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18.02.2017, 19:11 Uhr | Ninaaaaa
Hallo,

mich würde interessieren, welche Meinung und Erfahrungen andere dazu haben, ist es gut für Kinder im Kindergartenalter, bei Beerdigungen von Familienangehörigen dabei zu sein? Hilft es ihnen, Teil dieses Abschiedsrituals zu sein, es mitzuerleben, dem Tod so zu begegnen? Oder wäre es zu viel für sie? Vielleicht nicht mal so der Ablauf an sich aber die versammelten Emotionen der Erwachsenen dazu? Klar bekommen sie es vorher und nachher eh mit, aber so auf einem Haufen und konzentriert..?

Viele Grüße
Nina
24.02.2017, 22:52 Uhr | Ninaaaaa
Zuletzt editiert am: 06.03.2017, 23:09 Uhr, von: Ninaaaaa
24.02.2017, 08:12 Uhr | bke-Kai-Menke
Hallo Nina,

erst einmal meine ganz herzliche Anteilnahme!

Ich würde gerne noch einen Aspekt in die Überlegungen einbringen.
Jeder aus Ihrer Familie braucht jetzt seinen Raum für Trauer und Verarbeitung. Sie schauen darauf, welche Form für Ihre Tochter die richtige sein könnte. Das ist sehr verantwortlich von Ihnen. Vermutlich sind Sie auch mit sich selbst und Ihren Gefühlen beschäftigt?
Wenn Sie aus dem Kontakt mit Ihrer Tochter heraus zu dem Schluss kommen, dass es für Ihre Kleine passend sein könnte, in irgendeiner Form an der Beerdigung beteiligt zu sein, dürfen Sie unbedingt miteinbeziehen, wie viel Freiraum Sie denken, selbst für sich beim Abschiedsritual zu benötigen. Gegebenenfalls kann das heißen, dass es außer Ihnen noch jemanden geben sollte, der Halt gebend bei Ihrer Tochter sein kann, falls Sie spüren, dass Sie selbst Schutz und Anlehnung brauchen. Sorgen Sie gut für Ihre Tochter, aber auch für sich selbst. Auch das ist etwas, was Ihrer Tochter Sicherheit gibt.

Ich wünsche Ihnen Kraft und Unterstützung für den Weg, der da gerade vor Ihnen und Ihrer Familie liegt!

Herzlicher Gruß

bke-Kai-Menke
22.02.2017, 13:00 Uhr | Ninaaaaa
Zuletzt editiert am: 06.03.2017, 23:09 Uhr, von: Ninaaaaa
22.02.2017, 11:24 Uhr | bke-Andreas
Hallo Nina,

ist die Beerdigung heute? Falls ja, dann wünsche ich euch eine gute "Feier"/Zeremonie, wo jeder seine Gedanken und Gefühle haben kann, und dass ihr hinterher noch zusammensitzen und euch austauschen könnt!

