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28.06.2017, 11:15 Uhr | PapaDave90
Hallo Liebe Eltern und Leser,

Ja... Die Überschrift sagt alles... Das Mädel steckt seeehr Tief in der Tinte... und ich ebenso.

Wir haben uns über Instagram-Freunde kennengelernt und ein sehr gutes vertrauensverhältnis zu einander... KEINE Beziehung mehr eine Freundschaft wie aus dem Sandkasten...

Sie ist 15 und wohnt im hessischen xxx nahe xxx. Meine Wenigkeit ist 26 Jahre und Berliner. Wir sind uns bewusst das gewisse "Personengruppen" Freundschaften zwischen solch grossen Altersunterschieden anders deuten. Doch meine Mam und die einzige Bezugsperson des Mädchens haben dies wohlwollend Angenommen. Leider ist diese Bezugsperson NICHT der Eigene Vater oder die Mutter, sondern die Vertrauenslehrerin ihrer Schule.

Die Eltern-Kind-Beziehung ist mehr als Beunruhigend Schlecht... Sie ist eine lebende Katastrophe (!) Das Kind wird Zuhause seelisch und teilweise körperlich Misshandelt, Sozial isoliert und benachteiligt. Zwangsweise ist sie dadurch sehr selbstständig und weiss einen Teil ihrer Rechte durchzusetzen... Mit entsprechenden Konsequenzen seitens der Eltern. Das bleibt nicht ohne Folgen... Sie ist schwerst Depressiv, verletzt sich häufiger selbst, und will sich mehr wieder selbsttöten und auch die Soziale Isolation wirkt sich bereits massiv auf die persönliche Kontaktaufnahmefähigkeit aus. Sie hat sich soweit zurück gezogen, das sie meist über Soziale Netzwerke Kontakte knüpft und das Wars dann auch...

Anfang Mai '17 war sie zum wiederholten mal ausgebüxt, nachdem ein Wortgefecht mit den Eltern eskalierte. Statt sich ins Waldgebiet zu verstecken fuhr sie wenigstens nach Berlin, wo ich sie kurzzeitig aufnehmen konnte. Leider ohne Erfolg beim JA und der Polizei.
Seit dem ist sie wieder daheim in Hessen und läuft erneut "Spiesruten" im Elternhaus.

Wir statteten jedoch unsere Handys im beiderseitigen Einverständnis mit einer Audio App aus welche auf Wort oder Knopfdruck ein Mitschnitt anfertigt und diese an mich überträgt.
Eine Audio war beunruhigender als die andere. Als nun am vergangenen Dienstag wieder eine Audio ankam wo Worte fielen die bar jeglichen Menschenverstandes waren, speicherte ich alle ab und lief zur gegenüberliegenden Polizeidienststelle.

Die Kollegin die mich in Empfang nahm hörte die Audio ab und fertigte sofort mit mir eine Anzeige gegen die Eltern an.
Sie bat mich ferner auf eine Antwort von LKA abzuwarten, wo ich inzwischen auch schon eine Aussage abgab...

Die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei Ihrem Jugendamt verlief Reaktionslos im Sand... Auch heute kam bisher keine Antwort an, so das ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde an die Landesleitung verfasste.

Was kann ich noch tun? Habe ich vlt sogar übertrieben?
Ich schätze die Situation übereinstimmend mit Fachleuten sehr gefährlich ein...

Grüsse



Zum Schutz der Anonymität des Mädchens habe ich die realen Orte herausgenommen.

bke-Claire-Diallo
Zuletzt editiert am: 28.06.2017, 11:38 Uhr, von: bke-Claire-Diallo
gutmütiger und warmherziger
Medizinmann/Jugendbetreuer
mit einem Herz aus Glas
 
06.07.2017, 09:45 Uhr | Spidermom
Hallo Papa Dave,

ich habe vor nicht allzu langer Zeit auch die Erfahrung gemacht eine bekannte Familie beim Jugendamt zu "melden" und kann gut verstehen dass du dir jetzt Sorgen machst. Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten was dich jetzt vielleicht erwartet.
Ob es übertrieben war oder nicht werden jetzt die zuständigen Behörden herausfinden, sei dir erst einmal sicher dass du richtig gehandelt hast, weil du in der Situation in Sorge um das Mädchen warst.
Die Mitarbeiter vom Jugendamt werden dir nicht mitteilen wie sie vorgehen, weil sie der Schweigepflicht unterliegen. Gut möglich dass schon jemand in der Familie war. Für die Eltern stellt so ein "Besuch" und das Wissen gemeldet worden zu sein einen Eingriff in ihr Familienleben dar. Wenn sie herausfinden dass der "Anruf" von dir kam, werden sie den Kontakt zu dir vielleicht vorerst unterbinden.
Jetzt kannst du nur abwarten und versuchen etwas Abstand zu gewinnen. Du kannst ihr schreiben dass du weiter für sie da bist, aber dann ist es vielleicht besser die Sache erst einmal ruhen zu lassen. Ich weiß dass es schwer ist! Vielleicht entspannt sich alles in einigen Monaten und dann meldet sie sich wieder bei dir.

