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Eltern, Jugend, Jugendliche, Pubertät, Sorgen, Probleme, Stress, Sexualität, Ritzen, selbstverletzendes Verhalten (SVV), Missbrauch, Mobbing, Schule, Beratung
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13.06.2017, 11:07 Uhr | Chiri2207
Hallo zusammen

Nur kurz zu mir.
Ich bin 35 Jahre alt und komme aus //Edit//.
Mein Sohn ist im April 8 Jahre alt geworden

Ich bin seit 4 Jahren von der Mutter meines Sohnes getrennt. Sie hat damals beim Jugendamt die Beistandschaft beantragt. Wir haben die letzten Jahre auch immer eine gute Kommunikation gehabt. Unser Sohn ging bei uns immer vor und wir haben uns die Betreuung immer ganz gut aufgeteilt. Mein Sohn lebt bei seiner Mutter und wird von mir an den Tagen, wo seine Mutter Spätdienst hat, von mir betreut. Das hat auch immer ganz gut geklappt. Seit 6 Monaten habe ich eine neue Partnerin und seitdem haben wir erhebliche Probleme ( Ich kann mir denken, dass ich diesbezüglich nicht der einzige bin). Meine Partnerin und mein Sohn haben sich schon kennengelernt und mehrmals getroffen.Sie verstehen sich sehr gut miteinander. Jetzt ist das so, dass die Mutter nicht möchte das mein Sohn und meine Freundin in meiner Wohnung sind (bzw. übernachten).

Frage 1
Kann die Kindsmutter das bestimmen ? Das mein Sohn nicht mit meiner neuen Partnerin zusammen kommt?

Wir waren nicht verheiratet, haben aber schon seit Geburt unseres Sohnes das gemeinsame Sorgerecht. In den letzten 2 Monate wurde die Situation leider nicht besser. Ich habe auch im nach hinein erfahren das mein Sohn nicht in der Schule war, weil sie zu den Großeltern gefahren sind. Verstehen sie mich nicht falsch. Ich habe diesbezüglich kein Problem, nur hätte ich gerne Bescheid gewusst. Mir wurde darauf hin gesagt (gedroht), dass das ihr gutes Recht ist und es durchaus auch sein kann, dass sie wieder in ihre Heimatstadt (//Edit: Stadt=weit weg von Stadt Vater//) zurück geht und sie selbstverständlich unseren Sohn mitnimmt. Natürlich weiß ich, dass das nicht so einfach geht, aber ich will nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Ich bin mit meinem Latein am Ende und wende mich heute an sie hier im Forum, weil ich nichts gefunden habe, wohin man sich wenden kann. Außer Anwalt und Gericht, würde ich ganz gern vermeiden, weil ich nicht möchte, dass unser Sohn noch mehr darunter leidet. Ich habe damals schon mit der Elternberatungsstelle Kontakt aufgenommen, da aber die Mutter die Beratung mit mir zusammen nicht wollte. Ist das leider auch wieder im Sande verlaufen.

Frage 2
Können sie mir einen Rat geben, bezüglich der geschilderten Situation ?
Was gibt es für Möglichkeiten? geordnetes Wechselmodel ?

Ich möchte ihr jetzt Vorschlagen, dass sich meine Freundin und die Mutter meines Sohnes einmal kennen lernen, weiß aber nicht, ob es das besser macht?
Ich hatte und habe immer einen sehr guten Kontakt zu meinem Sohn gehabt. Er hatte ein sehr schlechtes Gewissen seiner Mutter gegenüber, weil er sich mit meiner Freundin sehr gut verstanden hat. Er hat auch der Mutter gegenüber erwähnt, dass er sie sehr nett findet und sie mag. Seitdem ist es noch schlimmer geworden. Ich habe ihn nun jetzt seit über 3 Wochen nicht mehr gesehen und wenn ich ihn mit ihm telefoniere ist er sehr gehemmt, weil seine Mutter zuhört.
Sie hat mir auch ganz klar gesagt, dass sie das nicht möchte und ich sollte den Kontakt zwischen meinem Sohn und meiner neuen Freundin bitte unterlassen.

