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08.04.2013, 11:23 Uhr | bke-Gregor
Ich fand die Diskussion über moralisch korrektes Essen sehr interessant und anregend!

Wie haltet Ihr es eigentlich mit dem Thema "Sich moralisch korrekt kleiden"? Unser Konsum an Kleidung führt in vielen Ländern zu massiven Umweltproblemen und zu brutaler Ausbeutung von Arbeitskräften.

bke-Gregor *bye*
Zuletzt editiert am: 08.04.2013, 11:24 Uhr, von: bke-Gregor
19.01.2018, 18:15 Uhr | Besen74
hej zusammen

ich finde es auch schwer. beim Essen wie beim Kleiden. Selbst wenn man Zeit und/oder Geld hat muss man viel nachforschen und nachdenken. Label und dergleichen bedeuten oft nicht das was man glaubt, und wenn man in die Tiefe geht, merkt man oft, wie sehr man mit dem eigenen VErhalten doch hinter dem zurück bleibt, was man sich so vorstellt.

Die Welt ist einfach brutal kompex, und das naheliegende, einfache mit dem wir aufwachsen und das wir gewöhnt sind - diskret unter scheusslichen Bedingungen produzierte Konsumgüter, diskret bei adneren abgeladener Müll - zu hinterfragen und Alternativen zu finden, die man leben kann - das ist (finde ich) keine Einmalaufgabe. Das ist (für mcih) ein Tasten und Weiterentwickeln.

Manchmal denke ich, ich sollte radikaler sein. Kann man damit zufrieden sein, Sachen zu kaufen, die unter ETWAS BESSEREN Bedingungen produziert werden? Gibt es ein richtiges Leben im falschen Turbokapitalismus?

Man kann aber nur was man kann. Kann nur was man will. Will nur was man wollen kann. Und wenn man in eine Familie lebt, kann man auch den anderen nichts verordnen - und sich nciht völlig absondern in seinem Konsumverhalten.

Weder kann ich / will ich in eine radikale Kommune / einen Kibbbutz ziehen oder auf einem Ökobauernhof alles selber anbauen und färben - noch kann / will ich schlussfolgern: "bringt alles eh nix, her mit Billigfleisch und einem grossen SUV, nach mit die Sintflut!"

Also mache ich weiter mit dem von einigen Schreibern beschriebenen Mix aus SecondHand, Ökoklamotten mit Fairtradezusage, und ab und an prüfen was man ändern kann...

