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01.04.2019, 19:43 Uhr | Pauliprinzessin
Das Thema ist bei uns angekommen. Auch mein Kind möchte mit demonstrieren. Seine alte Schule hat schon öffentlich gepostet, dass sie mit den Kindern und auch Eltern gemeinsam an den Demos teilnehmen.
In seiner Schule hat er heute nachgehakt, da sich wohl wie immer auch auf diesem Gebiet ein Schweigemantel bleiern über alles legt. Ein Lehrer macht bereits mit. Er darf natürlich, da staatliche Schule nicht damit werben und den Eindruck erwecken er würde versuchen auch nur ein Kind zu manipulieren.
In den Köpfen der Politiker- siehe auch gestrige Diskussion bei Anne Will - kommt man immer wieder vom eigentlichen Thema ab und bringt lediglich die Selben Phrasen . Man spricht von Rechtsbruch, da die Schüler die Schule schwänzen.
Wir sind keine ausgesprochenen Öko Aktivisten. Ein paar Dinge habe ich in den letzten Jahren eingeführt. Wir haben einen Wassersprudler gekauft, wir nutzen Seife statt Duschgel, kaufen andere Getränke ausschließlich in Mehrweg und auch Joghurt nur in Mehrwegverpackungen. Wenn möglich gehe ich auf den Markt, nehme regionale Produkte der Saison und habe meinen Korb und meine Einkaufstaschen dabei. Statt Kaffeefilterpapier haben wir einen Permanentfilter und ich ermahne stets- nicht so lange Duschen, alle Geräte ausschalten und nicht auf Standby oder sogar an zu lassen wenn sie nicht in Nutzung sind. Wir haben ein Auto abgeschafft und in die Stadt nehmen wir den Bus.
Beim nächsten Freitag bin ich dabei- bei uns geht es wohl immer erst um 12 los- damit ist Schuleschwänzen fast nicht möglich. Die IGS haben sowieso alle schon nach der vierten Stunde Schluss und auch mein Sohn hat um kurz nach elf bereits Schulschluss.
Wie haltet ihr es ? Ist es ein Thema zu hause?
11.04.2019, 07:54 Uhr | marinadiezweite
Hallo liebe Leutchen, ja, bei Herrn Lindner würde ich in dem Sinne sagen, was stört mich mein Geschwätz von gestern. Das ist ein alter Spruch eines anderen namhaften Politikers. Und erlaubt einem, seine Meinung zu ändern. Finde ich gar nicht so verkehrt, sich mal neu zu besinnen. Als der Name des Herrn Lindner in Umlauf kam, haben meine Kinder erstmal recherchiert. Und siehe da, der Herr war ein ganz schön ''fauler'' Schüler. Konnte aber schon immer gut reden und die große Welt der Privilegierteren präsentieren.
Ich finde an der Fridays for future Bewegung wichtig, dass alle Schüler sich beteiligen, wenn es passt. Dass das eine Bewegung der Streber und der Fleißigen, der Stillen und der Lauten wird. ES gibt so viele Möglichkeiten, was zu tun. Und das sollte nicht daran scheitern, dass Schuleschwänzer abgemahnt werden und das demonstrieren als Schuleschwänzen abgetan wird. Je mehr Jugendliche demonstrieren, desto weniger kann man das ganze als Werk einzelner Faulenzer abtun.
Aber man darf auch die Schule selbst nicht vergessen. Denn letztlich bezahlt jeder selbst, der in der Schule fehlt. Und es bezahlt auch jeder selbst, der nicht zu Hause lernt, wenn Unterricht ausfällt. Ich finde, es nützt niemandem, zu sagen, ich hab demonstriert, ich habe Unterrichtsausfall gehabt. Daher habe ich dieses und jenes nicht gelernt.
Gerade Studenten sind heute angehalten, sich noch mehr auch selbst anzueignen. Und auch in den Realschulen oder Oberschulen wird vermittelt, wie man sich Wissen (teilweise) selbst aneignen kann.
Ja, so denke ich, so denkt nicht jeder. Ich selbst hab mir meine Ausbildung und mein Studium in jeder Hinsicht verdienen müssen. Das versuche ich meinen Kindern mitzugeben. Dass sie ihre Talente nutzen sollen, aber eine dicke finanzielle Unterstützung von den Eltern nicht immer möglich oder schon gar nicht selbstverständlich ist. Dass man selbst aktiv werden muss. Und das gilt auch für Friday for future. Denn das Müllproblem und die Luftverschmutzung hören nicht zu Hause auf. Schön, wenn da jeder eine kleine Idee mit einbringt.
Dennoch glaube ich, dass sich in Deutschland (leider?) nur was erreichen lässt über Verbote und Einschränkungen, wie wir sehen. Strohhalmverbote zum Beispiel.
Es wird um jedes Miligramm Klimaziel, um jede Verlängerung gekämpft. Als hätten wir keine Ahnung, dass die Reaktionszeit schon abbelaufen ist. Und wir diskutieren zu Hause darüber, dass die Unternehmen, die Atomstromausstieg und Kohleausstieg vollziehen, jeden Schritt großzügig bezahlen lassen. Diese Fristverlängerungen ohne Ende bekommen. Und darüber, dass wir ''kleinen Leute'', also die Stromendverbraucher, alle diese Ausstiege auch noch mal mitbezahlen. Unsere Familie wimmelt schon so von Energiespargeräten und Lampenabschaltaufpassern. Übertrieben gesagt, wird jede Lampe alle paar Monate ausgetauscht, weil es noch was sparsameres gibt. Aber die Rechnung wird dennoch immer höher.
10.04.2019, 17:40 Uhr | Pauliprinzessin
Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen...
Das Thema Schule hat Herr Lindner 1997 noch ganz anders gesehen- das kann man gern nachprüfen unter Fundstück der Woche Stern TV zum Beispiel. Er hat sitzt in der Schule nur seine Zeit ab....
Im Übrigen findet wieder eine Demo am Freitag 12.04.2019 statt- zu dumm in Niedersachsen und anderen Bundesländern sind Ferien und trotzdem rufen die faulen Schüler die nur Schwänzen wollen zu Großaktionen in den Städten auf.
Auf der Seite fridays for future werden alle Aktionen veröffentlicht.

