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14.05.2017, 22:01 Uhr | barlume-di-speranza
Hallo liebes Forum,

ich bin 16 Jahre (werde im Oktober 17 Jahre) alt und meine Eltern sind schon relativ lange getrennt. Ich lebe mit meiner Mutter zusammen in Deutschland und mein Vater lebt in Südtirol. Die Kommunikation meiner Eltern ist nicht so gut, weil die Scheidung sehr schmerzhaft gewesen ist und gerade meine Mutter seitdem total auf Abstand geht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass mein Vater bestimmte Sachen wissen sollte, gerade weil ich mich mit ihm sehr gut verstehe. Mir rutschen oft Sachen raus, wo ich im Nachhinein dann denke: "Hättest du das jetzt erzählen dürfen?". Meine Mama ist leider sehr krank und ich habe oft das Bedürfnis mich mit meinem Vater darüber zu unterhalten, weil ich auch sicherstellen möchte, dass er für mich da ist, wenn es (demnächst) richtig schlimm werden könnte. Mein Vater fragt mich auch nach meiner Mutter, weil er weiß, dass mich das sehr belastet. Meine Mutter möchte nicht, dass ich so offen bin, weil sie sich auch sehr schämt, dass ganz viele Dinge jetzt nicht mehr klappen und sie viel Hilfe braucht. Für mich ist es aber schlimm, wenn ich für mich belastende Ereignisse verschweigen muss. Mein Vater ist anders. Er "freut" sich immer, wenn ich ihm ganz offen erkläre, was gerade so passiert und was mich bedrückt. Er hat sich auch noch nie eingemischt oder versucht mir für Mama irgendwelche Ratschläge zu geben. Er sorgt sich sozusagen nur um mich. Ich denke ich bin schon sehr diskret gegenüber meinem Vater und lasse eigentlich auch alle Details weg und überlege sehr genau wie ich bestimmte Dinge formuliere. Trotzdem kommen nach den Telefonaten oft komische Gefühle, weil Mama dann auch fragt, was ich denn so erzählt habe...Sie sagte zu mir, dass ich "lieber mit ner Beraterin darüber reden soll", als mit meinem Vater, weil sie das nicht möchte.
Gestern bei dem Gespräch mit meinem Vater war ich dann sehr verhalten und habe versucht gar nix zu erzählen. Papa hat das dann hinterfragt und dann habe ich ihm erklärt, dass Mama das nicht so gerne möchte, wenn ich "so viel" weitergebe. Er hat darauf entsetzt reagiert und meinte, dass ich ja nie ins Detail gehen würde und dann hat er noch gesagt, dass es für ihn das allerschlimmste wäre, wenn irgendwann der Anruf kommt, dass die Mama verstorben ist und er nicht im Ansatz damit gerechnet hätte.

Ich denke es wäre leichter, wenn meine Eltern wieder miteinander kommunizieren würden, dann könnte Mama selber entscheiden, was sie Papa erzählt und was nicht...Papa wäre sicher bereit dazu (hat es wahrscheinlich auch schon mehrfach versucht), Mama ist da sehr stur.

Habt ihr (Jugend) denn auch Erfahrungen mit fehlender Kommunikation zwischen den Eltern gemacht? Habt ihr das irgendwie klären können?
Oder kennt ihr (Eltern) das Problem auch (vielleicht in anderen Situationen), dass bestimmte Themen irgendwie Tabu sein sollen oder dass die Kinder vielleicht Dinge erzählen, die sie für sich hätten behalten sollen? Ist es ein Schamgefühl gegenüber dem Expartner oder doch eher Wut und Trauer? - Ich möchte es eigentlich nicht totdiskutieren, aber vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie ich mich verhalten kann, damit ich mich wohler fühle *Glücklich*

Ich freue mich über Antworten von Eltern- und Jugendseite Daumen hoch

Herzliche Grüße,

barlume-di-speranza
Zuletzt editiert am: 14.05.2017, 22:03 Uhr, von: barlume-di-speranza
 
23.08.2017, 22:37 Uhr | barlume-di-speranza
Trauriger Abend.

Sie wird keine Schmerzen haben, haben sie gesagt. Es wird auch nicht wehtun, haben sie gesagt. Es wird schnell gehen, haben sie gesagt. Ich werde nicht alleine sein, haben sie gesagt.
 