Wischiwaschi-Idealismus *hypocritically*

LG
B
13.01.2018, 00:41 Uhr | Spidermom
Sich "korrekt" kleiden ist super schwer! Es gibt ja einige Versandhäuser die mit Bio-Baumwolle arbeiten, aber ich habe leider die Erfahrung gemacht dass die Sachen nicht nur super teuer sind sondern z.T. auch schnell auftragen, oder bei Kindersachen, schnell einlaufen. Eigentlich sind mir die Produktionsbedingungen auch wichtiger als der biologische Anbau. Ich finde es nicht fair wenn man sich die allerbilligsten Klamotten kauft und aber weiß dass die Leute die diese Klamotten genäht haben sie wahrscheinlich selbst nicht kaufen können. Oder wenn man sich mal versucht den Stundenlohn auszurechnen den die Person wohl bekommen hat, die das Teil genäht hat. Ausgehend von der Zeit die man selbst brauchen würde um so etwas herzustellen. Wobei ja ein Großteil des Preises fürs "Design" draufgeht. Es gibt wohl auch Firmen die in Europa produzieren, aber die sind sehr teuer, also kann man da nicht immer kaufen. Andererseits will ich auch gemäß den Standards der Gesellschaft in der ich lebe aussehen, also, z.B. keine Oberteile oder Strumpfhosen mit riesigen Löchern tragen. Und ich will auch dass mein Junge Sachen tragen kann die ihm passen und gefallen und bequem sind, und dass er nicht in löchrigen Hosen geht. Das wäre mit nur selbst gemachten Sachen nicht zu schaffen, allein weil er bestimmte Motive auf seinen Sachen "braucht".
Mein Weg ist z.Zt. viel Second Hand einzukaufen - obwohl von den Sachen die ich auf dem Weg bekomme auch vieles unfair produziert ist. Irgendwie fühle ich mich damit besser. Eine Zeit lang habe ich Sachen die mir nicht gefielen bei einem Online-Versand eingeschickt, aber jetzt gibt es den nicht mehr. Kindersachen verkaufe ich manchmal auf Flohmärkten, so dass sie nicht bei mir "lagern" sondern genutzt werden. Das, was ich kaufe, und was mir gefällt, versuche ich lange zu tragen, bis es wirklich "auf" ist, und erst dann etwas neues zu kaufen.
17.09.2017, 09:55 Uhr | marinadiezweite
Ja, steff hat auch recht. Es gibt soviele Bereiche, wo man drauf achten sollte. Ökologie und Bio ist ein riesiges Thema. Bei Lebensmitteln finde ich es manchmal relativ einfach. Es muss nicht immer bio sein, regional und unverpackt finde ich auch schon ganz super. Was da teilweise sehr unansehnlich in Plastik verpackt ist, von Gemüse über unansehnlichen Kräutern, das finde ich schon bedenklich.
So ganz kommt man aber wohl auch nicht ohne Kleidung aus, die irgendwie nicht ''moralisch'' ist. Die sehr teure Sportkleidung von verschiedenen Firmen wird in Ländern produziert, wo die Arbeitende Bevölkerung nicht gerade unter tollen Bedingungen tätig ist. Da kann ich manchmal nur den Vorteil sehen, dass diese Kleidung gefühlt ewig hält. Habe sie innerhalb der Kinder jahrelang weitergereicht. Wenn so eine Sporthose oder ein T-shirt dann mehr als 6 Jahre hält, empfinde ich das zumindest als nachhaltig.
Auch Baumwolle mag vielleicht aus Öko kommen, da gibt es sogar bei Billigläden Zettel, die behaupten, sich auf Ökostandard zu berufen. Dennoch kann ich nicht den ganzen Weg des Textils nachvollziehen. So sind mir persönlich immer noch die Textilien am liebsten, die gefühlt ewig halten. Auch wenn sie nach paar Jahren aus der Mode sind. Da ist für mich moralisch korrekt gekleidet eher, dass ich auf zeitlose aber nicht langweilige Formen und Farben achte, die man vielseitig kombinieren kann.
Die man notfalls auf Flohmärkten weiterverkaufen kann. Definitiv ist da Baumwolle, wenn auch nicht immer wertvoll erzeugt, doch etwas besser zu verwerten, zu verschenken. Bei uns gibt es viele Soziale Einrichtungen, die getragene Kleidung direkt annehmen und ebenso direkt weiterverkaufen.
15.09.2017, 19:35 Uhr | Steff-14
Das entschuldigen war dem geschuldet.das ich germerkt habe das.das thema mir zu groß ist.es geht ins unendliche.nach der kleidung geht es über den haushalt.wenn man es genau nimmt und nicht mit ziehen möchte in dem was man vorgestellt bekommt.dann zieht man am besten in ein baumhaus.aus holz.hat einen garten.wasser aus einem brunn und ein paar tiere.weißt du wie ich meine?richtlinie hin oder her.ich finde es gibt zuviele falsch gänger.die preisen sachen aus.wo der name es nicht verdiennt hat.man wird doch in die irre geführt.ob lebensmittel oder kleidung.
15.09.2017, 19:06 Uhr | Ninaaaaa
Wieso entschuldigen?:) Ist doch nur wichtig zu klären ob man über dasselbe redet oder nicht bei Diskussionen. Ich sehe das mit den weitern Transportwegen und der Umverpackung bei Lebensmitteln zb ganz ähnlich wie du.*smiling*

