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08.02.2017, 11:22 Uhr | Rodney
Guten Morgen,
möchte mich erstmal „vorstellen“, damit ihr etwas Background zur Situation habt. Ich bin ein 34j. alter alleinerziehender Vater und wohne mit meinem 7 jährigen Sohn zusammen in unserer schönen Hauptstadt. Seit über 3 Jahren getrennt von der Kindesmutter bei der auch meine 5 jährige Tochter wohnt. Wir haben für beide Kinder geteiltes Sorgerecht.

(Vorab eine Anmerkung: Auch wenn ich jetzt im folgenden nichts gutes von der Mutter zu berichten habe, dass Verhältnis zu Ihr ist mittlerweile normalisiert und wir versuchen wegen der Kids das auch so beizubehalten, meine Tochter schläft auch 1-3x im Monat bei uns)

Zu meiner Vorgeschichte:
Nachdem die Kindesmutter mich damals als wir noch zusammen waren finanziell ausgebeutet hat, mich 1 Jahr lang mit nem Anderen betrogen hat (der jetzt auch mit Ihr und meiner Tochter zusammen lebt), mich psychisch soweit kaputt bekommen hat, dass ich schwere Depressionen bekam die mit Medikamenten behandelt werden mussten (die auch dazu führten das ich meine steile berufliche „Karriere“ beenden musste und diesen Beruf bis heute nicht mehr ausüben darf). Infolge dessen bin ich in die Privatinsolvenz gerutscht (man hat ja Jahrelang meine Rücklagen für´s shopping ausgegeben, war nie auch nur einen einzigen Tag selbst arbeiten und hat obendrein auf meinen Namen Kreditkartenschulden in unglaublicher Höhe angehäuft). Was folgte war natürlich ein leben mit Hartz4.

Nachdem ich mich trotz aller Umstände nun wieder auf dem „Weg nach oben“ bzw. „Weg zur Normalität“ befinde was das berufliche angeht, konnte ich aus meinem Hobby meine eigene berufliche Zukunft formen und lege grad den Grundstein dafür über eine Weiterbildung. Um mir eine entsprechende Reputation in der neuen Berufsumgebung zu verschaffen, muss ich momentan leider auch oftmals einen grossen Teil meiner Freizeit (notfalls auch nachts wenn mein Sohn dann schläft) opfern und über mein Home-Office arbeiten und lernen.

Jetzt zu der Problematik um die es mir hier eigentlich geht:

Ich möchte meinem Sohn endlich ein schöneres Leben bieten können, sowohl finanziell als auch zeitlich gesehn. Mein Sohn ist mein Ein und Alles, ein liebes, aufgewecktes, verspieltes Kind, dass seinen Vater auch über alles liebt. Leider hat er zu seiner Mutter ein total abgeklärtes Verhältnis weil er natürlich sehr vieles mitbekommen hat, was sie mir angetan hat und er macht daraus auch keinen Hehl. Er sagt er will eine neue Mama und geht nur mal zu ihr um seine schwester zu sehen. Dadurch ist er aber auch 100% seiner Zeit bei mir und ich habe eigentlich nie auch nur mal ein paar stunden zeit für mich, was mich nicht stört, denn mein sohn ist ein super-toller typ.

ABER:
Ich merke das ich durch die ständige Dauerbelastung/Beanspruchung an eine Genze gekommen bin was geistige und körperliche Belastbarkeit anbelangt. Ich merke, dass er und ich mehr Zeit füreinander brauchen, das äussert sich zB durch für ihn untypisches Verhalten in der Schule. Ich bekomme keine richtige Struktur mehr in unsere Tagesabläufe und der Haushalt leidet auch momentan sehr weil ich garnicht mehr weiss woher ich die Zeit nehmen soll um das alles zu bewältigen. Der Druck von allen Seiten ist enorm hoch, die Schule meckert und will ihn gleich zum psychologen schicken anstatt sich mal mehr mit ihm zu beschäftigen, das jobcenter macht druck weil man ja heute als alleinerziehender Vater am besten noch 12 stunden im dreischicht-system arbeiten gehen soll, ich selbst setze mich natürlich zusätzlich unter druck weil ich einerseits ein guter Vater sein will, es meinem Kind an nichts Mangeln soll, ich ein Vorbild sein will und ihm (und auch meiner Tochter ) mehr bieten will als ein hartz4 leben bei dem es an allen ecken nur heisst „nein mein kleiner das können wir uns nicht leisten“………. Schon beim schreiben hier kommen mir die Tränen, es heisst immer „andere schaffen das ja auch irgendwie“, aber die haben auch meistens viele Familienmitglieder die ihnen dauerhaft hilfestellung leisten.

