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Thema gestartet von: Mona108
4 10.05.2021, 22:45
Mona108
Pauliprinzessin schrieb:
Mal anders gefragt- würdest du dir die gleichen Gedanken machen, wenn der Papa ein halbes Jahr nicht da wäre?


Wie viel Zeit ist noch bis zu deiner möglichen Abreise?
Welche Befürchtungen hast du , was kann alles passieren, schief laufen , wenn Du die Fäden nicht in der Hand hast und gleich springen kannst?
Welche Ressourcen habt ihr in Australien außer euch beiden als Eltern ?


Danke für deinen Zuspruch.

Ja, ich würde mir tatsächlich dieselben Gedanken machen, wenn es um den Papa ginge. *wink* Aber prinzipiell hast du natürlich recht mit deinem Einwand, dass es in den Köpfen immer "schlimmer" ist, wenn es die Mutter ist, die fehlt.

Meine Abreise wäre im November, es ist also noch Zeit. Die wird allerdings schnell rumgehen.
Ich habe nicht die Befürchtung, dass hier nichts klappt. Mein Mann ist durchaus kompetent. Aber ich lebe hier bereits die gesamte Coronazeit und habe schon schmerzlich erfahren, wie es ist, wenn in Deutschland jemand sehr krank wird oder stirbt oder etwas anderes passiert, was einen normalerweise dazu bringen würde, dorthin zu reisen, aber man kann nicht, weil man "im goldenen Käfig" sitzt.
So könnte halt auch was mit meinen Kindern oder meinem Mann sein und mir sind die Hände gebunden. DAVOR habe ich Angst.

Die Ressourcen sind nicht schlecht für den Alltag. Das würde schon werden.
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Thema gestartet von: Mona108
4 10.05.2021, 15:56
Pauliprinzessin
Mal anders gefragt- würdest du dir die gleichen Gedanken machen, wenn der Papa ein halbes Jahr nicht da wäre?

Das schlechte Gewissen der Mütter, es ist ihnen schließlich schon in die Wiege gelegt worden, dass nur sie sich um die Kinder kümmern können.

Klar, ein halbes Jahr ohne ein Elternteil ist ein Bruch den die Kinder und auch der Partner durchstehen müssen und nach dem halben Jahr muss man sich auch wieder zusammen raufen.

Ist aber das was Kinder täglich erleben- in der Regel ist es der Vater der auf der Bohrinsel verschwindet, über die Meere schippert oder im Ausland auf Montage abkommandiert wird.
Für Mütter ist das eher nicht vorgesehen und sie werden krumm angesehen wenn sie mal auf Dienstreise für einige Zeit verschwinden müssen.


Wie viel Zeit ist noch bis zu deiner möglichen Abreise?
Welche Befürchtungen hast du , was kann alles passieren, schief laufen , wenn Du die Fäden nicht in der Hand hast und gleich springen kannst?
Welche Ressourcen habt ihr in Australien außer euch beiden als Eltern ?
Du kannst auch schon mal jetzt damit anfangen deine Tochter etwas selbständiger zu machen und ihr mehr Aufgaben geben.
Durch das Internet und die Videotelefonie kannst du auch aus Deutschland täglich bei deiner Familie sein. Eben nur nicht physisch. Aber Zuspruch etc funktioniert.
So ein halbes Jahr ist ja schneller rum als man vorher meint.

Ich habs nur bei einer Freundin erlebt, sie musste sich einige Monate in einer Klinik verschanzen , zunächst einige Wochen auch ohne jeglichen Kontakt zur Familie. Sie ist dann wieder gesund nach hause gekehrt und die Kinder, beide im Grundschul/Kita Alter haben es auch ohne sie überlebt und keinen Schaden erlitten. Es geht also. Man muss sich als Mutter nur vom schlechten Gewissen und von dem Gedanken nur man selbst allein kann alles und ist die wichtigste Person verabschieden.
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Thema gestartet von: Mona108
4 10.05.2021, 11:13
Mona108
bke-Lana-Winthers schrieb:

Verstehe ich es richtig, dass der Mann und die Kinder erst ein halbes Jahr später auch nach Deutschland zu Ihnen nachreisen werden und erst im halben Jahr wären sie wieder vereint?