Ich wäre sehr froh und dankbar, wenn sie mir helfen könnten

//Edit: bke-Stephan-Bäcker: Ortsnamen entfernt, um die Privatsphäre zu wahren//
Zuletzt editiert am: 21.06.2017, 10:37 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
und weiter geht´s
 
21.06.2017, 14:45 Uhr | Chiri2207
Ich danke für die vielen Antworten und freu mich das ich den Schritt hier ins Forum gemacht habe.
Ihr habt mir sehr geholfen. Ich werde leider nicht um einen Anwalt(Meditation) herumkommen.
Mein Sohn wäre eigentlich diesen Donnerstag und Freitag bei mir gewesen. Habe gestern Abend die Nachricht bekommen, dass das jetzt doch nicht möglich sei. Auf meine Nachfrage warum, erhielt ich die Antwort, weil sie schon was anderes vorhaben. Ich bin bin kein Freund von irgendwelchen Ämter, Behörden oder auch anderen Institutionen, aber scheinbar ist es nicht anders lösbar.
Wünsche euch allen einen schönen Nachmittag
und weiter geht´s
 
21.06.2017, 08:54 Uhr | Pauliprinzessin
Die Eifersüchteleien werden mit der Zeit weniger aber ganz aufhören wird es wohl nie.
Ich bin schon seit über 8 Jahren mit einem neuen Partner zusammen. Mittlerweile sind wir bald drei Jahre verheiratet.
Erst hat der Papa Sohn ausgefragt: Wo schläft denn M. wenn ihr bei ihm übernachtet. Sohn hat nämlich Stolz erzählt dass er im Meer schläft, im Wasserbett :) und natürlich ganz viele andere Fragen. Plötzlich ist es ihm auch wichtig geworden, dass Sohn Papa zu ihm sagt, vorher war er immer der Meinung das sein Vorname völlig ausreicht. Mein Sohn hat angefangen Papa zu seinem Stiefvater zu sagen, der richtige Papa hat dann stets immer wieder erklärt, dass er der Papa ist und der andere Mann maximal dann als Stiefvater zu bezeichnen wäre... Der richtige Papa hatte anfangs ziemlich häufig wechselnde Damen zu Besuch, auch im Beisein unseres Sohnes. Mittlerweile hat sich das gelegt, ich höre und sehe nichts mehr von den Damen und Söhnchen erzählt auch nichts mehr von irgendwelchen Frauennamen. Eine feste Partnerin ist ja was anderes als alle paar Wochen sich einen neuen Namen merken zu müssen. Ich war nicht eifersüchtig, aber habe darum gebeten die Bettgespielinnen doch lieber an den kindfreien Wochenenden und unter der Woche zu halten bis jemand dabei ist der als Partner vorgesehen ist, auch wenn es nie eine Garantie gibt.
Du machst das super, die Mama deines Sohnes wird sich an die Situation gewöhnen. Klar, kann es sein dass sie immer mal wieder reingrätscht. Sie hat halt Angst davor, dass eine andere Frau im Leben ihres Sohnes Platz haben könnte. Wenn es aber Konstant bleibt wird dein Sohn davon profitieren. Da er älter wird kann er der Mama dann auch erklären, dass er in seinem Bett viel besser schläft als bei der Mama (ich persönlich fand es ziemlich anstrengend als mein Sohn bei mir im Bett Nächte verbracht hat und habe zugesehen, dass ich ihn da wieder raus bekam)
 
20.06.2017, 23:09 Uhr | BabyOne
Hallo Chiri,

ein neuer Partner würde vermutlich schon dafür sorgen dass Deine Exfrau sich entspannt, aber den kann man ja nicht herzaubern...

Ich finde Du gehst sehr einfühlsam mit Deinem Sohn um und kannst sehr gut auf seine Bedürfnisse eingehen. Ich drück Dir die Daumen, dass seine Mutter das möglichst bald auch wieder sehen kann.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
 
20.06.2017, 10:26 Uhr | marinadiezweite
Hallo Chiri2207, ich finde, dass du schon sehr toll reagiert hast. Dein Sohn fragte, ob da deine Freundin auf dem Kopfkissen geschlafen hat. Bei nächster Gelegenheit kannst du mal fragen, was diese Frage zu bedeuten hat. Ob das deinen Sohn irgendwie stören würde. Ich vermute da nämlich fast so eine Art Zwangshandlung hinter. Der Junge hat (nicht altersgerecht) immer im Bett von deiner Ex und dir geschlafen. Das ist so ein bisschen, als wenn er als Schutzschild gebraucht wurde. Egal aber, solange der Wunsch nicht vom Kind ausgeht, ist es einfach keine gute Idee, Kinder im Elternbett schlafen zu lassen. Sie wollen das ja gar nicht und bekommen da eine Art ungewollter Macht und Rolle über die Eltern.
Nun ist der Junge auf dem sehr guten Weg, dass sich das verändert. Er kann nämlich kein Ersatzmann für deine Ex sein. Was er instinktiv auch spürt.
So gesehen hat deine neue Partnerin im doppelten Sinne keinen Platz in deinem Leben, wenn es nach der Mutter geht. Weder in einer Beziehung noch auf dem Kopfkissen neben dir. Ich finde es gut, dass du das ganze langsam angehen lässt. Dass dein Sohn aber auch alle Fragen ruhig stellen darf. Und dass du nur sagst, wie du das handhaben möchtest. So kann er zu Hause erzählen, was er gesehen hat. Gibt aber keine Grundlage für Heimlichkeiten oder Forderungen der Mutter.
Ich glaube, Kinder verstehen sowieso sehr schnell, dass eine Mann- Frau-Beziehung was anderes ist als eine Vater-Kind. Und so, wie du dich verhälst, lernt er langsam, dass deine Freundin einen sehr wichtigen Platz in deinem Leben hat. Und er auch einen, aber eben einen anderen. Fang daher auf keinen Fall Rituale an wie Kind zurück ins Ehebett.
 