Am Föderalismus muss gearbeitet werden . Wir sind jetzt schon so lange eine Republik und wir sind eigentlich längst Europa und nicht nur ein eigenes Land.
Es ist schon kritisch, dass einige wieder anfangen mit ihrer kleinen Landkarte und die Volkszugehörigkeit als Maß der Dinge propagieren.

Da wir nur diese eine Erde haben sollte es doch möglich sein diese gemeinsam unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und Machtstreben einzelner Bevölkerungsgruppen dieser Erde zu schützen und auch noch für die nächste und übernächste Generation als Lebensraum zu erhalten.

Auch Ihr habe diese Erde nur von euren Kindern geliehen- dieser Spruch ist aus den 1970ern! Leider wird er bis heute nicht beachtet
07.04.2019, 10:47 Uhr | AnjaLe
Hallo an alle,

die Notendigkeit der Maßnahmen zur Abwendung des Klimawandels sind unbestritten.

Am Wochenende äußerte sich Herr Lindner wie folgt. Hier aus Auszug aus Spiegel-Online vom 06.04.2019:

"Es mache ihn "fassungslos, dass Schulschwänzen von manchen Politikern heiliggesprochen wird" - hier handele es sich schließlich um einen Regelbruch, hatte Lindner zuvor den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt."

Ich denke, ganz Unrecht hat er nicht. Jeder Erwachsene wird für einen Regelbruch konsequent zur Verantwortung gezogen. Vom Knöllchen beim Falschparken über den Wildpinkler bis zur Abmahnung vom Arbeitgeber. Es ist erzieherisch falsch, wenn das von Politikern na ja - toleriert oder heiliggesprochen - wird. Dann auch noch aus dem Justizministerium.

Hier kommt auch der Spruch zum tragen. "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", bezogen auf die Einhaltung von Regeln.

Ich bin nicht dafür, das alle eingesammelt und mit der grünen Minna abtransportiert werden, allerdings wusste man bei den G9 Demontrationen schon, wie man die Jugendliche "einschüchtert". Hier geschieht offensichtlich nichts und irgendwie sagt das auch etwas darüber aus, wie handlungsunfähig der Staat eigentlich ist. Zumindest gegenüber den minderjährigen besteht hier auch auch eine Verantwortung. Die volljährigen können letztendlich selbst entscheiden - ab einer gewissen Anzahl von Fehlstunden ist das Jahr dann gelaufen.