Ich will das mein kind glücklich und gesund ist, das ist meine höchste Priorität . Ich wende mich hier an euch in der Hoffnung, dass es vielleicht irgendeine Art von Hilfe (und sei es eine Haushaltshilfe oder ähnliches…) für alleinerziehende in Berlin gibt, die mir helfen können diese momentan kaum zu bewältigende Masse an Problemen zu bewältigen, zu ordnen oder wenigstens Lösungswege kennen. Aufgeben ist für mich jedenfalls keine Option.

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüsse aus der Hauptstadt
Alleinerziehende Väter - Die Randgruppe der Randgruppen
 
09.02.2017, 11:43 Uhr | bke-Robert-Baldini
Hallo Rodney,

in unserer Online-Beratungsstelle begrüße ich Sie und heiße Sie herzlich willkommen.

Louise-19 und serfina haben bereits einige Hinweise zu Ihrem Anliegen gegeben, denen ich mich anschließen kann.
Zu Ihrer Entlastung können Sie sich an eine Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern (Erziehungsberatungsstelle) wenden, um zunächst einmal zu klären, welche Unterstützung für Sie und welche für Ihren Sohn sinnvoll ist. Eine Erziehungsberatungsstelle hält in der Regel ein breites Angebot vor: Erziehungsberatung, Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen, Familientherapie, Kontakte zum Jugendamt schaffen usw.
Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, bei dem für Sie zuständigen Jugendamt eine Familienhilfe zu beantragen. Da Sie wegen Depressionen in Behandlung waren/sind, ist auch die Beantragung einer Haushaltshilfe bei der Krankenkasse denkbar. Insofern gibt es einige Entlastungsmöglichkeiten für Sie und Ihren Sohn.
Vielleicht fangen Sie mit der Erziehungsberatungsstelle an, die mit Ihnen erörtern kann, wie Sie im Einzelnen vorgehen und Sie u.U. auch bei entsprechenden Beantragungen unterstützen kann.
Eine solche finden Sie u.a. unter Eingabe Ihrer Postleitzahl unten rechts auf der bke-Startseite.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen auf diese Weise gelingt, die aktuelle Überforderungssituation zu überwinden.

Mit besten Grüßen

Bke-Robert-Baldini
 
08.02.2017, 20:14 Uhr | -serafina-
Falls Du mich meinst: Ich habe keine Ahnung, was eine EFB-Beratungsstelle ist.

Aber die BKE bietet ja auch persönliche Beratungen an, auch vor Ort, glaube ich.

Was mir noch eingefallen ist: Gibt es in Berlin auch Leihomas (und Opas), die ehrenamtlich arbeiten, die also interessiert sind, eine Beziehung zum Kind aufzubauen und dann zu festen Terminen was mit dem Kind machen?
Serafina
 
08.02.2017, 14:59 Uhr | Rodney
Die Trennung der Kinder kam daher, dass mein Sohn schon immer absolutes Papa-Kind war und ist. Er wollte es so, ich wollte es so und so war es denke ich auch das beste. Und natürlich liebe ich meine kleine Tochter genauso sehr wie meinen Sohn, nur betrifft die momentane Situation halt hauptsächlich meinen Sohn und mich. Wenns nach mir gegangen wäre damals hätte ich auch meine Tochter bei mir behalten, aber das hätte die Kindesmuter nicht zugelassen. Meine Tochter war noch zu jung um einen eigenen Wunsch zu äussern, also musste ich sie mit der Mutter gehen lassen, denn leider haben Frauen immer noch mehr rechte wenns um die Kinder geht, zum glück ändert sich in dem Bereich ja vieles. Aber die kids wohnen jetzt trotzdem nur 5min. voneinander entfernt und waren die letzten jahre auch in derselben kita und sie kommt auch auf dieselbe schule wie mein sohn.