19.06.2017, 12:20 Uhr | Chiri2207
Hallo zusammen

Ich bin echt erstaunt wie nah ihr der Sache kommt. In letzter Zeit höre ich von meiner EX-Freundin immer wieder ihr Mann in ihrem Leben hat sie und sie braucht keinen anderen. Das ist auch neu, aber wie ich hier lese, scheinbar gar nicht so selten. Nur noch mal zum Verständnis wir sind seit 2013 getrennt (hatten schon noch mal den Versuch zusammen zu kommen, aber es ist nicht möglich gewesen, dafür ist leider damals zuviel passiert) und seit über 6 Monaten bin ich in einer neuen Beziehung. Ich dachte irgendwann müssten doch die "eifersüchtelein" aufhören, oder ist das erst möglich, wenn sie einen neuen Partner hat? Wie sind da eure Erfahrungen?

Eigentlich wollte ich nur berichten über unser "Papawochenende".
Es war sehr schön und entspannt. Am Samstag haben wir für die Schule gelernt und dann haben wir gespielt und die Zeit im Garten verbracht.Am Abend waren wir mit meiner Freundin zusammen beim Burger essen. Danach haben wir meine Freundin nach Hause gefahren, weil das ja seine Mutter so will. Es kam ihm glaub ich auch ein bisschen blöd vor, aber ich möchte ihn nicht in Gewissenskonflikte bringen. Er wollte in seinem Zimmer und in seinem Bett schlafen (in der früh ist er immer zu mir ins Bett gekrochen und wir haben noch ein wenig weiter geschlafen) *Zunge* Ich bin sehr stolz auf ihn. Er ist ein echt toller Jung, aber man merkt das ein Druck auf ihm lastet. Weil er Zuhause Mama alles erzählen muss. Ich sagte ihm das, das kein Problem sei und er immer alles Mama erzählen kann. Es gäbe zwischen mir und Mama keine Geheimnisse.(bezüglich unserem Sohn) Das ist aber leider nicht ganz die Wahrheit, aber ich hoffe das wir das irgendwann erreichen.

Es tut mir echt gut, hier darüber zuberichten und die Antworten sind immer sehr aufschlussreich. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und Päckchen zu tragen,aber sie manchmal zu teilen ist doch besser, als sie (wie ich) jahrelang allein zu verarbeiten.

Ich danke euch und wünsch euch eine sonnige Woche
und weiter geht´s
 
17.06.2017, 20:58 Uhr | BabyOne
Hallo Chiri,

einen achtjährigen zu zwingen mit der Mutter in einem Bett zu schlafen, ist nicht gut. Mit acht Jahren steht zwar noch nicht unmittelbar die Pubertät bevor, aber irgenwann entwickeln Kinder ja auch ein Gefühl für Intimität und Scham, und spätestens dann wäre es wirklich unpassend ihm nicht einmal ein eigenes Bett anzubieten. Das macht den Eindruck, dass die Mutter ihn unbewusst als Partnerersatz sieht. Das kommt bei alleinerziehenden Müttern mit einem Sohn übrigens wohl nicht so selten vor.

Anders wäre es, wenn er mal wegen Alpträumen von sich aus käme oder wenn der Wunsch von ihm ausgehen würde, weil er sich einsam fühlt. Aber auch dann sollte in jedem Fall ein eigenes Bett vorhanden sein, weil der Wunsch nach einer Privatsphäre mit Sicherheit irgendwann aufkommt, selbst wenn er jetzt noch nicht vorhanden sein sollte. Den Vater zu einem schlechten Vater zu erklären weil das Kind bei ihm ein eigenes Zimmer hat und dort auch schläft ist - bei allem Verständnis für verschiedenartige Sichtweisen - völliger Quatsch.

