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09.08.2016, 22:45 Uhr | Mangi
Hallo ...Ich habe eine 20 jährige Tochter die mir seit Jahren Kummer macht ...Mein Mann ist 2014 plötzlich bei einem Autounfall ums Leben gekommen ...Ich musste das Haus verkaufen und den Nachlass regeln und sehen das meine Tochter und ich wieder eine Bleibe hatten....Wir fanden eine 65 qm Wohnung super gemütlich ,aber der Stress blieb nicht lange aus....Im Oktober 2015 ist meine Tochter dann zum Jugendamt und konnte ausziehen ...Sie hatte sich das alleine wohnen wohl doch anders vorgestellt und dachte sie kommt schon klar ........Hab ihr von Anfang an gesagt sie braucht betreute Wohnhilfe die sie natürlich verweigert ,sie ist vorgemerkt aber meldet sich dort nicht mehr ........Sie bekommt ihre Miete vom Jobcenter und lebt von Kindergeld und Halbwaisenrente ....Sie tritt nahezu in sämtliche Fettnäpfchen und kommt mit ihrem Geld nicht zurecht ....Es ist eine Tortur das sie mich dann immer anruft wenn sie wieder Geldprobleme hat und mir die Ohren voll heult ...Sie wohnt 30 km von mir entfernt und hat im Moment kein Auto ich habe auch keins ,so sehen wir uns seit Monaten schon nicht mehr .....Sie kommt mit vielen Dingen nicht allein zurecht ,aber ich bin mitlerweile am Ende mit meinen Kräften ,ich muß nun selber meine Rente beantragen weil ich Erwerbsgemindert bin ,habe viele Krankenhausaufenthalte durch und auch hier viel Papierkram zu erledigen ,habe einfach nicht die Kraft mich um die Dinge meiner Tochter zu kümmern und verweise sie immer wieder sie solle sich jetzt Hilfe holen ,aber sie macht es einfach nicht und macht munter weiter Blödsinn..................Ich habe echt Angst das sie aus der Wohnung fliegt oder wieder zu mir will ,ich würde das nicht mehr aushalten zumal sie einen großen Hund hat der hier vom Vermieter aus nicht bleiben darf .........meine ganze Familie hat schon auf sie eingeredet sie solle mich mal entlasten und sich selber kümmern ,ich mache mir natürlich Sorgen um sie ,das setzt mir zu ...Sie braucht dringend eine Wohnhilfe soll sogar Psychologisch sein bei ihr ,aber sie meint es ohne zu schaffen ,weil ich ja da bin ,aber ich kann einfach nicht mehr ,fühle mich hilflos und überfordert mitlerweile .......arbeiten gehen tut sie auch nicht ,sollte eine Rehaausbildung beginnen ,aber das wäre nichts für sie ....sie möchte jetzt 1 Jahr SChule machen um ihre mittlere Reife nachzuholen,finanziell wird das genauso ein Problem wie das Durchhalten ......Dem Jobcenter sind die Probleme bekannt ,ich weiß nicht wie lange sowas dauern kann bis das das Jobcenter reagiert ,sie hat schon etliche male die Termine dort nicht wahrgenommen und Sanktionen angedroht bekommen ......kann meine Tochter eigentlich zwangsbetreut werden wenn sie die Wohnhilfe ablehnt und es nicht klappt ?
10.08.2016, 11:19 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo Mangi,

als Moderatorin dieses Unterforums begrüße ich Sie sehr herzlich und bedanke mich für Ihren Beitrag.

Sie haben bereits 2 Rückmeldungen bekommen und ich schließe mich in dem Punkt an, dass Sie Ihre Tochter nicht finanziell unterstützen können und es auch nicht tun sollten. Sicher ist es schwer zu widerstehen und „nein“ zu sagen, wenn Sie so ausdauernd immer wieder jammert und fordert. Ich vermute, dass es ihr bereits öfters gelungen ist Sie herumzukriegen. Das würde bedeuten, Sie hatte Erfolg und wenn man einmal Erfolg hatte, dann wird man es auch weiter probieren. Vielleicht hilft Ihnen der Gedanke, dass Sie Ihrer Tochter damit keinen Gefallen tun, ganz im Gegenteil damit verhindern Sie, dass sie es nicht schaffen kann selbständig zu werden. Der andere wichtige Aspekt ist, dass Sie finanziell auch gar nicht in der Lage dazu sind.

