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11.11.2018, 12:37 Uhr | Majolanda
Hallo, meine Tochter 12 J. weint zittert wenn sie in die Schule muss.Sie ist seit drei Woche zuhause. Morgen starten wir einen neuen Versuch.
Meine Tochter war schon immer eher ruhig und sensibel. Sie brauchte immer mal Zeit zum Rückzug, hatte wenig Freunde. Seit 1,5 Jahren zieht sie sich immer mehr zurück, klagt über Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und so weiter.Wir haben sie durchchecken lassen, und irgendwann waren wir zur Abklärung in Kinder und Jugend Psychiatrie dort wurde uns empfohlen für sie einen Psychologen zur suchen. Erst wollte sie es nicht, hat sich jedoch diesen Sommer dazu entschlossen zur einem zu gehen.
Das Schuljahr hat dann einigermaßen gut gestartet. Bis zur Wanderwoche. Plötzlich ging gar nix mehr.
Der letzte Versuch endete damit das sie im Auto sass, weinte zitterte.Von da an war sie zuhause.
Sie hat mir dann Anvertraut das sie in der alten Klasse ausgelacht wurde, sie als komisch, seltsam, blöd usw. bezeichnet wurde., sie sich wie ein Alien vorkommt.
Sie möchtein einen anderen Ort umziehen und die Schule wechseln.
Wir haben den Kontakt zur Schule gesucht. Der Lehrer und der Sozialpädagoge der Schule raten uns von einem Schulwechsel ab, obwohl die Leistungen sehr nachgelassen haben.
Der Sozialpädagoge hat zu unserer Tochter den ersten Kontakt aufgebaut, und ihr empfohlen so schnell wie möglich wieder zur schule zu kommen. Sie bieten ihr Hilfe an und zeigen viel Verständnis.
Die Psychotherapeutin bei der wir drei Gespräche hatten, hat kein Therapieplatz und sagt, wir sollten sie in die Klinik einweisen wegen Sozialer Angst. Das kann und will ich nicht, sie auch nicht. Daher will sie morgen wieder zum ersten mal nach drei Wochen in die Schule.
Ich mache mir schreckliche Vorwürfe und habe Angst das ich sie verliere.
Zuhause ist sie wieder ein fröhliches Kind. Sie öffnet sich immer mehr, ich weiß nicht wie ich sie auffangen kann wenn in der Schule ihre Angst wieder schlimmer wird.
Ich weiß das sie ihr Selbstvertrauen wieder aufbauen muss, wie kann ich ihr da helfen?
Hat jemand schon Erfahrungen mit solchen Situationen?
Ich versuche für sie stark zu sein und ihr mut zumachen.
Ich frage mich ständig was ich übersehen hab und wo das Problem liegt.
25.11.2018, 09:31 Uhr | bke-Kira-Morgenthal

Ihr geht es von Tag zu Tag besser und wir bleiben mit ihnen in Kontakt.


Guten Morgen Majolanda,

es klingt nach positiven Veränderungen für Sie und für Ihre Tochter. Daumen hoch
Das ist schön darüber zu erfahren.
Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Zuversicht!

