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29.10.2015, 15:20 Uhr | bke-Marlene-Fröhlich
Liebe Eltern,

am 1.10.15 hat die Landesanstalt für Medien NRW (lfm) die Ergebnisse einer Studie zur Handy- und mobilen Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.
Diese Studie wurde im Rahmen unseres Austausches hier bereits erwähnt. Ich denke, dass es von Interesse ist, nochmals näher darauf einzugehen.

Untersucht wurden das Nutzungsverhalten von insgesamt 500 Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 – 14 Jahren und die Auswirkungen auf deren Lebenswelt. Ebenfalls Gegenstand der Untersuchung der Forscher der Universität Mannheim war die Handyerziehung in den Familien.
Sollten Sie Interesse an den detaillierteren Ergebnissen der Studie haben so können Sie eine Zusammenfassung unter dem Titel ‘Mediatisierung mobil‘ im Netz finden.

Danach können 64 % der 8 – 14 jährigen über das Handy auf das Internet zugreifen. Bei den 13 bis 14jährigen sind es schon 86 %.
Viele junge Leute seien in der Lage, längere Zeit ohne das Handy auszukommen, aber insgesamt 21 Prozent zeigen eine auffällig starke Handynutzung. Dies sei unter anderem daran erkennbar, dass sie “ständig an das Mobiltelefon denken, es auf neue Nachrichten überprüfen oder zum unspezifischen Zeitvertreib nutzen.”
Acht Prozent der Jugendlichen seien so stark involviert, dass sie “als suchtgefährdet” von den Forschern der Uni Mannheim eingeschätzt werden.

Zum einen komme dem Handy eine herausragende Rolle als Kommunikationsmittel zu, das bindungsverstärkend wirken könne, zum anderen lägen aber genau darin auch die Schattenseiten der intensiven Nutzung:
So haben bereits etwa zehn Prozent Cybermobbing als Täter oder Opfer erlebt, zwischen 4 und 6 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben bereits Happy Slapping erfahren oder sexualisierte Fotos von sich verschickt.
Besonders betonen die Forscher, dass die Erwachsenen häufig unterschätzten, wie groß die Sorge der Heranwachsenden sei etwas zu verpassen und vom Kommunikationsfluss der Peergroup ausgeschlossen zu sein.

Soweit die Zusammenfassung.
Deckt sich diese Studie mit Ihren Erfahrungen oder erleben Sie es anders?

Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Herzliche Grüße
Ihre bke-Marlene-Fröhlich
 
04.11.2015, 13:24 Uhr | bke-Marlene-Fröhlich
Liebe Eltern,

Ihre Reaktionen auf die Studie der LfM NRW zeigen deutlich, vor welche erzieherischen Herausforderungen die rasanten technischen Weiterentwicklungen insbesondere Eltern von Kindern und Jugendlichen stellen: wie kann ich mein Kind im Umgang mit Handy und Internet gut begleiten und seine Selbstverantwortung altersangemessen fördern. Wann und wie greife ich reglementierend ein und wie verhindere ich, dass mein Kind dadurch in der Peergroup zum Außenseiter wird?

@Lilly1506: vielen Dank für die Schilderung, dass Ihre Tochter die Phase des ‚Always on‘ schadlos überstanden hat. Ich glaube, Sie geben vielen Eltern Hoffnung.
@Anjale: vielen Dank für Ihren Hinweis auf die zweite Studie des LfM zum Zusammenhang von Internetkompetenz, Internetsucht und Cybermobbing und jungen Erwachsenen, die am 23.10. im Rahmen einer Fachtagung. veröffentlicht wurde.
Die Ergebnisse der Studie stützen Ihre Auffassung, dass insbesondere die Problematik des Cybermobbings bei den über 14jährigen, und hier besonders unter Schülerinnen und Schülern, eine erheblich größere Rolle spielt, als in der Altersgruppe bis 14 Jahre.

Mich würde besonders interessieren, welche Unterstützung Sie sich als Eltern bezüglich möglicher Präventionsmöglichkeiten von Internetsucht und Cybermobbing bei Ihren Kindern wünschen würden.
@ alle Interessierten: Eine Zusammenfassung dieser zweiten Studie können Sie unter dem Titel ‚Geschickt geklickt‘ im Netz finden.

Herzlichst

bke-Marlene-Fröhlich
 
31.10.2015, 20:57 Uhr | AnjaLe
Hallo,

bei den Apps in der Behandlung oder besser gesagt Forschung bei Depressionen handelt es sich um ein online-basiertes Selbstmanagement. Solche, bzw. ähnliche Studien gibt es auch in Deutschland, wie z.B. die "Get Up" Studie der Uni Leipzig (Google: get up uni leipzig). Da wird erklärt, um was es dabei geht und welchen Zweck das erfüllen soll. Einfach ausgedrückt soll diese App in Verbindung mit einem Online-Selbsthilfeprogramm den Betroffenen die Wartezeit bis zu einer Therapie überbrücken. Aufgrund der Versorgungssituation in der Psychotherapie liegen die Wartezeiten ja regional bei mitlerweile bis zu einem Jahr.