Wie gesagt, nichts spricht dagegen, wenn die Schule oder eine Klasse geschlossen daran teilnimmt, aber es gibt offensichtlich viele, die einfach gar nicht in die Schule kommen an so einem Freitag, ob die dann wirklich an der Demo teilnehmen, weis auch niemand. Um diesen Personenkreis, der immer größer wird, geht es. Ich denke das der Bundespräsident die vielen Beschwerden über den Föderalismus im Bildungswesen gar nicht nehr hören will oder kann, da eine Änderung gar nicht möglich ist. Es kann nicht sein, das finanzschwache Kommunen oder Kreise für die Schulen verantwortlich sind, Fördergelder und Zuschüsse nicht beantragen, weil sie dafür keine Leute haben oder weil es auch so einfach läuft.

Nicht zu vergessen, das Schüler, sowie Lehrer, bei denen der Impfstatus nicht festgestellt werden kann, dann nach Hause geschickt bzw. freigestellt werden. Das interessiert es ja auch keinen, was die in den 14 Tagen lernen. Die Tochter einer Bekannten geht jetzt ins Fachabitur, dafür müssten Fremsprachen unterrichtet werden, für die es aber keine Lehrer gibt oder gab. Sie bekommt Pseudo- Noten, die zu keiner Benachteiligung führen. Die Benachteiligung liegt doch darin, das eine Sprache benotet wird, die gar nicht unterrichtet wurde. Das ist ja Betrug! Dann dürfte die Schule, ein Berufskolleg, das Abi gar nicht mehr anbieten oder die Lehrpläne müssten grundlegend überarbeitet werden. Normalerweise müsste dann da stehen, "aus Lehrermangel nicht unterrichtet".

VG
Anja
07.04.2019, 09:25 Uhr | marinadiezweite
Hallo liebe User, hallo AnjaLe, mit der Abi-Spezialtrinkfete hast du Recht. Das ist nicht Pflicht, sondern eine freiwillige Sache. Sauftour bleibt es trotzdem. So eine Reise kostet echt viel Geld und ist nicht sinnvoll. Also von Elternseite würde ich das nicht unterstützen. Die anderen Fahrten, da wird seit einigen Jahren schon mehr drauf geachtet, dass es Sinn macht. Dass es sparsam ist. Und dass aktive Eltern ein Wörtchen mitzureden haben. Obwohl das teilweise peinlich ist, um 50 Euro Taschengeld oder günstige Reiseorte zu kämpfen. Ich finde manchmal schade, was man so von den Abiauslandsfahrten hört. Wie peinlich sich deutsche junge Leute benehmen und sich betrinken.
Unterrichtsausfall, ja, das stimmt, so fällt eh schon viel aus. Möchte da allerdings nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wenn Freitag noch zwei Stunden sind, dann versuche ich die Kinder schon zu motivieren, dass sie trotzdem hinfahren. Kein Mitleid von dieser Seite. Ich weiß nicht, was bei uns alles ausfiel, von Physik über Bio und sonstwas. Dennoch fängt irgendwann auch die Arbeitswelt gedanklich an. Da müssen die jungen Leute auch zur Arbeit, wenn ihre Berufsschule beispielsweise gegen 12 Uhr endet und sie noch bis von mir aus 16 Uhr arbeiten könnten. So dieses machbar ist. Ich will mich da nicht um Minuten festlegen. Aber ich finde eine Diskussionsrunde bei uns in der Richtung, ihr geht da aber bitte hin, ganz sinnvoll. Was Jugendliche dann tatsächlich machen, sobald sie 18 sind, komme ich da ja nicht mehr hinter. Das weiß ich nicht. Das ist halt meine Einstellung dazu.
Bedeutet nicht, dass ich Schul- und Unterrichtsausfall toll finde. Denn meist lernen die Jugendlichen ja nicht zu Hause. Also in der Ausfallzeit sollen sie zu Hause oder in der Schule für das Fach lernen. Ob das jemand macht? Daher sollten wir die Jugendlichen dafür mal auf die Straße schicken.
Das Pfandsystem ist in der Tat in anderen Ländern anders. In London wird teilweise nur hingeworfen. Wer den Hyde-Park schon mal abends Flaschenübersät gesehen hat, glaubt es fast nicht. Allerdings werden diese nachts zusammengekehrt. Ich glaube, wenn man da auch ein Pfandsystem hätte, würden viel mehr Flaschen aufgesammelt. Und zurückgegeben.
Der Punkt ist, der Plastikmüll schwimmt nicht überall rum. Aber bei uns wird er nach dem Einsammeln nicht sinnvoll verwertet. Er kostet nochmal viel Geld. Und wird in andere Länder gekarrt. Er müsste hierbleiben und hier sortiert werden.
Hier in unserer Region gibt es bald die gelbe Tonne als Ersatz für gelbe Säcke. Dann gibt es viel weniger Gelbe-Säcke-Müll. Aber ob das besser wird. Schau ich in Großstädten, wie in den vorhandenen Behältnissen alles durcheinander geworfen wird, dann denke ich, dass wir alle mal Mülllehrgänge brauchen.
Bei uns war nun auch friday for Future mit vielen Teilnehmern und Pappschildern mit guten Sprüchen. Ja, ist ein guter Anfang. Und muss wohl auch in der Unterrichtszeit stattfinden, da sonst die Schüler lieber nach Hause fahren. Wäre schön, da gute Resümees draus zu ziehen oder anschließend in unserer Stadt eine Müllsammelakion zu machen.
05.04.2019, 09:09 Uhr | Pauliprinzessin
75% Unterrichtsausfall
“Heute entfallen für unseren Sohn wieder einmal 75% des Unterrichts. Er geht zur 6. Stunde wegen einer Unterrichtsstunde in die Schule! Mir fehlen die Worte.
In der Parallelklasse entfällt seit den Herbstferien der Mathematikunterricht; der Lehrer ist während der Schulzeit in Elternzeit (Vater-Zeit) und in den Schulferien unterbricht er die Elternzeit. So lernen die Kinder Zuverlässigkeit und Verantwortung *sad* ?”

