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16.07.2021, 13:02 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Liebe Eltern,

das Thema "die Kinder streiten sich" gibt es wohl, seit es Kinder gibt. Es geht wohl nie spurlos an Eltern vorbei. Aber wie verhalten sich Eltern richtig? Keine Ahnung *hypocritically* , denn wie bei so vielen Erziehungsthemen, sind die Kategorien "richtig" und "falsch" nicht die passenden. Eher: Was entlastet die Kinder? Was die Eltern?

Meine Haltung ist: Wenn es irgendwie geht, wenn nicht wirklich gerade ein Schutz gebraucht wird, heraushalten (hier geht es nicht um Mobbing, Gewalttaten, massive Ausgrenzung oder Straftaten). Wenn ich es als Papa oder Mama nicht aushalte, können die Fragen helfen: "Braucht ihr Hilfe?" oder "Wollt ihr zusammen weiter spielen?". Und: Versuchen Sie nicht herauszufinden, wer angefangen hat.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Gibt es von Ihrer Seite Tipps?

Viele Grüße und ein schönes Wochhenende wünscht

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 16.07.2021, 13:03 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
15.12.2021, 19:15 Uhr | bke-Hannes-Bach
Hallo Oliver,
ich kann gut verstehen, dass es frustrierend ist für Sie, wenn die Kita-Erzieherinnen keine Lösung anbieten bzw. das Problem gar nicht wahrnehmen.
Und für Ihren Sohn ist es ebenso frustrierend, dass er sich möglicherweise hilflos gegenüber dem aggressiven Verhalten anderer Kinder fühlt. Es klingt so, als ob die Erzieherinnen die Reaktion auf aggressives Verhalten nicht zu ihrer Sache machen würden. Das sollten sie aber, damit Ihr Sohn Unterstützung erfährt. Ohne diese Unterstützung ist er überfordert. Und das macht sauer! Ich würde es als die Aufgabe der Erzieherinnen ansehen, genauer hinzuschauen und sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass Ihr Sohn sich sicher und wohl fühlen kann in der Kita - auch durch die fürsorgliche Umsicht und das Einschreiten der Erziehrinnen.
Vielleicht lohnt ja doch nochmal ein Gespräch mit der Kita-Leitung. Es wurde Ihnen ja versprochen, dass man sich kümmern würde. Und da sollten Sie ruhig nachfragen, zu welchem Ergebnis dieses Kümmern aus Sicht der Kita geführt hat.

Viele Grüße, bke-Hannes-Bach
15.12.2021, 15:55 Uhr | Oliver15
Hallo Claudia Rohde,
vielen Dank für die Rückmeldung. Wir haben unserem Sohn schon gezielt und wiederholt Möglichkeiten angeboten, seine Wut raus zu lassen: Bälle gegen die Wand werfen, andere geeignete Gegenstände herum werfen, in Kissen boxen und treten, Kartons kaputt machen, Luftballons zerplatzen lassen, herumschreien, wild trampeln und stampfen usw. usf.

Welche Möglichkeiten haben wir als Eltern zu erfahren, welche Erfahrungen unser Sohn in der Kita macht? In erster Linie sprechen wir mit ihm. Aber auch beim Abholen fragen wir die Erzieherinnen, ob alles ok war oder etwas Erwähnenswertes vorgefallen war. Zuhause reden wir mit ihm, geben ihm die Möglichkeit zu erzählen, was ihm auf dem Herzen liegt. Wir stellen Fragen zu seinem Tag. Was ihm besonders Spaß gemacht hat, was nicht so schön war, ob etwas vorgefallen ist. Von seinem Kitaalltag erzählt er eher wenig detailliert. Dinge, die ihn belasten, erzählt er meist abends, wenn es ins Bett geht. Sofern relevant, sprechen wir dies direkt am nächsten Tag in der Kita an, z.B. wenn er erzählt hat, dass ein Kind ihn geschlagen habe. Es ist in der Kita zu mehreren Vorfällen gekommen, bei denen unser Sohn z.B. ins Gesicht geschlagen, von einem anderen Kind aus Wut und nicht im Spiel gezielt mit einem Stock geschlagen oder von der Couch gestoßen wurde. Bedauerlicherweise sei fast nie eine Erzieherin dabei gewesen und deswegen könne keiner sagen, was wirklich vorgefallen war. Die übliche Reaktion ist "kann ich mir gar nicht vorstellen, dass das passiert ist" oder "war bestimmt nicht so schlimm". Da ich auch schon von Eltern anderer Kinder angesprochen wurde, scheint mein Sohn sich das nicht auszudenken.
Mein Sohn beschreibt z.B., dass er gespielt hat, Kind X kam an und nahm ihm sein Spielzeug weg. Er forderte es dann zurück und der andere Junge haute sofort zu. Mein Sohn wehrte sich dann nicht mehr. Manchmal gehe er zu einer Erzieherin, falls eine im Raum ist. Manchmal "flüchtet" er auch nur aus der Situation und macht etwas anderes.