Wenn ich versuche mich in Ihre Lage zu versetzen, merke ich, wie lang ein halbes Jahr ist und der Abschied wäre sicherlich für alle Beteiligten nicht einfach. Ich lese raus, dass Sie besonders in Sorge um Ihre 11jährige Tochter sind. Das sieht bei dem Sohnemann schon wieder anders aus. Woran liegt das? Sind das die unterschiedlichen Altersstufen oder ist Ihre Tochter ein „Mamakind“? Oder sind es ganz andere Gründe?



Liebe Frau Winther,

vielen Dank für Ihre Zeilen.
Ja, das stimmt. Meine Familie würde noch für 6 Monate in Australien bleiben und dann nachkommen.

Das ist noch nicht vollständig entschieden, sondern eine Möglichkeit, die wir ernsthaft ins Auge fassen.
Ich mache einen Unterschied zwischen meinem Sohn und meiner Tochter wegen des Alters. Ich denke, mit 11 braucht man seine Eltern noch mehr als mit knapp 16. Aber das kann sich natürlich im Alltag auch anders zeigen.

Mein Sohn (15) sagt aber auch ganz deutlich, dass er mich vermissen würde.
Meine Tochter (11) kann das meiner Meinung nach nicht so richtig überblicken. Zeit alleine mit Papa findet sie prinzipiell eine schöne Vorstellung, aber es ist ihr nicht so bewusst, wie viel ich dazu beitrage, dass der Alltag läuft. Für sie würde sich in Sachen Selbstständigkeit sehr viel verändern müssen. Ich bin mir unsicher, wie viel man ihr zumuten kann.

Ich empfinde es als sehr schwierige Entscheidung.
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Thema gestartet von: Mona108
4 10.05.2021, 10:43
bke-Lana-Winthers
Guten Tag Mona108,

beim Lesen Ihrer Zeilen, merke ich, wie schwer Ihnen die anstehende Entscheidung und der Abschied von Ihren Kindern und Mann, fällt. Wenn es Ihnen möglich wäre, dann würden Sie am liebsten in Australien bleiben und dort mit der Familie leben.

Verstehe ich es richtig, dass der Mann und die Kinder erst ein halbes Jahr später auch nach Deutschland zu Ihnen nachreisen werden und erst im halben Jahr wären sie wieder vereint?

Wenn ich versuche mich in Ihre Lage zu versetzen, merke ich, wie lang ein halbes Jahr ist und der Abschied wäre sicherlich für alle Beteiligten nicht einfach. Ich lese raus, dass Sie besonders in Sorge um Ihre 11jährige Tochter sind. Das sieht bei dem Sohnemann schon wieder anders aus. Woran liegt das? Sind das die unterschiedlichen Altersstufen oder ist Ihre Tochter ein „Mamakind“? Oder sind es ganz andere Gründe?

Sicherlich war es schwierig für Sie als Eltern diese Entscheidung so zu treffen, aber bestimmt laufen schon diesbezüglich Absprachen und Vorbereitungen innerhalb der Familie. Haben Sie schon mit Ihren Kindern über das Anstehende gesprochen? Wie haben die beiden darauf reagiert?

Sie stellen die Frage, was die Kinder in dem Alter durchmachen müssen, wenn sie ihre Mutter halbes Jahr nicht sehen und wie die Erfahrungen sind. Ich hoffe, Sie bekommen Antworten von Usern, die vielleicht schon ähnliches als Familie durchgemacht haben und über ihre Erfahrungen schreiben können.

Ich selber denke, dass sie als Familie viele Absprachen treffen müssen, damit der Alltag nach Ihrer Abreise weiterhin fast wie gewohnt ablaufen kann. Damit die Alltagsstruktur bleibt. Klärung wer für was zuständig ist. Was tun oder wie sind wir in Australien eingebunden, wenn z.B. ein Kind aus der Schule überraschend abgeholt werden muss. Wer kann Ihren Mann dort noch entlasten?