Liebe Grüße,
Andreas
22.02.2017, 10:02 Uhr | Ninaaaaa
Zuletzt editiert am: 06.03.2017, 23:09 Uhr, von: Ninaaaaa
21.02.2017, 19:38 Uhr | painismylife
Hallo Nina,
ich persönlich war als ich kleiner war mit bei Beerdigungen und empfand es als hilfreich und nicht belastend. Klar ist eine Beerdigung keine schöne Erinnerung, aber auch Kinder möchten Abschied nehmen und trauern. Ich denke, bei Kindern die schon in die Schule gehen sollte man sie einfach selber entscheiden lassen. Ihnen erklären was dort geschieht und ob sie dort mit hin möchten. Mein Neffe wollte im Juni ( er war dort 6) unbedingt zur Beerdigung seines Opas und hat das ganze sehr gut weggesteckt. Ist natürlich auch von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich glaube, dass es da keine Patent-Lösung gibt.
Niemand kann dich retten, wenn du nicht gerettet werden willst.
19.02.2017, 20:20 Uhr | anni123
Guten Abend
letztes Jahr ist der Onkel meines Mannes gestorben. Er war für unsere Tochter soetwas wie ein Opa. Nach langem überlegen hab ich mich entschlossen Sie mit zu nehmen. Sie war damals 4 einhalb. Ich bin froh das ich es gemacht habe. Ich hab vorher mit ihr über den Ablauf gesprochen und ihr erzählt das viele weinen werden. Aber auch das es beim Kaffee trinken oft auch wieder gelacht wird weil man sich gemeinsam an schöne Erlebnisse mit ihm erinnert. Sie dürfte sich selbst im Blumen laden eine Blume aussuchen die wir ins Grab gelegt haben. Habe aber auch meine Mama mit genommen die den Onkel meines Mannes zwar von Familientreffen ganz gut kannte aber emotionalen Abstand hatte. Wäre es nötig gewesen hätte sie die Trauerfeier verlassen musste die aber nicht. Allerdings als wir am Grab standen war der Moment am emotionalsten und nachdem unsere Tichter mit mir und Papa gemeinsam die Blume und Grab gelegt haben und sie ihm noch gesagt hat das sie hofft das es ihm gut geht da wo er jetzt ist, hat Mama die vom Grab weggelotst und ist mit ihr auf dem Friedhof spazieren gegangen bis die Situation vorbei war.
Beim Kaffee hat es niemanden gestört das sie gespielt hat im Gegenteil.
Leben und Tod gehören nunmal zusammen.
Eine Freundin hat ihren Sohn mit 5 nicht mit genommen und stattdessen ein paar Tage später mit ihm und den kleineren Geschwister ne private trauerfeier gemacht indem sie ein Boot gebastelt hat und die Kinder ihre Wünsche an verstorbenen in Form von Bilder an einem Fluss auf Reise geschickt hat. Für die 3 jährige Tochter war das ok aber ihr Sohn hat ihr noch Wochen später gesagt das er wütend ist weil er nicht tschüss sagen durfte.
Soviel zu meinen Erfahrungen. Jedes Kind ist anders und jedem tut was anderes gut. Du kennst dein Kind am besten hör auf dein Gefühl was für euch das richtige ist und entscheide danach und nich danach was die andren denken denn auch Kinder haben ein Recht darauf sich zu verabschieden und im Vorfeld musste ich mich auch oft rechtfertigen ob ich finde das es ne gute Idee ist im Nachhinein kann ich nur sagen für uns war gut es so gelöst zuhaben und würde es auch wieder so machen.
19.02.2017, 19:44 Uhr | Ninaaaaa
Danke Louise! Grad denke ich, vielleicht gibt es auch einen Kompromiss aus beidem, sie kommen mit aber bleiben bei der Trauerfeier direkt draußen und können spielen, kommen zum Grab dann aber mit..oder so ähnlich..mh..

Eine Idee, die ich sehr schön finde, war dass die Kinder Steine bemalen und die dann mitnehmen. Oder Kerzen gestalten. Ein eigenes kleines Abschiedsritual. Und wir haben jetzt zwei alte Kinderbücher zu dem Thema im Keller gefunden und werden die morgen mal anschauen, Abschied von Rune und Julia bei den Lebenslichtern..ich hab sie grad schon mal durchgeschaut, beim einen geht das Kind mit zur Beerdigung und beim anderen nicht. Und beim zweiten Buch trifft das Kind sehr, dass die Mama so emotionslos und kalt ist..wie ich grad:/
Zuletzt editiert am: 19.02.2017, 19:46 Uhr, von: Ninaaaaa
19.02.2017, 18:24 Uhr | Louise-19
Hallo, Ninaaa,
ich denke, es ist gut, das Kind mitzunehmen, aber es sollte jemand dabei sein, der sich im Zweifel vorrangig um das Kind kümmert,
also bereit ist, zur Not auch mit dem Kind die Beerdigung vorübergehend zu verlassen.
Mein Beileid zu Eurem Verlust,
Louise
19.02.2017, 12:42 Uhr | Ninaaaaa
Kinder nicht mitzunehmen, weil es sein könnte, dass sie nicht die ganze Zeit still sein könnten, aus Rücksichtnahme auf die anderen Teilnehmer, ist für mich in dem Fall jetzt kein Argument, wenn es eine Beerdigung von entfernten Verwandten oder Freunden wäre dann ja, dann geht es hauptsächlich um andere und da ist Rücksichtnahme sicher angebracht, aber bei der jetzt geht es hauptsächlich um uns.
19.02.2017, 11:06 Uhr | renasia
@
Ninaaa

