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14.12.2016, 22:12 Uhr | Marryjust
Hallo,

Nun habe ich wiederholt Mails von der Klassenlehrerin meines Sohnes bekommen, und das zieht mich ziemlich runter.
Ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer.
Er ist 10, und ein Junge der immer seine Grenzen austestet, sich immer um seine Hausaufgaben drücken will, und sehr willensstark ist.
In der Schule macht er sehr oft nicht mit, verweigert die Arbeit, stört, und malt oft Penise was die Lehrer offenbar nicht normal finden. Liegt wohl daran dass er es oft tut.

Er hat ein Fach, nawi, was ihm Spaß macht, wo er auch die Lehrerin mag, sonst findet er alles doof und langweilig.
Ich rede und rede schon immer, aber er weiß nicht warum er so ist.
So, und nun muss ich oft in die Schule, bekommen Anrufe oder Mails.
Ein normales Leben zu führen ist echt schwer wenn man andauernd sowas hört..
Im Prinzip sind die Leistungen den Lehrern egal, Hauptsache er stört nicht.

Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.
15.12.2016, 09:08 Uhr | marinadiezweite
Hallo marryjust, nun, findest du es denn ''normal'', dass dein Sohn dauernd Penise malt? Gibt ja mehrere Möglichkeiten, Interesse, Provokation, Desinteresse an Unterricht. Mit 10 sollte er aber auch langsam wissen, dass er nicht wegen der Eltern oder wegen der Lehrer sich in der Schule zu benehmen hat. Und teilnehmen am Unterricht, wenn er das Klassenziel erreichen will. Die weiterführende Schule steht an. Wo will er nächstes Jahr hin?
Hausaufgaben sind seine Sache, definitiv. Da hilft nicht allzusehr das Reden. Sondern er muss diese machen. Das ist nicht dein Problem allein, ihn dauernd zu motivieren. Da sollte er langsam Verantwortung für tragen.
Klar, mag sein, dass Jungen provokanter sind, Jungen eben. Aber mir scheint wichtig, dass er davon was spürt, wer sich alles Gedanken um ihn macht. Lehrer haben nicht immer Zeit und Willen, sich um einzelne Störenfriede und die Hintergründe von Störungen zu kümmern.
Die emails finde ich nicht so gut. WEnn ein Lehrer was von dir will, sollte er um ein richtiges Gespräch bitten. Wie willst und kannst du sonst auf die Beschwerden eingehen. Es ist sogar machbar, dass dein Sohn bei einem Gespräch dabei ist. Denn er sollte auch wissen, wie er wirkt, wie alles auf die Lehrer wirkt. Vieles kannst du nicht einfach abstellen. Du bist nicht stets dabei.
Fragen würde ich aber zu Hause, warum er malt im Unterricht. Mehr als Reden und Strafen wirkt oft ein genaues Zuhören. Vielleicht braucht er einen anderen Platz in der Schule.
Na ja, die Leistungen, die sind den Lehrern vielleicht doch nicht so egal. Aber Unterricht ist für alle da. Und es gibt ja durchaus Schüler, die gern lernen. Die den Unterricht bereichern.
Zuletzt editiert am: 15.12.2016, 09:09 Uhr, von: marinadiezweite
15.12.2016, 08:52 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo Maryjust,

als Moderatorin in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle begrüße ich Sie herzlich!

Sie schildern Probleme, die Sie mit Ihrem Sohn haben, der offenbar gut in der Lage ist, seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Die Schule beschwert sich und Sie haben den Eindruck, dass er nicht auf das, was Sie sagen, achtet. Wahrscheinlich haben Sie meistens viel Energie aufwenden müssen, um ihn zu lenken....

In dieser Lage sind Gespräche sowohl mit Ihrem Sohn als auch mit der Schule angezeigt. Worüber macht sich die Schule in erster Linie Gedanken? Stört er? Verhält er sich respektlos? Hat er Stress mit Mitschülern? Hat er Leistungsprobleme? Geht es um die Geschlechtsteile, die er zeichnet? Oft sind Lehrkräfte besorgt, dass hinter diesem Verhalten etwas anderes als pubertäre Reaktionen stecken!

Was sagt ihr Sohn selber? Wie geht es ihm auf der Schule? Hat er Freunde? Fühlt er sich akzeptiert? Gibt es etwas, was ihn bedrückt? Versuchen Sie mit ihm ohne Vorwürfe und in Ruhe ins Gespräch zu kommen.

Sie sollten gemeinsam mit Ihrem Mann überlegen, was zu tun ist und der Schule Bereitschaft zur Kooperation signalisieren. Die Verhaltensprobleme Ihres Sohnes bestehen ja schon länger und ich frage mich, inwieweit Sie an Ihrer Erziehung gearbeitet haben und inwieweit eine weiterführende Diagnostik stattgefunden hat? Möglicherweise macht es Sinn, Fachkräfte von einer Erziehungsberatungsstelle oder einer Schulberatungsstelle einzuschalten. Vielleicht benötigt Ihr Sohn eine neutrale fachliche Begleitung, um aus einer in der Schule festgelegten Rolle wieder herauszukommen und alternatives Verhalten zu entwickeln!

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg
*smiling*

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