Für mich klingt das so, als ob es hier verschiedene Themen gibt, die am Besten im Rahmen einer Beratung zu besprechen wären. Sie hat ihre Sichtweise und verteufelt Deine. Demnach wird sie auch auf sachliche Argumente von Deiner Seite unter Umständen nicht eingehen können. Unter solchen Umständen ist es gut, wenn eine neutrale Person das Gespräch moderiert und dafür sorgt, dass das Gespräch lösungsorientiert läuft und nicht abgleitet.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
 
17.06.2017, 18:17 Uhr | Louise-19
Hallo, Chiri,
ich denke, Du solltest nochmal mit der Mutter reden, um ihr klarzumachen,
daß Deine Freundin nicht nur eine vorübergehende Bekanntschaft,
sondern was Festes/Deine Lebensgefährtin/Deine Verlobte
und mittelfristig auch Deine Mitbewohnerin ist.
Und zweitens, daß, selbst wenn es wider alle Wahrscheinlichkeit nicht läuft,
Du vorhast, auf jeden Fall in einer Partnerschaft zu leben,
aber nicht mit der Mutter Deines Sohnes.

Und drittens, daß Du, egal was kommt, weiterhin zu Eurem Sohn stehen wirst,
so daß sie selbst sich ebenfalls auf Partnersuche begeben kann,
falls sie das wünscht.

Obacht: Ich kenne sie /euch alle nicht, und das ist also ein Rat aus der Ferne, ohne Gewähr.
Viele Grüße,
Louise
 
16.06.2017, 11:48 Uhr | Chiri2207
Guten morgen zusammen

Danke für die tollen Antworten. Gerade BabyOne hat es auf den Punkt gebracht und schildert es sehr treffend. Es ist leider eine sehr verfahrene Situation. Ich freue mich so auf das Wochenende, weil ich meinen Sohn (hab ich seit über 3 Wochen nicht mehr gesehen) über das Wochenende bei mir habe. Wir werden ein richtiges "Papawochenende" zusammen haben, meine Freundin wird sich auch zurückziehen(über dieses Wochenende), dem lieben frieden willen. Das ist natürlich auf Dauer nicht möglich. Es lastet so eine emotionaler Druck auf meinem Sohn und ich hoffe ich kann ihm, den so gut es geht nehmen, aber vielleicht können sie mir sagen ob es normal ist, das ein 8 jähriger Junge fragt, ob meine Freundin auf dem Kopfkissen geschlafen hat ? Auf welcher Bettseite sie geschlafen hat ? Ob sie mit meinem Auto gefahren ist ?
Darüber bin ich sehr erstaunt, aber beantworte sie immer wahrheitsgemäß.
Es ist scheinbar sehr oft so und macht mich sehr traurig, das Erwachsene mit ihren Eitelkeiten und übertriebenen "Beschützer-Instinkt" oft nicht sehen, wen sie am meisten damit verletzen.
Versteht mich bitte nicht falsch. Sie ist eine sehr gute Mutter, aber sie merkt oft nicht, welchen (vielleicht unbewusst) Druck sie auf unseren Sohn ausübt.
Noch ein kurzes Beispiel. Die Situation ist so
Mein Sohn hat bei mir sein Zimmer mit seinem Bett. Er hat früher schon gern in seinem Bett geschlafen, aber seine Mutter wollte, dass er bei uns im Bett schläft.
Nach unserer Trennung hat sie eine kleine Wohnung genommen und der kleine schlief bei ihr im Bett bis heute. Jetzt ist es nur so, dass sie mich verurteilt und sagt ich würde meinen Sohn zwingen (wenn er bei mir ist ) bei ihm in seinem Zimmer und in seinem Bett zu schlafen. Es tut mir Leid dass ich hier so komische fragen stelle, aber ich kenne mich bald überhaupt nicht mehr aus und hoffe ihr könnt mir weiter helfen.
und weiter geht´s
 
15.06.2017, 20:01 Uhr | BabyOne
Hallo Chiri,

heißt das, dass Du derzeit Deinen Sohn nicht sehen kannst, weil die Mutter dem nicht zustimmt?