Ich wünsche Ihnen einen guten Austausch und drücke die Daumen, damit die Veränderung im Leben Ihrer Familie reibungslos verläuft.

Liebe Grüße
bke-Lana-Winthers
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Thema gestartet von: Mona108
4 10.05.2021, 04:40
Mona108
Liebes Forum,

ich lebe zur Zeit mit meinen beiden jüngsten Kindern (11+15) und meinem Mann in Australien.
Wie sicher jeder schon mitbekommen hat, sind die Grenzen zu Australien wegen Corona dicht. Keine Chance, zwischen Europa und Australien hin und her zu reisen.

Nun muss ich Ende diesen Jahres nach Deutschland aus familiären Gründen.

Meine Familie könnte noch in Australien bleiben, allerdings dann für ca. 6 Monate (geht vertraglich nicht kürzer) und wir hätten keine Chance, uns zwischendurch zu sehen.
Das mag ja alles soweit gut sein, solange keiner krank oder unglücklich ist.
Andererseits leben wir hier unbeschwert und frei von Einschränkungen, was in Europa ganz anders wäre.

Hat das schon mal jemand praktiziert? Womit muss man rechnen, was Kinder mit 11 Jahren durchmachen müssen, wenn die Mama so lange weg ist? Um meinen Sohn (15) mache ich mir nicht sooo viele Gedanken. Er ist sowieso mit sich beschäftigt.


Ich freue mich über alle Gedanken, Einwände, Tipps usw.
Keine neuen Beiträge seit Ihrem letzten Login vorhanden. Thema abonnieren page_edit Herzliche Grüße an alle zum Muttertag
Thema gestartet von: bke-Zita-Finke
0 09.05.2021, 10:26
bke-Zita-Finke
Liebe Eltern, liebe Jugendliche,

Heute ist Sonntag …. Ja …. *wink*
Heute ist ein wunderschöner, sonniger Frühlingstag …… auch ja …. *smiling*
Und - heute ist Muttertag ….. JAAAAAAAAA *laughing* *laughing*

Die beiden Erstgenannten gibts über 50 Mal (Sonntage) bzw. hoffentlich häufiger (Sonnentage). Aber Muttertag, der ist immer „nur“ ein Mal im Kalenderjahr.

Was eigentlich schade ist. Denn: es gibt bestimmt viel öfter Momente der Freude und Dankbarkeit mit Blick auf die eigene Mama bzw. die vielen vielen Mamas dieser Welt.

Meine Mutter - obwohl schon recht betagt - hat sich diese Woche von einem ihrer Enkel zeigen lassen, wie Bärlauchpesto geht. So duftete das ganze Haus nach Knoblauch (nein Bärlauch *whistle* ), nach Pinienkerne, nach feinem Olivenöl ….abgefüllt in kleine Gläschen musste es erst mal ein paar Tage ruhen & reifen.

Und heute, zum Muttertag gibt es das erste gemeinsam hergestellte Oma-Mama-Enkel-Pesto … *cool*


Einen tollen Muttertag, allen Mamas dieser Welt

Viele herzliche Grüße
bke-Zita-Finke
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Thema gestartet von: Tilly200
10 08.05.2021, 22:56
Tilly200
Hi Leni,

Ich dachte mir schon, dass die erste Interpretation besser passt und auch eher das ist was du meintest! Die Ergänzung, dass es einfach alle Gefühle sein sollen ist glaub ich auch wichtig und passt echt gut zu dem Gedicht!