20.08.2017, 08:06 Uhr | bke-Lana
Grüß dich Barlume-di-Speranza,

es ist tatsächlich ärgerlich, dass es noch so lange bis zur Untersuchung ist. Ich verstehe auch dein Ärgernis über deine Unbeweglichkeit und vielleicht auch noch Schmerzen, die einen gerade daran erinnern, dass da etwas nicht stimmt. Die Schmerzen sind ja auch Warnsignale. Dein Körper meldet dir gerade, dass die volle Belastung, wie du es gewohnt bist, nicht geht und fordert sich seine Zeit ein, um zu heilen. Manchmal ist es auch so, wenn wir uns unter Druck setzen und uns zu viel zumuten, als es dem Körper und Geist lieb ist, dann streikt es einfach und es passieren kleine Unfälle.
So ähnlich, wie bei dir. Kann sein, dass dein Körper dir versucht zu sagen, du solltest etwas kürzer treten, zur Ruhe kommen und Tempo rausnehmen. Deswegen Vorfall mit deinem Bein. Versuche doch, etwas zu entspannen und die Füße hoch zu legen.

Wünsche dir einen schönen Sonntag.
bke-Lana
 
20.08.2017, 00:19 Uhr | barlume-di-speranza
Erst in 3 Wochen, weil ich eher keinen Termin bekommen habe. Mal gucken wie das so wird... Es nervt gerade total weil man so unbeweglich ist und ich meiner Mutter so schlecht helfen kann. Ich finde es schon schwer einen Tee zu transportieren.
 
14.08.2017, 21:31 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Barlume-di-Speranza,

Mist, das ist ja wirklich ärgerlich und tut mir leid! Wann bekommst du denn das MRT?
Gute Besserung und vorallem auch Geduld!

Viele Grüße *Tschüss*
bke-Lorenz
Zuletzt editiert am: 14.08.2017, 21:33 Uhr, von: bke-Lorenz
 
14.08.2017, 21:18 Uhr | barlume-di-speranza
Danke:) bin beim joggen mit dem linken Fuß umgeschlagen und dabei ist ein Stück vom wadenbein abgebrochen, die Bänder konnten auf dem röntgen nicht beurteilt werden aber dafür bekomme ich ein MRT. Da ist vermutlich auch was kaputt:/
 
14.08.2017, 21:04 Uhr | Annalena1007
Oh nein :/ was hast du denn gemacht und wie hast du das geschafft? Aber ich kenne das, bin auch immer so ein trottel und verletze mich ständig ausversehen :D :/ Gute Besserung :)
 
14.08.2017, 20:57 Uhr | barlume-di-speranza
Da will man einmal Sport machen und bricht sich das Wadenbein dabei *Leer* Wie zur Hölle!!??
 
11.08.2017, 20:50 Uhr | barlume-di-speranza
"I was so scared to face my fears
Nobody told me that you'd be here
And I swore you moved overseas
That's what you said, when you left me" -Adele
 
27.07.2017, 07:49 Uhr | marinadiezweite
Hallo barlume-di-speranza. Es ist leider so, dass man das alles aushalten muss. Irgendwie. Deine Mutter hat sich wahrscheinlich schon damit abgefunden. Mit ihrer schweren Erkrankung. Denke ich mal. Du selbst versuchst noch zu kämpfen. Doch es scheint nicht aufzuhalten zu sein.
Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die schulischen Leistungen nicht gut sind. Ich finde es gut, dass du dich mit deinem Vater beredest. Der Kontakt zu ihm ist für dich wichtig.
Ja, es wird neue Klassenkameraden geben. Ob das nachher gut oder nicht so gut für dich ist, wird sich zeigen.
Ich denke, hoffe und wünsche, dass das Leiden deiner Mutter nicht mehr zunimmt. Aber es gibt leider keinen Umweg um diese Zeit.
Zuletzt editiert am: 27.07.2017, 07:50 Uhr, von: marinadiezweite
 
23.07.2017, 21:09 Uhr | sunflower321
Liebe barlume-di-speranza,

den Wunsch, dass deine Mutter wieder gesund wird und alles gut ist kann ich sehr gut verstehen. Das habe ich mir auch oft gewünscht. Meine Mutter hat bis Anfang Februar 5,5 Jahre mit dem Krebs gerungen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es echt wichtig ist darüber zu sprechen, was man wegen der krankheitheit erlebt hat, Sorgen um die Mutter, wie es einem selber geht,... Ich habe leider die ersten drei Jahre fast nie jemandem erzählt wie es mir geht und versucht es zu verdrängen in irgendeine hintere Ecke meiner Seele. Aber das funktioniert nicht ewig und inzwischen hat es mich selber krank gemacht und ich möchte nicht dass es anderen auch so ergeht. Deswegen schreibe ich dir das hier. Hast du jemanden mit dem du darüber reden kannst (Freunde, Familie, Berater*in, Therapeut*in...)? Es gibt in Hamburg und Frankfurt (und vllt auch in anderen Städten) jeweils eine Beratungsstelle, die auf Familien in denen jemand an Krebs erkrankt/verstorben ist spezialisiert ist. Wenn du dazu Fragen hast kannst du mich gerne anschreiben. Falls du jemanden hast mit dem/der du drüber reden kannst, dann vergiss einfach was ich geschrieben habe.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen viel Kraft für den Weg, der vor dir liegt und dass du immer mal wieder auch alles vergessen kannst (und wenn es nur für ein kleinen Moment ist). Das ist bei mir zum Beispiel beim Fußball und es hilft mir sehr. Hast du da auch etwas?
Lg sunflower
Die Hummel kann aerodynamisch nicht fliegen, aber sie tut es einfach trotzdem.
 
