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09.06.2017, 13:45 Uhr | Pauliprinzessin
Gumo,
wenns hier nicht reinpasst bitte verschieben.

Wir sind ja nun in einer Schule wo es Schulbücher gibt. Nach dem ersten Schuljahr wurden manche von diesen Büchern vielleicht zwei oder drei mal genutzt um einen Lernsatz daraus abzuschreiben . In Englisch wären noch drei weitere Kapitel zu bearbeiten....
Jetzt habe ich die Liste fürs neue Schuljahr erhalten und mir die Mühe gemacht einmal den passenden Erlass dazu zu lesen.
In Niedersachsen dürfen die Schulen Bücher drei mal ausleihen- Kosten für das Buch als Leihgebühr maximal 40 % des Ladenpreises. Mehrjährig zu nutzende Bücher dürfen nur einmal mit einer Leihgebühr von maximal 60% des Ladenpreises belegt werden. Ebenfalls nur drei mal auszuleihen (also an drei verschiedene Schüler)Gewinne dürfen nicht dabei erzielt werden.

Tja, unsere Schule berechnet auch in diesem Jahr für die zweijährig zu nutzenden Bücher eine Gebühr von 1/3 des Ladenpreises.
Außerdem nehmen sie zwar jeweils 1/3 des Ladenverkaufspreise runden jedoch großzügig auf den nächsten Zehner in der Summe auf. Bei 250 Schülern, so wenig sind es bei uns sind das schon mal rund 630 Eur allein aus der großzügigen Rundung.

Für diejenigen die aus diversen Gründen keine Gebühr bezahlen müssen gibt es Geld aus einem Ausgleichstopf als Pauschale.

Nun rechnen wir doch mal:

Die Schulen, so steht es auch im Erlass- erhalten 12 % Nachlass auf die Bücher, rechnen jedoch bei der Ermittlung der Leihgebühr mit dem Ladenverkaufspreis.
Die Schulen verleihen ein Buch drei mal zum maximal zulässigen Betrag in Höhe von 40% des Ladenpreises.
Die Schulen verleihen die zweijährig zu nutzenden Bücher zu jeweils dem maximal zulässigen Betrag in Höhe von 60% des Ladenverkaufspreises.

Nach dem Auslaufen der Leihzeit wird das Buch an einen Schüler verkauft- für mindestens 30% des Ladenverkaufspreises.

Außerdem will man ja auch noch wenigstens 20 Euro für Kopien, denn das was in den Lehrbüchern steht scheint offensichtlich nicht auszureichen .

Wohin fließt all das zu viel gezahlte Geld? Schließlich werden Lehrer und Schulausstattung aus Steuermitteln finanziert, die wir ja sowieso zahlen. Auch die Sekretärin die vielleicht die Schulausbuchleihe überwacht wird schon bezahlt.


Außerdem frage ich mich natürlich wozu überhaupt noch Schulbücher benötigt werden? Es werden zig Kopien verteilt, der Arbeitsauftrag lautet oftmals suche im Internet nach Informationen. (Eine Aufgabe in Geschichte wäre mit den zwei Sätzen zum Thema im Lehrbuch sowieso nicht zu erledigen) Einen Infosatz kann man an die Tafel schreiben der Effekt , dass er ins Heft oder für die Mappe abgeschrieben wird ist der selbe nur weitaus umweltschonender und besser fürs Portemonnaie.

Schon mal mit beschäftigt, schon mal darüber geärgert? Wie läuft das in anderen Schulen bzw. Bundesländern?

Leicht verärgerte Grüße

Pauliprinzessin
 
16.06.2017, 09:41 Uhr | bke-Ida-Lindt
Sehr geehrte Pauliprinzessin, liebe Community,

herzlichen Dank für den spannende Beitrag und die Diskussion!

Wie Sie es bereits geschrieben haben, marinadiezweite, habe ich mich beim Lesen auch gefragt, ob es möglich ist, die Schule auf den Umgang mit dem errechneten Gewinn anzusprechen? (Direkt oder über Gremien wie den Elternbeirat?) Vielleicht lässt sich somit die ein oder andere Frage/ das ein oder andere Ärgernis klären - oder eine neue Diskussion anstoßen?

