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17.01.2020, 16:38 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo liebe Eltern,

haben Sie Kinder, die sich politisch engagieren, zum Beispiel bei Fridays for Future oder in Partien? Falls ja, unterstützen Sie Ihre Kinder? Falls nein, sind Sie zufrieden damit?

Ich freue mich auf eine Diskussion und schicke viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
28.01.2020, 20:19 Uhr | bke-Lorenz-Bauer
Liebe Marinadiezweite, lieber Kollege bke-Stephan,

eine interessante Fragestellung zum jetzigen Zeitpunkt, wo das Thema Fridays for Future-Demos
ja in der Öffentlichkeit weniger behandelt wird, die Initiative jedoch gleichzeitig nach wie vor stabil weitergeht. Und auch ganz unabhängig von dem Punkt "Schulbesuch/-pflicht kontra Demo/politisches Engagament *hypocritically* .

Ich persönlich erlebe in der eigenen Familie eine abebbende Motivation fürs Demonstrieren einerseits, andererseits wie Sie, liebe Marinadiezweite, eine noch nie dagewesene Reflektiertheit der jugendlichen Kinder, ihr Konsumverhalten, ihre Art sich fortzubewegen oder ihre Ernährung zu hinterfragen. Faire Produktionsbedingunegn und faire Wertschöpfungsketten spielen mittlerweile eine größere Rolle als Marken oder Labels. Diese Aufzählung könnte ich noch weiter fortsetzen und ich bin beeindruckt, wie sehr das auf die ganze Familie übergreift bzw. umgekehrt auch von uns Eltern schon lange vorgelebte Haltungen von den Kindern übernommen oder zumindest wahrgenommen werden.

Jeder Jugendliche (natürlich genauso jeder Erwachsene), der sich für unsere Umwelt einsetzen will, soll für sich entscheiden, auf welche Weise er das zum möchte. Durch Demonstrieren, durch Mitarbeit in den Ortsgruppen bei der Vorbereitung der Demoveranstaltungen, durch überlegtes Handeln im persönlichen Umfeld oder auch einfach durch Interesse an der Thematik und kritisches Hinterfragen unserer eingefahrenen Muster.
Und ja, lieber bke-Stephan, ich finde, wir sollten unsere jugendlichen oder gerade erwachsenen gewordenen Kinder nach allen Regeln der Kunst bei ihrem Engagement unterstützen; zum einen konkret praktisch (also z.B. die Fahrkahrte zur Demo bezahlen *wink*) zum anderen, indem wir sie ernst nehmen und auch unsere eigenen Verhaltensweisen und Muster überdenken und auch zu ändern versuchen.

Viele Grüße und allen einen schönen Abend,
bke-Lorenz Bauer
24.01.2020, 09:23 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo marinadiezweite,

es hört sich für mich prima an, wie Ihr Sohn im Kleinen wirkt. Vor ein paar Jahren kam der Satz auf: "Global denken, lokal handeln." Was Sie beschreiben setzt das genau um. Für mich ist das kein parteipolitisches Handeln, aber ein gesellschaftspolitisches. Und es ist gut, viel über solche Dinge zu reden.

Und ganz nebenbei: Offensichtlich haben Sie mitgeholfen, dass Ihr heute großes "Kind" sich so gut entwickelt hat *smiling*.

Viele Grüße schickt

bke-Stephan
23.01.2020, 08:20 Uhr | marinadiezweite
Hallo, meine Kinder engagieren sich nicht politisch. Ich nenne das mal so, sie haben keine Zeit dazu. Mein Sohn studiert gerade. Und man staunt schon, wie anstrengend das Studium heutzutage ist. Insbesondere, wenn aus verschiedenen Gründe das Geld nicht reicht und gearbeitet werden muss. Aber auch ohne politisches Engagement befasst er sich mit Umweltschutz. Und zwar in den eigenen vier Wänden. Wir haben zu den Zeiten der Demos oft darüber diskutiert. Man kann es vielschichtig sehen mit den Demos. Schüler, die am Freitag statt in die Schule zu gehen, auf der Straße sind, da waren wir alle sehr zwiegespalten. Man darf bei allem Engagement nicht vergessen, dass man seine Schule bewältigen muss.

Umweltschutz zu Hause ist zum Beispiel, dass mein Sohn und seine Freundin nach und nach auf plastikfreies Leben umgestellt haben. Angefangen von Seife über Glasbehälter, in die Lebensmittel abgefüllt werden können. Auto haben die beiden schon fast zwei Jahre nicht mehr. Bei Textilien achten sie immer mehr auf Naturmaterialien und informieren sich.
Die Kleiderschränke sind nur mit dem nötigsten gefüllt, bis auf einige wenige Ausnahmen. Auch im Küchenschrank Minimalismus. Sie finden es gut, dass sich organisiert wird. Sind aber so grundsätzlich der Meinung, dass man bei sich selbst anfangen muss, was zu tun. Und dass bei allem Engagement die Arbeit du das Geldverdienen Priorität hat.

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