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31.08.2022, 13:55 Uhr | reneplewa
Liebe Leute,

kurz zur Geschichte: Meine von mir getrennt lebende Frau und ich haben 4 Kinder im Alter von 2, 9, 12 und 14. Die Trennung und Auszug meinerseits erfolgte vor zwei Jahren, zunächst in eine 1-Zimmerwohnung, so dass ich die Kinder im Wesentlichen nur am Wochenende und dann auch nicht alle zu mir nehmen konnte. nach einem neuerlichen Versuch, es doch wieder gemeinsam zu probieren, haben ich dann Anfang des Jahres entschieden, die Trennung als endgültig zu lassen. Nun entstand der Wunsch bei den großen Kindern, mehr Zeit bei mir zu verbringen, was ein Umzug in eine größere Wohnung notwendig machte. Die mittleren entschieden sich dann dafür, größtenteils bei mir zu wohnen, die Große im Wechselmodell. Dies wurde auch in einer gemeinsamen Umgnagsvereinbarung so festgelegt.
Nun hat die Große den Wunsch geäußert, dass sie auch hauptsächlich (Verhältnis 10 Tage/ 4 Tage) bei mir leben möchte. Ich hatte nun, nachdem zwei Monate so vergangen waren, dass ich eine Änderung der Umgangsvereinbarung wünsche.
Die Mutter verweigert dies jedoch ebenso, wie die Umstellung des Kindergeldes, da sie dann finaziell nicht mehr klar käme.
Frage: wie soll ich mich verhalten, noch dazu, da die Große in den konflikt immer mehr hineingezogen wird...
04.09.2022, 09:15 Uhr | bke-Claudia-Rohde
Hallo reneplewa,
da sind ja schon einige Antworten gekommen.
Passt da was für Sie? Wie geht es Ihnen mit den Ideen?
bke-Claudia Rohde
02.09.2022, 13:04 Uhr | marinadiezweite
Hallo reneplewa, ich finde es wichtig, den Wunsch deiner Tochter zu verstehen. Denn wenn sie mehr bei dir sein wird, kann man das nicht nach Lust und Laune wöchentlich oder monatlich ändern. Es muss für einen längeren Zeitraum Bestand haben.
Beim Kindergeld geht es ja darum, wie die Relation ist.
Eine Mutter kann sicher nicht problemlos eine große Wohnung loswerden. Dafür eine kleine nehmen, um finanziell besser über die Runden zu kommen. Umgedreht hat sich bei dir nun auch was verändert in Blick auf eine größere Wohnung. Es wird finanziell schon auch sehr eng, wenn 2 Partner optimalen Platz für 3 Kinder anbieten wollen.
Ich würde da auf jeden Fall erstmal beim Jugendamt fragen, was du machen darfst und kannst. Um welche Beträge es geht. Mit deiner Tochter sollte dieser finanzielle Aspekt nicht zur Diskussion stehen.
Man darf nicht vergessen, dass deine Exfrau sicher auch sehr beleidigt ist. Und sauer auf ihre Tochter. Das kann man nicht wegdiskutieren.
01.09.2022, 18:07 Uhr | Louise-19
Hallo reneplewa,
korrigier mich, wenn ich falsch liege,
aber das Jüngste ist der Trennungsgrund, und zu ihm hast Du keinen Kontakt?

Und, wohnt die Ex noch in der Familienwohnung?

Ich finde, sie hat eine Bringschuld, soll doch sie zur Abwechslung mal in eine Einzimmerwohnung
(oder vlt. Zweizimmerwhg.) ziehen.
Wobei ich sie aber auch nicht vor den Bus schubsen würde.
Viele Grüße, L-19
Zuletzt editiert am: 01.09.2022, 18:10 Uhr, von: Louise-19
01.09.2022, 12:09 Uhr | bke-Andrej
Hallo Reneplewa,

auch von mir als Moderator noch Gedanken dazu:
Die Situation halte ich für sehr komplex, es gibt viele verschiedene Interessen und ist daher prädestiniert für Konflikte - da braucht es nicht einmal konfliktfreudige Menschen dazu. Meine Empfehlung wäre: Tun Sie alles, um diesen Konflikt auf Elternebene auszuräumen, nicht mit dem Ziel: alle sind glücklich sondern: Wir treffen eine Vereinbarung, die sowohl Mutter als auch Vater tragen können. Jugendämter, Erzeihungsberatungsstellen können hier idR. gut helfen und moderieren. Die Tochter ist aus dem Konflikt herauszuhalten.
Die Wünsche Ihrer Tochter sollten Sie ernstnehmen aber: Sie als Eltern gehen tatsächlich vor - es sollte keine/r der Eltern in existentielle Not geraten. So wie ich es verstehe ist regelmäßiger Kontakt aller Kinder zu beiden Elternteilen in jedem Fall gewährleistet - da ist schon mal die große Kuh vom Eis. Es geht also nur noch um die feinere Abstimmung des Umgangs - das ist richtig viel Arbeit und Organisation bei 4 Kindern, aber hier darf es auch Versuch und Irrtum geben. Das sind die 3 wichtigsten Dinge, die es braucht: Elternkommunikation, Elternkommunikation,Elternkommunikation