Die Situation zwischen der KM und meinem Sohn wollte ich jetzt nicht weiter thematisieren, denn wenn ich alles erzähle was sie nicht nur mir sondern auch ihm schon "angetan" hat, dann würde ich in 3 tagen hier noch sitzen und am selben text schreiben. Die kripo war auch schon 2x bei ihr zu hause wg. Drogen, hab das dem Jugendamt erzählt, na was haben die wohl dazu gesagt? --> Das wäre keine Gefährdung des Kindes, weil die Mutter ja ansprechbar war und drogensucht eine anerkannte Krankheit ist.

Ich habe lange zusammen mit den Erziehern in der Kita versucht meinen Sohn wieder näher an seine Mutter heranzubringen, aber dazu müsste Sie ja auch ihren Teil tun, was sie aber nicht interessiert. Und wir mussten feststellen, dass er das eigentlich garnicht will und ich werde ihn nicht zwingen. Sie ruft ja auch nie an um mit ihm zu reden oder fragt ob er mal bei ihr schlafen kann oder zusammen auf den Spielplatz....garnichts. Ich weiss deine Überlegung wirklich zu schätzen und kann Sie auch nachvollziehen, aber ich hab das Alles schon durch mit der KM.

Inwieweit kann einem denn z.B. die EFB Beratungsstelle helfen? Also ausser zu beraten meine ich, hast du vielleicht Erfahrung in der Hinsicht?

LG Rodney
Alleinerziehende Väter - Die Randgruppe der Randgruppen
 
08.02.2017, 13:14 Uhr | Louise-19
Hallo, Rodney,
ich denke, Du mußt Deine eigene geistige und körperliche Gesundheit sehr viel stärker berücksichtigen als Du es derzeit tust.
Du darfst nicht bis zur Erschöpfung arbeiten.
Das geht nicht, Dein Sohn braucht vor allem einen gesunden Vater.
Tausend Mal besser ein gesunder Vater, der Zeit für ihn hat,
als ein erschöpfter, am Rande des Zusammenbruchs, und dabei Sekt und Kaviar.
Gruß,
Louise
 
08.02.2017, 12:25 Uhr | -serafina-
Hallo Rodney,

wie kam das denn, dass Ihr die Kinder getrennt habt? Und liebst Du Deine Tochter genau so? Ein bisschen klingt das für mich so, als "gehöre" der Sohn Dir und die Tochter Deiner Ex-Frau.

Ich würde Dir raten, Dich an eine Beratungsstelle zu wenden. Nicht nur Dir, sondern auch Deinem Sohn zuliebe und ich sehe das ähnlich wie die Schule, dass er evtl. auch psychologische Betreuung brauchen könnte. Ich nehme Deine Worte so auf, dass Dein kleiner Sohn tief verstrickt ist in den Konflikt seiner Eltern und das ist eine Bürde, die kein Vier-, Fünf-, Sechs-, Siebenjähriger tragen kann.

Wenn sich Euer Verhältnis normalisiert hat, und das finde ich super: Könnt Ihr beide dem Kleinen nicht den Weg zu seiner Mutter wieder eröffnen, auch Du in einer Art inneren Erlaubnis, dass er die Last, sich mit Dir zu solidarisieren, aufgeben darf und soll, dass er seine Mutter wieder lieben darf (ich weiß schon, Du hast es ihm ja nicht verboten, aber Kinder fühlen sich manchmal in verquerer Weise verantwortlich) und Du mit all dem klar kommst? Das würde am Ende auch Dich entlasten.

Vielleicht könntest Du Dich auch ans Jugendamt wenden, es gibt da ja auch eine breite Palette an Hilfsangeboten, beispielsweise in Form einer Familienhilfe?
Serafina
 
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