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18.04.2017, 11:30 Uhr | Schokomama79
Hallo,
mein Exmann und ich sind seit 2014 getrennt. Unser Sohn 7 Jahre alt hat seinen Lebensmittelpunkt beim Vater, ist aber zu 50% bei mir und meinem Partner.

Es ist immer so das mein Sohn, besonders nach dem Wochenende beim Vater, sehr bockig uns gegenüber ist und immer wieder sagt "ihr habt mir nix zu sagen" und einfach nicht hört, so dass wir diese Kämpfe 1-2 tage austragen müssen bis es wieder läuft. Jetzt ist es seit kurzer Zeit so, das er nicht nur bockig ist sondern auch aggressiv mir gegenüber, er haut mich, tritt mich und wirft mit Sachen auf mich. Wenn ich ihn ins Zimmer schicke hört er nicht. Wenn ich ihn festhalte, wird es noch schlimmer. Er versteckt Sachen oder tritt gegen die Tür mit Glas. Wenn ich weggehe und mich einschliesse tritt er gegen die Tür. Ich kann einfach nichts machen damit er damit aufhört. Beleidigen und verletzen mit Worten (du bist die schrecklichste Mutter aller zeiten und ich will nie wieder zu dir, oder ich habe keine Mutter mehr nur noch einen Papa) tut er mich zusätzlich auch noch. Es macht ihm richtig Spaß so zu sein, denn er grinst mich dann an und sagt "das hast du nun davon".
Und es fällt mir sehr schwer da ruhig zu bleiben.
Es ist auch nicht immer sofort so, sondern manchmal von einer Minute wo wir Spaß haben auf die andere wo er so aggressiv ist.

Ich weis einfach nicht wie ich mich in solcher Situation verhalten soll?!

Ich kann mir schon vorstellen das es für ihn nicht leicht ist mit den sehr unterschiedlichen Erziehungsmethoden klarzukommen. Bei seinem Vater gibt es gar keine Regeln, da darf er alles und bekommt auch alles. Leider sieht der Vater nicht was er seinem Sohn damit antut und das es für ihn dann schwer ist. Er denkt er ist der Beste Vater auf der Welt und erfüllt seinem Sohn jeden Wunsch, egal wie groß der ist. Zb hat er einen eigenen Fernseher in seinem Zimmer und darf gucken was er will, egal ob altersgerecht oder nicht.
Leider sind wir so zerstritten das es nicht möglich ist mit ihm darüber zu reden, zumal es ihn sehr freuen würde wenn ich ihm von dieser Situation erzählen würde, da er gerne möchte das er ganz bei ihm lebt und mich gar nicht mehr sieht. Deshalb versucht er auch alles dafür zu tun.

Ich versuche meinem Sohn ein gutes Zuhause zu bieten, in dem wir viel Unternehmen und Spaß haben, aber eben nicht alles erlaubt ist. Er sagt auch oft genug das er gerne hierbleiben würde. Deshalb kann ich sein Verhalten dann noch weniger verstehen.

Wir versuchen jetzt eine Elternberatung mit einem Mediator, aber das dauert noch etwas.

Bis dahin wäre es schön wenn mir jemand helfen könnte wie ich mich in dieser Situation am besten verhalten soll um eine Deeskalation zu verhindern, in der wir beide nur noch schreien und heulen! Ich bin wirklich verzweifelt und es macht mir angst ihn so zu sehen.

Vielen Dank
12.07.2017, 13:00 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
@Ara2

Hallo Ara, Sie haben nicht angegeben, dass Sie Nachrichten empfangen können. Ich habe Ihnen kurz geantwortet und erklärt, wie Sie einen eigenen Thread eröffnen können.

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
11.07.2017, 15:13 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
@ Ara2

Herzlich willkommen in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle und vielen Dank für Ihren persönlichen Beitrag!

Die Trennung von Eltern und der Wechsel zwischen zwei Haushalten ist meistens eine belastende Situation für Kinder. Am besten klappt das, wenn die Kinder merken, dass die Eltern normal miteinander umgehen und sich eben nicht im Krieg befinden. Allerdings können Kinder sich auch ganz gut an die jeweiligen Erziehungsstile anpassen. Ebenfalls gelingt es dem Nachwuchs ganz gut, Situationen für sich zu nutzen und "schwache Minuten" von Eltern zur Durchsetzung eigener Interessen auszuwerten. Das ist nachvollziehbar! Für Sie wird die Herausforderung darin bestehen, einen festen Rahmen vorzugeben und klare Regeln im Miteinander vorzugeben. Alleinerziehende bewältigen immer zahlreiche Aufgaben, stemmen vieles alleine und haben ein schlechtes Gewissen wegen der Trennung. Das führt manchmal zu einem unregelmäßigen Erziehungsverhalten mit der Folge, dass die Kinder noch mehr aufdrehen. Scheuen Sie sich nicht einen klaren Rahmen vorzugeben, an dem sich die Kinder orientieren können. Das schadet nicht! Beobachten Sie Ihr Verhalten im Umgang mit den Kindern, möglicherweise merken Sie, ob Sie situationsabhängig unterschiedlich reagieren. Besuchen die Kinder beide eine Ganztagsbetreuung? Es ist ja auch wichtig für Sie, eine Entlastung zu bekommen!?