Zitat einer Mutter, November 2018

Für Niedersachsen sind wir nach den Eintragungen, ohne die Masse der Schulen, die leider nicht teilnimmt für dieses Schuljahr bei 6747 ausgefallenen Stunden. Seit Beginn dieser Aktion , 16.08.2017 sind es 16.560 Stunden Unterrichtsausfall
Wohlgemerkt, nicht die die die Schüler wegen der Demo eventuell schwänzen sondern die die Schulseits ausfallen!

Die Klasse meines Sohnes sollte kürzlich auch nur für 2 Stunden kommen- 4. bis 6. Stunde- sie haben erklärt, dann kommen sie gar nicht. Der Großteil der Schüler muss mit Bussen kommen, teilweise gibt es für die angrenzenden Ortschaften nur 2 mal am Tag überhaupt einen Schulbus. Wer also wegen Unterrichtsausfall früher gehen soll, hängt in der Schule ab oder geht zum Supermarkt, er kommt sowieso nicht weg.

Daher empfinde ich die Diskussion ob Schüler tatsächlich 2 Unterrichtsstunden sausen lassen um zur Demo zu gehen als ziemlich lächerlich. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werden und sorry- die Scheiben des Glashauses in dem die Politiker sitzen die vom Rechtsbruch sprechen und das Thema welches eigentlich auf den Tisch soll ignorieren sind sowas von dünn... Aber um Ruhe zu haben könnte ja die Polizei einschreiten-. Die Schüler ab in die LKW und zurück in die Schule befördern. Was das dann für ein Bild gibt kann sich jeder Denken- Schüler und Lehrer die an ihren vorgesehen Platz zurücktransportiert werden. Herrn Steinmeiers Ansage, die leider jeder mitbekommen hat, war ja deutlich. Er will sich damit gar nicht auseinandersetzen.
05.04.2019, 08:29 Uhr | AnjaLe
Hallo

Mit dem Flaschen und Dosenpfand leistet sich Deuschland schon einen Luxus, vom dem andere EU-Länder nur träumen. Das Gleiche gilt für die Mülltrennung. In Holland gibt es keinen Dosenpfand, was viele dazu veranlasst, am Wochende einen Ausflug dorthin zu unternehmen und diese gleich Palettenweise einzukaufen, von Bier bis zum Energy Drink. Das es hier keine EU-einheitliche Lösung gibt, habe ich bis heute nicht verstanden. Zumindest schafft man ja jetzt das Einweg-Plastigeschirr ab - immerhin - da sollte aber mehr getan werden.