bke-Kira-Morgenthal
24.11.2018, 22:41 Uhr | Majolanda
Hallo Mona.
Um deine Frage beantworten zu können, ist es glaube ich wichtig vorab zu sagen, wie wir den Kontakt zu dem Lerer aufgenommen haben.
Wir baten schriftlich um ein Gespräch in dem wir den Schulwechsel unserer Tochter besprechen wollten. Der lerer gab uns sehr zügig einen Gesprächstermin und fragte ob wir damit einverstanden wären wenn der Sozialpädagoge bei diesem dabei sei.
Zur diesem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen, daß ein Schulwechsel auch im Sinne der Schule sei.
Ich war selbst mehr als nur überrascht daß sie einen Schulwechsel nur als Letzte Möglichkeit sehen würden. Uns wurde erklärt, das es für unsere Tochter besser wär das Problem da zulösen wo es ist. Es ist viel wichtiger mit ihr gemeinsam nach Lösungen und Strategien zu suchen die ihr Helfen die Angst zur überwinden und neues vertrauen wieder aufzubauen.
Beide haben uns bereits die von ihnen möglichen Strategien erklärt und haben meine Bedenken und Sorgen sehr ernst genommen.
Mein Mann und ich haben beide das Gefühl gehabt, unsere Tochter mit der Unterstützung der Beiden, die beste Chance bekommt ihre Ängst zu überwinden und wieder Vertrauen zu fassen.
Für Mich war auch sehr wichtig, dass Beide keinen Druck ausübten.
Wenn du dich mit Mobbing Beschäftigst dann liest du immer wieder das das die Empfehlung ist.
Der Schulsozialpädagoge (SZP) meinte, dass auch in einer neuen Schule die Probleme nach kurzer Zeit wiederkehren und die Isolation unserer Tochter dadurch weiter besteht. Der Klassenlehrer und der SZP versuchen, mit verschiedenen ansätzen, unsere Tochter in die Klassengemeinschaft zu integrieren.
Ihr geht es von Tag zu Tag besser und wir bleiben mit ihnen in Kontakt.
20.11.2018, 11:27 Uhr | Mona108
Hallo,
wie geht es deiner Tochter denn?
Was mich noch interessieren würde: wie begründen die Lehrer und Schulpsychologen denn den Ratschlag, die Schule nicht zu wechseln?
19.11.2018, 08:52 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Hallo Majolanda,

heute habe ich erneut Ihren letzten Beitrag vom ersten Schultag nach den Ferien, der ja nun schon eine Woche zurückliegt, gelesen. Der erste Schultag hat gut geklappt -Hut ab!- und auch nach der Schule haben Sie Ihre Tochter entspannt erlebt. Sie haben geschrieben, die Schulsozialpädagogin sei mit ihr und Ihnen als Eltern im Gespräch, außerdem suchten Sie weiter nach einer Therapeutin oder einem Therapeuten.
Nachdem der Druck bezüglich einer unfreiwilligen Klinikaufnahme und die damit verbundene Verunsicherung glücklicherweise nicht mehr auf Ihnen lastet, hoffe ich, die vergangene Woche lief für Ihre Tochter und damit für die ganze Familie zufriedenstellend! Sollten noch weitere Fragen offen sein, fühlen Sie sich dazu eingeladen, das Elternforum weiterhin zu nutzen!

Viele Grüße
bke-Lorenz Bauer
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: bke-Lorenz-Bauer
12.11.2018, 22:26 Uhr | Majolanda
Danke an alle.
Ich habe ganz bewusst das Wort Mobbing nicht benutzt, meine Tochter ist noch nicht bereit es so zur benennen. Sie sagt das es eine Gruppe in der anderen Klasse gab, die sie beschimpft, beleidigt und runter gezogen haben. Sie hat es immer abgestierten weil sie glaubte das sie damit allein klar kommt " Ich dachte wenn ich mir immer wieder sage es ist mir egal was die Idioten sagen das wird es so sein " Ihre Worte.
Die Schulsozialpädagoge sind mir uns und vor allem mit meiner Tochter im Gespräch. Bei dem Gespräch in der Schule, wurden wir Ernst genommen.
Der erste Schultag hat gut geklappt.Auch zuhause war meine Tochter entspannt.
Hoffe es geht weiter so.
Ich suche weiter nach Therapeuten, die meiner Tochter helfen können das alles zur verarbeiten und ihr Selbstvertrauen zur stärken. Ich denke auch das es für sie wichtig ist der Ursache auf dem Grund zugehen um es zur verarbeiten.
Ich denke das der Druck den das wir sie stationär aufnehmen lassen sollen, der von der Psychologin kann, mich erst mal total verunsichert hat und ich in Panik geraten bin.
Nochmals vielen dank für die Antworten sie machen mir und meinen Mann mut die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.
12.11.2018, 09:56 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Hallo Majolanda,