Vielleicht haben Sie Lust, einen eigenen Thread zu eröffnen, um mehr Reaktionen auf Ihren Beitrag zu erhalten!

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
11.07.2017, 10:40 Uhr | marinadiezweite
Hallo Ara, vielleicht kannst du dich ja mal mit dem Vater der Kinder besprechen. Dann weißt du, wie es dort ist. Kinder merken schnell, wo sie wie auf die Tränendrüsen drücken können. Ich will das nicht verharmlosen. Aber Kinder mögen meist solche Wechsel und Wochenendpapas nicht. Am liebsten vielleicht sogar eine normale Familie wie alle anderen Kinder. Und dauernd verreisen ist auch nicht ihr Ding.
Meist denkt man, es liegt am Partner, dass es dort nicht rund läuft. Aber ich nehme fast an, dass die Kinder auch nicht beim Vater bleiben wollten.
Das denk ich kann man schon frühzeitig zum Thema machen. Ich meine jetzt nicht ausfragen. Denn letztlich kann ein Wochenendpapa wohl kaum mit einer Vollzeitmutter konkurrieren. Aber es ist sicher was was da halt schöner ist. Oder auch nicht schön.
Das kann man zu Hause aufgreifen.
Zurechtbiegen würde ich nicht versuchen. Die Kinder sind dann leider mehr oder weniger ausser Rand und Band. Probiert was aus. Das kann sein in Ruhe lassen, einmal nach draußen und austoben lassen. Nicht zu spät am Sonntag zurückkommen.
Schwer ist, die Gefühle der Kinder nicht auf sich zu beziehen. Es ist halt nicht einfach. Ich glaube, man kann nicht verlangen und hoffen, dass die Kinder gar nichts sagen und wünschen. Im Gegenteil, wenn ihnen was bei Papa mehr als bei Mama gefällt. Das kann man versuchen ein wenig zu verstehen und nachzufühlen.
Ich habe meist gute Erfahrungen gemacht, wenn ich meine Kinder nicht zu sehr in die Enge treibe. Heißt, weder extrem drücken noch ins Zimmer schicken.
10.07.2017, 20:42 Uhr | Ara2
Hallo Schokomama,
ich bin heute das erste Mal im Forum unterwegs und dein Beitrag hat mich sehr bewegt, weil ich diese aggressivität von meinen Kindern auch kenne - und mir nicht erklären kann woher das kommt.
Meine Kinder sind 6 und (fast) 4 Jahre alt. Ich bin seit der Schwangerschaft mit dem jüngeren Kind von meinem Mann getrennt.
Ich habe mit den Kindern schon viele höhen und Tiefen erlebt. Aber auf die Dauer kristallisiert sich für mich auch als hauptthema herraus, dass die beiden sehr schnell wütent und agressiv werden. Zuerst war es nur nach den Wochenenden/Zeiten beim Papa. Und ich hatte auch den Verdacht, dass es daran liegt, dass er keine Regeln vorgibt. Mitlerweile glaube ich das aber nicht mehr. Weil sich das Problem eher verstärkt hat und die Kinder haben ihren Lebensmittelpunkt bei mir.... Ich war Vergangenes Jahr eine Zeitlang bei einer Beratungsstelle (wegen des Rosenkriegs der leider nie ein Ende finden mag) und habe die Psychologin dort gefragt, was Sie für die Ursachen hält. Die meinte, dass die Kinder einfach emotional sehr schwer durch die Wechsel belastet wären, dass es aber ein gutes Zeichen ist, wenn der Kummer nach außen und nicht nach Innen getragen wird.
Ich weiß trotzdem nicht mehr weiter mit der Situation. Ich fühle mich so häufig an der Grenze, weil alles ganz plötzlich zu einem Kampf werden kann - ohne das man es hat kommen sehen! Und dann steht man vor der Entscheidung: Reagiere ich mit Härte, weil meine Kinder sich Tyrannisch verhalten und ich ihnen beibringen muss, das man mkt diesen Verhaltensmustern nicht durch kommt. Oder Reagiere ich mit Nachsicht, weil ich weiß dass meine Kinder vielleicht selbst an einer Grenze stehen, weil Sie emotional zwischen Eltern aufgeteilt werden und eine eigentlich zu stark geforderte alleinerziehende/Berufstätige Mama haben?
Wenn du einen guten Weg gefunden hast, deinen Sohn zu erreichen und zu beruhigen - Ich wüsste so gerne was langfristig hilft!!!
Gruß Ara2
PS: Die Papas erzählen das meist nicht so, aber ich bin mitlerweile absolut sicher, dass es dort genauso läuft!
31.05.2017, 10:55 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
@Mesielein