Und grad das Thema Kleidung finde ich auch wichtig, zu oft schaut man nur auf die Lebensmittel.
15.09.2017, 18:36 Uhr | Steff-14
Tut mir leid ich möchte nichts durcheinander würfeln.wenn man auf solche seiten geht.mittlerweile ist es editiert.dann steht immer wieder etwas von faire entlohnung.nicht von der natur ware.in dem falle baumwolle.ich lasse es.ich werde den bio buum wahrscheinlich nie begreifen.lg steff.
15.09.2017, 18:25 Uhr | Ninaaaaa
Doch, klar kann Bio-Kleidung auch eingefärbt sein. Wieso sollte es keine Färbemittel geben, die nach biologischen Richtlinien produziert wurden? Du wirfst da einiges durcheinander.. Faire Entlohnung ist nicht gleich "bio"!
Zuletzt editiert am: 15.09.2017, 18:26 Uhr, von: Ninaaaaa
15.09.2017, 17:16 Uhr | Steff-14
Die bio Kleidung gut und schön.aber man stellt fest das die biokleidung auch eingefärbt ist.dann ist es doch kein bio mehr? Es geht doch lediglich darum das es faire entlohnung geben soll an die produktion.hat mit bio nichts zu tun.ich finde das das mit dem bio total ausgenutzt wird.sei es die lebensmittel wo drauf steht bio.die sind auch in folie gepackt.hat auch nichts mit bio zu tun.selbst bio ware kommt aus taiwan zwar mit material was vielleicht abbaubar ist.die ware macht aber auch ein langen weg hier her und verschmutzt wiederrum auch die umwelt.ich bin davon noch nicht überzeugt.
15.09.2017, 16:49 Uhr | Anja-Eierberg
Wer Kleidung von ... (edit: bitte keine konkreten Firmennamen angeben) anzieht unterstützt damit auch Kinderarbeit und die Ausbeutung der Bauern in den produzierenden Länder.
Jeder sollte für sich selbst überlegen, ob das 10€ Shirt diese Ausbeutung Wert ist. Hier habe ich mich informiert falls es jemanden interessiert
edit: wg. Hinweis auf externen Link

edit:// bke-Meret
Zuletzt editiert am: 15.09.2017, 17:02 Uhr, von: bke-Meret
25.04.2013, 23:45 Uhr | Louise-19
Hallo, Proserpina,
ich wollte doch noch was zum Konzept der "bescheidenen Kleidung" schreiben,
von dem Franka unausgesprochen ausgeht, indem sie das Gegenteil "provokativ" nennt.

Da ist schon ein Stück weit was dran.
Vor längerem hab ich mir eine Mädchenzeitschrift gekauft,
in der Tips gegeben wurden,
wie man sich schminkt und kleidet, um älter zu wirken.
Und zwar 5 Jahre älter ab 12 Jahre.
Die Photos wirkten sehr überzeugend,
und ich gehe davon aus, daß das mehr oder weniger gekonnt nachgemacht wird.

So daß es dazu kommt, daß eine 13-jährige sich als -16- darstellen kann,
und ebenso für sexuell erfahren und entsprechend zugänglich gehalten wird.

Sie "provoziert" somit Wünsche und Sehnsüchte, die sie nicht erfüllen, die sie andererseits aber auch noch nicht angemessen zurückweisen kann.

Ich hoffe, das ist verständlich, was ich schreibe,
viele Grüße,
Louise
25.04.2013, 21:07 Uhr | TablJoe
Protest schrieb:
TablJoe schrieb:
Bevor ihr wie die letzten Höhlenmenschen weiter postet, ohne euch zu verstehen, weil jeder die Schlüsselwörter falsch definiert, solltet ihr eine gemeinsame Definition finden, oder weiter euch gegenseitig ins Gesicht furzen.

Nach so einer Einleitung hoffst du doch nicht mehr darauf, dass jemand auf deinen geschriebenen, gar nicht so schlechten Text *wink* eingeht, oder?

Richtig, meine Beiträge sehe ich am liebsten als den Letzten in jedem Thema... :)

Nachdem was hier gepostet wurde, erwarte ich nicht mal mehr eine Antwort die hier noch Wunder bewirken kann...
25.04.2013, 11:21 Uhr | Protest
TablJoe schrieb:
Bevor ihr wie die letzten Höhlenmenschen weiter postet, ohne euch zu verstehen, weil jeder die Schlüsselwörter falsch definiert, solltet ihr eine gemeinsame Definition finden, oder weiter euch gegenseitig ins Gesicht furzen.

Nach so einer Einleitung hoffst du doch nicht mehr darauf, dass jemand auf deinen geschriebenen, gar nicht so schlechten Text *wink* eingeht, oder?
25.04.2013, 04:46 Uhr | TablJoe
Bevor ihr wie die letzten Höhlenmenschen weiter postet, ohne euch zu verstehen, weil jeder die Schlüsselwörter falsch definiert, solltet ihr eine gemeinsame Definition finden, oder weiter euch gegenseitig ins Gesicht furzen.