das ist antürlich nochmal die andere sache.

Meine Tochter wusste durch den Tod von Haustieren, das der Tod etwas endgültiges ist ( und die Tiere nicht wiederkommen). das musste sie shcon so ba 3 jahren lernen, da der Hamster ihrer Tante verstarb.


naja zu bedenken mit dem ruhig sein, etc man kann ja schauen wie groß die beerdigung ist und es dann in evtl abschätzen wie die leute damit umgehen. ( wir waren allerdings zusammen mit dem Kind auf der beerdigung und wenn die kleine zu laut gewesen wäre, hatte Papa die Messe mit ihr verlassen, da ist die Frage in wiefern das bei dir möglich wäre)
18.02.2017, 22:14 Uhr | Ninaaaaa
Ich weiß es noch nicht SNRSE..ich bin grad ziemlich hin und her gerissen.

Meine Tochter ist vier und liebt sie sehr, sie weiß dass sie heute Nacht gestorben ist aber ich glaube sie kann sich absolut noch nichts drunter vorstellen, nicht was das wirklich bedeutet, tot sein, dass sie ganz weg ist..sie war zwar letztes Jahr mal krank und das haben die Kinder auch mitbekommen und sie auch so gesehen, aber das jetzt war überhaupt nicht absehbar, als sie Montag bei ihr waren war alles ganz normal.
Ich weiß nicht, ob sie wirklich abschätzen kann was so eine Beerdigung ist und bedeutet wenn ich sie selbst direkt frage, ob sie mit will oder nicht..oder ob das meiste ihrer Entscheidung dann doch davon abhängt, wie ich dazu stehe..mh.
Danke Dream!
18.02.2017, 21:35 Uhr | TheDreamcatcher
Hallo Nina,

ich finde es kommt auch darauf an, was für eine Bindung das Kind zu dem verstorbenen Familienmiglied hat. Ich zum Beispiel war 6 als mein Opa gestorben ist und ich war mit auf der Beerdigung, aber ich hab in dem Alter gar nicht so richtig verstanden, was da los war und wieso wir dort waren. Ich mochte meinen Opa zwar ganz gerne, aber unsere Bindung war nicht so eng, dass ich wirklich realisiert habe, was es bedeutet, dass er plötzlich nicht mehr da war.. Also hätte ich im Prinzip auch genauso gut nicht mit zur Beerdigung gehen können.

Wenn das Kind die Person gut gekannt hat, dann finde ich es auf jeden Fall wichtig, dass es eine Möglichkeit bekommt, sich zu verabschieden. Ob das jetzt auf der Beerdigung ist oder auf eine individuelle Weise, ist denke ich weniger wichtig. Ich finde die Idee gut sie zu fragen, ob sie mitkommen möchte und vielleicht kannst Du Dir ja auch das Buch besorgen, von dem Renasia geschrieben hat. Diese Bücher, die Kinder mit schwierigen Themen vertraut machen sollen, sind oft richtig gut.

Liebe Grüße
Dream
18.02.2017, 21:32 Uhr | SNRSE
wie würdest du es machen ?
18.02.2017, 21:22 Uhr | Ninaaaaa
Danke für deine Erfahrung damit, renasia!
Und danke für deine Gedanken dazu, SNRSE.

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