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18.08.2016, 11:35 Uhr | kissenonkel
Hallo,
ich setze hier einen Hilferuf ab.
Bin bis zum 3.9. in Kur, aber das Zuhause lässt keine Erholung zu.
Mein 13 jähriger Sohn lügt ohne rot zu werden, obwohl in dem Moment schon weiss, dass ich die Wahrheit kenne.
Er ist spielesüchtig, findet trotz Handy und nachfolgend PC Verbot immer einen Weg zu spielen.
Hat für insgesamt 850€ eine Spielehotline angerufen, obwohl ich ihm nach der ersten Rechnung gesagt habe dass viel zu teuer ist. Das Handy wurde gesperrt ( später weggenommen), das Festnetz war gesperrt für Sonderrufnummern, er hat das Passwort geknackt und sie wieder freigeschalten. Die nächste Rechnung folgte. In der Schule gerade noch versetzt...
Wir sind fast jedes Wochende zusammen mit dem Wohnmobil unterwegs. Er fährt Motorradtrial.
Ich weiss nicht was ich falsch mache. Seine Mutter ist keine Hilfe, im Gegenteil.
Nach jeder Lüge habe ich ihm etwas weggenommen, die Telefonrechnung zahlt er in Raten von einem Teil seines Taschengelds ( 2 Jahre lang). Nach der vorletzten Lüge habe ich ihm den Fernseher in seinem Zimmer weg genommen und das W-Lan Netz im Haus abgeschaltet. 2 Wochen war er hilfsbereit und ehrlich. Zu Ferienbeginn bekam er seinen Fernseher zurück.
Vorgestern habe ich eine Meldung bekommen, dass ein Laptop per Lan angeschlossen wurde. Auf einen Anruf von mir sagte er, er weiss von nichts. Die Mutter schickte ich zum nachschauen und es stand das Laptop von seinem Freund auf dem Schreibtisch. Ich sagte seiner Mutter, dass sie den Jungen wie vereinbart mit zu sich nehmen muss.
Ich komme nucht zur Ruhe, hoffe auf Hilfe
Gruss
Heiko
Verheiratet und doch alleinerziehend
22.08.2016, 12:48 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo Kissenonkel,

von Seiten des Moderatorenteams begrüße ich Sie sehr herzlich in diesem Forum und bedanke mich für Ihren Beitrag.

Gleichzeitig möchte ich mich für die verspätete Reaktion unsererseits entschuldigen, wir waren über das Wochenende in Unterbesetzung.

Ich kann ich Ihnen nachfühlen, wie es Ihnen gehen muss. Sie sind in Kur um selber zu regenerieren, was unter diesen Umständen aber nicht möglich ist.

Ich verstehe Sie so, dass Sie als Eltern getrennt leben und der Sohn an den Wochenenden bei Ihnen ist, ansonsten bei der Mutter lebt. Die Kommunikation mit der Mutter scheint schwierig zu sein. In diesem Fall wäre es aber ganz wichtig, dass Sie im Interesse Ihres Kindes zusammenarbeiten. Setzen Sie sich zusammen und vereinbaren ganz klare Vorgaben, an die Sie sich dann auch beide halten. Spielsucht/Abhängigkeit/Kontrollverlust ist eine ernst zu nehmende Störung, bei der Sie sich unbedingt Hilfe holen sollten. Mit dem Problem sind Sie nicht alleine. Insofern gibt es Stellen, die auf Spielsucht von Jugendlichen spezialisiert haben. Ich empfehle Ihnen, dass Sie sich vorerst an eine Erziehungsberatungsstelle vor Ort wenden. Adressen dazu finden Sie auf unserer Startseite unter „Beratungsstellensuche“, am linken unteren Rand. Die Kollegen werden Sie weiter verweisen, falls eine entsprechende Therapie dort nicht angeboten wird.

Ich wünsche ihnen noch einen hilfreichen Austausch mit anderen Eltern und grüße Sie herzlich.

bke-Claire-Diallo
20.08.2016, 08:36 Uhr | marinadiezweite
Hallo kissenonkel. Ich glaube, es ist sehr schwierig dir einen Rat zu geben. Ist ja auch sehr verschärt, eure Situation. Was mir allerdings sofort auffällt, ist, dass du das Bestrafen dem Belohnen den Vorzug gibst. Versuch erstmal herauszufinden, ob er wirklich spielsüchtig ist. Dann nämlich kommt er da ohne Hilfe sicher nicht heraus. Lasst euch einen Termin geben bei einer Beratungsstelle. Findet heraus, was er daran findet, was ihm sonst niemand geben kann.
Es reizt ihn ja offensichtlich so sehr, dass er dafür sogar Schulden in Kauf nimmt.
Es reicht meiner Meinung nach nicht, ihm einfach Handys und so weiter zu sperren. Ihm was wegzunehmen. Du merkst ja selbst, dass es deinen Sohn nicht kratzt. Dass er Passwörter knackt. Gar nicht so dumm, der Junge. Oder das Passwort war zu einfach.
Ich würde dir aber raten, dass du dich mal mit ihm hinsetzt. Dir anschaust, was er spielt. Erlaube ihm bestimmte Sachen und interessier dich dafür.
Und versuch einen Mittelweg zwischen völlig verbieten und ein wenig erlauben zu finden. Ganz aus unserem Leben kann man die Spiele eh nicht mehr wegbekommen.
18.08.2016, 15:21 Uhr | Louise-19
Hallo, Kissenonkel,
ich finde, Du machst das gut.
Euer Sohn ist der modernen Elektronik
gegenüber hilflos,
und Du schützt ihn davor.

Manche Kinder haben viel Selbstbeherrschung,
und können sich leicht an Verbote und Absprachen halten,

andere Kinder haben vielleicht andere Schwächen,
zb Süßigkeiten oder allgemeines Herumtrödeln.
Viele Grüße,
Louise

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