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11.04.2018, 17:21 Uhr | Mausi69
Hallo
Mein Sohn ist 18 und gerade im letzten Abiturhalbjahr. Leider war er 5 Wochen sehr krank, so das er den Großteil
des Stoffes verpasst hat.
Die Noten sind im Keller. Die meisten Fächer liegen bei 6-7 Punkten. Also 3- bis 4+

Wir sind ratlos, weil er absolut nicht Wiederholen will. Sein Wunsch war es zu studieren, was er mit diesen Noten
vergessen kann, selbst ohne NC. Irgendwie sieben ja die Hochschulen und Unis auch aus, und wenn der Durchschnitt
so ist, wird er nirgendwo was finden.

Ich bin wirklich verzweifelt, weil ich schon einen Sohn habe, der beruflich nicht das machen kann was er wollte, da er
ohne Not, sein Abitur in der 11. abgebrochen hat. Wir sind also eigentlich Krisenerprobt.

Ich fühle mich so machtlos, und er hat auch keinen Plan, wie es weitergehen soll, was er werden soll.
Nun hoffen wir erstmal auf ein FSJ nach den Sommerferien, aber was dann?

Er könnte seine Noten auch vom ersten Halbjahr der 12.1 verbessern, die auch nicht so dolle waren, aber er ist so stur, das man
mit Argumenten einfach nicht mehr an ihn ran kommt.

Ich möchte doch einfach das er das beruflich macht was er kann und was seine Leidenschaft ist. Wo er gut drin ist.
Dazu gehört nunmal ein Studium, was er ja auch bis er krank wurde machen wollte und diese Riesenblase......
25.06.2018, 15:57 Uhr | Christine Sutara
Hallo mausi69,

ich habe das Problem der kleinen Schrift erkannt und werde mich dem widmen.

Danke für Ihren Hinweis!

Viele Grüße
Christine Sutara
Technisch-organisatorische Leitung
25.06.2018, 14:42 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo Mausi,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Zunächst einmal gratuliere ich ganz herzlich zum bestandenen Abitur und dass es mit dem FSJ nun klappt.

Was das Studium betrifft, ich finde überhaupt nicht, dass das Studium abgehakt ist. Wenn Ihr Sohn studieren möchte, dann können Sie ihn ruhig dazu ermutigen es zu versuchen. Ich kenne viele Fälle, wo junge Menschen, auch mit weniger guten Abi-Abschluss, sehr erfolgreich ein Studium durchgezogen haben. Gerade die Zeit eines freiwilligen sozialen Jahres gibt die Möglichkeit, sich über Berufsperspektiven klar zu werden. Wie auch immer, Berufsausbildung oder Studium, diese Entscheidung muss Ihr Sohn jetzt für sich treffen.

Ihre Anmerkung gebe ich gerne weiter. Mit Fehlern durchsetzt ist Ihr Text aber nicht. *wink*

Viele liebe Grüße
bke-Claire- Diallo
25.06.2018, 00:55 Uhr | Mausi69
Ich nöchte euch gerne erzählen wie es ausgegangen ist.
Er hat das Abitur also bestanden mit einer 3,0. Naja, nicht besonders doll. Er ist aber froh, dass er es hinter sich hat und wir im Endeffekt auch, damit dieses Hin und Her und hardern mit der Situation endlich ein Ende hat.

Was ihm am Ende Notentechnisch das Genick gebrochen hat ist, das er in 16 Tagen, 22 Arbeiten schreiben musste. Damit war das Ding eigentlich gelaufen.

Die Abiturfächer auch ziemlich vergeigt mit 5 und 6 Punkten, was dann 4 und 4+ ist.

Positiv ist, er kann dieses FSJ in seiner Fachrichtung die er sich so wünscht machen. Darafu freut er sich schon sehr und ich bin froh, das der ganze Frust erstmal hinter uns liegt.
Wir hoffen, das er mit dem FSJ dann auch besserer Chancen in einer Ausbildung hat, den Studium ist abgehakt, auch wenn es keinen NC gibt , ist halt die Frage, in wieweit er ein Studium bestehen würde mit den Noten die er im Abi aufweisen kann. Zumal auch die Unis und Hochschulen auch ohne NC auf Noten gucken, denn die müssen ja auch eine Auswahl treffen undd irgendwie aussieben.