Der Vorschlag, dass sie sich mit Ihrer Tochter in Kürze persönlich treffen, finde ich gut. Sie können Ihr sagen, dass sie auf Ihrer Seite sind, dass Sie ihr auch beistehen (außer finanziell), dass aber das Anliegen dazu von Ihrer Tochter geäußert werden soll und nicht von Ihnen. Sie können dann entscheiden was für Sie möglich ist und was nicht.

Jetzt wünsche ich Ihnen noch einen guten du hilfreichen Austausch und grüße Sie herzlich.

Bke-Claire-Diallo
10.08.2016, 09:38 Uhr | Louise-19
Hallo, Mangi,
ich glaube, daß Deine Tochter einerseits schon erwachsen ist,
sie ist 20 Jahre alt und lebt seit über einem halben Jahr (schlecht, aber immerhin) im eigenen Haushalt,
andererseits natürlich noch um ihren Vater trauert, und sich vielleicht auch um Dich sorgt,
und drittens noch ein Stück weit in der Pubertät verhaftet ist.

Das heißt, sie tut unterbewußt automatisch das Gegenteil von dem, was Du ihr sagst.

Wenn Du ihr sagst, "Geh zum Jugendamt für psychologische Unterstützung!"
wird sie das niemals tun.

Du mußt ihr also sagen, "Du bist meine große, erwachsene Tochter, ich bin sicher,
daß Du das alles hinkriegst und auch so zurechtkommen wirst."

Aber das muß wirklich überzeugt klingen,
und dann wird sie sich psychologische Unterstützung suchen,
aber DU mußt ihr weiter davon abraten!!

Viele Grüße, Louise
ps: das denke jedenfalls ich,
überlege, ob ich recht habe. L.
Zuletzt editiert am: 10.08.2016, 09:55 Uhr, von: Louise-19
10.08.2016, 09:05 Uhr | marinadiezweite
Hallo Mangi, das ist ja eine schlimme Situation. Für euch beide. Deine Tochter hat beschlossen auszuziehen nach dem Tod ihres Vaters. Das war sicher nicht gut überlegt. Aber nun ist es so. Dass sie finanziell nicht klarkommt, sollte nicht dein Problem sein. Versuch mal es so zu regeln, dass nicht die ganze Verwandtschaft auf sie einredet. Sie hat eine Wohnung, bekommt Wohngeld. Kindergeld und Halbwaisenrente. Wenn sie meint, dass das finanziell nicht hinhaut, ist das irgendwo auch ihr Problem. Du solltest ihr nicht helfen, zumindest nicht finanziell. Nur so kapiert sie, dass sie arbeiten sollte, dass eine Ausbildung wichtig wäre oder der Realschulabschluß. Eigentlich ist sie dafür schon ein bisschen zu alt.
Man kann bei manchen Ausbildungen indirekt den Realschulabschluß erhalten, braucht sie ihn denn für ihren Berufswunsch?
Ich glaube, ihr solltet euch mal über was anderes unterhalten als nur Geld und so. Du kannst ihr finanziell nicht helfen. Sie kann dich nicht irgendwie unterstützen. Trotzdem du sicher Hilfe brauchen könntest.
Vielleicht könnt ihr eine neue Kontaktform finden. Denn mit 20 lösen sich die Jugendlichen halt sowieso von zu Hause ab. Versuchen allein klarzukommen.
Dazu gehört auch zu erfahren, dass einem ein großer Hund sprichwörtlich die Haare vom Kopf frisst. Dass er bei einer Ausbildung ein Klotz am Bein sein könnte.
Du hast Angst, sie würde wieder bei dir einziehen. Nun, da solltest du klar nein sagen. Probleme mit dem jetzigen Vermieter deiner Tochter kannst du ja schließlich nicht lösen.
Vielleicht könnt ihr euch mal gegenseitig besuchen oder du sie. Es gibt ja hoffentlich Bus- Zugverbindungen.
Mit dem Rat, sie solle sich psychologische Hilfe suchen, sei bitte vorerst vorsichtig. Das klingt in ihren Ohren sicher so, als wäre sie gaga oder krank.
Bedenke, du hast nur diese eine Tochter. Gebe den Kontakt nicht auf, sei aber keine Geldspendemama mehr. Und Tipps für sie nur, wenn sie drum bittet. Sonst kannst du getrost mal das Thema wechseln, wenn dir nervige Jammereien nicht gefallen.

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