Da Eltern bei unserer Kita außer bei der Hospitation keine Möglichkeit zum längeren Beobachten haben und wegen Corona keine Hospitation möglich ist, sind unsere Möglichkeiten leider stark eingeschränkt. Beim Abholen und Bringen erlebt man ja nur kurze Ausschnitte. Mit der Kita bzw. den Erzieherinnen hatten wir über Monate hinweg mehrere Gespräche. Dabei ging es auch explizit darum, dass entsprechende Vorfälle auffällig oft in Abwesenheit der Erzieherinnen vorkommen. Es wurde regelmäßig beteuert, dass man schauen und sich kümmern würde. Wir kam dabei nicht herum.

MfG
13.12.2021, 15:53 Uhr | bke-Claudia-Rohde
Hallo Oliver,
es ist schon möglich, dass Ihr Sohn seinen Ärger und seine Wut mit nach Hause nimmt, wenn er diese nicht in der Kita lassen kann.
Dann reicht dort ein kleiner Anstoß und es geht los.
Vielleicht wäre es hilfreich in der Kita verstärkt auf seine Erfahrungen zu achten. Wann steckt er ein, ohne sich zu wehren oder zu behaupten?
Wo dürfte er denn seine Wut lassen?
bke-Claudia Rohde
13.12.2021, 09:50 Uhr | Oliver15
Hallo Kira Morgenthal,
vielen Dank fürs Willkommen heißen.
Zum Thema Spiegeln fällt mir folgendes ein: Mein Sohn (6) gerät leider sehr schnell in Rage. Schon die kleinsten Dinge lassen ihn vollkommen aus der Haut fahren. Sei es, ein Legoklotz passt nicht sofort an die gewünschte Stelle, oder jemand spielt nicht genau so mit ihm, wie er sich das wünscht. Dann fliegt das Lego oder anderes Spielzeug durchs Zimmer, er tritt und schlägt gegen Möbel usw. Dann hat er sich erst nach mehreren Minuten soweit beruhigt, dass er überhaupt jemanden an sich heranlässt und getröstet werden will. Versuche irgendwie mit ihm Kontakt aufzunehmen (z.B. "Ärgerst du dich, dass es nicht so klappt wie du möchtest?" oder "Möchtest du Hilfe?") oder ihm nahe zu kommen, führen dazu, dass er ärgerlich ruft "ich will jetzt nichts hören, geh weg". Ich sehe es zwar positiv, dass er sich mittlerweile seit vielleicht einem halben Jahr soweit ausdrücken kann, dass er "jetzt einfach ausflippen muss und später getröstet werden möchte". Das auszuhalten und gegebenenfalls zu ertragen, dass er sich wehtut, weil ein Vollholzmöbelstück halt härter als sein Fuß ist, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn ich mir jedoch die letzten zwei Jahre anschaue, also die Zeit seit der er in einer "schwierigen Phase" ist, sehe ich keinen Fortschritt hinsichtlich seiner Emotionsregulation. Ich frage mich, inwieweit das möglicherweise mit negativen Erfahrungen in der Kita zu tun hat. Ich würde diese "Gewalterfahrungen" nennen, die Erzieherinnen nannten es in den diversen Gesprächen "normales Gerangel und Ausprobieren unter Kindern". Im Gegensatz zu vielen anderen Eltern in der Kita, mit denen wir auch über die Problematik des aggressiven Kitakindes sprachen, sagen wir unserem Sohn jedoch nicht "Wenn der dich haut, dann hau einfach doller zurück". Und so kommt es, dass nur das andere Kind zuschlägt und mein Sohn sich nicht körperlich wehrt, weil er gewaltfrei erzogen wurde. Ich kann das jedenfalls nicht als "Gerangel unter Kindern" einordnen. Seine Ausraster zu Hause wirken auf mich manchmal wie eine Art "Nacherleben" dessen, was er in der Kita erlebt bzw. wie er die Vorfälle in der Kita beschreibt.

