftsidee zu finanzieren.

2. nenne ihr einen zeitraum, indem du bereit bist, das familieneinkommen alleine zu bestreiten. Deine frau kann diesen zeitraum nutzen, um ihre selbständige tätigkeit aufzubauen. Setzte ihr dazu eine genaue frist. Hierbei ist natürlich das alter der kinder und die betreuungssituation zu berücksichtigen.

3. vielleicht braucht ihr keine eheberatung, sondern eine finanzberatung?
Lg noora
Zuletzt editiert am: 29.03.2014, 15:04 Uhr, von: Noora

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