Der Umstieg vom Auto auf die Bahn ist auch so ein Problem. Für Leute auf dem Land nahezu nicht realisierbar. Auch bei uns gibt es massive Probleme mit Privatbahnen im ÖPNV. Die werden zwar regelmäßig von den Zweckverbänden abgmahnt, wegen schlechter Leistung, mehr passiert aber auch nicht. Eltern müssen die Kinder dann mit dem Auto in die Schulen bringen. Es vergeht kein Monat, wo Eltern dieses Problem nicht in den regionalen Medien ansprechen, entweder fällt die Bahn aus, der Bus kommt nicht und vieles mehr. Dann heisst es, die Eltern sind dafür zuständig, das die Kinder in die Schule kommen, nicht der Kreis, die Stadt oder das Unternehmen XY ...! Also Auto. Solange der Bus nicht auf der Überholspur ist, sondern mit allen anderen im Stau steht, ist er keine Alternative. Daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, weil es nichtsmals Ansätze gibt, die Infrastruktur zu verbessern. In Luxemburg ist der ÖPNV ab 2020 kostenlos, man wird sehen, wie sich das auf den Inividualverkehr auswirkt, zumindest ist es schon mal ein positives Signal.

Die Abi-Reise ist keine Schulveranstaltung, sondern wird von den Schülern selbst gebucht, dafür gibt es auch spezielle Veranstalter. Nicht alle nehmen daran teil, weil es eine Sauftour ist.

In einer Zeitung stand die Tage, das die einzige Lösung, die Eltern gegen den pädagogischen Totalausfall an deutschen Schulen unternehmen können, darin besteht, die Kinder auf Privatschulen zu schicken. Lehrer gibt es nun mal nicht zum Nulltarif, wenn ein Staat Angestellte gegenüber Beamte benachteiligt, dann braucht er sich nicht zu wundern, wenn sich keiner mehr dafür findet. Irgendwann ist die Schulpflicht dann auch Obsolet, denn was bringen Bußgeldbescheide und Zwangszuführungen, wenn sowieso kein geregelter Unterricht mehr stattfindet *laughing*

Kennt einer Zahlen, wieviel Unterrichtsstunden denn durch die Freitagsdemonstrationen wirklich aufallen?

VG
Anja
Zuletzt editiert am: 05.04.2019, 08:30 Uhr, von: AnjaLe
04.04.2019, 20:01 Uhr | marinadiezweite
Hallo, ja, ich betone nochmal, dass ich kleine Schritte für besser halte als große Aktionen. Manchmal ist es sogar kein entweder oder, sondern kleine Aktionen in der Schule. Beispiel, mal einen Tag auf alles Verpackte, auf Einwegflaschen, auch Plastikeinwegflaschen verzichten. Bringt meines Erachtens mehr als eine riesige Demo, die nicht stattfindet oder nicht erlaubt ist. Mir fallen noch mehr Beispiele ein. Und es gibt auch Lehrer und Aktionen, in denen man das in der Schule mal verdeutlicht. Zahlen, Produkte, greifbare Dinge, diese haben oft eine größere Wirkung. Der Weg der Plastikflasche, der Anteil des tatsächlich recycelbaren, das sind interessante Dinge. Manche Sachen lassen sich gar nicht recyclen, da brauchen wir uns nichts vor machen. Deshalb aber gar nicht mehr zu sortieren, ist der falsche Weg. Da dann der Müllberg wieder wächst. Und wegschmeißen ist immer die schlechteste Option.
Ich persönlich habe keine große Ballermann-Abschiedsflug-Erfahrung. Solche Aktionen hat unser Gymnasium als nicht gemeinschaftsfördernd schon vor einigen Jahren verweigert. Eine Studienfahrt für den Englischleistungskurs war schon Pflicht. Ging zum Glück nur nach London. Die Fahrt zum Flughafen wurde über Großraumtaxi geregelt. Das fand ich auch gut. War zwar der Tatsache geschuldet, dass kaum ein Elternteil zu so früher Stunde in die Großstadt zum Flughafen fahren wollte. Die meisten sind berufstätig und hätten das einfach nicht geschafft. Aber sowas finde ich mal eine gute Maßnahme. Ich persönlich bin eh für richtig anstrengende Fahren, damit die Schüler was lernen *laughing*
Mein Sohn hat eine Studienfahrt nach Wien gemacht. Die ging mit dem Zug, das fand ich super. Flieger wäre viel schneller gewesen, (wir wohnen in Norddeutschland). Aber das fand ich gut.
Wie gesagt, es sind oft nur kleine Schritte. Auch Schulen sollten da vorbildlicher sein.
Die Bußgeldbescheide, falls man mal einen Tag zu spät aus dem Urlaub kommt. Nun, ich persönlich habe noch keinen erhalten. Ich weiß aber von Bekannten, die mal bewußt den Urlaub in die letzten Schultage gelegt haben. Da passiert ja eh nichts mehr. Mit der Begründung, dass es da günstiger ist, und für vier Personen da ein enormer Preisunterschied herauskommt. Da war ich mal sprachlos. Die Frage, ob man nur Urlaub hat, wenn man nach meinetwegen Türkei fliegt, lass ich mal dahingestellt. Auch die Frage, ob Deutschlandurlaub sehr teuer ist und daher nicht machbar. Aber ich finde, auch da lebt man den Kindern was vor, dass man mal ausnahmsweise Schule ausfallen lassen kann.
Ja, dass in der Schule viel ausfällt, das ist in der Tat nicht schön. Steht aber für mich auf einem anderen Blatt.
03.04.2019, 10:06 Uhr | AnjaLe
Hallo Pauliprinzessin,