Mal sehen wie es mit dem FSJ läuft, vielleicht versucht er es mit einerf Hochschule dann doch nochin der Nähe. Abwarten

Dann eine Anmerkung an die Leute die diese Seite pflegen. Den geschriebenen Text kann ich kaum lesen. Was ich so tippe ist hoffentlich nicht mit Fehlern durchsiebt. Ich finde auch keine Einstelllung um den Text zu vergrößern. Vielleicht kann man das ändern.

Auf bald Mausi
14.04.2018, 10:55 Uhr | Louise-19
Hallo, Mausi,
super, Glückwunsch! Daumen hoch Das ist doch ein realistischer Plan! Nur weiter so! *smiling*
Noch ein schönes Wochenende,
Louise
14.04.2018, 09:23 Uhr | Mausi69
Hallo ihr Lueben

Also der Stand ist so: er wird nicht wiederholen, wir haben uns hingesetzt und beratschlagt.

Wir suchen verstärkt ein FSJ, das war ja sowieso geplant und erste Kontakte geknüpft.
Dann haben wir die Möglichkeit einer Ausbildung gefunden, sodass er doch an annähernd seinen Berufswunsch erfüllen kann. Falls mit dem Studium nichts werden sollte

Nun wissen wir ja wie sprunghaft Jugendliche sein können. Das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, aber ein Weg der ihm offen steht.

Danke euch für eure Beruhigungen
13.04.2018, 05:34 Uhr | Ruba
Entspann Dich! Durch die Prüfungen kann er seinen Schnitt noch verbessern. Und NC frei heißt es wird jeder genommen!
Für Fächer mit NC sind seine Noten ohnehin viel zu schlecht, da würde ein Wiederholen vermutlich wenig bringen. Er soll jetzt noch ordentlich für die Prüfungen lernen und dann kann er noch viel machen.
12.04.2018, 12:28 Uhr | bke-Claire-Diallo
Hallo Mausi69,

als Moderatorin begrüße ich Sie sehr herzlich in diesem Elternforum und bedanke mich für Ihren Beitrag.

Sie sorgen sich um die Zukunft Ihres Sohnes. Dabei haben Sie klare Vorstellungen, wie es gehen könnte; wiederholen, bessere Noten und dann einen guten Studienplatz.
Jetzt stehen Sie vor dem Problem, dass Ihr Sohn andere Vorstellungen hat. Er möchte nicht wiederholen, scheint auch schlechtere Abschlussnoten hinnehmen zu wollen. Dabei habe ich den Eindruck, dass er durchaus seinen Weg sieht, schließlich will er die Schule kurz vor dem Ziel nicht aufgeben. Wenn Jugendliche spüren, dass ihre Eltern ihre Vorstellungen durchsetzen wollen, dann gehen sie oberflächlich gesehen oft extrem auf die andere Seite und geben Gleichgültigkeit oder Lässigkeit zur Schau. Ich befürchte also, je mehr Sie auf ihn einwirken, umso mehr geht er in Opposition. Zeigen Sie ihm stattdessen, dass Sie ihn und seine Vorstellungen ernst nehmen. Hören Sie ihm ruhig zu, ohne ihm das Gefühl zu geben, dass Sie es besser wissen.

Was NC und studieren betrifft haben Sie bereits Rückmeldungen erhalten, denen ich mich auch anschließen kann. Dabei finde ich die Idee mit dem FSJ sehr gut. Viele Jugendliche haben mit 18, also dem Schulende noch überhaupt keine Vorstellung wie es weiter gehen soll. Ein freiwilliges soziales Jahr ist eine gute Zeit, Klarheit zu entwickeln. Übergangslos von der Institution Schule zur Institution Uni zu wechseln, ist für viele junge Menschen eine Überforderung. FSJ bietet die Gelegenheit das Leben von einer anderen Seite aus zu betrachten. Zudem wirkt es sich auch noch positiv auf den NC aus (soweit ich mich erinnere).