MfG
07.12.2021, 17:06 Uhr | bke-Kira-Morgenthal
Hallo Oliver15,

wie ich lese, sind Sie neu bei uns im Elternforum! Im Namen des Moderationsteams begrüße ich Sie zuerst ganz herzlich.

Sie schreiben über Ihre Erfahrungen mit den Kleinen. Wie ich finde, gehen Sie sehr respektvoll und einfühlsam mit den Kindern um. Wenn man schlägt, ist man in der Not. Deshalb ist es so wichtig, jedem das Wort zu geben und jeden in der Not zu sehen. Manchmal können es die Kinder nicht in Worte fassen, warum Sie sich so verhalten. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass man ihnen die Gefühle "spiegelt" und ihnen aktiv zuhört.

Danke, dass Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Eltern hier geteilt haben. Einen spannenden Austausch wünsche ich Ihnen auch zu Ihren eigenen Themen!

Mit freundlichen Grüßen

bke-Kira-Morgenthal
07.12.2021, 10:22 Uhr | Oliver15
Hallo,
wenn mein Sohn sich mit seinen Freunden streitet, ist es mir wichtig, dass alle Kinder das Gefühl haben "gehört" worden zu sein. Mein Sohn reagiert zur Zeit leider sehr stark mit der "Auge um Auge"-Strategie und sagt dann "aber er hat mir zuerst weh getan" oder "er hat mich zwei Mal gehauen, deswegen habe ich ihn drei Mal gehauen". Bisher konnten wir ihm noch nicht vermitteln, dass andere zu hauen, keine Lösung ist, selbst wenn man geschlagen wurde. Vermutlich hat das mit seinen negativen Erfahrungen in der Kita zu tun.
Zu Hause hat es bisher aber recht gut geklappt, die Kinder nach einem heftigen Streit zusammenbringen, jeden seinen Standpunkt ausdrücken und sich wieder vertragen zu lassen. Sofern die Kinder sich nicht im Streit verletzen oder einer gehen möchte, greife ich aber auch nicht ein.
MfG
15.11.2021, 08:14 Uhr | tiffany123
bke-Stephan-Bäcker schrieb:
Hallo tiffany123,

es ist gut, dass Ihr Kind sich nicht alles gefallen lässt. Und sie hat das "wehren" auch in einer guten Form getan. Jetzt haben Sie Ihre Tochter unterstützt und versucht, sich mit der Mutter der Freundin anzusprechen. Das hat leider nicht geklappt. Da die andere Mutter nicht kooperativ war.

Meist regeln sich diese Dinge wieder. Die Kinder vertragen sich oft viel schneller, als wir Erwachsene das für möglich halten. Manchmal auch nicht. Und dann brauchen Sie unsere Unterstützung. Ob es jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist, zu unterstützen und die Klassenlehrerin einzubeziehen, weiß ich nicht. Was würde denn Ihr Kind dazu sagen? Möchte es, dass Sie mit der Lehrerin sprechen? Oder würde es sagen: "Ich bekomme das schon hin?"

Viele Grüße schickt

bke-Stephan-Bäcker


Ich werde ein paar Tage beobachten. Meine Tochter will sich mit Ihre Freundin versöhnen aber auch nicht unter jeder Bedingung. Wenn es nicht klappt ich werde die Klassen Lehrerin bieten mit beiden zu reden weil es ist besser als wir Mütter denke ich.
Vielen Dank für Ihre antworten.
14.11.2021, 13:37 Uhr | bke-Stephan-Bäcker
Hallo tiffany123,

es ist gut, dass Ihr Kind sich nicht alles gefallen lässt. Und sie hat das "wehren" auch in einer guten Form getan. Jetzt haben Sie Ihre Tochter unterstützt und versucht, sich mit der Mutter der Freundin anzusprechen. Das hat leider nicht geklappt. Da die andere Mutter nicht kooperativ war.

Meist regeln sich diese Dinge wieder. Die Kinder vertragen sich oft viel schneller, als wir Erwachsene das für möglich halten. Manchmal auch nicht. Und dann brauchen Sie unsere Unterstützung. Ob es jetzt schon der richtige Zeitpunkt ist, zu unterstützen und die Klassenlehrerin einzubeziehen, weiß ich nicht. Was würde denn Ihr Kind dazu sagen? Möchte es, dass Sie mit der Lehrerin sprechen? Oder würde es sagen: "Ich bekomme das schon hin?"

