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27.09.2017, 11:04 Uhr | Homer-J
Hallo zusammen,

ich, Vater von 2 Kindern (Tochter 8, Sohn 11), bin seit 2014 getrennt und seit 2016 geschieden. Ab Zeitpunkt der Trennung haben wir die Kinder im Wechselmodell betreut, was auch immer sehr gut funktionierte. Dann, Ende 2016 lernte ich meine jetzige Partnerin kennen. Meine Tochter hatte damit keinerlei Probleme und auch mein Sohn anfangs überhaupt nicht. Doch urplötzlich wollte er nicht mehr eine ganze Woche bei mir sein. Nach einigen Gesprächen stellte sich heraus dass, er mit meiner neuen Partnerin und der neuen Situation ein Problem hat. Wir haben dann über alle Punkte die ihn störten und Sorgen bereiteten gesprochen, woraufhin sich die Situation wieder beruhigt hat. Das klassische Wechselmodell wollte er trotzdem nicht mehr. Ich war natürlich etwas geknickt, habe seinen Wunsch dann aber respektiert. Jetzt haben wir uns darauf geeinigt, dass er jede 2. Woche von Do bis So zu uns kommt.

Soweit erst mal nichts ungewöhnliches. Einige Sachen machen mich jedoch stutzig:
Während dieser Phase war er teilweise sehr verletzend, hatte eine regelrechte Abneigung gegen mich und hat auch den Umgang mit meiner Verwandtschaft verweigert. Es fielen auch Worte wie "mit 12 kann ich sowieso entscheiden wo ich wohne".
Meine Tochter hat vor kurzem mit Playmobil Männchen "Familie" gespielt. Sie hat dabei für die Figuren gesprochen: "ich will selbst entscheiden wo ich wohne", "nein du wohnst bei mir", "blöder Papa", "du wirst es mir noch danken" *speechless*

Auf solche Gedanken kommen Kinder doch nicht von selbst *shocked*
Ich will meiner Exfrau auch nichts unterstellen. Aber normal ist das meines Erachtens nicht.

Ich bin grad ziemlich hin und her gerissen, was ich machen soll. Nichts und erst mal so tun als wäre nichts gewesen? Mit dem Jugendamt reden? Meine Exfrau darauf ansprechen? Wobei ich hier die Antwort bzw Reaktion schon kenne -> *hypocritically*

Vielleicht hat jemand einen Tipp, was hier pädagogisch am sinnvollsten wäre.

Danke und viele Grüße,
Homer-J
29.09.2017, 10:02 Uhr | marinadiezweite
Hallo Homer-I, du könntest natürlich auch deinen Eindruck gegenüber dem Sohn thematisieren. Dazu braucht du ja nicht unbedingt die Mutter ins Spiel bringen. Zum Beispiel könntest du sagen, dass dein Sohn Formulierungen macht, die wo du dich fragst, ob das seine Ideen sind. Kann ja auch genauso gut sein, dass er das irgendwo anders aufgeschnappt hat. Kann aber tatsächlich sein, dass die Mutter da fiese Bemerkungen macht. Du kannst ihn fragen, ob das seine eigenen Meinungen und Einstellungen sind. So nach der Devise, was denkst du, ist das so richtig?
Ist er sehr frech und forsch zu dir, spielt es jedoch keine Rolle, ob es seine Ideen sind oder die von jemand anderem. Das ist einfach so, dass er Respekt haben sollte. Und dass er Meinungen und Wünsche bitte auch vernünftig und ordentlich äußern sollte. Dann kann man durchaus mal drüber nachdenken, ob man was verändern kann. *hypocritically*
29.09.2017, 09:33 Uhr | Homer-J
Vielen Dank für Ihre Antworten. Ich werde erst mal die Füße still halten und das Thema nicht konkret ansprechen, weder bei meinen Kindern noch bei meiner Ex. Ja ich spiele gelegentlich auch mit meiner Tochter und übernehme eine Figur. Allerdings wurde hier die Trennung und die Wohnsituation nie thematisiert. Aber bei der nächsten Gelegenheit kann ich mich ja mal vorsichtig einklinken. Selbstverständlich ändern sich Ansichten und Interessen je älter meine Kinder werden. Das ist auch völlig Ok. Allerdings schwingt eben immer ein komisches Bauchgefühl mit. Mein Sohn hat mir auch schon Sachen an den Kopf geworfen, die O-Ton von meiner Ex stammen und die er m. E. nur aufgeschnappt haben kann. Es gibt eben einige Indizien, die mich stutzig machen und den Verdacht anschüren, dass hier auch gerne mal schlecht über Papa gesprochen wird. Aber da dies nur Vermutungen sind werde ich unnötigen Streit vermeiden und, solange es sich nicht verschärft, nichts weiter unternehmen.