Herzlich willkommen in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle und vielen Dank für Ihren persönlichen Beitrag!

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
Zuletzt editiert am: 01.06.2017, 12:14 Uhr, von: bke-Clara-Winzenberg
28.05.2017, 17:46 Uhr | mesielein
Lebensmittelpunkt beim Vater: darüber bin ich gestolpert. Ich hatte ja sozusagen keinen Exmann, nur einen Kindesvater, mit dem ich nie verheiratet war. Wir hatten das gemeinsame Sorgerecht und ich musste nun per Anwalt erreichen, dass mein Ex zustimmt, dass mein Sohn mit zu mir kommen darf. Mein EX belustigte sich, dass ich sogar die Hilfe eines Anwaltes nicht scheute, tat ich auch später nicht.
In der Zeit, wo mein Sohn also aggressiv wurde, kann ich nur vermuten, dass er beim Kindesvater, der im gleichen Haus wie seine Eltern (auf dem Land!) wohnte, noch da wohnt, auch alles bekam, keine Regeln einhalten brauchte, die ganzen negativen Sachen also. Das Schlimme war: ich holte mir zwar Hilfe beim Jugendamt, aber der Vater genoß anscheinend auch da Sonderrechte. Egal, wie sehr er gegen das Kinder-und Jugendschutzgesetz verstieß: er kam mit allen Sachen durch. Die Aggressivität meines damals 10 ,dann 11 Jahre alten Kindes führte dazu, dass er einen Aufenthalt in der Kinder-und Jugendpsychiatrie absolvieren durfte, half aber auch nur begrenzte Zeit. Meinen neuen Partner wollte er dann Vater nennen, durfte er. War für mich ein Zeichen, wie sehr mein Sohn doch zwischendurch (!) vom Vater enttäuscht wurde!
Kindesväter sind aber dann lernfähig, wenn deren Muttis sich ins Zeug legen, DAS war meine Erfahrung.
Mein Kind wohnte schon im betreuten Bereich für Kinder und Jugendliche, traf dann auf uns, kam gerade von der Oma, er wurde meistens von Oma und Opa gebracht, da mein EX natürlich mit mir nicht zusammentreffen wollte, er wird gewusst haben wieso.Oma sah nun leider, wie mein Sohn freudestrahlend (!ernsthaft!) auf meinen neuen Partner zulief, ihn Vati nannte. Ein Schock für die alte Frau und wsl.Grund, ihrem Sohn sozusagen "Beine" zu machen. Und natürlich wurde die erstbeste Gelegenheit genutzt, meinen neuen Partner madig zu machen. Mein Sohn beklagte sich ausgerechnet bei der Oma (Kinder sind ja da naiv!), sie:"Hör nicht auf den, der ist nicht dein leiblicher Vater!" Und schon hatte sich das tolle Verhältnis zwischen meinem Sohn und meinem neuen Partner für alle Zeit erledigt.Übrigens: ein Anwalt macht auch Mediation, es gibt aber auch freiberufliche, ich bin ja selbst eine, sogar Richter tun sich da hervor, wie ich erfuhr...

Möglicherweise bringt auch eine Mediation kaum was, wenn die Gewohnheiten, wie beschrieben, schon so festgefahren sind: der Sohn nutzt ja Freiheiten, die er woanders nicht hat, denkt, es darf ewig so weitergehen. Für irgendeinen Mediator ein sehr hartes Stück Arbeit, wenn der Vater weiterhin uneinsichtig ist und bleibt, ein Kind kann ja selten was dafür, es lernt nur, mit Situationen umzugehen, sie für sich zu nutzen! Tat mein kleiner Sohn auch..
19.04.2017, 12:41 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo Schokomama79,

als Moderatorin in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle begrüße ich Sie herzlich!