23.07.2017, 10:20 Uhr | bke-Claudia
Hallo,
es ist unheimlich schwer auszuhalten, dass die eigene Mama so krank ist.
Habt ihr denn zu Hause Unterstützung, du kannst das ja gar nicht allein bewältigen und aushalten.
Da ist die Schule zu kurz gekommen, das kann wohl jeder verstehen. Trotzdem entsteht für dich wieder eine neue Situation, eine neue Klasse. Das macht Angst, aber du schaffst das.
Wie kann dich denn dein Papa unterstützen?
bke-Claudia
 
23.07.2017, 09:52 Uhr | barlume-di-speranza
Hallo,

ja eigentlich wird alles immer schlimmer. Mama hat sich zwar wieder erholt, aber es wird immer schwieriger :( ihre lunge ist durch einen pilz kaputt gemacht worden und jetzt funktionieren nur noch wenig von der Lunge. Sie kann schon länger kaum noch keime abwehren weil ihr immunsystem durch einen Krebs kaputt ist. Sie ist richtig dünn und hat irgendwie keine Reserven mehr...Die Ärzte sagen auch dass sie am Ende wären, der Krebs ist schon im ganzen Körper. Das kann man nicht mehr in Ordnung bringen, alle Lymphknoten sind befallen, Immunzellen sind alle böse verändert und machen nicht mehr ihren Job.

Ich habe jetzt Ferien, in Mathe ne 5 und werde eine Klasse wiederholen (mit Papa abgesprochen ). Ich werde kaum jemanden aus der Klasse kennen, muss dann erstmal neue Freunde finden. Alles macht mir Angst gerade *Traurig*
 
17.07.2017, 08:31 Uhr | bke-Kai-Menke
Hallo,
es hört sich so an, als ob du eine Art Notruf losgelassen hast? Hat sich die gesundheitliche Situation deiner Mutter verschlechtert?
Viele Grüße

bke-Kai
 
15.07.2017, 21:23 Uhr | barlume-di-speranza
Bitte lieber Gott mach alles wieder gut, bitte mache meine Mama wieder gesund. Es würde ganz viel fehlen ohne sie:(
 
11.06.2017, 19:41 Uhr | BabyOne
Hallo barlume-di-speranza,

ich kann Dir das wirklich nachfühlen. Natürlich musst Du mit Deinen Sorgen und Deinen Gedanken irgendwo hin! Natürlich fragst Du Dich, was es zu bedeuten hat wenn es Deiner Mutter heute besonders schlecht ging. Alles andere wäre nicht normal. Und mit Deiner Mutter selber kannst Du vielleicht auch nicht ganz offen sprechen, weil sie selbst genug zu kämpfen hat.

Wenn Du gerade wirklich niemanden zum Sprechen hast, dann schreib Tagebuch. Das hilft enorm. Man kann seine Gedanken sortieren, man beschäftigt sich auch ganz intensiv damit, aber dann kann man das Resultat - das Geschriebene - auch einfach mal weglegen. Das hilft, den Kopf wieder freier zu bekommen.

Mach Dir keine Sorgen darüber, dass Du Dich fremden Leuten gegenüber vielleicht nicht so öffnen kannst. Hinterher ist es vielleicht gerade deswegen viel leichter mit solchen Leuten zu sprechen, weil sie eben nicht persönlich betroffen sind und niemanden kennen über den Du sprichst. Du musst dann nicht aus Höflichkeit irgend etwas verschweigen, sondern kannst ehrlich sagen wie Du Dich fühlst. Trau Dich nur...

Gibt es sonst irgendwas, was Du für Dich selber tun kannst? Ich habe mal in einer turbulenten Lebensphase einen Yoga-Kurs besucht und das als sehr wohltuend erlebt. Man wird angeleitet, sich auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu konzentrieren, und das sorgt quasi automatisch dafür, dass belastende Gedanken einmal einige Zeit lang ausgesperrt werden. Und danach fühlt man sich auch körperlich viel besser. Ich finde, Du musst Dir selber ein paar kleine Oasen in Deinem Alltag schaffen, wo Du nicht das sorgende Kind bist, sondern wo es nur um Dich geht und wo Du Dir selbst bewusst etwas Gutes tust.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
 
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