Alles Gute
bke-Andrej Eilert
01.09.2022, 00:06 Uhr | Louise-19
Hallo reneplewa,
die beiden mittleren Kinder, 9 und 12 Jahre alt, leben Vollzeit bei Dir,
die Älteste, 14 Jahre zu 50%, im Wechselmodell,
und sie möchte ebenfalls Vollzeit bei Dir wohnen.

Ich kann sie sehr gut verstehen, und sehe keine Probleme.

Daß die Mutter, die ja mit dem Jüngsten nicht arbeiten kann,
dadurch in finanzielle Bedrängnis gerät,
liegt in der Natur der Sache.

...
Doch, ich sehe ein Problem:
Die Älteste ist eine Jugendliche ,
die Mittleren sind noch Kinder.
Das kann zu mehr Streit und wirklichen Konflikten führen, wenn sie
wieder komplett zusammen leben.
50% der Zeit kann man Rücksicht nehmen und zurück stecken,
aber irgendwann will man auch zu seinem Recht kommen.

Soweit erstmal meine Gedanken dazu,
Gruß, L-19
Zuletzt editiert am: 01.09.2022, 00:09 Uhr, von: Louise-19
31.08.2022, 21:13 Uhr | bke-Kira-Morgenthal
Guten Abend reneplewa,

ich begrüße Sie bei uns im Elternforum!

Sie haben vier Kinder und haben sich vor einiger Zeit von der Mutter der Kinder getrennt. Es wurden Umgangskontakte zwischen Ihnen und den Kindern geregelt. Nun wollen zwei ältere Töchter bei Ihnen wohnen. Sie deuten an, dass es der Mutter nicht passt und es auch finanziellen Einschnitt für sie bedeuten würde, wenn die ältere Tochter zu Ihnen ziehen würde. Sie meinen, dass es die Kinder sehr belastet, weil sie in den Konflikt der Eltern mit einbezogen werden.

Auf den ersten Blick klingt es von Ihrer Seite machbar, was Ihre Tochter möchte und sich vorstellt. Dennoch braucht es etwas mehr Klarheit und Nüchternheit, wenn Sie es wirklich umsetzen wollen.

Auf jeden Fall ist es wichtig für Sie als Eltern zu verstehen, warum die Tochter lieber zum Vater möchte und wie Sie sich das Leben dort mit allen Veränderungen, die damit einher gehen, vorstellt. Wissen Sie und die Mutter, warum sie nicht mehr bei der Mutter wohnen bleiben möchte? Was nennt sie für Gründe?

Ich habe mich auch gefragt, ob Sie selbst es sich vorstellen können und wie es für Sie als Vater wäre. Haben Sie genug Platz für beide Kinder? Können Sie den Alltag mit zwei Jugendlichen bewältigen? Wie würden Sie es sich mit den Umgängen wünschen oder was für ein Modell stellen Sie sich als passend für die Kinder und sich vor?

Bevor es zu so einer endgültigen Entscheidung kommt, könnte es wichtig sein, die Gründe der Tochter zu verstehen und dann auch mit der Mutter ein Gespräch zu suchen. Wahrscheinlich wird beides ohne Dritte nicht klappen. Wer hilft Ihnen im Moment dabei zu kommunizieren? Es sollen nicht die Kinder sein!

Ich hoffe, dass Sie im Austausch hier etwas Stärkung und Klarheit bekommen! Das brauchen Sie in erster Linie auch den Kindern gegenüber. Schreiben Sie, was die Mutter fordert und wer Ihnen dabei hilft, diesen Konflikt zu bewältigen. Keine einfache Aufgabe für Sie beide als Eltern gerade und auch für die Kinder nicht. Ich hoffe, es kommt nicht noch zu mehr Streit und sie können sich bald einigen.

Schreiben Sie, was Sie darüber denken und was Sie dazu brauchen.

Mit freundlichen Grüßen

bke-Kira-Morgenthal (eine Moderatorin aus dem Moderationsteam)
Zuletzt editiert am: 31.08.2022, 21:15 Uhr, von: bke-Kira-Morgenthal

Treffer: 7

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