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Keine neuen Beiträge seit Ihrem letzten Login vorhanden. Thema abonnieren page_edit Multiple Problemlage bei achtjährigem Jungen
Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 20:56
AnjaLe
Hallo Herr Grüntal,

sicher hat die Schule eine andere Sichtweise der Dinge. Aber warum geht sie auf die Terminangebote für das klärende Gespräch nicht ein?

Die geschilderten Vorfälle, Zitat:

"Dabei verwechselte sie die Kinder und schleuderte den Jungen mit der Hand am Hals gegen eine Wand. Der Gewaltvorfall wurde zunächst nur mit dem Jungen und der Direktorin besprochen, die Eltern erfuhren erst hinterher davon, da zeigte der Junge schon erste Anzeichen der Angst, zur Schule zu gehen. Es dauerte eine Weile, bis die Eltern mit der Schule und der Lehrkraft ins Gespräch kamen. Es war ein gutes Gespräch, die Lehrkraft hat sich aufrichtig entschuldigt und der Junge ging mit ihr in den Kontakt und empfand es auch als gut. Danach kam es zu einem zweiten Vorfall, bei dem eine Erzieherin den Jungen und weitere Kinder in eine Kammer gesperrt und ausgeschimpft hat. Dabei ist sie ebenfalls körperlich sehr rüde vorgegangen, das berichten zumindest alle betroffenen Kinder. Die Eltern einiger betroffener Kinder warten nun seit mehr als 1,5 Monaten auf ein Klärungsgespräch, was nach Aussage des behandelnden KJP zwingend erfolgen muss, damit der Junge zur Ruhe kommen kann.


Wie sollen denn Eltern mit solchen Dingen umgehen, wenn ihnen Kinder davon berichten und die Lehrkraft/Schulleiter alles abstreitet oder versucht, die Sache auszusitzen? Dabei kann es um Gewalt, als auch um Mißbrauch gehen?

An erster Stelle steht das Wohl des Kindes, das ist unbestritten. Wenn sich hier jemand in einer Grauzone bewegt, dann die Lehrkraft, bzw. die Erzieherin. Die Entschuldigung für den 1. Vorfall ist praktisch ein Schuldeingeständnis, beim 2. Vorfall waren mehrere Kinder anwesend, die alle das Gleiche erzählen! Ich sehe hier keine Grauzone und die darf es beim Umgang mit Kindern in öffentlichen Einrichtungen auch gar nicht geben. Die Schule ist meiner Meinung nach auch in der Pflicht, den Eltern Vorschläge zu machen, wie eine weitere Beschulung des Jungen komplikationslos auszusehen hat. Es gibt auch eine Fürsorgepflicht seitens der Schule, dabei geht nicht darum, die Schulpflicht (Beschulung) nach Schema F zu "vollstrecken", sondern Schule als Lebensraum zu gestalten. Nur sind wir davon weit entfernt.

Viele Grüße

Anja
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 15:17
Mohn
Hallo Herr Grüntal,

danke für Ihre Antwort. Natürlich gibt es zwischen schwarz und weiß ganz viele Zwischentöne, da bin ich bei Ihnen und ja, meine Sichtweise ist da sicherlich auch subjektiv. Wenn ich allerdings die Mails der Familie sehe, die wieder drei Terminvorschläge für diese Woche gemacht hat und keine Antwort kommt, dann ist es schon kein befriedigender Zustand. Zumal der Kontakt ja zu den vorangegangenen Lehrkräften super war. Der schulpsychologische Dienst ist tatsächlich dem Beratungszentrum angesiedelt, ggfs. bringt der Termin dort alle weiter. Wichtig ist ja, dass sich Fronten nicht verhärten und man miteinander ins Gespräch geht, um eine Lösung für das Kind zu finden. Die Gesprächsbereitschaft ist vorhanden.

Herzlichst, Mohn
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 15:00
bke-Gregor-Grüntal
Hallo Mohn,

auch von mir noch eine Antwort:

Ich lese zwar immer wieder von den "Zuständen" in der Schule, dabei stört mich allerdings, dass das natürlich immer eine einseitige Schilderung ist und dazu noch eine Schilderungen von Ihnen, also aus 2. Hand. Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Schule eine andere Sicht hat und die Kooperation mit den Eltern ebenfalls kritisch sieht.