Ist Moral mehr, als eine Frage der persönlichen Überzeugung?

Falls Moral nur eine Frage persönlicher Überzeugungen sein sollte, wäre es nicht verständlich, dass die eigene Moral für andere vollkommen irrelevant sein kann, von manchen sogar als unmoralisch empfunden wird?

Und: Wie kann man sicher sein, die eigene Moral sei die „Richtige“?

Meine Antwort:
Es gibt keine allgemeingültige Moral, im Grunde nur meine eigene. Moral hat auch mit Gewissen zu tun - habe ich wegen etwas ein schlechtes Gewissen, hab ich wohl etwas unmoralisch gehandelt.
Moral ist variabel und wird auch so gebraucht.
Und ja - gesellschaftliche Moral und persönliche Moral sind zwei Paar Stiefel!!!

Und nun beantworte ich die Themenfrage:
Die Modebranche muss sterben und die Produktion von Kleidung muss wieder rein natürlich werden. Erste Priorität hat nicht das Aussehen, sondern die Funktion.

Solange die Industrie nichts Brauchbares für einen schmalen Taler anbietet, werfe ich niemanden vor, unmoralisch zu handeln, weil er sich Kleidung von Adidas oder anderen menschenausbeutenden Firmen besorgt... Warum auch?
Es wäre ein Fehler auf die überteuerten VERMEINTLICHEN Fairtrade Produkte zu setzen... Wir haben alle mittlerweile gelernt, dass bio nicht gleich bio ist.
Und selbst wenn die Fairtradeprodukte so produziert wurden, wie behauptet, werden sie wesentlich teurer verkauft und das bedeutet mehr Gewinn für dei Unternehmen und mehr Gewinn bedeutet nie was Gutes, wenn ihr mir folgen könnt.

PS:
Jeder der meint, dass 9 Jährige Mädchen Miniröcke tragen, haben mit Sicherheit höchstens SEHR selten mal ein 9-Jähriges Mädchen nur mit Minirock getroffen...
Viele schweben gradezu in Nostalgie, wie gut früher alles war... Doch im wesentlichen hat sich nichts geändert...

Desweiteren: Man kann eigtl. auch sagen: Früher waren alle/viele Frauen schlampen, weil sie viel mehr Kleider als heute trugen. Merkt ihr selber wie schwachsinnig das ist oder? Schämt euch, so über eine Generation + Geschlecht herzuziehen.
24.04.2013, 21:29 Uhr | Louise-19
Hallo, Proserpina,
ich meinte,
Wenn die Kleidung "zeitlos" sein muß,
dann kann sie nicht "extrem modern" sein,
und das heißt,
wenn ich sie noch in 5 Jahren tragen will,
kann sie nicht der Super-Minirock sein,
der nur in dieser Saison in ist.
Schöne Grüße,
Louise
24.04.2013, 21:14 Uhr | Proserpina
@franka

mag sein, dass die Wörter Synonyme sind aber sie bedeuten nicht exakt das gleiche. Moral ist in meinen Augen weitestgehend Kultur unabhängiges, entsprechend finden sich viele moralische Werte in den unterschiedlichsten Kulturen dieser Erde wieder. Während das was als sittlich betrachtet wird, doch sehr von der Kultur und der Epoche abhängt. Insofern sehe ich den Zusammenhang nicht wirklich, weil ich der Meinung bin, dass was die Klamottenmode ist definitiv von der Kultur der Gesellschaft abhängt und nicht von ihrem moralischen Kodex. (z.B. christliche, jüdische und muslimische Moralvorstellungen sind im Kern gleich, aber mit dem was ich hier trage würde ich in einem muslimischen Land wahrscheinlich wegen Verstoß gegen die Sittengesetzte verhaftet. Oder die Moralvorstellungen in Deutschland haben sich seit der Aufklärung kaum geändert, wenn ich aber das anziehen würde was man zu Kants Zeiten trug würde mich hier jeder schief anschauen).

@louise ich weiß gerade iwie nicht worauf du dich beziehst, sorry aber ich checke nicht was du mir sagen willst...
Zuletzt editiert am: 24.04.2013, 21:16 Uhr, von: Proserpina
Leben ist der Anfang des Todes ---- Novalis

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