sicher hast Du in allem Recht.
Ich sehe allerdings , nicht nur hier, eine Hilflosigkeit des Staates und einen Autoritätsverlust. Man hofft, wie damals 2015, das es sich von alleine regelt.

Das sich auch am Konsumverhalten etwas ändern muss und auch die Wirtschaft ihren Beitrag dazu leisten muss ist unbestritten. Ergebnisoffene Debatten, wie im britschen Parlament...die am Ende zu nichts führen, sind nicht hilfreich. Ich vermisse ein klare Linie in der Politik und ein klares Bekenntnis zur Umwelt, als auch zur Bildung.

Anja
Zuletzt editiert am: 03.04.2019, 10:07 Uhr, von: AnjaLe
03.04.2019, 08:37 Uhr | Pauliprinzessin
AnjaLe schrieb:
Hallo Pauliprinzessin,

ja, das Thema polarisiert und ich möchte gerne auch etwas dazu loswerden.



Was das Schulschwänzen angeht, da denke ich, ist es eine schlechte Botschaft der Regierung/Politik, Regelverstöße und Pflichtverletzungen als „GUT“ zu bezeichnen. Eine Regierung, die mit den Worten (Impf-)Pflicht, (Dienst-)Pflicht oder (Organspende-)Pflicht (falls einer vergisst zu widersprechen) nur so um sich wirft.

Nur mit der Schul-Pflicht nimmt man es nicht allzu genau. Was sind das für Signale an die heranwachsende Generation und wie will man dem Volk weitere „Pflichten“ verkaufen?

Lächerlich!

Wie denken Eltern darüber, die Bußgeldbescheide bekommen, (Attest-) Pflichten unterworfen oder, weil sie einen Tag zu spät aus dem Urlaub kommen, wie kriminelle behandelt werden? Als in NRW gegen G8 demonstriert wurde, wurde Schülern von Schulleitern mit Konsequenzen gedroht, wenn sie daran teilzunehmen.

Darüber sollten sich allemal Gedanken machen.

Viele Grüße

Anja


Na ja, wie viele Bußgeldbescheide sind denn schon an die Schulen herausgegangen, wenn sie den Unterricht ausfallen lassen? Denke ich nur an unsere Schule so würde ich den Unterricht in diesem Schuljahr in Musik, Sport und Deutsch als " nicht zu bewerten, da nicht erteilt" im Zeugnis bewerten. Statt dessen bekommt man zur Antwort- na dann steht halt bei allen Kindern eine drei bei Sport- Beobachtung in der 20 Minuten Pause als Benotungsgrundlage. Besser als nicht erteilt reinzuschreiben. Eine Anfrage beim Landeselternrat ob es genau wie es für Schüler eine Teilnahmemindestgrenze gibt auch eine für die Erteilung eines Pflichtstundenanteils gibt wurde bis heute nicht beantwortet- wir beraten das- seit 4 Monaten!
Für unser Gebiet gibt es die Möglichkeit alle Fehlstunden online einzutragen ium die Diskrepanz zwischen der offiziellen Variante zur tatsächlichen Situation aufzudecken. Leider sind die Eltern in der Schule meines Sohnes selbst dazu zu desinterressiert und ich trage als Einzige alle Ausfallstunden und Beschäftigungsstunden für meinen Sohn ein.