Nach der Trennung von dem Vater hält sich Ihr Sohn je zur Hälfte bei ihnen und dem Vater auf. In der letzten Zeit reagiert der Junge sehr heftig auf Sie, vermutlich nach Grenzsetzungen. Meine Vorschreiberinnen haben bereits auf wichtige Punkte hingewiesen. So würde ich auch das derzeitige Modell hinterfragen, weil es aus meiner Sicht zu einer gewissen Unruhe im Wochenverlauf führt. Geht das nicht von Woche zu Woche, z.B. Freitag zu Freitag oder so?

Offensichtlich kommt Ihr Sohn zur Zeit mit bestimmten Situationen nicht klar. Wir wissen nicht, inwieweit der Vater beeinflusst. Wir wissen nicht, ob er "nur" rebellisch auf Grenzsetzungen reagiert oder ob andere Dinge eine Rolle spielen (Schule, Freunde...) Sprechen Sie ihn in einer ruhigen Minute an und sagen Sie ihm, dass Sie besorgt sind, weil es immer wieder zu Reibereien kommt und fragen Sie ihn, was los ist und was er sich wünscht. Lassen sie ihn von seinem Alltag auch in der Schule berichten. Vielleicht ergibt sich ein Anhaltspunkt. In diesen Wutsituationen können Sie die Gefühle "verbalisieren". "Du bist stinksauer, weil ich jetzt dass und das verboten habe. Beruhige dich erst einmal, danach reden wir..." Im Moment strömen einige Herausforderungen auf Ihren Sohn ein, die ihn durcheinander bringen.

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
19.04.2017, 09:34 Uhr | marinadiezweite
Hallo schokomama, du und dein Ex, ihr seit schon lange getrennt. s kann sein, dass die geteilt-Regelung nicht mehr so gut ist. Als ihr euch getrennt habt, ging dein Sohn noch in den Kindergarten oder war zu Hause. Nun ist eine neue Phase angebrochen, vermutlich seit dem letzten Jahr. Das zu schaffen ist schon anstrengend für ein Kind. Da finde ich eure Regelung 50% nicht mehr so passend. Und schon gar nicht innerhalb der Woche. Überlegt nochmal, für wenn das gut sein soll. Denn im Grunde zeigt euer Sohn sehr genau, dass ihm das alles nicht gefällt. Es geht ihm mit seinem Ausflippen vielleicht gar nicht um Mama zu ärgern. Um zum Papa zu kommen. Es scheint eher so zu sein, dass er damit zeigt, diese Wechsel sind zuviel. Umstellen dreimal die Woche.
Ich halte es für wichtig, dass du dem Vater und seinem Verwöhnprogramm nicht die Schuld gibst. Ein Kind weiß schon und kann unterscheiden, wo es sich gerade befindet. Daher so hart es klingt, ist es nützlicher für dich, dir deine Autorität wieder zu erarbeiten. Ich meine, da musst du nicht zwei Tage kämpfen. Weder gegen den Ex noch gegen deinen aufmüpfigen Sohn. Überleg mal, was dein Sohn dir sagen will. Vielleicht musst du dich gar nicht verziehen. DAs ist schon sehr ungünstig. Auch musst du ihn nicht in sein Zimmer schicken. Beides signalisiert ihm ja die offensichtliche Hilflosigkeit von dir.
Ich kann dir nur raten, erstmal die Wut deines Sohnes zu akzeptieren. Nimm sie nicht total persönlich. Er darf sie haben. Jedoch darf er dich nicht anschreien. Oder schubsen. Auch nicht gegen die Türen treten. Mach ihm Vorschläge. Die ihm zeigen, dass du seine Wut verstehen kannst. (Ich hoffe, das kannst du sogar ein wenig verstehen). Überlegt auch gemeinsam, was ihr tun könnt. Was er braucht.
Was die Erwartungen an den Vater betrifft. Selbst ein richtig netter Vater weiß nicht immer, was noch alles für die Schule zu tun ist. Nehm lieber dieses Problem als Anlass, die Regelung neu zu überdenken. Das ist wichtig, dass du den Vater weder für die Probleme verantwortlich machst. Noch dieses so gegenüber dem Sohn so äußerst und zeigst. Ich behaupte mal, dass viele Väter auch in intakten Ehen sich mehr um Spass und Verwöhnen als um Schulaufgaben kümmern. Und auch Dauerfernsehen ist meist angesagt. Das kannst du ihm kaum verwehren. Du kannst es nur bei dir anders regeln und dieses durchziehen. Beispielsweise pro Tag ein Film. Auch eine Dauerbespassung von deiner Seite muss nicht unbedingt sein. Denn dein Sohn hat schon echt viel, was er erlebt.
Dann versteht der Junge, Papa ist so, Mama ist so. Es ist normal, dass er sich gegen deine sinnvollen Regeln mehr wehrt.
Zuletzt editiert am: 19.04.2017, 09:35 Uhr, von: marinadiezweite
18.04.2017, 21:57 Uhr | Schokomama79
Hallo Louise,
Ja er ist Montag und Dienstag bei mir, Mittwoch und Donnerstag beim vater und abwechselnd Freitag bis Sonntag!
Naja ne so ist das nicht! Er hat auch keine lust auf hausaufgaben wenn er beim vater ist!