Ich denke die Wahrheit ist auch hier nicht schwarz oder weiß sondern grau!

Ferner gibt es in jedem Bundesland einen schulpsychologischen Dienst, von Bundesland zu Bundesland mit anderem Namen und meist angesiedelt bei den Schulämtern. Vielleicht ist in Ihrem Fall das Beratungszentrum gemeint, von dem Sie schreiben.

Freundliche Grüße

bke-Gregor-Grüntal *bye*
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 14:14
Mohn
Hallo Anja, hallo Herr Bäcker,

leider habe ich den technischen Weg, die Anmerkungen nacheinander, ohne zu zitieren zu beantworten, nicht herausfinden können, daher fasse mich meine Antwort zusammen. Zunächst einmal vielen Dank für Ihre Gedanken. Die Familie steht tatsächlich mit der Schulleitung sowohl telefonisch als auch per Mail im Kontakt, Terminvorschläge werden seitens der Schulleitung erbeten, dann erfolgt keine Reaktion mehr. Es wird dann wieder nachgehakt, die Vorschläge der Familie verstreichen, ein Kreislauf.

Die Schulbehörde wurde nun seitens der Eltern auch eingeschaltet, es findet demnächst ein Beratungstermin für die Familie statt. Trotzdem ist die Situation unbefriedigend, da ein Gespräch mit der betreffenden Erzieherin und der Schulleitung Druck aus der Situation nehmen könnte.

Der Junge erhält innerhalb der Familie stets Antworten/Anregungen auf seine Fragen, er schaut kindgerechte Wissenschaftssendungen und liest entsprechende Kinderzeitschriften. Die Eltern haben da keine besonders hohe Erwartung an die Schule, sie sehen sich da auch in der Pflicht. Einen Schulpsychologen gibt es nicht, die Beratungslehrerin hat die Schule verlassen, die Stelle wurde nicht nachbesetzt. Daher auch die Einschaltung des KJP (um sich selbst als Familiensystem und auch das Kind zu hinterfragen) und zusätzlich die Schulbehörde mit angeschlossenem Beratungszentrum. Leider vergeht immer mehr Zeit...
Eine Form von Autismus bzw. andere mögliche Erkrankungen oder Auffälligkeiten wurden bisher noch nicht diagnostiziert. Demnächst findet ein Elterngespräch zur weiteren Verfahrensweise bzw. Diagnostik statt, dann wissen alle Beteiligten mehr.

Herzlichst, Mohn
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 10:37
bke-Stephan-Bäcker
Hallo Mohn,

die Zustände in der Schule und die vor sich hinschleppende Reaktionszeit sind nicht in Ordnung. Wer kümmert sich denn darum, dass diese Dinge geregelt werden? Sind Sie da beteiligt?

Wenn der Junge mehr Förderung braucht ist natürlich eine Überlegung: Kann die Schule das leisten und wenn ja, in welcher Form. Aber auch die Eltern sind gefragt. Sie können Ansprechpartner für Politik sein. Können mit dem Sohn z.B. die Kindernachrichten schauen und darüber diskutieren. Können entsprechende Sachbücher, Zeitschriften u.ä. anbieten. Können schauen, ob es Möglichkeiten im Umfeld für politische Kinderbeteiligung gibt und es kann sicher noch viele andere Ideen geben. Vielleicht können Sie ja dabei helfen, die Eltern dahingehend zu bestärken? Die Förderung ist auch Sache der Schule aber nicht ausschließlich.

Ob die Schulart und -form geeignet ist, das sollten sich auch die Eltern, zusammen mit der Schule, überlegen. Dazu kann auch der schulpsychologische Dienst hinzugezogen werden. Aber die Initiative müssen die Eltern übernehmen.

Viele Grüße,

bke-Stephan-Bäcker
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 09:41
AnjaLe
Hallo Mohn,

Du hast wirklich sehr viele tolle Beiträge bekommen.

Das geschilderte Verhalten der Lehrkräfte ist inakzeptabel. Mit Entschuldigungen und Gesprächen lassen sich solche Entgleisungen nicht korrigieren. Vielleicht sollte der Ton gegenüber dem Schulleiter verschärft und das Schulamt mit einbezogen werden!?