Viele Grüße schickt

bke-Stephan-Bäcker
Zuletzt editiert am: 14.11.2021, 14:27 Uhr, von: bke-Stephan-Bäcker
14.11.2021, 08:53 Uhr | tiffany123
bke-Kira-Morgenthal schrieb:
Guten Abend tiffany123,

schön, dass Sie zu uns ins Elternforum gefunden haben. Als eine der Moderatorinnen des Forums begrüße ich Sie herzlich!

Es ist wirklich nicht so einfach, sich als Mutter ganz herauszuhalten und den richtigen Umgang damit zu finden, wenn das Kind unzufrieden wirkt. Eine positive Sache gibt es jedoch, die ich Ihnen gerne schreiben möchte: Ihre Tochter vertraut Ihnen etwas an und ist offen Ihnen gegenüber. Sie verheimlicht Ihnen die Schwierigkeiten nicht, die sie mit der Freundin hat. Das ist sehr wertvoll! Gehen Sie vorsichtig damit um und versuchen Sie mit ihr zuerst zu klären, was sie braucht und wie Sie sie dabei unterstützen können. Sammeln Sie mit ihr Ideen, aber versuchen Sie nicht sofort "zu retten". Bleiben Sie auf ihrer Seite, glauben Sie ihr ohne gleich etwas zu regeln. Und natürlich handeln Sie schnell, wenn es sein muss. Ich glaube, dass es darum geht, dass das Mädchen an sich selbst vertrauen lernt und eigene Stärke spürt und zeigt. Sie muss nicht immer die Stärkere sein, aber sie darf sich nicht schlecht behandeln lassen. Das lernt sie mit dieser Freundin gerade und das stelle ich mir echt schwierig für Sie als Mutter vor! Da haben Sie mein vollstes Verständnis.

Sie haben auch schon versucht es mit der Mutter des Kindes anzusprechen. Gut. Nun geht es darum, Ihre Tochter selbst zu stärken und zwar Verständnis und Mitgefühl mit der Tochter zu haben, aber ihr selbst in dieser Situation das Gefühl zu vermitteln, dass sie es schafft und mit ihr auch besprechen, wie es aussehen könnte. Es klingt nach einer Beziehung zwischen den beiden, wo die Tochter sich nicht wirklich angenommen fühlt und sich unterdrückt fühlt. Wie ist sie Zuhause: ist sie Einzelkind? Ist sie ein ruhiges und schüchternes Mädchen oder eher offen und mutig? Wie ist sie?

Aus meiner Sicht geht es sehr stark darum, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und eigene Grenzen zu erkennen. Bleiben Sie offen und trauen Sie ihr bitte aber auch zu, dass sie es eigenständig schafft! Fragen Sie, was sie braucht.

Ich wünsche Ihnen einen hilfreichen Austausch hier bei uns im Forum und hoffe, dass Sie als Mutter sich nicht so viele Sorgen machen und es den beiden Mädels überlassen können.

Viele Grüße
bke-Kira-Morgenthal *bye* (eine der Moderatorinnen des Moderationsteams des Forums)


Vielen Dank für die Antwort. Wir haben 3 Kinder 21, 15 und 10 Jahre alt. Meine Tochter ist sehr selbstbewusst, schließt schnell Freundschafften und ist ein offenes Kind. Sie liebt Ihre Freundin aber sie findet auch nicht in Ordnung das sie versucht sie herumzukommandieren. Deshalb hat sie sich gewehrt und Ihre meinung gesagt dann war die Freundin beleidigt weil sie kann nicht verstehen das Ihre verhalten falsch ist und natürlich die anderen Kinder reagieren. Aber es wundert mich nicht weil die Mutter war auch beleidigt wenn ich das gesprech versuchte. Diese Woche sie hat Ihre sitzplatz gewechselt. Ich finde auch ein wenig abstand ist gut. Sollte ich auch mit der Klassenlehrerin sprechen? Vielleicht sie beobachten die Kinder besser und hat sie was bemerkt.
13.11.2021, 18:44 Uhr | bke-Kira-Morgenthal
Guten Abend tiffany123,

schön, dass Sie zu uns ins Elternforum gefunden haben. Als eine der Moderatorinnen des Forums begrüße ich Sie herzlich!

