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17.05.2017, 13:37 Uhr | digitalPepe
Hallo,

wir sind eine große Patchworkfamilie mit vielen Baustellen, als Eltern sind wir leistungsmäßig am Limit.
Wissen immer öfter nicht mehr weiter, sind ausgelaugt und fix und fertig.

Ich beschreibe einfach mal die gesamte Situation.

Unsere Kernfamilie besteht aus uns Eltern und sechs Kindern. Ich bin Alleinverdiener. Wir leben in einer Doppelhaushälfte etwas ausserhalb. Schlechte Busverbindungen, nur ein Auto.

Ich habe aus erster Ehe zwei Kinder W/14 und M/10, davon lebt W/14 bei uns und M/10 bei seiner Mutter nebst Partner, er besucht uns nicht und hat auch sonst quasi keinen Kontakt. W/14 geht regelmäßig zur Mutter, häufig überdurchschnittlich. Persönlichkeitsstörung, Borderline ist diagnostiziert bei der Mutter. Sie hat schon vieles negativ verursacht in unser aller Leben, das auszuführen würde mehr als nur den Rahmen sprengen.

Meine Frau hat vier Kinder aus erster Ehe M/14 M/12 M/10 W/9. Beim Vater nebst neuer Frau und seit kurzem Halbbruder lebt davon M/12, er besuchte uns bislang regelmäßig, läßt in letzter Zeit aber schonmal ein Wochenende ausfallen um Freunde zu besuchen.

Gemeinsam haben wir die Zwillinge M/6 und M/6.

Unser Haushalt ist arbeitsintensiv, viel Hausarbeit, kleiner Garten etc.
Wie man sieht sind viele "Positionen" doppelt belegt, gleiches Alter, gleiche Schulstufe etc. Aufmerksamkeit bekommen ist da eins der Stichworte. Besonders meine Frau steht hierbei im Fokus und wird ständig "belagert".

W/14 ist schon länger pubertär, jetzt kam der erste Freund hinzu, deutlich älter, er wird bald 18. Damit einher ging verheimlichen, ausnutzen von Erlaubnissen, belügen darüber wo man war (auch nachts), bereits im Vorfeld gab es häufig die Problematik der Unerhlichkeit. Bedingt dadurch das bei ihrer Mutter vollkommen andere Standards gelten ist sie oft unzufrieden mit dem was sie darf bzw. bekommt. Teilweise erscheinen Verhaltensweisen wie von der Krankheit der Mutter kopiert (manipulatives Verhalten etc)
Schulisch keine größeren Sorgen.

M/14 beginnt mit der Pubertät, ist diagnostizierter ADHSler und bekommt ein tägliches Medikament (Medikinet) für den Zeitraum des Unterrrichts. Bezüglich ADHS ein Fall wie aus dem Lehrbuch; unkonzentriert, unreflektiert, uneinsichtig. Kann nicht erkennen welche Kinder als Freunde gut für ihn sind und welche nicht, sprich sucht Kontakt auch zu Jugendlichen die nicht gut für ihn sind einfach nur damit da jemand ist mit dem er was machen kann. Netterweise ist der Junge aus der anderen Haushälfte sozial ein absoluter Problemfall und andere große Auswahl gibt es hier nicht.
Schulisch bedingt durch Wechsel von Haupt- zur Gesamtschule zu erwartene Hindernisse und jetzt Einbrüche in der Leistung da ja nur das gemacht wird was so grade eben muss aber auch kein Quentchen mehr.

M/12 ist zu Beginn jedes Besuches freundlich, das hält dann max bis zum Nachmittag des Folgetages, danach extrem unruhig, respektlos. Hat viel damit zu tun das er zuhause von Papas neuer Frau keine Beachtung bekommt und Papa wenig Interesse und Zeit hat.

M/10 ist ebenfalls ADHS diagnostiziert, wobei wir selber eine andere Problematik im Vordergrund sehen. Er ist vor gut vier Jahren zu uns gezogen nachdem es bei Papa nicht gut klappte. Wurde dort seitens Papa neuer Frau psychisch und physisch angegangen. Hierraus resultieren viele Verhaltensauffälligkeiten. Bekommt ebenfalls täglich ein Medikament allerdings mit Pegelwirkung (Stratera). In der Schule (4te Klasse) wird er von einer Integrationskraft mehr oder weniger gut betreut. Nach einiger längeren Phase der Besserung des Verhaltens kommt es in letzter Zeit verhäuft zu Konflikten in der Schule und Zuhause. Teilweise werden Tatsaschen vehement als unwahr angesehen. Geht es darum das er etwas zu verantworten hat und sei es auch noch so gering wird verbal-aggresiv reagiert. Schulisch (läßt man Sozialverhalten raus) keinerlei Sorgen.