Viel Mut

spidermom
 
29.06.2017, 07:47 Uhr | figuralis
Auch wenn Du streng genommen nicht zu Adressatenkreis des Forums gehörst:

Ich kann (aus eigener Erfahrung als Mutter) nur raten, das Mädchen zu stärken, sich vor Ort Hilfe zu suchen.
Dazu kann sie gut die Vertrauenslehrerin mit ins Boot holen und auf einer niederschwelligen Ebene so eine Beratungsstelle aufsuchen. Und wenn - was ich natürlich nicht beurteilen kann - ihr Wohl zu Hause gefährdet ist: Sie kann sich auch an eine Jugendschutzstelle wenden und um Aufnahme bitten. Das wäre natürlich nur eine Übergangslösung, und dann kommt das Jugendamt auch wieder mit ins Spiel.
Stärke sie, wenn sie in Not ist - aber eine Lösung muss vor Ort gefunden werden!

VG
figuralis
 
28.06.2017, 18:23 Uhr | PapaDave90
Hallo,

Ja soweit ist's richtig.
Ich bin nicht ihr Vater... Geschweige denn selbst Vater eines Kindes.
Werde bzw Wurde oft als Ferien-Papa oder Freizeit-Vater getauft... Aber das ist eine andere Sache...

Allerdings ich suche Rat bei Ihnen und vielleicht kann der eine oder andere Elternteil mich verstehen oder sogar helfen.
Das Thema ist leider zu krass um es in ein Jugendforum zu posten, daher hier der Versuch ein Offenes Ohr und vielleicht Unterstützung zu erfahren.

Sie war im Mai diesen Jahres bei mir, soweit richtig. Jetzt seit 20.06. läuft das Verfahren beim LKA bzw eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim für sie zuständigen Jugendamt. Seit Mai war sie nicht mehr bei mir, sondern im Elternhaus, wo sie sich meines Wissens nach auch noch aufhält.
gutmütiger und warmherziger
Medizinmann/Jugendbetreuer
mit einem Herz aus Glas
 
28.06.2017, 15:11 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo PapaDave90,


Vielen Dank für Ihren Beitrag in unserem Forum.
Dies hier ist eine Plattform zum Austausch für Eltern. Sie sind kein Vater, machen sich aber Sorgen um ein 15 jähriges Mädchen. Deshalb möchte ich Ihnen auch etwas dazu schreiben.

Es ist nachvollziehbar, dass Sie sich Sorgen um das Mädchen machen. So wie Sie die Situation beschreiben, scheint das Mädchen auch großes Vertrauen zu Ihnen zu haben.
Sie stellen sich und uns die Frage, ob Sie vielleicht sogar übertrieben haben.
Gut finde ich, dass Sie nicht wegsehen und gehandelt haben, indem Sie Ihre Informationen an entsprechende Stellen weiter gegeben haben. Das Mädchen bei Ihnen, wenn auch nur zeitweise, aufzunehmen, finde ich keine gute Idee. Immerhin haben Sie parallel dazu das Jugendamt und die Polizei benachrichtigt (soweit ich Ihren Text verstanden habe).

Bleibt die Frage, wie Hilfe aussehen könnte:
Ich könnte mir vorstellen, dass Sie das Vertrauen des Mädchens nutzen können, indem Sie sie ermutigen, sich vor Ort Hilfe zu holen (z.B. die Vertrauenslehrerin). Wenn sie sich davor scheut sich direkt an das Jugendamt zu wenden, kann sie zunächst (mit Hilfe der Lehrerin), Kontakt zu einer Beratungsstelle vor Ort aufnehmen. Adressen Finden Sie auf unserer Startseite am linken unteren Rand unter „Beratungsstellensuche“. Sie können sie auch ermutigen, unsere Jugendberatung in Anspruch zu nehmen. Das findet in einem geschützten und anonymen Rahmen statt.


Alles Gute und viele Grüße für heute
bke-Claire-Diallo
 
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