Ich wünsche Ihnen noch einen hilfreichen Austausch.

Herzliche Grüße für heute
bke-Claire-Diallo
11.04.2018, 23:39 Uhr | AnjaLe
Hallo,

entscheidend ist, was er wo studieren will? Grundsätzlich hat jeder, der das Abi bestanden hat, auch einen Anspruch auf einen Studienplatz, wenn dafür kein NC erforderlich ist. Zumindest sollte das so sein. Da wird auch dann auch nicht gesiebt, allerdings kann es Wartesemester geben, wenn sich viele dazu anmelden.

Wenn er diesen Herbst anfangen wollte, dann sollte er sich ja schon mit der Schullaufbahnbescheinigung irgendwo angemeldet haben? Du schreibst von einem FSJ, ist das dann Plan B? Das Schuljahr zu wiederholen. Ich glaube aber, das geht nur, wenn er durchfällt, oder ggf. auf Antrag wegen der Krankheit? Die Prüfungen laufen ja schon. Viele Abiturienten machen nach dem Abschluß auch erstmal gar nichts, Mädchen gehen als Aupair ins Ausland, oder einige machen FSJ und andere Jahre. Ich denke, es muß nicht immer ein nahtloser Übergang sein. Er kann das Jahr auch nutzen, sich intensiv mit der Suche nach einem Studienplatz zu verbringen, Beratungen in Anspruch zu nehmen und nebenbei jobben.

Ich würden ihm raten, den Schwerpunkt darauf zu legen, das Abi zu bestehen und den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

LG

Anja
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: AnjaLe
11.04.2018, 19:44 Uhr | BabyOne
Hallo,

es kommt sehr darauf an, was er studieren will. Wo kein NC, da ist nur wichtig, dass er überhaupt Abi hat.

Weiter sind die Noten der Abiturklausuren und der mündlichen Prüfung extrem wichtig. Die zählen ein Vielfaches von den Halbjahresnoten. Wichtig wäre es also vor allem, dass er bis dahin den versäumten Stoff vor allem in den Prüfungsfächern nachholt. Im Vergleich zu dem, was in einem Studium erwartet wird, ist das, was man für das Abi können muss, eigentlich recht überschaubar. Es ist durchaus machbar ein paar versäumte Wochen nachzuholen, zumal (zumindest war das zu meiner Zeit so) man gegen Ende weniger Unterrichtsstunden hat als vorher.

Ich würde mir da nicht so einen Kopf machen. Entweder hatte er vorher Super-Noten, dann sind ein paar Ausreißer auch nicht so schlimm. Oder er war durchgehend eher ein mittelmäßiger Kandidat, dann bringt ein Jahr mehr auch nicht so viel. Lasst ihn machen, er wird das schon hinkriegen. Und schlimmstenfalls - wenn er wirklich durchfallen sollte - dreht er sowieso eine Ehrenrunde.
"Gute Erziehung heißt zu verbergen, wie viel wir von uns selbst halten und wie wenig von anderen." (Mark Twain)
11.04.2018, 18:22 Uhr | Louise-19
Hallo, Mausi,
das Abitur selbst ist NICHT in Gefahr.
So wie es aussieht, wird er einen Schnitt von DREI erreichen,
und das ist durchschnittlich, aber nicht schlecht.
Wenn die Noten im ersten Halbjahr auch nicht viel besser waren,
IST der junge Mann vielleicht einfach insgesamt nicht fleißiger, ehrgeiziger oder begabter,
und dann würde ein freiwilliges Wiederholen auch nicht viel bringen.

Ich denke, Dein Sohn weiß, was er will, kann und tut,
und Du solltest ihm das nicht ausreden.
Alles Gute,
Louise

Treffer: 11

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