Die Blätter bei mir sollen so für die Gesellschaft stehen, die auch von dem Wind also den Normen nicht umgestürzt wird sondern einfach weiter tanzt und nur das Individuum, also der Spaziergänger, davon beeinflusst wird und ohne es zu merken vom Weg abkommt. Also ja beides zusammengenommen ist der Druck von außen:))

LG
Tilly
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Thema gestartet von: Tilly200
10 08.05.2021, 21:23
Leniona
(scheiss) "Liebeskummer"

|editiert von bke-Lorenz|
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Thema gestartet von: Tilly200
10 08.05.2021, 19:57
Leniona
Hey Tilly,
die erste Interpretation war das woran ich eigtl dachte, als ich es geschrieben habe. das trifft es eigtl relativ gut, nur sollen die Tropfen nicht nur für Tränen stehen sonder allgemein für die Gefühle...als ob z.B. tausend Ängste auf einen einprasseln. und dann kommen noch zweifel auf usw. Wäre vmtl klarer, wenn ich die Überschrift mitgeschickt hätte.

Deinen Text finde ich super schön. Noch besser als den ersten...ich liebe es wenn Bäume und Blätter tanzen...da ist so wunderschön...Darf ich fragen, wofür die in deinem Text stehen?Ist das der Druck der von außen kommt? also der von anderen kommt.

Liebe grüße,
Leniona
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Thema gestartet von: Tilly200
10 08.05.2021, 12:24
Tilly200
Hi Leni,

Deine Interpretation war gar nicht falsch. Es gab eben zwei arten wie man das sehen kann :)

Das Gedicht ist echt schön und ich glaube ich weiß was du meinst mit den zwei arten.
Die erste Strophe habe ich irgendwie so verstanden: die sonne, da geht es einem noch gut, dann kommen die Wolken, also dunkle Gedanken und sie verdrängen die schönen Gedanken. Die tropfen bzw der regen könnte dann tränen sein. Wenn man damit weiter geht, dann können die Bäume irgendwie der halt sein, den man sonst immer hat und wo eine einzige träne nichts macht, aber wenn man so einen richtigen heulkrampf hat, dann kann auch dieser Halt nichts mehr ausrichten.

Aber auf der anderen Seite kann man das auch so sehen: also in der ersten strophe kann ich das nicht so richtig fest machen, aber in der zweiten habe ich noch eine andere Idee: da sind die bäume die normen der Gesellschaft und jeder einzelne tropfen ist dann jemand der die verändern möchte. Das funktioniert aber eben nur mit weiteren Tropfen, also mit einer größeren Gruppe, die an bestimmten Einstellungen der Gesellschaft etwas verändern möchte. In der ersten strophe kann man vielleicht sagen, dass vorher alles friedefreudeeierkuchen ist, keiner etwas gegen diese normen macht, bis sich dann Gruppen bilden (Wolken), die doch dagegen sind.

Naja also das waren jz so meine Ideen, schreib mal, wie du das eigentlich eher gesehen hast!

Ich schicke mal noch eine meiner Parabeln rein:

Ein Waldspaziergang

Die Sonnenstrahlen fallen sanft durch die Blätter der Bäume auf mein Gesicht. Ich kenne die Bäume und diesen Weg so gut, wie ich mich selbst nicht kenne. Bei jedem Spaziergang verliere ich mich aufs neue im Geflüster der Blätter. Sie scheinen zu tanzen, zu lachen, während ich stampfe. Ich komme nicht vom Weg ab, ich weiß wohin ich will.
Plötzlich zieht ein Wind auf. Er zerrt und reißt an den Blättern, doch sie tanzen unbekümmert weiter. Als ich versuche gegen den Wind, der mich zurück schiebt, anzukommen, schwellen die Stimmen der Blätter an. Ich presse meine Hände auf die Ohren. Doch der Wind wird immer stärker, bis ich bald mein Stampfen nicht mehr vom Knacken der Äste unterscheiden kann. Er drückt und zerrt und lässt nicht los. Die Blätter, wie von ihm dirigiert, schreien und tanzen immer energischer. Als ich den Blick von den Blättern wende, um nachzuschauen ob meine Füße noch da sind, erschrecke ich. Ich war vom Weg abgekommen.


LG
Tilly
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