W/9 schlägt sich ganz wacker. Wurde kurz vor Ende der ersten Klasse zurückgestuft, was auch gut so war. Zeigt keine besonderen psychischen Auffälligkeiten, tendiert im Verhalten in Richtung M/14 (nur das nötigste machen etc).
Sozial gut dabei. Schulisch fein, nur Unlust zu lesen.

Die Zwillinge M/6 und M/6 erscheinen uns lediglich im direkten Vergleich mit anderen Kindern die diesen Sommer eingeschult werden etwas jung aber Sorgen machen sie uns nicht. Sind zwei echte Racker die dementsprechend anstrengend sind.

M/10 von mir bleibt aussen vor da er nicht zu Besuch kommt und quasi kein Kontakt besteht, dort hat die Borderline-Welt der Mutter ganze Arbeit geleistet.

Familiär haben wir keine Unterstützung. Der Bruder meiner Frau hat M/14 als Lieblingsneffen, ihre Eltern mehr Interesse an den Kindern der Schwester. Meine Eltern haben maximal Interesse an W/14.
Seit der Geburt der Zwillinge hatten wir drei Nächte ohne Kinder.

Die Kindheit meiner Frau war nicht so toll. Ihr Bruder und ihre Schwester haben jeweils einen anderen Vater. Es gab viel Vernachlässigung. Sie ist mit neun zur Oma gezogen auf eigenen Wunsch, was auch gut so war denn so ist sie ganz anders sozialisiert als der Rest der Familie. Hat ihr Päckchen zu tragen insbesondere wenn es darum geht ob ihre Meinung, ihr Handeln kritisiert wird. Dies führt dann oft zu Streß zwischen uns. Kompromisse sind ihr so gut wie nie möglich.

Ich selbst habe keine besonderen Erfahrungen in meiner Kindheit gemacht, tendieren zu impusliven Verhalten und denke manchmal erst zu spät.

Alles in allem viel Streß und wir schlagen uns relativ gut, unser Haushalt ist immer top und egal wohin unsere Kinder gehen bekommen wir positive Rückmeldungen.

Intern verzweifeln wir nur immer mehr. Wir haben kaum die Möglichkeit die Kinder sozial an etwas teilhaben zu lassen, entweder finanziel oder wir bekommenm sie rein organisatorisch (Zeit und Transport) einfach nicht dahin. Hier im ausserhalb liegenden Stadtteil gibt es nichts, garnichts ausser Wohnhäuser.
Im Haushalt sind die Kinder so anstrengend, es wird immer weniger gehorcht, wir bekommen nicht durch das im Haushalt geholfen wird und alle wollen ständig und gleichzeitig ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, wie schon geschrieben besonders von meiner Frau.

Und obwohl ich jetzt soviel geschrieben habe, bleibt doch das Gefühl sovieles nicht aufgeschrieben bzw nicht ausreichend erklärt zu haben....

Mit den Nerven und den Gedanken fertig....
Gruß.
31.05.2017, 10:50 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo digitalPepe,

schön, dass Sie versuchen werden, Unterstützung beim Jugendamt einzuholen! Hoffentlich klappt das...

Das Einhalten von Regeln und Verantwortungsübernahme funktioniert am besten, wenn sich alle gemeinsam geeinigt haben und auch Konsequenzen für Nichteinhaltung besprochen werden. Bis solch ein System läuft, dauert es und man sollte sogleich nachhaken, wenn es nicht klappt. Wichtig sind überschaubare und klar umrissene Aufgaben, die tatsächlich von dem jeweiligen Kind erledigt werden können.

Einzelne Probleme einzelner Kinder können Sie sowohl hier im Forum als auch in der Mailberatung besprechen. Die Mailberatung verläuft zwischen Ihnen und der Beratungsfachkraft außerhalb der Öffentlichkeit. Da können Sie sich sicherlich noch besser öffnen und Schritt für Schritt alles besprechen. Überlegen Sie für sich, was besser zu Ihnen passt!