nun haben Sie bereits einige Antworten mit Einschätzungen anderer Eltern hier erhalten, das ist schön! Ersteinmal hoffe ich am heutigen Montagmorgen, dass Ihre Tochter in der Schule ist und der Weg dorthin einigermaßen geklappt hat.
Ich erlebe Sie im Moment -nachvollziehbarerweise- in großer Sorge und auch in Angst, ihre Tochter zu verlieren, wie Sie es schreiben. As meiner Sicht ist diese Angst nicht begründet, da Sie offensichtlich in einem guten Kontakt mit Ihrer Tochter sind. Schulvermeidung kann sehr unterschiedliche Gründe haben, was ja auch in den Beiträgen deutlich geworden ist. Zuletzt kam von Serafina der Begriff "Mobbing" ins Spiel. Wichtig erscheint mir insbesondere, nicht in einen Aktionismus zu verfallen, sondern möglichst in Ruhe zu versuchen, zum einen mögliche Gründe/Ursachen zu eruieren und dann entsprechend die passenden Unterstützungsmöglichkeiten zu installieren. Dazu sind professionelle Helfer wichtig und meist auch unersetzlich.

Ein Schulwechsel kann hilfreich sein, sollte jedoch gut überlegt und nicht aus "der Not heraus" veranlasst werden; Tageskliniken für Kinder und Jugendliche haben oftmals sogar spezielle Angebote für Kinder, die den Schulbesuch vermeiden. Sie sehen, Sie und Ihre Tochter sind nicht alleine und es gibt auch andere die sich damit auseinandersetzen müssen.

Was Sie bisher gemacht haben, verdient allen Respekt und Sie sind auf dem richtigen Weg Daumen hoch . Gut ist es zudem, wenn eine Stelle oder eine Fachkraft, also der Schulsozialarbeiter, der Therapeut oder auch eine Beratungsstelle mit Ihnen versucht, den Überblick zu bewahren und einen Schritt nach dem anderen plant. Wer, liebe Majolanda, ist das denn bei Ihnen? Zudem erlebe ich Sie als die einzige "Verantwortliche" in der Familie für den Schulbesuch Ihrer Tochter. Wer in Ihrer Familie sagt denn da noch etwas dazu, welche Haltungen oder Ideen gibt es denn da und wenn ja von wem?

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter eine guten Start in die Woche und eine große Portion Zuversicht!

Viele Grüße *bye*
bke-Lorenz Bauer
12.11.2018, 08:50 Uhr | -serafina-
Ich habe vor allem Panik das wir dazu genötigt werden sie stationiere einweisen zur lassen, weil sie nicht in die Schule kann.

Hallo nochmal, ja, das verstehe ich. Aber vielleicht kann ich Dir da ein bisschen die Angst nehmen. Ein Kind wird nicht gegen seinen Willen stationär eingewiesen, selbst, wenn die Eltern es so wollten. Außer, das Kind ist selbstmordgefährdet. Zudem sind die Kliniken voll ausgebucht und wer dort hin will, muss monatelang warten auf einen Platz. Ich möchte Dir da Mut machen, das nicht als Schreckgespenst vor Dir zu sehen.

Ich stimme AnjaLe zu: Es macht keinen Sinn, Symptome zu bekämpfen und die Ursache unerkannt stehenzulassen. Auch, dass in Kliniken tatsächlich aus Zeitmangel an den Symptomen gearbeitet wird. Ebenso in der Verhaltenstherapie, die - kurz und knackig - ja gerne bei Kindern zum Einsatz kommt. Wenn Ihr aber nach einer psychoanalytisch oder tiefenpsychologisch orientierten oder systemischen (mein Favorit für Familien) Therapie sucht, werden die Ursachen auf jeden Fall bearbeitet.

Falls es Mobbing ist - so wie Du rüber kommst, ist das Vertrauensverhältnis zwischen Euch gut. Kannst Du sie direkt danach fragen? Ihr sagen, dass Ihr sie beschützt, falls jemand gedroht hat, und dass ein Schulwechsel in Betracht kommt? Bleib dran und in gutem Kontakt mit ihr. Ich würde ganz oft das Gespräch mit ihr suchen, es gibt auch tolle Kinderbücher zu Themen wie Mobbing, Schulangst, Selbstvertrauen, falls sie gerne liest.
Serafina
11.11.2018, 22:47 Uhr | AnjaLe
Hallo Majolanda,

ich vermute hier ein Mobbingproblem in der Schule. Deine Tochter hat das wohl während der Wanderwoche in voller Bandbreite zu spüren bekommen. Gibt es da vielleicht Hinweise in den sozialen Netzwerken, wo Mitschüler über sie hergezogen, sie beleidgt haben? Bilder/Filme?