Bei der App aus Chicago lag die Trefferquote in der Diagnose übrigens bei 86 %. Das ganze ist sicher alles nicht serienreif, aber ein Einstieg in die Telemedizin. Unter Berücksichtigung der Tatsache, das in den nächsten Jahren etliche Hausarztpraxen schließen werden, für die es keine Nachfolger gibt, kann man sicherlich durch Telemedizin die Versorgungsengpässe gerade im ländlichen Bereich kompensieren, zumindest läuft es darauf hinaus.

Das Problem ist ja, das selbst in den Tagesthemen immer darauf hingewiesen wird, das zu einzelnen Themen weitere Informationen im Internet erhältlich sind. Das wird irgendwie immer mehr und scheint auch von der Politik gesteuert, denn es werden ja Milliarden in den Ausbau des Breitband Internet gesteckt. Die Bahn will dem Empfang/WLAN in den Zügen weiter verbessern und selbst im Kleinwagen gibt es den WLAN Hotspot und Smartphone Konnektivität, obwohl man ja während der Fahrt gar nicht telefonieren darf.

Man kann also unter Berücksichtigung aller Risiken und Nebenwirkungen mit dem Strom schwimmen oder dagegen. Im lezteren läuft man allerdings Gefahr, dann wirklich anzuecken, wenn man nicht immer online ist. Hier habe ich sogar erlebt, das im Vertrieb (Außendienst) sogar Abmahnungen angedroht wurden. In einem Fall hatte ein Mitarbeiter nach einer Flugreise nach Dresden vergessen, danach das Gerät wieder einzuschalten, was ihm erst gegen Mittag wieder einfiel. Hier gibt es auch noch perfidere Beispiele aus der Arbeitswelt.

Insofern sehe ich die Nutzung bei den Jugendlichen auch nicht weiter poblematisch. Worum man sich allerdings kümmen sollte, sind die 6% oder 8%, die wirklich süchtig sind! Hier sollten sowohl Schule und auch Eltern an einem Strang ziehen und nach den möglichen Ursachen suchen, eine davon könnte eine psychische Erkrankung sein.

Anja
 
31.10.2015, 09:47 Uhr | marinadiezweite
Hallo Frau Fröhlich, hallo Eltern. Auch ich sehe die Handynutzung kritisch. Meine Kinder haben schon jahrelang internetkompatible Handys. Und das hat sowohl Vorteile als auch einige Nachteile. Daher finde und fand ich es immer gut, dass es Zeiten gibt, wo Handys ausgeschaltet sein müssen. Zum Beispiel im Unterricht. Auch beim Sport finde ich es nicht verkehrt, das Handy mal auszuschalten.
Mir fällt aber auch auf, dass man schon fast aneckt, wenn man nicht immer on ist. Ich nehme mein Handy mit zur Arbeit, hab es dort auf lautlos. In vielen Betrieben ist es auch nicht mehr erlaubt, das Handy immer präsent zu haben. Denn ich finde schon, es lenkt auch ab von der Arbeit.
Bei meiner Arbeit sind ganz junge Auszubildende, die in den Pausen aber auch neben der Arbeit immer schnell mal schauen, was so los ist in der Welt.
Und wenn dann einer von den Freunden schreibt, -was, du arbeitest, ich hab heute frei und lieg in der Sonne am Strand-. Dann geht ein Stress durch die ''Arbeitswelt''. Iim Pausenraum wird gesurft und gesimst oder gewhatsappt. So sind diese jungen Leute meist mit den Gedanken weit weg.
Klar, das gilt auch für Ältere, es stört mich insgesamt.
Ich weiß nicht, ob man wirklich was verpasst vom Leben, wenn man nicht immer mit dabei ist per Handy. Ich denke eher, dass vielleicht Depressive, aber auch nicht so kontaktfreudige Menschen es über sprachlose Medien leichter haben. Finde jedoch solche Studien ein wenig platt. Depression eventuell an der Handynutzung ablesen zu können. Frag ich mich, was das Resümee aus so einer Untersuchung ist.
Man kann ja nicht einfach da stehen bleiben und sagen, okey, sind halt nicht so gesprächig, und ohne Handy wären solche Personen isoliert. WEil einfach ganz viele Dinge nicht funktionieren, sobald man nur über Handy die Kontakte hält. Du kommst ja nicht aus der deprimiertheit und der Isolation raus, wenn de über Whats app oder andere Kontakt hälst. Davon erlebt man ja nichts reales. Es kann keine Kontakte, keinen Sport und so weiter ersetzen.
 