Ein Schulwechsel sollte zwingend überlegt werden. Vielleicht sollte auch ein Internat überlegt bzw. ausprobiert werden, welches speziell auf hochbegabte Kinder ausgerichtet ist. Seine Talente und Begabungen gehen in dem Mainstream gnadenlos unter und es wird auch später nicht wirklich besser. Das ist Schade, denn das Schulsystem ist, wie Louise schon schrieb, auf den Durchschnitt ausgelegt, wo alle begabten und talentierten keine Punkte finden, wo sie anknüpfen können.

Hatte man in der KJP schon mal an eine leichte Form von Autismus gedacht?

LG
Anja
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Thema gestartet von: Mohn
16 14.11.2018, 09:00
Mohn
Hallo marinadiezweite,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Bei dem Übergriff der Lehrkraft handelte es sich um ein Versehen, da diese auf dem Schulhof ein anderes Kind nach einem Konflikt "einfangen" wollte. Dabei verwechselte sie die Kinder und schleuderte den Jungen mit der Hand am Hals gegen eine Wand. Der Gewaltvorfall wurde zunächst nur mit dem Jungen und der Direktorin besprochen, die Eltern erfuhren erst hinterher davon, da zeigte der Junge schon erste Anzeichen der Angst, zur Schule zu gehen. Es dauerte eine Weile, bis die Eltern mit der Schule und der Lehrkraft ins Gespräch kamen. Es war ein gutes Gespräch, die Lehrkraft hat sich aufrichtig entschuldigt und der Junge ging mit ihr in den Kontakt und empfand es auch als gut.

Danach kam es zu einem zweiten Vorfall, bei dem eine Erzieherin den Jungen und weitere Kinder in eine Kammer gesperrt und ausgeschimpft hat. Dabei ist sie ebenfalls körperlich sehr rüde vorgegangen, das berichten zumindest alle betroffenen Kinder. Die Eltern einiger betroffener Kinder warten nun seit mehr als 1,5 Monaten auf ein Klärungsgespräch, was nach Aussage des behandelnden KJP zwingend erfolgen muss, damit der Junge zur Ruhe kommen kann.

Der KJP empfahl ebenfalls eine Schulbegleitung einzuschalten. Diese geleitet den Jungen bis in die Klasse, da er sich so sehr weinend an seine Eltern klammerte, dass diese die Schule nicht mehr verlassen konnten. Seitdem der Begleiter mit ihm in die Schule geht, funktioniert es deutlich besser, der Junge läuft nicht mehr weinend aus der Klasse. Es galt die Trennungsangst zu durchbrechen. Der Junge ging früher allein zur Schule, nachdem es schwieriger wurde mit Freunden und deren Müttern, so dass er dann wieder weinend nach Hause lief. Im Moment schafft es der Junge sogar ab dem Schulhof allein in die Klasse zu gehen, was ein großer Gewinn ist. Kleine Schritte halt...

Was den Unterricht betrifft: Zurzeit finden Wiederholungen des ersten Schuljahres statt, da alle Kinder, die aus unterschiedlichen Klassen nun zusammenkamen, erst auf einen Stand gebracht werden sollen. In seiner alten Klasse bekam er zusätzlich Aufgaben oder durfte im Heft etwas weiterarbeiten.

Für die Eltern steht die intellektuelle Förderung nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die Frage, was alle Beteiligten tun können, damit das Kind wieder glücklich und motiviert in die Schule geht. Daher ist ein Gespräch in einer großen Runde gewünscht, was allerdings auch seit Wochen nicht zustande kommt. Was die Interessen betrifft, habe ich mich, glaube ich, etwas missverständlich ausgedrückt. Der Junge interessiert sich für Politik etc., ist aber auch sehr offen für alle anderen Themen. Er findet nur Niemanden in der Schule, mit dem er darüber sprechen kann, da die anderen dann abblocken oder ihn auslachen. Daher stellte es sich die Frage, ob er denn wirklich so anders sei. Natürlich nicht, denn er spielt genauso, wie alle anderen Jungen und findet es klasse, dass seine Freunde sich z.B. richtig gut in der Tierwelt etc. auskennen.

ich frage mich, ob der Junge vielleicht mit all seinen Problemen an einer kleineren Schule besser aufgehoben ist, in der die Pausensituation und auch die Situation beim Essen übersichtlicher ist.

Herzlichst, Mohn
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