Sie hat ja selber gesagt, sie möchte wegziehen, in eine andere Schule! Also scheint das Problem doch anderswo zu liegen, nicht bei ihr!
Eine Therapie, egal ob ambulant oder stationär, zielt auf die Symptome ab, nicht auf die Ursachen und wenn ja, dann müssen diese Ursachen abgestellt werden. Ales andere währe Unsinn. Ich unterstütze daher den Vorschlag eines Schulwechsels. Sollte sich dann dort, innerhalb der ersten 3 Monate, ein ähnliches Verhalten zeigen, kannst Du immer noch überlegen, dann liegt wahrscheinlich eine Phobie (Schulangst) vor.

Sollte es Beweise für Mobbing geben, würde ich auch den Elternsprecher ansprechen. Vielleicht erfährst Du über andere Eltern, was sich in der Wanderwoche zugetragen hat? Ich habe noch nie gehört, das Schulleiter oder Lehrer zugeben, das es an "Ihrer" Schule so etwas überhaupt gibt.

LG
Anja
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: AnjaLe
11.11.2018, 19:32 Uhr | Majolanda
Hallo Serafina
Ich bin Berufstätig.Bin jedoch immer erreichbar, das habe ich mit meinem Arbeitgeber abgesprochen. So kann ich oder mein Mann sie abholen wenn ihr alles zuviel wird.
Ich hoffe auch auf die Unterstützung der Schule, das Gespräch war sehr gut und wir sind in Kontakt mit dem Sozialpädagogen.
11.11.2018, 19:09 Uhr | Majolanda
Hallo Ruba.
Der Schulwechsel erschien uns als der best weg, und immer noch habe ich das Gefühl das es ihr Helfen könnt.
Es sind nicht nur die Lehre sondern auch die Psychologen die uns sehr deutlich davon abraten.
Ich habe Angst das es ihr an einer anderen Schule genauso schlecht geht, da sie zur zeit wenig Selbstvertrauen hat.
Ich hoffe das sie jetzt Rückenwind bekommt. Wenn es nicht funktioniert werden wir nach einer anderen Schule suchen.
Ich habe vor allem Panik das wir dazu genötigt werden sie stationiere einweisen zur lassen, weil sie nicht in die Schule kann.
Die Psychotherapie Plätze sind alle voll, also suche ich weiter nach Ambulanter Hilfe.
11.11.2018, 19:00 Uhr | -serafina-
Hallo Majolanda,

fast alles, was ich schreiben wollte, wurde schon geschrieben *suprised*

Wenn Deine Tochter 3 Wochen zuhause war, blieb sie dann allein oder bist Du auch zuhause? Denn wenn Du nicht berufstätig sein solltest, würde ich Dir noch die Möglichkeit vorschlagen, dass Ihr vereinbahrt: Sie geht in die Schule, aber noch nicht gleich den ganzen Tag. Oder Sie geht, darf aber, wenn es gar nicht geht, anrufen und Du holst sie. Im Prinzip ist alles besser als wochenlang nicht zu gehen.

Zudem könnte man mit der Schule sprechen, ob es evtl. im Rahmen einer Klassenlehrerstunde sinnvoll ist, der Klasse mitzuteilen, dass es ein Problem gibt. Meiner Erfahrung nach reagieren die Kids eher verständig und fürsorglich, wenn man offen mit ihnen umgeht. Falls evtl. eine Schulbegleitung Thema werden sollte, ist die Klasse auch schon im Bilde. Wenn Kinder massive Probleme haben, bemerken die anderen das sowieso und wenn die Lehrer offen zeigen, dass so was vorkommt und sie hinter Deiner Tochter stehen, hat die Klasse automatisch ein Vorbild.

Grundsätzlich ist es natürlich besser, die Probleme zu lösen und nicht zu flüchten. Aber, das ist in der Tat situationsabhängig. Manchmal ist ein Schnitt besser, manchmal ein Durchhalten. Kommt sicher auch auf die Gründe für die Schulangst an.