31.10.2015, 08:55 Uhr | Lilly1509
Hallo liebe Eltern, genau das Thema hatte ich schon vor einem Jahr. Damals war es mit dem Handy eine Katastrophe! Meine Tochter war noch keine 15 Jahre und das Handy war auch Abends bis sie einschlief immer in Benutzung...aber wie ein Wunder hat es extrem nachgelassen....ich denke alles lässt nach.....Sie hat nun ihren festen Freundeskreis und daher springt sie nicht von einem zum anderen um die Richtung zu finden.sondern hat ihre festen Leute und die müssen auch in die Schule und meiner Meinung nach scheinen diese normale Teenys zu sein......also Handy ja , aber wenn alle zusammen sind ist das Handy nicht das wichtigste mehr......sie haben sich und beschäftigen sich auch mit sich selber ....und seit sie einen Freund hat ist das Handy auch nicht mehr immer an....ich denke jeder hat seine Phase wo es mehr und wo es weniger genutzt wird.so wie bei uns Erwachsenen auch.......ich hoffe diese Phase bleibt so und Handy ist nicht mehr Nachts noch an, wenn Schule ist. Bin so dankbar dafür das es besser geworden ist. Wünsche allen Eltern Weitsicht, die das Problem auch haben, ich dachte letztes Jahr ich drehe durch wegen diesem Gerät......aber vielleicht sind es wirklich nur Phasen die jeder Teenager durchmacht....das Problem was ich sehe ist vielmehr, das die Kinder die noch Kinder sind schon ein Handy mit Internet Funktion haben, und daher noch eher anfangen...und man schon bei jüngeren das Problem hat..... die ständige Diskussion- das ist mir ja erspart geblieben da gab es das noch nicht und keiner hatte es von den anderen Kindern- denn wenn es ein anderer hat ist die Diskussion und der Kampf immer größer...

Das das die Zukunft ist , wissen wir alle, wir müssen uns wohl damit befreunden und es akzeptieren......alles hat seine vor und Nachteile ....ich denke hätte es das zu unserer Teeny Zeit gegeben , wären wir nicht anders gewesen.....
leider vergessen wir Menschen die Grenze aber das ist in vielen Bereichen so - leider .
in diesem Sinne Euch allen alles Gute und bleibt Stark - ich versuche es auch . *Tschüss*
 
29.10.2015, 23:21 Uhr | AnjaLe
Hallo,

auf der Seite der Landesanstalt für Medien NRW (lfm) finden sich dazu ja auch noch andere Angaben, bzw. andere Studien, so werden ja im Rahmen einer Untersuchung von 825 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 - 29 Jahren 6% als pathologisch Mediensüchtig eingestuft. Diese Zahl deckt sich in etwa mit den 8 % der Uni Mannheim.

Besonders betonen die Forscher, dass die Erwachsenen häufig unterschätzten, wie groß die Sorge der Heranwachsenden sei etwas zu verpassen und vom Kommunikationsfluss der Peergroup ausgeschlossen zu sein.


Dies untermauert praktisch meine Ansicht, das den Jugendlichen durch Regulierung der Nutzung die Kommunikation mit der Peer Group praktisch gekappt wird. Insbesondere dann, wenn die Geräte als Strafe eingezogen werden. Ich frage mich auch, ob eine auffällig starke Nutzung (21%) nicht durch andere Faktoren, wie z.B. soziale Anpassungstörungen zu stande kommt. Also das das Handy/Internet praktisch eine Tür zu anderen Mitmenschen ist, die sich dem Nutzer so nicht öffnen würde. Also nicht das Handy ist das Problem, sondern das Problem bestand schon vorher. In der Northwestern University in Chicago wurde eine App entwickelt, die anhand des Nutzerprofils (Nutzungsdauer) und Bewegungsprofils (GPS) Menschen erkennt, die an Depressionen leiden. So nutzten die gesunden Teilnehmer das Handy durchschnittlich 17 Minuten am Tag und die erkrankten 68 Minuten.

Etwa jeder 5 Jugendliche gilt als psychisch auffällig. Entsteht aus dieser Erkrankung eine häufigere Nutzung des Smartphones, wie aus dieser Untersuchung hervorgeht, ist nicht das Smartphone das Problem, sondern die Erkrankung. Da gilt es also genau hinzuschauen, was die wirkliche Ursache für eine auffällig starke Nutzung ist. Obwohl ich der Meinung bin, das der heutige Stellenwert der Medien (etwas zu verpassen und vom Kommunikationsfluss der Peergroup ausgeschlossen zu sein) mit ein auschlaggebender Faktor für diese Erkrankungen ist.

Das Problem mit dem Cybermobbing und der Verbreitung von sexualierten Inhalten sehe ich jedoch weiter verbreitet und es sind mehr als 4 -6 % der Jugendlichen betroffen.

Anja
 
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