Dass alle die Schule schwänzen ist ja auch nur ein Gerücht. Auch in den Schulferien wurde der Freitag eingehalten. Und wie erwähnt, bei uns in der Stadt geht es erst um 12 Uhr los- da haben die meisten Schüler bereits seit fast einer Stunde Unterrichtsschluss.

Manche Schulen sind da sicher was Umweltschutz etc angeht etwas weiter, die GS meines Sohnes wurde sogar mit einem Preis belegt und eine Abordnung wurde zum Empfang eingeladen. In der jetzigen Schule ist von Umweltschutz nicht mal Näherungsweise die Rede. Da hängen zwar ein paar sehr alte Plakate herum über Alkohol, Plastik und Rauchen (muss irgendwann in grauer Vorzeit mal Thema gewesen sein) aber nichts wird heute getan. Im Gegenteil- es werden Einwegpfandflaschen in der Cafeteria verkauft und Snacks auf Einweggeschirr oder Süßes in Plastikverpackung. Trotz der Anschaffung von Büchern und Arbeitsheften wird nahezu ausschließlich mit Kopien gearbeitet und das Thema Digitalisierung-z.B, den Verzicht auf die Druckwerke für 3 mal pro Halbjahr reinschauen und statt dessen auf dem Tablet alles zu haben - nein man ist Stolz darauf, dass davon noch nichts in dieser Schule angekommen ist. Ich hab mir schon Gemecker anhören müssen, weil ich da Kind sowieso nur auf dem Tablet schreiben kann auch selbstverständlich Bücher und Arbeitshefte aufs Tablet geladen habe- kostet 1/3 der gebundenen Wegwerfausgabe und man kann sogar in den digitalen Werken arbeiten. Dummerweise besteht man dann darauf, dass das bearbeitete Blatt aus dem Arbeitsheft ausgedruckt wird- Aber nur 3 Seiten im Halbjahr - sind immer noch weniger als 40 Seiten gedruckt vom Verlag welche dann im Müll landen ohne wirklich genutzt worden zu sein.

Bereits in den 80ern gab es Parolen" JUTE STATT PLASTIK"- in 1990 bis ca 96 gab es Aktionen- bring deine Verpackung selbst mit, fülle deine Milch in die Glaspfandflasche- was ist daraus geworden? Mehr Verpackungen , Kapselkaffee und ähnlich unnützes Zeug. Die Idee eines Ministers die Flut der Einweggetränkeverpackungen einzudämmen in dem er dafür 25 cent Pfand einführte hat nicht dazu geführt, dass wieder mehr Mehrweg angeboten wurde- Im Gegenteil- es wurde mehr Einweg produziert und die Anzahl der Getränke die in Mehrweg daherkommt ist verschwindend gering geworden- man muss schon bewusst suchen. Der Mensch ist unbelehrbar- erst wenn er direkt selbst in Gefahr ist wird er etwas tun, dann ist es jedoch zu spät- Es brennt bereits!
03.04.2019, 05:49 Uhr | Ruba
Auch wir diskutieren über das Thema. Und ich stelle mir immer wieder die Frage, ob bei "Sundays for future" auch nur ein Drittel auf die Straße gehen würde. Und wenn ich sehe, dass die Demonstranten dabei Milchshakes einer bekannten Fastfoodkette im Plastikbecher dabei haben, bin ich fassungslos. Auch das Thema Klassenfahrt und Elterntaxi sowie sonstiges Konsumverhalten kommt mir in den Sinn. Appelle an Politiker sind schön und gut -aber so ist das unglaubwürdig.
Generell finde ich es aber sehr gut wenn Jugendliche sich politisch engagieren.
02.04.2019, 21:33 Uhr | AnjaLe
Hallo Pauliprinzessin,

ja, das Thema polarisiert und ich möchte gerne auch etwas dazu loswerden.

Das Thema sollte von der Schule generell ernster genommen werden. Hierzu möchte ich gerne einmal auf die Klassenfahrten eingehen. Es steht außer Zweifel, dass „Das fliegende Klassenzimmer“ die schlechteste Ökobilanz überhaupt hat. Es ist heute eher die Regel, als die Ausnahme, dass Klassenfahrten mit dem Flugzeug unternommen werden. Die Ziele mittlerweile weltweit. Schulen brüsten sich mit Partnerschulen und sozialen Projekten in Übersee. Die Plätze, dabei mitzufahren, sind heiß begehrt.
Mit dem Thema sollten sich die Schüler einmal beschäftigen, bzw. sollte ihnen diese Frage einmal gestellt werden. Wanderung oder Radtour in die nächste Jugendherberge, Bahnfahrt (CO2 neutral mit Ökostrom) oder doch lieber mit dem Jet nach Rom oder Nizza? Nicht zu vergessen, das Elterntaxi oder den Schulbus. Darunter fällt natürlich auch der Verzicht auf ein Auslandschuljahr oder Au-Pair.

