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11.02.2020, 22:43 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Liebe Eltern,

ich möchte gerne auf einen Film hinweisen. Vielleicht waren einige von Ihnen schon im Kino, Morgen, Mittwoch, 12.02.2020 sendet die ARD um 20:15 Uhr den Film „Weil Du mir gehörst" im TV.

Es geht um eine Trennung. Um ein Kind im Loyalitätskonflikt. Eltern, die in der Trennungsauseinandersetzung Ihr Kind aus dem Blick verlieren. Es ist ein Film, allerdings habe ich den Eindruck, dass die Filmemacher gut recherchiert haben und sich - für einen Spielfilm - dem Thema in einer realistischen Weise angenommen haben.

Der Film steht jetzt schon in der Mediathek.

Warum ich darauf hinweise? Mich (und hoffentlich andere Eltern auch) interessiert sehr , ob Sie sich angesprochen fühlen. Welche Themen, welche Szenen Sie erreicht oder berührt haben. Gibt es etwas, was Sie nachdenklich gemacht hat, vielleicht sogar Ihr eigenes Denken und Handeln beeinflussen könnte? Eine Diskussion über die Inhalte des Films könnte hier im Forum sehr passend und für alle interessant sein.

Ihnen allen wünsche ich eine gute Nacht, helle Träume und freue mich auf Ihre Beiträge,

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 11.02.2020, 22:44 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
15.02.2020, 12:36 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Hallo marinadiezweite,

mit Interese habe ich Ihren Beitrag im Thread zum Film "Weil du mir gehörst" gelesen. In dem Film wurde- in der Tat überspitzt, was jedoch zu solchen Filmen dazugehört- die besondere Rolle der Großeltern heraus- und dargestellt. Deren für das Kind gut gemeinte Engagement wirkt einerseits oft vordergründig unterstützend für die Familie in der Trennung, andereseits kann es den Kindern Ihre Situation auch zusätzlich erschweren. Dies geschieht nicht immer offen, sondern auch subtil und unterschwellig. Ihren Satz, liebe marinadiezweite, "besonders die Kontakte zu den Verwandten des Trennungspartners sind am Anfang besser komplett zu trennen. Die Kinder dürfen gern zu Oma und Opa, zu Tantenbesuchen, finde ich. Aber man selbst sollte sich da sehr stark heraushalten ", habe ich in diesem Zusammenhang nicht ganz verstanden. Vielleicht habe "stehe ich auch gerade auf dem Schlauch*wink*", würde mich jedoch freuen, wenn Sie mir schreiben würden, wie Sie's genau meinen.

Viele Grüße und einen schönes Wochenende,
bke-Lorenz Bauer

|editiert wegen Tippfehler|
Zuletzt editiert am: 15.02.2020, 19:32 Uhr, von: bke-Lorenz-Bauer
14.02.2020, 11:01 Uhr | marinadiezweite
Hallo Herr Bäcker, man darf natürlich nicht übersehen, es ist und bleibt ein Film. Heißt, alles wird dramatisch überzogen. Ich finde, die Mutter reagiert sehr sehr überzogen. Sehr gut gespielt von Julia Koschitz, deren Mimikspiel oft genauso viel aussagt wie die Sprache. Felix Klare traut man auch alles zu, das ist eine gute Voraussetzung für diesen Film. Denn die eigentliche Problematik ist schon sehr ernst und alle Beteiligten machen jeden Fehler, den man so machen kann. Besonders bei der Mutter spiegeln sich deutlich alle Konflikte wider, die sie selbst hat. Man spürt Neid auf den Mann, der wieder in einer glücklichen Beziehung lebt. Beeinflussung durch ihre Mutter, die ganz stark wirkt. Ihre Unsicherheit, die katastrophale Folgen hat. Sie will halt immer die beste und bessere sein.
Ich glaube, in jedem Mensch steckt nach einer Trennung alles von diesen Gefühlen. Meist ja schon vorher, wenn es kriselt. Da bekommen die Kinder auch schon viel mit. Es werden mithilfe der Kinder Fronten aufgebaut. wenn aber die Trennung vollzogen ist, dann kommt die schwere Zeit des Arrangierens mit dem Wochenendpapa oder der Wochenendmama. Und das Arrangieren mit Verwandten, Omas.... . Alle sind ja emotional beteiligt, wollen es gut meinen.
Ich finde, einige Dinge gehen gar nicht: Aushorchen der Kinder, auch wenn es schwer fällt, sollte man dieses lassen. Für die Kinder alles regeln wollen. Weiter überall gut Freund zu sein.
Besonders die Kontakte zu den Verwandten des Trennungspartners sind am Anfang besser komplett zu trennen. Die Kinder dürfen gern zu Oma und Opa, zu Tantenbesuchen, finde ich. Aber man selbst sollte sich da sehr stark heraushalten. Wenn der Partner das arrangiert und mit den Kindern zu Oma Tante und sonstwas fährt, dann ist das seine Entscheidung.
Wenn er was absagen muss, dann ist das wichtig, dass die Kinder da mit einbezogen werden. Dass er ihnen das erklären kann.
Insofern ist ein Film halt immer was überspitztes, um zu zeigen, so nicht. Und das hat die und die Wirkung.
Auch wenn es am Anfang unglaublich schwer fällt, sollte man seine Kinder vorbehaltlos dem anderen Elternteil zum Wochenende geben. Einfach mal schauen, wie es funktioniert. Ich persönlich hatte gute Erfahrungen gemacht, wenn die Kinder halt davon erzählen. Nicht alles, was man selbst schrecklich findet, ist für die Kinder schrecklich. Schlafen auf Luftmatratzen, Nächte bei den Eltern der Lebensgefährtin zwischen großen Hunden und viel Dreck.... . Ja, ich könnte auch Geschichten erzählen.
Ich selbst hab mal den Kindern schicke Sachen mitgegeben, weil eine Feier angesagt war. Diese wurden an dem Wochenende im Matsch und Dreck verhunzt. Besonders ein Paar Schuhe meines Sohnes konnte ich nicht mehr retten und warf sie wutentbrannt in die Mülltonne. Das war mir eine große Lehre. Danach gab es immer Kleidung dort, die dort blieb und Kleidung hier, die nicht so empfindlich war.
14.02.2020, 09:12 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Liebe Eltern,

haben Sie den Film geschaut? Wie ist es Ihnen dabei ergangen? Wie war es für Sie, dass vor allem die Mutter eher die Manipulierende war? Oder haben Sie das ganz anders wahrgenommen?

Viele Grüße schickt

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 14.02.2020, 09:45 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker

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