Ich möchte Dir Mut machen, weiter nach einem guten Therapeuten zu suchen, auch eine Tagesklinik evtl. in Erwägung zu ziehen. Ich finde auch, Du machst das doch alles gut, bist für Deine Tochter da und suchst Wege, die begehbar sind. Mach Dir keine Vorwürfe, es ist auch so schon schwer genug...
Serafina
11.11.2018, 17:22 Uhr | Ruba
Hallo Majolanda,
Schulangst kann viele Gründe haben und vielleicht kann Deine Tochter es ja doch noch schaffen in der Klasse anzukommen. Aber ich würde dennoch einen Schulwechsel in Betracht ziehen. Das muss ja kein Wechsel der Schulform sein. Nur weil die jetzige Schule davon abrät, muss es nicht falsch sein. Viele Schulen sind ja auch bemüht die Schüler zu behalten, um zB nicht ihren guten Ruf zu verlieren.
Wenn die Schule für Deine Tochter quasi verbrannte Erde ist, wäre ein Wechsel eine Chance.
Mach Dir keine Vorwürfe, wir Mütter sind nicht an allem schuld.
11.11.2018, 13:21 Uhr | bke-Meret-Klare
Hallo Majolanda,
herzlich willkommen hier im Elternforum. Ich bin bke-Meret-Klare und eine der Moderator*innen hier.
In den letzten Monaten haben Sie offensichtlich einiges unternommen, um herauszufinden, was genau Ihre Tochter belastet, Ihr tatsächlich auch Bauch- und Kopfschmerzen bereitet. Sie haben sensibel auf Ihre Sorgen und Ängste reagiert und sich Schritt für Schritt um eine medizinische und psychologische Abklärung gekümmert. Dabei sind Sie auch mit der Schule im Kontakt. Damit sind Sie schon wichtige Wege gegangen und haben gut und verantwortungsvoll für Ihre Tochter gesorgt.
Es ist schade, dass die Therapeutin keinen Therapieplatz anbieten kann. Mit der Alternative eines Klinkaufenthaltes können Sie sich noch nicht anfreunden. Kennen Sie andere Unterstützungsmöglichkeiten in Ihrer Nähe? Z. B. andere Kinder- und Jugendlichentherapeuten oder eine Erziehungsberatungsstelle? In einigen Städten gibt es - teilweise über das Jugendamt - auch Angebote für Kinder und Jugendliche mit Schulängsten. Anstelle eines stationären Klinikaufenthaltes könnte auch eine Tagesklinik in Frage kommen.
Ganz konkret steht jetzt schon die Schule zur Verfügung und der Sozialpädagoge bietet seine Unterstützung an. Weder Sie als Eltern noch Ihre Tochter müssen also die Situation alleine bewältigen und können weiter gemeinsam an einer guten Lösung arbeiten. Vermutlich braucht das Zeit und Geduld und vielleicht auch eine der oben beschriebenen Angebote.
Eltern sind wichtige Unterstüzter für Ihre Kinder - und gleichzeitig auch nur ein Teil im Gesamt-Kosmos der Kinder. Als Mutter können Sie Ihre Tochter weiter ernst nehmen, sie lieb haben, sie ermutigen, mit ihr im Gespräch bleiben, aber auch sorgenfreie Zeiten mit ihr verbringen.
Für morgen haben Sie vielleicht schon gemeinsam überlegt, wie sie diesen ersten Tag schaffen kann. Sie könnten sehr konkret darüber sprechen, wie der der Schultag ablaufen könnte. Mit wem geht sie zur Schule bzw. in den Klassenraum? Neben wem sitzt sie? Mit wem kommt sie am besten aus? Was möchte sie antworten auf die Frage, warum sie so lange nicht da war? Wen kann sie ansprechen, wenn sie den Eindruck hat, dass es ihr zu viel wird? Vielleicht möchte sie eine kleine Kraftquelle mit zur Schule nehmen, z. B. ein Foto, einen besonderen Stein, ein kleines Stofftier. Was wird sie in der Pause machen, wo will sie sich aufhalten? Gibt es die Möglichkeit, sich morgen schon mit dem Sozialpädagogen zusammenzusetzen? In dieser Art könnten Sie mit ihr den Tag durchgehen und vielleicht auch ein weiteres Gespräch mit der Schule darüber führen, welche Unterstützung es von dort geben kann.
Ich wünsche Ihnen einen guten Austausch hier im Forum mit anregenden Ideen und Erfahrungen.
Herzliche Grüße
bke-Meret Klare

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