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
23.05.2017, 20:26 Uhr | Louise-19
Hallo, Pepe,
daß Aufgaben "nicht durchgehalten werden" ist normal.
Die müssen mindestens wöchentlich neu besprochen und verteilt werden.
So , daß jeder mal alles macht.
Und ihr könntet einen gemeinsamen wöchentlichen Haushaltstag einführen,
Samstag oder Freitagnachmittag, wo alle gemeinsam putzen und aufräumen,
und evtl. auch waschen und einkaufen und backen.
Und danach macht ihr was Schönes, Kuchenessen mit richtig Blumen, Kerzen und Kaffee,
äh, nein, etwas, was allen Spaß macht...
Bleibt dran,
viele Grüße,
Louise
23.05.2017, 20:14 Uhr | marinadiezweite
Hallo DigitalPepe, jetzt versteh ich das mit dem Lob. Ihr bekommt woanders quasi Lob für eure gut erzogenen oder auch netten Kinder. Das ist doch was, da kann man sich echt freuen. Ist wirklich nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen.
Ich glaub, ihr alle zusammen solltet nochmal schauen, wo die Kinder Aufgaben übernehmen können. Dabei kann es durchaus auch nach Vorlieben für bestimmte Aufgaben gehen. Es ist einer Mutter schon viel geholfen, wenn jedes Kind sein Zimmer ansatzweise in Ordnung hält. Seine Schmutzwäsche selbst schon mal ins Bad bringt.
Kinder allein lassen, ja, das muss man probieren. Es geht nicht mit jedem Kind. Das ist klar. Und da gibt es vielleicht noch andere Ideen. Zum Beispiel ein Aufpasser. Also ein Babysitter, der einmal die Woche kommt. Und je nach Bedarf nachmittags ein oder zwei Kinder eine Stunde betreut.
Ich glaub, ihr braucht noch mehr Hilfe auch am Abend. Am Tag bist du nicht da, kannst nicht helfen. Das mit einer Familienhilfe vom Jugendamt ist eine gute Idee. Und vielleicht ein Abend, wo sich deine Frau komplett rausziehen kann. Oder zwei Stunden am Abend.
22.05.2017, 09:22 Uhr | digitalPepe
Hallo Marina,

danke für deine Worte.

Dein Einwand das ja nicht alles im Haushalt perfekt sein muss und wir auf das Lob dazu verzichten können passt nicht ganz. Die positive Rückmeldung bezieht sich auf das Verhalten unserer Kinder wenn sie woanders sind, nicht auf den Haushalt.

Kinder alleine lassen ging bislang meist daneben.

Mit mir Vorlieb nehmen müssen sie schon. Nur bin ich arbeitstätig. Sprich wenn ich nach Hause komme geht meine Frau schon nervlich auf Grundeis.
18.05.2017, 17:59 Uhr | marinadiezweite
Hallo digitalPepe, das ist eine wirklich große Aufgabe. Und ich denke sogar, von der Verwandtschaft ist wenig Hilfe zu erwarten. Finde ich aber auch normal. Man schaut halt, wie man innerhalb der Familie klarkommt. Auch von mir Hochachtung insgesamt. ich setze erstmal an folgendem Punkt an. Du schreibst, dass euer Haushalt tiptop ist, ihr da positive Resonanz bekommt. Lob ist ja toll. Und das Chaos darf in Haushalt, Essen kochen und Wäsche waschen definitiv nicht ausbrechen. Bei sovielen Personen kann man keinen Tag nachgeben und ruhen. Sonst haut das nicht mehr hin.
Nur, müsst ihr so perfekt sein? Das Haushaltslob von anderen könnt ihr euch schenken. Denn ihr zahlt einen hohen Preis dafür.
Überlegt nochmal zusammen ohne die Kinder, was alles anliegt. Im Haushalt. Und was alles anliegt an Aktivitäten. Dann können die Aufgaben altersgerecht verteilt werden. Die Kinder sollten dazu ein gewisses Mitspracherecht haben. Aber dass Arbeiten ausfallen, weil sie keinen Bock haben, geht nicht.
Es ist definitiv nicht schön, wenn die Kinder die Aufgaben bestreiken. Da nützt nur umgedreht auch streiken. Sie wollen ja leider teilweise auch gefahren werden. Da kann man ansetzen, dass man das nicht macht. Oder mit einer Art Gegenleistung koppelt.
Geht da noch mal streng in euch. Was man mit dem Fahrrad oder Bus erreichen kann. Das sollten die Kiddis auch so erreichen. Sonst haben se eben Pech. Feuerwehr oder ähnliches nur, wenn dadurch nicht neue Fahrereien auf euch zukommen.
Überlegt euch beide gut, welche Therapien ihr schaffen könnt. Und ob zu der Zeit einmal die Woche die großen eine Stunde allein mit einem kleineren Kind zu Hause bleiben könnte. Oder man eben zu den Terminen beide Zwillinge und das 10-jährige mitnimmt.
Ich glaub, auch wenn man das wollte, man kann nicht in der Zeit und danach für die anderen Aufmerksamkeitsentschädigung erhalten.
Gut wäre, wenn du deine Frau etwas entlastest. Klaro, alle rufen nach ihr. Aber wenn sie halt keine Möglichkeit hat, müssen die Kiddis auch mal mit dir vorlieb nehmen.
Ich glaub, es nützt euch nichts, wenn ihr eure Kinder beziehungsweise deine und ihre Kinder an deren anderem Elternteil messt. Borderline, klar, das ist eine sehr schwere Beeinträchtigung. Dennoch sollte in erster Linie das Kind als Persönlichkeit zählen. Sonst klingt es schnell wie: Ach du wirst wie deine Mutter. Ein Kind, dass nicht zu euch oder nicht zur Mutter will, das ist leider so. Solltet ihr jedoch respektieren.
Vielleicht kommt ihr ja irgendwie an einen Zweitwagen oder an ein größeres Auto. Ich kenne Familien, wo halt alle das gleiche Hobby haben. Das ist dann viel einfacher als jeden woanders hinzufahren. Ich finde, man muss sich nicht alles leisten können. Na und?
18.05.2017, 10:14 Uhr | digitalPepe
Hallo Frau Winzenberg,