Beste Grüße,
Homer-J
28.09.2017, 13:35 Uhr | bke-Clara-Winzenberg
Hallo Homer-J,

als Moderatorin in diesem Unterforum der Virtuellen Beratungsstelle begrüße ich Sie herzlich!

Sie fragen sich, ob bestimmte Äußerungen Ihrer Kinder im Zusammenhang mit Besuchszeiten bei Ihnen durch die Mutter beeinflusst sind.

Positiv sehe ich zunächst, dass Sie sehr aufmerksam Ihre Kinder wahrnehmen und bemerken, wenn etwas nicht stimmt. Gut auch, dass Sie den Wunsch Ihres Sohnes ernst genommen haben. Kinder machen sich Gedanken um die elterliche Trennung und fühlen sich hin und her gerissen, da sie schließlich beide Eltern lieben! Auch wenn man gerade bei dem einen Elternteil ist, so schwingt doch unsichtbar der andere Elternteil mit. Eine neue Partnerin oder ein neuer Partner stellt einen Einschnitt dar, zumal die vollzogene Trennung deutlicher bzw. endgültiger wird.

Sie sollten die Entwicklung beobachten und eher behutsam mit dem Kindern sprechen, ob alles ok ist mit den Besuchen oder ob sie etwas auf dem Herzen haben. Dass Ihre Tochter die Situation nachspielt, ist doch gut und trägt zur Verarbeitung bei. Spielt sie immer alleine und übernimmt alle Rollen oder können Sie sich einklinken und eine Rolle übernehmen? Dann könnte man über eine andere Rolle nachfragen, wie sie die Umgangssituation erlebt. Vielleicht ergibt sich eine Situation, in der Sie nachfragen können.

Herzliche Grüße
bke-Clara-Winzenberg *smiling*
27.09.2017, 17:26 Uhr | marinadiezweite
Hallo Homer J , bevor du überlegst, ob deine Ex den Kindern was eingetrichtert hast. Bedenke erstmal, warum eigentlich sollten Kinder nicht selbst auf solche Ideen kommen. Der 11-jährige war bei der Trennung 8 oder 9. Da ist man noch anders im Denken als jetzt mit 11. Zudem hat sich vieles verändert. Du hast eine Partnerin, er hat vielleicht auch mehr Interessen zu Hause bei der Mutter.
Die Interessen verändern sich, man möchte schon mal was unternehmen mit Klassen Kameraden oder Freunden. Es ist nicht immer so, dass da eine direkte Ablehnung dahintersteckt. Wenn aber doch, dann ist es noch schwerer, sie einfach wegzudiskutieren.
Ich denke mal, dass es einfacher ist, nochmal zu sprechen mit beiden Kindern. Denn sie haben sich ja schrittweise schon ausgesucht, wo sie eigentlich wohnen wollen. Wo ihr Lebensmittelpunkt sein könnte.
Vielleicht kommt ihr mit dem Wochenendmodell besser klar.
Die Tochter spielt halt Konflikte die sie so erlebt, auf ungefährlicher Ebene. In der Puppensprache, beziehungsweise Situation sagt sie einfach die Wahrheit, lässt die Puppen die Wahrheit oder den W unsch sprechen. Wobei beide Kinder sicher gar nicht meinen, der Papa ist blöd. Sondern die Situation ist blöd. Ich denke, da solltest du sie nochmal fragen. Auch ein wenig spielerisch, so dass beide sich trauen, ihre ´Wünsche zu äußern.
Zuletzt editiert am: 27.09.2017, 17:26 Uhr, von: marinadiezweite

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