Ich werde versuchen ihm das so zu sagen und hoffe es bringt was!

Danke für deinen Rat
18.04.2017, 21:07 Uhr | Louise-19
Hallo, Schokomama,
ich bin nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe:
Dein Sohn ist Montags und Dienstags bei Dir,
Mittwochs, Donnerstags und Freitags beim Vater,
und die Wochenenden immer abwechselnd?

Und wenn er beim Vater ist,
gibt es keine Probleme mit der Schule?

Das ist doch schonmal eine ordentliche Leistung vom Vater.
Sehr gut.

---
Nein, ich denke auch nicht, daß Du mit dem Sohn in so einer Situation reden kannst.
Ich denke, Du mußt vorher mit ihm reden,
während Du ihn abholst,
morgens beim Wecken,
und als "Nachbesprechung" abends beim ins-Bett-Bringen.
Etwa so:
"Ich trage die Verantwortung für Dich. Also mußt Du mir gehorchen.
Ich bin Deine Mutter, ich habe Dir was zu sagen, Du hast zu folgen."
Ruhig ernst und streng, so daß er es versteht.

Viele Grüße,
Louise
18.04.2017, 19:48 Uhr | Schokomama79
Hallo Louise,

Vielen dank für deine Nachricht!

Ich befürchte du hast recht...mein exmann ist zwar Deutscher aber es ist für ihm seine perfekte Erziehung sich nicht mit dem unangenehmen zu beschäftigen, dafür gubt es ja die böse Mama!!

In der Schule ist er normal würd ich sagen! Er ist ja gerade in der ersten klasse und hat noch keinen grossen spass am lernen, somit ist es auch nicht einfach die Hausaufgaben mit ihm zu machen! Aber letztendlich hat er sie gemacht! Jetzt ist es schon zweimal vorgekommen das er etwas kaputt gemacht hat ohne jeden grund!
Ja er kommt pünktlich und ja er ist auch satt!

Ja es ist meistens nach 1-2 tagen erledigt....ich habe ihn immer jeden montag und dienstag und montags hat er immet nach der schule sport dann gehts nach hause und bleibt nicht viel zeit bis es ins bett geht! Da hat er also nicht viel zeit "anzukommen"! Dienstag dann schule und nachmittags oft Spielverabredungen!
Ich werde jetzt mal versuchen diese verabredungen an dem dienstag wenn er am Wochenende nicht bei mir war zu streichen, und ihm ruhe zu gönnen! Vielleicht hilft das ja!

Wie würdest du dich in solcher Situation verhalten wenn er wieder haut und tritt usw???
Doll ich weggehen? Ihn ignorieren? Reden kann man mit uhm dann nicht !!
18.04.2017, 16:17 Uhr | Louise-19
Hallo, Schokomama,
ich fürchte, Du mußt Dich mit der Kultur des Vaters beschäftigen.
Ich vermute, daß "dem Kind alles erlauben" wirklich in seiner Kultur einen guten Vater ausmacht,
weil die anderen Aufgaben von anderen (Verwandten, Nachbarn, Lehrern...) erfüllt werden.

Zweitens, wie ist der Sohn in der Schule?
Macht er die Hausaufgaben?
Kommt er pünktlich,
und ist er dann satt und ausgeschlafen?

Drittens, das Problem mit Deinem Sohn muß gelöst werden.
Du schreibst, es dauert jeweils 1-2 Tage;
vielleicht könnt ihr euch darauf einstellen,
indem ihr für diese Tage einen etwas anderen Tagesablauf plant,
besonders streng? besonders langweilig? besonders viel Sport für ihn?
Vielleicht Das Abholen länger machen, und ihn dabei schonmal darauf einstimmen,
daß es bei Dir anders ist als beim Vater, und was ihr so tun wollt.
Viele Grüße,
Louise

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