vielen Dank für ihre Antwort und die Impulse.

Da vieles von uns schon versucht wurde (Aufgabenverteilung, Regeln, Vereinbarungen mit den älteren etc) aber nicht umgesetzt wurde, nicht ankam, nicht durchgehalten wurde denke ich das eine externe Kraft eventuell dabei unterstützen kann dies an die Kinder zu vermitteln. Das sojemand etwas mit Kindern unternimmt war mir nicht bekannt, da fühle ich mich wie der Ochs vorm Berg. Als Erzieher sollte ich sowas selber parat haben und wissen das es diese Hilfen gibt und in welcher Form....

Therapeutische Hilfe für die beiden Jungs ist auf jeden Fall nötig, bis vor kurzem war M/10 auch in Behandlung, diese setzt aktuell bis zum nächsten Bedarf aus. So etwas gestaltet sich organisatorisch schwer. Aktuell wären das die beiden ADHSler plus ein Zwilling (Krankengymnastik steht demnächst an) die dann zu den Terminen gefahren werden müssten.
Die älteren können auf jeden Fall alleine mit Bus und Rad zu vielem hinfahren, je nach Wetter oder Entfernung dann leider auch wieder nicht. M/14 geht zum Fußball, W/14 hat aktuell nichts. Die mittleren und jüngsten können noch nirgends alleine hin (maximal M/10 mal in die Stadt).
Und wenn jemand irgendwohin gefahren/begleitet werden muss dann ist kein Erwachsener für die anderen zuhause.

Ich denke der Schritt zum Jugendamt mit Bitte um Unterstützung wird nötig sein.

Gerne würde ich das Angebot annehmen einzelne Probleme der Kinder zu besprechen. In welcher Form? Wäre das dann hier im Forum oder in einem Direktkontakt?
18.05.2017, 09:35 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo digitalPepe,

als eine der Moderatorinnen in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle begrüße ich Sie herzlich!

Erst einmal möchte ich Ihnen meine Anerkennung dafür aussprechen, dass Sie sich trotz Ihrer großen Familie die Zeit genommen haben, um hier zu schreiben! Allein die strukturierte Darstellung wird bei Ihnen ein klein wenig zur Klärung beigetragen haben…Sie und Ihre Frau haben eine große Herausforderung angenommen bei insgesamt acht Kindern und Sie zeigen, dass Ihnen jedes einzelne Kind wichtig ist! Eine Großfamilie ist anstrengend, weil allein die normalen Alltagsroutinen sehr aufwendig sind. Es macht schon einen Unterschied, ob für drei Personen gewaschen, eingekauft oder gekocht wird oder für acht Personen. Hinzu kommt, dass drei der bei Ihnen lebenden Kinder in der Pubertät sind bzw. hineinrutschen. Darüber hinaus sind bei zwei Kindern Störungen diagnostiziert, so dass sie eben nicht so einfach nach den üblichen pädagogischen Maßstäben laufen.

Insgesamt benötigt eine Familie Ihrer Größe eine gute Organisation und natürlich finanzielle Mittel.

Für die Organisation zu Hause sollten Sie einen Familienrat einberufen und mit allen gemeinsam Regeln und Aufgabenverteilung absprechen. Es muss klar sein, dass jeder Verantwortung übernehmen muss und man sich gegenseitig unterstützt. Funktioniert eine Aufgabe nicht, hat jeder Nachteile. So, wie Sie es schildern, ist den Kindern Ihre Frau wichtig und sie kämpfen um Aufmerksamkeit.