Ein schönes Wochenende wünscht
bke-Ida Lindt
 
14.06.2017, 06:57 Uhr | marinadiezweite
Hallo Pauliprinzessin, das ist eine interessante Berechnung. Ob sie so stimmt, weiß ich nicht. Auch weiß ich nicht, wo die Gelder bleiben. Meist ist ja Geld, was aus einem bestimmten Topf innerhalb der Schule kommt, wieder in denselben zurückzugeben. Nehm ich mal an, dass Überschüsse dazu dienen, neue Bücher anzuschaffen. Bei uns bekommen keine Schüler ihr Buch umsonst. Ich meine jedoch, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich ist Also woher noch Mittel kommen für finanziell schlechter gestellte Eltern. Ich kann mich erinnern, jetzt greif ich nochmal in die Hartz-IV-Vergangenheit. Dass wir selbst da keine Bücher umsonst erhielten, da ein Elternteil arbeitete. Dass aber kostenlos nur in Verbindung mit verschiedenen Sozialhilfemodellen war.
Ab der 11. Klasse hatte sich das ja eh erledigt, da kauft jeder die Bücher, wo und wie er möchte. Muss man so machen, sonst haben die Kinder keine Bücher. Dass diese teilweise nicht oder sehr wenig genutzt wurden, steht auf einem anderen Blatt. Und dass sie ebenso teilweise bereits ein oder zwei Schuljahre später wertlos sind. Weil es andere gibt, die empfohlen werden. Und wegen der extremen Spezialisierung im Zentralabi.
Frag da ruhig mal in der Schule, wo die Gelder bleiben. Definitiv haben wir aber in der Ausleihe abgenutzte Bücher erhalten, die schon mehr als 5 mal benutzt wurden. Diese konnten meine Kinder dann behalten. Wollten wir ein Buch haben, kaufen, behalten, was schon drei mal verliehen war, kostete es meist so 12 Euro. Neu so 36, was also etwa 30 % wären. Ich weiß aber auch, dass manche Bücher bereits nach drei Mal Ausleihe total verhunzt waren. Die konnte man dann als Schüler ablehnen oder umsonst benutzen. Das fand ich auch okey. Nachher wanderten sie eh in die Tonne.
 
10.06.2017, 23:08 Uhr | figuralis
Bei uns ist das ganz anders geregelt, zum Glück. Ein Buch muss pro Schuljahr selbst gekauft werden und wird auch wirklich genutzt. Die Bücher der Hauptfächer Können kostenlos geliehen werden, die übrigen Bücher verbleiben in der Schule und werden nur bei Bedarf genutzt, ansonsten wird aus Kopien gearbeitet, für die pro Halbjahr 25 EUR gezahlt werden.

Vielleicht liegt das am Bundesland und zusätzlich daran, dass an der Schule viele Schüler aus sozial schwachen Verhältnissen kommen.
 
10.06.2017, 08:24 Uhr | Pauliprinzessin
Louise-19 schrieb:
Hallo, Pauliprinzessin,
falls also alles glatt läuft, macht die Schule an jedem Buch etwa 60% Gewinn.
Ok.
Jetzt die Abzüge:
-Die nächste Auflage ist vermutlich etwas teurer als die letzte: 5 - 10%
-Kinder, die unter die Armutsgrenze fallen: ca 25%
-Kinder, die ihr Buch verlieren oder beschädigen: ca 5%

Mehr fällt mir gerade nicht ein.
Viele Grüße,
Louise


1. Die nächste Auflage ist dann ja auch in der Ausleige für die Eltern teurer
2. Hilfebedürftige bekommen die Bücher kostenfrei, das Geld kommt über die Landesschulbehörde aus Steuermitteln
3. Wird ein Buch beschädigt oder verloren so muss der volle Ladenverkaufspreis von den Eltern bezahlt werden.

Verlust für die Schulen entsteht also nicht. Maximal von denen die die Zahlungsaufforderungen einfach ignorieren.


