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13.12.2020, 12:25 Uhr | isis29
Hallo zusammen,

ich denke ich bin keine Ausnahme, dass ich mit Sorgen wegen meinem Kind, Unterstützung vom Kind z.B. bei Hausaufgaben oder Lernen oder Therapiebesuchen, normale Arbeit, Haushalt usw. ziemlich ausgelastet bin. Und Corona hat das ganze nicht weniger werden lassen, sondern noch mehr. Es muss noch öfter gekocht und dadurch mehr eingekauft, mehr aufgeräumt usw. Ich bin den ganzen Tag beschäftigt und unter Strom und abends bin ich froh, wenn ich einfach nur in Ruhe etwas auf der Couch sitzen kann. Füße hoch, Kopf aus, bissle was gucken oder leichtes lesen.

Aber reicht das wirklich um was für mich zu tun? Gerne bekomme ich den Ratschlag (von Laien oder Therapeuten) "Tun Sie doch mal mehr für sich, sonst kommen Sie zu kurz." Ja das stimmt, aber wann soll ich auch noch was für mich tun?
Auch meine privaten sozialen Kontakte haben stark abgenommen. Ich habe keine Zeit oder aber ich habe einfach keinen Nerv.

Was tut ihr noch für euch? Habt ihr noch Zeit dafür oder versucht ihr einfach nur durchzuhalten bis die Zeiten besser und ruhiger werden?

Viele Grüße
Isis
30.12.2020, 11:46 Uhr | marinadiezweite
Hallo ihr lieben. Was für sich zu tun ist in dieser ungewöhnlichen Zeit schwer. Und so ein Tipp kommt oft rüber als wenn das Gegenüber überhaupt nicht unsere Elternstresswelt versteht. Und die homeofficewelt und was es alles zur Zeit noch an Schwierigkeiten gibt. Schnell kommt man in diese ich-hab-doch-eh-schon-keine-Zeit-Argumentation.
Ich denke, man kann es versuchen, anders zu sehen. Es geht ja nicht nur um Zeit für mich ohne Mann und Kinder. Es geht vielleicht auf um Momente für mich mit Mann und Kindern. Was hat einem vorher vor der Pandemie Spass gemacht? Sport, zu dem man jetzt nicht mehr gehen kann? Andererseits kann ich nun manches flexibler einplanen. Vielleicht kann ich mit meiner Familie eine witztige Sporteinheit im Wohnzimmer integrieren. Vielleicht eine halbe Stunde, in der alle was für sich machen.
Es braucht nichts großes sein, denn immer diese großen Dinge sind wie die guten Vorsätze fürs neue Jahr: Je größer der Vorsatz ist, desto weniger wird daraus. Ich persönlich bin auch kein Selbstverwirklichungskünster. Hab aber auch profane Dinge wie Hausarbeit mit in mein Selbstprogramm aufgenommen. Wer da Spass dran hat, kann ja auch mal eine halbe Stunde lang nur putzen und sich dann auch gut fühlen.
23.12.2020, 11:07 Uhr | Ruba
Hallo Isis,
auch als Mutter braucht man etwas, woraus man Kraft schöpfen kann. Das kann ein schönes Schaumbad oder ein Telefonat mit der besten Freundin sein. Und an "größeren Dingen" die Ausübung eines Hobbys. Woran hast Du Du richtig Freude? Singen, tanzen, stricken, malen, Sport?
Mir gibt mein Hobby sehr viel Kraft für den Alltag.
Bist Du alleinerziehend? Dann spann die Großeltern ein oder schaff Dir ein soziales Netzwerk. Einmal pro Woche solltest Du abends rauskommen. Zumindest nach Corona.
LG
13.12.2020, 16:13 Uhr | bke-Luca-Reben
Hallo isis29,

im Namen aller Moderierenden heiße ich Sie erst einmal herzlich willkommen bei uns im Forum und ich wünsche Ihnen gute Anregungen.

Sie fragen sich, was Sie sich Gutes tun können und ob abends Füße hochlegen auf der Couch ausreichend ist.
Vielen Dank für Ihren Beitrag mit diesem interessanten Thema.

Was mir beim Lesen auffiel, ist, dass ich das bei dem Pensum was Sie beschreiben schon eine ganze Menge finde und auch toll finde, dass Sie sich diese Zeit nehmen und vielleicht abends sogar noch etwas leichtes lesen oder gucken können. Der Gedanke sich etwas Gutes tun zu müssen, kann absurder Weise auch zum "Streßgedanken" werden, wenn man diesen nicht mit seinen aktuellen Möglichkeiten und Ressourcen abstimmt. Die Palette von "für sich Zeit nehmen" ist groß und individuell, das können 2 Minuten sitzen und tief atmen bis hin zur Massage, ein Restaurantbesuch oder ein Spaziergang (etwas Corona verträglicher *hypocritically* ) sein.

Ich bin auch sehr gespannt zu lesen, was die anderen Eltern hier im Forum tun, um "durchzuatmen" in dieser sehr herausfordernden Zeit.

Ihnen einen schönen Adventsnachmittag und einen schönen Austausch bei uns im Forum,
bke- Luca Reben

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