Es ist wirklich nicht so einfach, sich als Mutter ganz herauszuhalten und den richtigen Umgang damit zu finden, wenn das Kind unzufrieden wirkt. Eine positive Sache gibt es jedoch, die ich Ihnen gerne schreiben möchte: Ihre Tochter vertraut Ihnen etwas an und ist offen Ihnen gegenüber. Sie verheimlicht Ihnen die Schwierigkeiten nicht, die sie mit der Freundin hat. Das ist sehr wertvoll! Gehen Sie vorsichtig damit um und versuchen Sie mit ihr zuerst zu klären, was sie braucht und wie Sie sie dabei unterstützen können. Sammeln Sie mit ihr Ideen, aber versuchen Sie nicht sofort "zu retten". Bleiben Sie auf ihrer Seite, glauben Sie ihr ohne gleich etwas zu regeln. Und natürlich handeln Sie schnell, wenn es sein muss. Ich glaube, dass es darum geht, dass das Mädchen an sich selbst vertrauen lernt und eigene Stärke spürt und zeigt. Sie muss nicht immer die Stärkere sein, aber sie darf sich nicht schlecht behandeln lassen. Das lernt sie mit dieser Freundin gerade und das stelle ich mir echt schwierig für Sie als Mutter vor! Da haben Sie mein vollstes Verständnis.

Sie haben auch schon versucht es mit der Mutter des Kindes anzusprechen. Gut. Nun geht es darum, Ihre Tochter selbst zu stärken und zwar Verständnis und Mitgefühl mit der Tochter zu haben, aber ihr selbst in dieser Situation das Gefühl zu vermitteln, dass sie es schafft und mit ihr auch besprechen, wie es aussehen könnte. Es klingt nach einer Beziehung zwischen den beiden, wo die Tochter sich nicht wirklich angenommen fühlt und sich unterdrückt fühlt. Wie ist sie Zuhause: ist sie Einzelkind? Ist sie ein ruhiges und schüchternes Mädchen oder eher offen und mutig? Wie ist sie?

Aus meiner Sicht geht es sehr stark darum, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und eigene Grenzen zu erkennen. Bleiben Sie offen und trauen Sie ihr bitte aber auch zu, dass sie es eigenständig schafft! Fragen Sie, was sie braucht.

Ich wünsche Ihnen einen hilfreichen Austausch hier bei uns im Forum und hoffe, dass Sie als Mutter sich nicht so viele Sorgen machen und es den beiden Mädels überlassen können.

Viele Grüße
bke-Kira-Morgenthal *bye* (eine der Moderatorinnen des Moderationsteams des Forums)
13.11.2021, 17:28 Uhr | tiffany123
Hallo. Ich habe eine 10jähräge Tochter. Sie ist in 5. klasse im Hauptschule. Dieses Jahr streitet sie mit Ihre beste Freundin das sie seit 1. Volksschule Klasse kennt und die sine jetzt auch in gleiche Klasse. Sie sagt das Ihre Freundin sie herumkommandieren will und immer wieder sie Kritisiert in der Klasse egal was sie sagt. Ich habe versucht mit Ihre Mutter zu reden aber sie sagt immer das Ihre Tochter war beleidigt weil meine war schliesslich böse und hat Ihre Meinung gesagt. Mich würde Interessieren ob auch andere Eltern haben das gleiche Problem und was machen sie da gegen.
Ich möchte auch mit der Klassen Lehrerin sprechen .
17.07.2021, 19:56 Uhr | bke-Sia-Maler
Liebe Eltern,

ja, das ist immer ein heisses Thema. *suprised*
Gerade standen meine beiden Töchter in der Küche und haben sich bitterlich gestritten um die letzte Mehrkorn-Semmel.
Nein, wir müssen nicht hungern und nein, im Gefrierschrank wäre noch eine gewesen.
Und natürlich habe ich mich eingemischt und beide dazu aufgerufen, sich nicht zu streiten. Geholfen hat es nichts. *hypocritically*

Noch ein Aspekt, den ich hier nennen möchte:
Immer wieder gelingt es mir, nicht beim äußeren Streit-Thema stehen zu bleiben, sondern dahinter zu schauen.

Was sind die Bedürfnisse, die im Moment gegeneinander stehen oder nicht befriedigt werden?
Wollen beide im Moment vielleicht einfach nur streiten, weil es Spass macht sich auszuprobieren?
Oder geht es darum, Stress von anderer Seite loswerden, sich zu spüren?
Geht es wirklich um Hunger oder darum, dass jeder einzelne gesehen werden will und gewürdigt?

Ich persönlich finde ja immer, dass Fragen fast wichtiger sind als schnelle Antworten. *smiling*

Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.

bke- Sia Maler

Treffer: 13

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