Ich habs gelernt. Dieses Schuljahr noch leihen da nur Paketausleihe und wir die zweijahres Bücher ja schon ein Jahr bezahlt haben
Und danach werde ich kaufen. Den Atlas den er brauchte habe ich für fünf Euro original verpackt erwerben können. Reingeschaut hat er in diesm Halbjahr 2 mal
 
09.06.2017, 22:26 Uhr | AnjaLe
Hallo Pauliprinzessin,

ich kann Deinen Ärger nachvollziehen.

Zwar habe ich mich noch nicht so direkt damit beschäftigt, ich meine jetzt mit den Kosten für Schulbücher, aber vieles muß man nicht verstehen. Da gab es doch jüngst die Debatte, ob das 3. Blatt beim Onlineticket der Bahn wirklich nötig ist (es bestand aus Nutzungshinweisen/Pictogrammen). Das Blatt sei unnütz und ökologisch nicht vertretbar. Der Druck auf die Bahn wuchs und es wurde abgeschafft. Was in den Schulen passiert, interessiert niemanden!
Die Bücher, die meine Tochter anschleppte, d.h. in der Schule bekam, konnte man mit der Kneifzange nicht anpacken (Flecken, bekritzelt und es fehlten Seiten). Schuld sind die Schüler und die Mittel sind knapp, die Finanzierung ist auf Kante kalkuliert?
Mit Kopien wurde schon in den 70ern gearbeitet, dazu gab es noch diese Projektoren und Folien.

Letztendlich gibt es ja eine Schulpflicht und wenn ich mich erinnere, bekam mein Freund in den 80ern bei der Wehrpflicht von der Bundeswehr alles, von den Socken über die Unterwäsche *wuuuaaahhhh* bis zur Schuhcreme, gestellt. Warum muß man für die Schule alles bezahlen. Bei einer Privatschule ist das was anderes, aber eine öffentliche?

Nein, man braucht keine Bücher, aber wie sieht es bei den EU Nachbarn aus? Es werden Pads ausgegeben, mit denen sich eine Verbindumg zu einem Bildungsserver herstellen lässt, wo das Material heruntergeladen werden kann. Dafür müssen die Eltern eine Sicherheitsleistung hinterlegen( ca.300€). Ist das besser? Das Geld wird auf Konten gelagert und verzinst sich, davon sehen die Eltern auch nichts.

Die Nebenkosten für die Schule (lt. Focus 2012)

Gebühren (z. B. Kopien, Versicherungen, Bus, Bibliothek, DVD-Club, Veranstaltungen): 253,30 Euro
Schulbücher, Arbeitshefte, Lexika usw.: 300,35 Euro
Material (z. B. Schreibwaren, Sportzeug, Taschenrechner, Zeichenmaterial): 654,37 Euro
Klassenkasse, Lehrergeschenke: 120,00 Euro
Schulkantine: 930,40 Euro
Landschulheim: 260,00 Euro***
Verloren & ersetzt (z. B. Hefte, Stifte, Bekleidung): 364,45 Euro

gesamt: 2882,87 Euro

Zitate aus dem Artikel: (Die Gesamtsumme – nicht repräsentativ und trotzdem stellvertretend für viele – beläuft sich auf stolze 2883 Euro) (Zwar zahlt der Staat im Schnitt 6000 Euro pro Schüler und Jahr für Personal, Schulgebäude und Lehrmittel)

*** Die Summe ist deutlich zu niedrig!

Mal sehen, was die anderen dazu schreiben.

Schönen Abend

Anja
 
09.06.2017, 21:32 Uhr | Ruba
Bei uns kostet jedes Leihbuch 3 Euro.
Ich kaufe gerne statt zu leihen und wenn möglich gebraucht. Ein Jahr später verkaufe ich wieder.
Wenn Leihbücher so teuer sind, ist das vielleicht eine Option.
 
09.06.2017, 16:30 Uhr | Louise-19
Hallo, Pauliprinzessin,
falls also alles glatt läuft, macht die Schule an jedem Buch etwa 60% Gewinn.
Ok.
Jetzt die Abzüge:
-Die nächste Auflage ist vermutlich etwas teurer als die letzte: 5 - 10%
-Kinder, die unter die Armutsgrenze fallen: ca 25%
-Kinder, die ihr Buch verlieren oder beschädigen: ca 5%

Mehr fällt mir gerade nicht ein.
Viele Grüße,
Louise
 
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