Mit W14 sollten Sie Vereinbarungen und Absprachen aushandeln, die sie mitgehen kann. Werden die Grenzen zu eng gesteckt, wird sie sich durch Täuschungsmanöver ihre Freiheiten holen.

Bei den beiden Jungen mit diagnostiziertem ADHS stellt sich die Frage, inwieweit sie neben der medikamentösen Unterstützung noch therapeutische Begleitung erhalten könnten. Wichtig ist der Kontakt zur Schule und dass die beiden positive Erlebnisse haben und nicht ständig nur kritisiert werden.

Wenn möglich, sollten die Kinder Wege auf dem Fahrrad zurücklegen, um eine gewisse Selbstständigkeit zu erlangen. Eine Anbindung an Sportgruppen, Jugendfeuerwehr oder CVJM oder ähnliches ist ebenfalls anzuraten, wenn die Kinder mitmachen.

Auf jeden Fall möchte ich Ihnen raten, möglichst viel Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Zum einen gibt es Beratungsstellen, die Ihnen in Erziehungsfragen zur Seite stehen, und es gibt das Jugendamt, bei dem Sie einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung stellen könnten mit dem Anliegen, eine Unterstützung in Erziehungsfragen zu bekommen, die mehrmals in der Woche zu Ihnen nach Hause kommt und oder mit einzelnen Kindern etwas unternimmt. Eine solche Familienhilfe kann Sie bei Familiengesprächen gut unterstützen. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Situation und Ihre Belastungen offen in der Schule oder mit andern Eltern zu besprechen. Sie können keine Hilfsangebote erhalten, wenn niemand weiß, dass Sie Entlastung benötigen!

Finanzielle Hilfen können Sie bei entsprechenden Voraussetzungen über das Bildungs- und Teilhabegesetz BUT beantragen. Erkundigen Sie sich bitte vor Ort!

Ganz sicher werden wir hier keine Patentlösung für Sie entwickeln können. Wir hören Ihnen gerne zu und tauschen uns weiterhin über Ihre Familie aus. Vielleicht sprechen wir schrittweise jeweils einzelne Probleme über einzelne Kinder durch? Was meinen Sie?

Herzliche Grüße
Bke-Clara-Winzenberg
*smiling*
18.05.2017, 08:44 Uhr | digitalPepe
Hallo Louise,

danke für deine Vorschläge. Leider gestaltet sich das nicht so einfach.

Der Onkel wohnt zwei Städte weiter und bei einigen Geschwistern herrscht schon Unmut das M/14 von ihm bevorzugt wird.
Die Großeltern sind häufig auf Reisen und häufige Besuche durch W/14 sind denen auch irgendwann zuviel. Ihr Freund der bald 18 wird ist leider bislang eher durch Unreife aufgefallen. Das ist halt auch so eine Baustelle.

Bezüglich meinem "externen" M/10 gebe ich dir Recht, denke er wird sich in einiger Zeit melden.
17.05.2017, 19:51 Uhr | Louise-19
(doppelt)
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: Louise-19
17.05.2017, 19:34 Uhr | Louise-19
Hallo, DigitalPepe,
das klingt sehr anstrengend.
Ich würde so viel wie möglich delegieren bzw. auslagern.
Dazu ein paar Vorschläge:

M/14 soll gerne so oft wie möglich seinen Onkel besuchen.
W/14 ihre Großeltern.
Nachdem sie anscheinend ihren ersten festen Freund hat,
und der schon 18 ist, und ihr vermutlich auch seine Eltern kennt,
kann man davon ausgehen, daß sie sowieso mehr Zeit mit ihm verbringen wird,
und wenn er bei Euch ist, wird er einen allgemein guten Einfluß haben,
denke ich.
Macht beiden klar, daß sie die Schule nicht vernachlässigen sollen.
M/12 sollte öfter aber kürzer zu Euch zu Besuch kommen.
Allerdings kann ich nicht garantieren, daß das funktioniert und er dann weniger Ärger macht.
Vielleicht macht er ja prinzipiell Ärger, bevor es für ihn wieder nach Hause geht.
Bei M/10 gehe ich davon aus, daß er irgendwann in die Pubertät kommt,
und sich dann wahrscheinlich mit seiner Mutter verkracht.
Daher ist es gut, daß seine Schwester häufigen Kontakt zu beiden hat.

Das sind erstmal meine Ideen dazu,
viele Grüße,
Louise
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: Louise-19

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