Wende Dich unbedingt sofort ans Jugendamt. Dort wird auch Unterstützung geleistet bei Schwierigkeiten mit dem Umgang. Beim meinem Lebensgefährten war es so, dass seine Exfrau ihm das Kind - ohne sachlichen Grund - schlicht nicht mehr geben wollte. Er hat sie zunächst eindeutig aufgefordert, den Umgang wieder zuzulassen stand dann auch trotz ihrer Absage beim nächsten Umgangstermin bei ihr vor der Tür, und wurde wie angekündigt abgewiesen (da ging es darum, dass sie nicht hinterher behauptet er sei ja gar nicht interessiert gewesen und wäre er gekommen, hätte sie ihm das Kind doch gegeben...). Er war danach beim Jugendamt und hat die Situation geschildert, dann wurde seine Exfrau schriftlich kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen (war keine Pflicht, aber es war doch ein ziemlich offizielles Schreiben) und in dem Termin wurde ihr klipp und klar gesagt dass das so nicht geht. Es kam dann zu einer neuen Umgangsregelung, und von da an lief es wieder. Das Jugendamt hat vielleicht nicht immer so einen Erfolg, aber in unserem Fall war die Erfahrung damit sehr gut. Ich denke, sowohl bei Umgangsverweigerung als auch bei Drohungen mit einem Wegziehen muss man klare Ansagen machen, und zwar zügig.

Die Idee mit dem Kennenlernen zwischen Exfrau und neuer Freundin ist gleichzeitig gut und nicht so gut . Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man sich kennen lernt und sich dann vielleicht auch über das Kind austauschen und normal miteinander umgehen kann. Nicht so gut fände ich es, wenn Deine Freundin durch ein Treffen beweisen müsste dass sie ein anständiger Mensch ist und Deine Exfrau sie quasi genehmigen soll. Das steht ihr schlicht nicht zu. Du bist genauso Vater wie sie Mutter und Dein Urteil über die Vertrauenswürdigkeit einer anderen Person muss ausreichen. Du musst vermutlich auch darauf vertrauen, dass sie das Kind nicht zu völlig ungeeigneten Leuten gibt. Die Frage ist ja auch, ob sie ernsthaft bezweifelt dass Deine Freundin ein guter Umgang für euren Sohn ist, oder ob es nicht eher um ganz andere Dinge wie Eifersucht und Besitzdenken geht - gegen die könnte nämlich auch eine noch so nette Freundin gar nichts ausrichten.
Zuletzt editiert am: 15.06.2017, 20:04 Uhr, von: BabyOne
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
 
14.06.2017, 12:24 Uhr | bke-Robert-Baldini
Hallo Chiri2207,

zunächst einmal heiße ich Sie in unserem Forum herzlich willkommen.

Ihrem Beitrag entnehme ich angesichts der geschilderten Situation große Sorge und Ohnmacht, die ich gut nachvollziehen kann.
Wenn sich – wie in Ihrem Fall – Auseinandersetzungen zwischen getrennt lebenden Eltern verhärtet haben, empfehle ich immer wieder die Hinzuziehung einer außenstehenden Fachkraft, um mit deren Hilfe zum Wohle des gemeinsamen Kindes einen Konsens zu finden. Leider hat sich die Kindsmutter bisher einem solchen Gespräch verweigert.
Dabei sollte das Kindeswohl immer im Vordergrund stehen, wovon sich auch Familiengerichte und Jugendämter leiten lassen. Solange Sie dagegen nicht verstoßen, hat meiner Auffassung nach Ihre Ex-Partnerin kein Recht, die Einzelheiten der Wahrnehmung Ihres Sorgerechtes zu bestimmen.

Für Ihren Sohn ist es wichtig, dass er einen verlässlichen Rahmen hat, für den die Eltern verantwortlich sind. Nachrangig ist dabei, um welches Besuchsmodell es sich dabei handelt, auch wenn ich persönlich der Auffassung bin, dass Kinder einen Lebensmittelpunkt brauchen.
Darüber hinaus sollten Eltern ihr Kind nicht in ihre Auseinandersetzungen hineinziehen und in so genannte Loyalitätskonflikte bringen.
Ihr Sohn liebt Sie beide, und ich gehe davon aus, dass Sie beide Ihren Sohn lieben. Also ist die Frage zu beantworten, was für Ihren gemeinsamen Sohn gut ist, und eigene Befindlichkeiten zurück zu stehen haben. Auf dieser Ebene können Sie noch mal versuchen, mit der Mutter ins Gespräch zu kommen.
Ihre neue Freundin gehört nun mal inzwischen zu Ihnen, und diese Tatsache schadet nicht Ihrem Sohn, allenfalls der Streit darüber.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch das Hervorheben des Wohles Ihres gemeinsamen Sohnes und Ihrer beider Liebe für ihn, Ihre Ex-Partnerin erreichen und den störungsfreien Kontakt zu ihm wieder herstellen können. Darüber hinaus hoffe ich, dass Sie hier weitere Anregungen von den Forumsmitgliedern erhalten.

Mit besten Grüßen

Bke-Robert-Baldini
 
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