Würden die darauf verzichten? Der Umwelt zuliebe. Oder die Abi-Reise - Biergarten statt Ballermann?

In dem Herkunftsland der Aktivistin, die diese Bewegung ins Leben gerufen hat, gibt es dafür einen Begriff: „Flygskam“ (Flugschämen), weil es das Klima killt und unökologisch ist.

Was das Schulschwänzen angeht, da denke ich, ist es eine schlechte Botschaft der Regierung/Politik, Regelverstöße und Pflichtverletzungen als „GUT“ zu bezeichnen. Eine Regierung, die mit den Worten (Impf-)Pflicht, (Dienst-)Pflicht oder (Organspende-)Pflicht (falls einer vergisst zu widersprechen) nur so um sich wirft.

Nur mit der Schul-Pflicht nimmt man es nicht allzu genau. Was sind das für Signale an die heranwachsende Generation und wie will man dem Volk weitere „Pflichten“ verkaufen?

Lächerlich!

Wie denken Eltern darüber, die Bußgeldbescheide bekommen, (Attest-) Pflichten unterworfen oder, weil sie einen Tag zu spät aus dem Urlaub kommen, wie kriminelle behandelt werden? Als in NRW gegen G8 demonstriert wurde, wurde Schülern von Schulleitern mit Konsequenzen gedroht, wenn sie daran teilzunehmen.

Darüber sollten sich allemal Gedanken machen.

Viele Grüße

Anja
Zuletzt editiert am: 02.04.2019, 21:35 Uhr, von: AnjaLe
02.04.2019, 10:10 Uhr | marinadiezweite
Hallo Pauliprinzessin, bei uns ist es auch ein Thema. Aber wir haben auch schon angefangen, noch mehr auf die Umwelt zu achten. Wir diskutieren oft darüber, was man als Einzelner tun kann. Und sind uns einig, dass nicht immer nur die anderen Schuld sind. Wir üben den Wasserverbrauch zu reduzieren. Herd und Kühlschrank sinnvoll zu nutzen.
Ein ganz wichtiges Thema ist bei uns Essenreste. Da gibt es viele Möglichkeiten, aus Resten was interessantes zu machen. Und man muss dabei auch sehr auf Mengen achten. Da wir das Glück haben, fast alles zu Fuss holen zu können, kann man fast täglich einkaufen. Vieles kann man lose holen, in den Einkaufskorb tun, wie Obst und Gemüse.
Schwierig finde ich immer das Thema Getränke. Denn für die Mehrwegmineralwasser braucht man einen Kistentransport. Es gibt einfach zu wenig Getränke in Mehrwegplastik in kleinen Mengen.
Am Freitag ab Mittag mitzumachen fände ich nun ja, gerade so okey. Denn am örtlichen Gymnasium ist um 12 noch nicht Schluss. Es sollte mal eine Aktion stattfinden. Für die sich nicht ein einziger erwachsenee Schüler fand, der das initiiert und unterschreibt. Ist dann halt ausgefallen.
Was wir noch diskutieren: Dass auch Schüler bei sich anfangen müssen. Ich bin schon entsetzt, wie teilweise die Schulhöfe aussehen. Wie ein Gelände nach einer Demo oder einem Festival aussieht. Da heißt es für alle, einsammeln und weniger Verpackung. Wir vermeiden Fast-Food zu holen. Da ist die Pizza im Pappkarton noch das Harmloseste. Riesige Styropor-Verpackungen mit wenig Inhalt versuchen wir auch zu meiden.
Vor kurzem hatte ich mal von einem namhaften Discounter eine bestimmte Art von Nudeln geholt. Das hat einen so angesummt auf der Verpackung. Nach dem Auspacken war ich schon echt entsetzt. Pro Packung für die Nudeln gibt es fünf Tüten aus Plastik. Alles ist extra verpackt von Öl über Kräuter bis Chili. 19 Tüten für 4 Miniportionen Nudeln a la Asia. Hab ein Foto gemacht, das rüttelt einen echt wach.

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